Donnerstag, August 02, 2007

fleischeslust?

Na bitte, die Nachricht des Tages steht - ausgerechnet - in der BILD.

Veganer wollen keinen Sex mit Fleischessern.

Wer einmal gerochen hat, wie ein Butteresser riecht..., wie jemand, der Fleisch isst riecht, der muss schon sehr lieben, um das akzeptieren zu können. Also für eine einmalige Sache nimmt man solche Überwindungen nicht auf sich, da bin ich mir sicher.

Donnerstag, Juli 12, 2007

neues vom paketdienst

Ich hatte ja hier von meinem Paketzusteller erzählt , der selber jetzt bei Tropenkost bestellt, gestern hat er mir ausrichten lassen, es wären die besten Früchte gewesen, die er je gegessen hätte. Und ich habe gestern ein besonders leckeres Paket geliefert bekommen. Von den Avocados, gab es nur noch eine einzige, als Ersatz habe ich Durian bekommen, so dass insgesamt 5 kg Durian in meinem Paket waren - suuuperreif und extrem lecker. An dieser Stelle deshalb ein herzliches Danke und Grüße an die Jungs von Tropenkost.
Und wer immer noch nicht weiß, was am Besten zu Durian schmeckt, dem sei zum wiederholten Male der Giersch empfohlen - ausführliche Infos in bewegten Bildern gibt es hier (auf Video klicken!)

Montag, Juli 02, 2007

online -offline

Bis Samstag werde ich voraussichtlich nicht online sein, d. h. ich kann keine Flyer bis dahin verschicken. Vielleicht klappts es trotzdem mit einem Posting, das weiß ich noch nicht. Ihr könnt natürlich trotzdem mails schreiben, ich arbeite sie dann baldmöglichst ab.
Aber diese Woche verspricht wieder viiiiele Wildkräuter und viele schöne Bilder, die ihr dann nächste Woche hier anschauen könnt. Es gibt übrigens wieder Termine für Rohkost-Coachings im Juli und im August - meldet Euch falls Ihr Bedarf habt, ich rufe dann nächste Woche zurück.

Freitag, Juni 29, 2007

wildkraeuterresonanz

Die Wildkräuter stoßen auf richtig viel Resonanz mittlerweile, die Seminare sind gut besucht und die Teilnehmer ausgesprochen offen. Heute hatte ich eine Gruppe mit hauptsächlich älteren Menschen, sie sind besonders interessiert, geht es bei ihnen doch häufig um die Gesundheit. Eine Teilnehmerin hat sich gleich für den Oktober-Kurs wieder angemeldet, obwohl er an ihrem Geburtstag stattfindet - ode rgerade weil?
er endlich auch eines bestellt, hat er ganzDer Paketzusteller von neulich, s.u. ist gestern auch wieder aufgetaucht, wieder ha er sich so über mein Früchtepaket gefreut. Aber jetzt hat erfreut berichtet; ich werde ihn fragen und berichten wie es war.

Hier noch was fürs Auge - Bilder vom Echinacea-Feld.














Mittwoch, Juni 27, 2007

nahrung, allergien und geistige gesundheit

Viola schreibt heute im Urkostforum über den Zusammenhang zwischen milch- und getreidefreier Ernährung und die damit mögliche Bahndlung von Autismus bzw. Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom. Der von ihr zitierte Artikel von Kalle Reichelt, zeigt ganz deutlich, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen nicht spaltbaren Eiweißstoffen und Krankheiten des Gehirns, Allergien, Darm, etc. Ich vermute diesen Zusammenhang schon lange. Allergisch reagieren wir Menschen meiner Meinung nach auch nicht auf einzelne Pollen, Nahrungsmittel, Tierhaare etc., sondern weil wir seit Jahrzehnten Nahrungsmittel zu uns nehmen wie Käse, Weizenmehl etc., die unseren Körper krank machen.
Mich erwartet heute eine Riesendurian von 3kg und viiiel Giersch, so bleiben Körper und Geist gesund.

Dienstag, Juni 26, 2007

lange pause mit rosen

So, ich bin wieder da. das war die längste Pause, seit ich diesen Blog füttere.
Zunächst gilt es natürlich erst einmal die Rätselfrage zu klären.
Bei dem Baum handelt es sich um Araucaria araucana - mit den weiblichen Blütenständen - sie werden zu braunen Zapfen, aufgenommen in der Stuttgarter Wilhelma.
Die letzten Wochen waren ohne Pause, in 6 Wochen gab es nur 3 Tage, an denen ich kurz verschnaufen durfte. Jetzt hat sich die Lage entspannt und die Dinge scheinen wieder in ihren Bahnen laufen zu wollen, wer weiß wie lange?!
Für alle Interessenten am Rohkost-Coaching, es gibt wieder Termine im Juli und August.Meldet Euch frühzeitig auch schon für den Herbst.
Was hat sich sonst getan:
Ich bin einem Dinosaurier begegnet - Wollemia nobilis.
Ich arbeite an drei Innenraumbegrünungsprojekten - endlich scheint dieses Thema auf breiten Zuspruch zu stoßen.
Ich hatte spannende Wildpflanzen-Exkursionen - mit wunderbaren, sehr interessierten Teilnehmern.


Ich habe eine Dame mit Gichtanfall (Podagra) von der Wirkung des Gierschs überzeugen dürfen.










Ich habe herrliche Tage in den Bayerischen Alpen verbracht - leider nur zwei - und dabei viele viele Pflanzen bestimmt.


























Wir haben einen einzigartigen Rosengarten fertig gestellt und eröffnet. Hier die ersten Blüten,
mehr hier.















Eine kurze Geschichte mag ich noch erzählen, zu den anderen Themen schreibt mir, was ihr wissen wollt.
Vor zwei Wochen stand ein Paketriefträger mit einem "duftenden" Durianpaket vor meiner Tür. Schuldbewusst nahm ich ihm das Paket ab, was er nur ungern los ließ und fragte mich, immer auf das Paket schielend, was es denn mit diesen Paketen auf sich hätte. Die Früchte (es steht ja drauf, dass Früchte drin sind) müssten wohl sehr gut sein, er hätte das halbe Lieferauto damit voll, ob sich eine Bestellung lohnen würde? Ich empfahl ihm natürlich auch einmal so ein Paket zu bestellen, was er sich auch gleich vorgenommen hat. Zum Schluss meinte er noch, dass er jetzt so viele dieser Pakete ausliefern müsste verstünde er trotzdem nicht, aber ich wäre die Erste gewesen. Tja, die Seminare kommen an!!!

Sonntag, Mai 20, 2007

sonntagsraetsel



Meine Verfügbarkeit an Zeit tendiert momentan gegen Null. Die Arbeit fordert meine ganze Energie.
Hier ein Bild, das Sonntagsrätsel sozusagen. Eine außergewöhnliche Urweltpflanze MIT..ja, das ist die Frage, was sind denn nun die Kugeln?
Vielleicht wisst Ihr es ja, sonst gibt es demnächst die Auflösung.

Donnerstag, Mai 10, 2007

literatur im glashaus

morgen 19:30 uhr in haigerloch
alles weitere hier

zwar nicht mit elke heidenreich, aber mit mir und mit vielen kräuterbüchern, gartenbüchern, pflanzenbücher und sogar mit einem rohkost-rezepte-buch.
bitte anmelden, wer kommen möchte

Mittwoch, Mai 09, 2007

thema ernährung im tv

Auf folgende Sendung hat mich gerade Frau Mauz aufmerksam gemacht:


RTL2 - Welt der Wunder
Am 13. Mai 2007 um 19:00 Uhr

Trotz Biomärkten und gesunder Nahrungsmittel an jeder Ecke: Die Deutschen werden immer dicker! – Dieses „Welt der Wunder“-Spezial weist den Weg durch den Ernährungsdschungel.


Die Portionen werden immer größer, das Essverhalten unkontrollierter und die Deutschen immer dicker. Wer abnehmen will, muss dem Körper einfach weniger Energie zuführen, als er verbraucht. Um dabei nicht zu hungern, stellt „Welt der Wunder“ einige einfache Tricks vor.

Zu einer ausgewogenen Ernährung gehört auch eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen. Aber was sind Vitamine und was bewirken sie? Außerdem: Angereichert mit Vitaminen, Mineralien oder Spurenelementen – die Lebensmittel der Zukunft können mehr, als nur satt machen.

Montag, Mai 07, 2007

von giftigem und gesunden

Ich bin immer wieder erstaunt, dass es zu Vergiftungen beim Essen von Wildpflanzen kommt.
Ich nenne mal die drei wichtigsten Gründe:
1. Kinder, die nicht wissen was für eine Pflanze das ist und sie aus irgendeinem Grund essen. Dabei geht es meist nicht darum die Pflanze zu essen, weil sie uns Nahrung bietet, da sind Kinder vorsichtig und meines Erachtens wenig gefährdet, sondern um eine Mutprobe beispielsweise.
2. Pflanzensammler, die beim Pflücken nicht aufpassen und die Pflanzen dann danach unbesehen in den Kochtopf werfen. In Auenlandschaften beispielsweise kann man das gemeinsame Auftreten von Bärlauch und Aronstab beobachten. Einfach wild drauflos gerupft, ohne genau hinzusehen oder mit altersschwachen Augen, da kann schon mal das Falsche im Kochtopf landen. Auch Colchicum-Blätter (Herbstzeitlose, deren Blätter im Frühjahr auf feuchten Wiesen stehen) gehören zu diesen Pflanzen. Wenn alles erst einmal verkocht ist, ist es schwieriger, den typisch ätzenden Geschmack zu bemerken.
3. Männer mit Erfahrung, die mal wieder zu neugierig sind. Seltsam, die begegnen mir immer wieder auch in meinen Kursen. Und es sind immer Männer!!! Kaum einer, der nicht irgendeine Story zu berichten weiß, wie er sich schon einmal den Mund verätzt hat oder mit Schmerzen auf dem Sofa geendet ist. Das ist völlig überflüssig und gefährlich dazu. Beispielsweise herzwirksame Glykoside sind richtig gefährlich. Wer kennt sein Herz so gut, dass er weiß, was er ihm zumuten kann?
Brigitte fragt heute in diesem Zusammenhang, warum es Leute gibt, die Pflanzen essen, die sie nicht kennen? Tja, es gibt auch Menschen, die andere gefährliche Dinge tun, man weiß nicht warum. In der Regel sind dann aber nicht die Autos oder das Seil schuld, sondern diejenigen welche sich dem Risiko ausgesetzt haben.
So ist es auch bei den Pflanzen. Grundsätzlich braucht man ein Bestimmungsbuch und!!! ein Buch, in dem die Wirksamkeit/Essbarkeit der Pflanzen beschrieben wird. Heilpflanzen, die in Medikamenten in geringster Dosierung enthalten sind oder gar homöopathisch verwendet werden, eignen sich nicht zwangsläufig zum Verzehr.
Wer seinen Speisezettel bereichern möchte, der besucht ein Seminar, wobei man auch gut mit Löwenzahn, Giersch und Lindenblättern über die Runden kommen kann.
Seminartermine unter tine-taufrisch@web.de, nächstes Seminar am 12. Mai.















Es wächst doch genügend Essbares, hier die leckere Knoblauchsrauke in Massen.

Mittwoch, Mai 02, 2007

coaching ohne wert

Letzte Woche habe ich von dem Rohkost-Coaching bei Petra erzählt, das mich so zufrieden gemacht hat. Das Wochenende haben wir vor wiegend in freier Natur verbracht, das Highlight war übrigens ein Spaziergang durch ein Naturschutzgebiet in der Nähe Münchens, wo Enziane (ja, sogar mehrere Arten) und rosa Primelchen und Wachtelweizen und viele andere bekannte, essbare und unbekannte, einfach nur schöne Pflanzen blühten. Glücklicherweise gab es keine anderen Spaziergänger dort, solche Gebiete leben davon, dass sie wenig frequentiert werden, deshalb gibt es auch hier keine "Anfahrtsbeschreibung".
Was ich aber zum Thema Coaching berichten wollte: Ich wurde von zwei Frauen befragt zu so genannten Gesundheitsthemen. Während A. wissen wollte, was man gegen Gichtknoten in der Hand tun könne, aber auf keinen Fall auf Fleisch verzichten wollte, waren wir bei diesem Thema schnell am Ende und unsere Wege trennten sich, bezogen auf das Gespräch, schnell wieder. Frau B. war hartnäckiger, sie wollte alles genau wissen, wie das mit der Rohkost und den Wilpflanzen so läuft. Ich habe mich dann hinreisen lassen, die vielen Fragen zu beantworten. Nach jeder Antwort kam die Mitteilung: "Das kann ich sowieso nicht." Ohne Kuchen und Süßes könne sie nicht leben und Ähnliches veruchte sie, mir klar zu machen. Nach nur einer halben Stunde war ich total ausgelaugt, wie das eben so ist, wenn man zu einer Sache befragt wird und der Frager nur "saugt" und "saugt" und nur negatives Feedback kommt. Fast hatte ich das Gefühl als wolle sie mich missionieren undvon meinem Weg abbringen. Das erlebe ich oft. Wahrscheinlich liegt es daran, dass solche Menschen mit ihren Krankheiten oder auch nur Zipperlein nicht alleine sein möchten und sich nicht von gesunden Menschen konfrontiert sehen möchten. Wie schön ist es doch, wenn man gemeinsam jammern kann. In Zukunft- habe ich mir vorgenommen - gibt es so etwas nicht mehr, nur mit ernsthaft Interessierten möchte ich diese Themen noch diskutieren - und davon gibt es genug.

Montag, April 30, 2007

Petras Bericht zum Rohkost-Coaching

Petra schrieb gestern im Forum Folgendes:


....ich muss Euch jetzt mal von unserem Coaching mit Tine berichten.

Ich hatte einen supertollen Tag mit Ihr. Morgens haben wir zusammen Pizzaboeden und Boeden fuer Toertchen (alles roh natuerlich) zubereitet.

Mittags gab es dann eine Wildkraeuterwanderung. Das war natuerlich sehr lehrreich und hat auch viel Spass gemacht. Auch meine Kinder waren mit Eifer bei der Sache. Unterwegs haben wir uns dann mit Durian, Wildkraeutern, Datteln gefuellt mit Wildkraeutern und noch anderem Obst versorgt. Das hat uns wieder Schwung fuer den Heimweg gegeben. Und die Durian war so lecker. Jetzt bin ich auch endlich auf den Geschmack gekommen. Wirklich eine tolle Frucht.

Leider gibt es bei uns zur Zeit nicht so sehr viele verschiedene Wildkraeuter. Zum einen ist hier alles schon sehr, sehr trocken und zum anderen waechst hier eine bsestimmte Sorte Baum oder Strauch (weiss jetzt leider nicht mehr so genau wie er heisst), der hier alles vereinnahmt. Seit Tine mich darauf aufmerksam gemacht hat, faellt es mir natuerlich auch auf. Ueberall waechst dieses Zeug, dass leider nicht essbar ist.

Zu Hause gab es dann zum Abendessen die getrockneten Pizzaboeden mit diversen Gemuesesorten, die Obsttoertchen, einen Blumenkohlsalat und als Kroenung Bananen-Brennnesseleis. Und natuerlich die Wildkraeuter. Alles war wirklich sehr, sehr lecker.

Das Coaching mit Tine hat mir gezeigt, dass ich immer viel zu wenig Wildkraeuter dafuer aber zuviel Obst gegessen habe. Ausserdem schmecken mir die Wildkraeuter in der Combination mit Obst viel besser als wenn ich sie mit in meinen Salat tue.

Weiterhin gab es noch wertvolle Kraeutertipps fuer meinen kleinen Vorgarten.

Leider war der Tag viel zu kurz und die Zeit verging wie im Fluge.

Meine Juengste sagte dann am Ende der Wildkraeuterwanderung, dass sie sich zu ihrem Geburtstag auch einen Urkosttag mit Tine wuenscht.

Leider hatten wir keine Zeit fuer sportliche Aktivitaeten. Aber das habe ich dann spaeter noch zu Hause gemacht.

Wir hatten alle sehr viel Spass mit Tine und haben noch einiges dazu gelernt.



Ich freue mich, dass es Euch gefallen hat!!! Wer auch ein Coching möchte: Email an tine-taufrisch @web.de

Samstag, April 28, 2007

Wildkräuterwanderung und Rohkost-Coaching

Zwei erfreuliche Highlights gab es diese Woche - einmal die Wildkräuterexkursion mit einer 11. Klasse und dann ein Rohkost-Coaching bei Petra und ihrer supersüßen Familie. Beides war eine solche Bereicherung für mich, dass ich auch heute noch genügend Energie habe, um am Schreibtisch die weniger inspirierende Arbeit zu erledigen. Was ich dazu noch betonen möchte: Kinder sind einfach viel natürlicher als Erwachsene, sie trauen sich die Früchte und Kräuter zu probieren, je kleiner umso unerschrockener. Sehr beeindruckt hat mich Petras Jüngste (9 Jahre), die sich in kürzester Zeit die Kräuter und Bäume merken konnte, sie wird einmal keine Probleme haben, sich mit Vitaminen zu versorgen. Die 11-Klässler dagegen mussten erst einmal warm werden. als ich das erste Blatt in den Mund steckte machten sie noch große Augen, aber nach zwei Stunden waren viele schon ganz mutig geworden und begierig Neues zu efahren.

Der Renner bei Petras Kindern war ein Brennnessel-Bananen-Eis, aber auch Kräuter mit Durian haben sie probiert. "Kraftbonbons" - diesen Ausdruck hat Petras Jüngste kreiert - haben uns auf der Wildkräuterwanderung als Wegzehrung gedient. Das sind einfach dick mit Kräutern gefüllte Datteln. Kinder essen sie, und sind so schnell gestärtkt auf einer Wanderung beispielsweise und gleichzeitig werden sie gut mit Vitaminen versorgt.
Ich hatte nur viel zuviel Programm, das haben wir leider nicht alles geschafft. Es war Programm für drei Tage in meiner Kiste. Wir haben ein rohköstliches Festmahl zubereitet, und haben eine lange Wildkräuter-Wanderung gemacht und wir haben viel gesprochen, über Kindererziehung, über rohköstliche Ernährung, über Familienleben und über Gesundheit und gaaanz viele Wilkräuter gegessen. Außerdem hat Petra Tipps für das Anlegen Ihres Wildkräutergartens bekommen und die ein oder andere Pflanze dort entdeckt, welche die Natur ihr da schon reingepflanzt hat, Wegmalve zum Beispiel. Es war einfach ein wunderschöner Tag. Wer auch so ein Personal Training bei sich zuhause haben möchte, der meldet sich einfach unter tine-taufrisch@web.de.

mangos satt

Nach einer anstrengenden Woche gab es heute die Belohnung. Ich schwelge in Mangos aus Burkina Faso. Mehrmals diese Woche sind wir den Mangos auf der Spur gewesen, doch nie waren für uns genügend übrig. Aber heute, da stand ich um punkt halb acht auf dem Markt, vorher hatte ich schon Brennnesseln und Giersch gesammelt, und dann habe ich endlich meine Kiste mit Mangos bekommen. 14 stück insgesamt, und bevor jetzt wieder gemeckert wird bezüglich des Transports der Mangos mit Flugzeugen möchte ich hier dieses kleine aber feine Entwicklungshilfeprojekt vorstellen und außerdem einmal zu bedenken geben, wieviel die Lagerung von Äpfeln und Birnen und anderer regional erzeugbarer Produkte an Energie verschlingt. Die Mangos werden reif geerntet, fliegen im Frachtraum von Passagiermaschinen mit und verbringen nur kürzeste Zeit in unseren Kühlschränken - wenn überhaupt.


Die jährliche Mangoaktion ist ein Gemeinschaftsprojekt zwischen der Evangelischen Kirche in Burkina Faso und dem Evangelischen Kirchenbezirk Böblingen. Seit 1989 kommen jedes Jahr etwa 50.000 Mangos zu uns und werden hier zu ortsüblichen Preisen verkauft. Die Nachfrage wächst, denn die Früchte sind von erster Qualität. Die Mangos kommen aus mehreren Dörfern im Süden Burkina Fasos. Die Erzeugerfamilien erhalten dafür einen guten Preis. Für die meisten ist es die einzige Möglichkeit ihre Mangos überhaupt zu verkaufen, denn in der Saison besteht ein Überangebot. Die Preise fallen, ein Großteil der Früchte verdirbt.
Aber nicht nur hier hilft die Mangoaktion, denn auch der Erlös von jährlich über 60.000 € (1989 - 2006 837.698,- € Reinerlös) fließt zu 100 % wieder zurück nach Burkina Faso. Nunmehr können 12 Grundschulen mit über 4000 Kindern, die ohne diese Hilfe ihre Schulpforten längst geschlossen hätten, ihren Schulbetrieb ein ganzes Jahr finanzieren. So hat die Mangoaktion einen dreifachen Effekt:
- Einen guten Preis für die Kleinbauern
- Wirksame Unterstützung für Schulen
- Schmackhafte Früchte für uns





Zitiert von der Website, siehe oben.
Solche Projekte will ich unbedingt unterstützen. Und die Erdbeeren können warten bis sie hier reif sind.

Dienstag, April 24, 2007

speisekarte von feld, wald und wiese

Was ich in den letzten Tagen alles zu essen gefunden habe:

Bach-Nelkwurz

Bärlauch

Beinwell

Birke

Bitteres Schaumkraut

Blau-Minze (Katzenminze)

Breit-Wegerich

Brennessel

Brombeere

Dreikantiger Lauch, Glöckchenlauch

Duftveilchen

Echte Nelkwurz

Echte Schlüsselblume

Frauenmantel

Gänseblümchen

Gänsefingerkraut

Garten-Silberblatt

Giersch

Goldnessel

Große Sternmiere

Großer Wiesenknopf

Gundelrebe

Hopfen

Huflattich

Kleiner Sauerampfer

Kleiner Wiesenknopf

Kletten-Labkraut

Knoblauchsrauke

Kratzdistel

Kriechender Günsel

Kriechendes Fingerkraut, Blutwurz

Leinkraut

Liebstöckel

Löwenzahn

Lungenkraut

Mädesüß

Meerrettich

Mittlerer Wegerich

Pfeilkresse

Pfennigkraut

Rote Taubnessel

Schafgarbe

Scharbockskraut

Schlehe

Silberwurz

Sommerlinde

Spitz-Wegerich

Vielstengeliges Schaumkraut

Vogelmiere

Weißdorn

Weiße Taubnessel

Wiesenkerbel

Wiesenlabkraut

Wiesen-Pippau

Wiesensalbei

Wiesenschaumkraut

Wilder Feldsalat

Wilder Majoran, Dost

Ziest

Zitronenmelisse

Montag, April 23, 2007

Wildkräuter-Seminar

Nächster Termin:

Samstag, 5. Mai 2007

15.30 Uhr

findet statt im Wildkräutergarten "Zum Reussenstein" in Böblingen

Dauer ca. 2,5 Stunden

Flyer anfordern unter tine-taufrisch@web.de



Sonntag, April 22, 2007

das landleben

Das Landleben ist, wie ich gestern erfahren konnte aus meiner Sicht auch nicht das, was man dahinter vermutet. Ich war gestern zufällig in einer Neubausiedlung auf dem Land und habe mich ganz seltsam gefühlt in einer cleanen Welt, die künstlicher ist als manches Stadtviertel. Die Häuser picobello, riesig, modern, weiß gestrichen oder blau vertäfelt oder gelb, das ein oder andere sicher mit hohem ökologischem Standard erbaut. Die Straßen sauber, wie geleckt, großzügig, mit versiegelten Flächen und kontrolliertem Abfluss. Die Gärten wie aus dem Katalog, allerdings aus dem Katalog der Steinhändler. Erschreckend wie wenig Grün es dort gibt. Und trotz erfreulicher Aussicht über ein grünes Tal scheint auch in diesem Bild die Natur geordnet. Direkt an die Gärten grenzen die Felder, auf denen Getreide wächst, ohne jedes Unkraut oder der Raps blüht, ebenso. Zwei Meter vom Zaun - den braucht jedes Haus! - beginnt die "Kulturlandschaft". In den Gärten außer Steinen nur gezähmte, fast gezwungene Natur. Saftig grüner Rasen ohne jedes Unkräutchen, Beete mit Pflanzen, zwischen denen die fette braune, frisch geharkte Erde herausschaut. Der Blick in die ordentlichen, frisch gestrichenen Gartenhäuschen würde wahrscheinlich eine Batterie von Unkrautvernichtungsmitteln offenbaren. Was nicht als Abdrift von den nahegelegenen Feldern in den Garten gelangt, das wird selbst ausgebracht. Mit "Garten" haben diese sterilen Hausumsäumungen nichts zu tun. Den Gedanken an ein Leben auf dem Land, habe ich bis auf Weiteres verworfen, mir ist dort ehrlich gesagt zu wenig Natur. Hier mitten in der Stadt, wo ich zwei Minuten in den nächsten naturbelassenen, von Wildkräutern in trotzdem schönen und gepflegten Anlagen strotzenden Park habe, wo ich in fünf Minuten im Wald und in 10 Minuten im Naturschutzgebiet bin - zu Fuß - da finde ich eine höhere Artenvielfalt vor, als auf dem Land, in den cleanen Gärten, umgeben von den sauberen Feldern. Gerade diese Woche habe ich auf einem Grab auf dem alten, verwilderten Friedhof um die Ecke die Zwiebeltragende Zahnwurz gefunden, Dentaria bulbifera - da könnte ich auf dem Land aber lange suchen.
Ja, ich weiß, es ist nicht überall so, aber immer mehr ist es so. Und das, was wir als Kulturlandschaft bezeichnen, überdüngte Weiden für die Fleischproduktion, hochproduktive Ackerflächen, etc., hat mit Natur schon lange nichts mehr zu tun. Ebenso, wie Gärten mit 10 oder 20 Pflanzenarten nichts und null mit Natur zu tun haben.

Freitag, April 20, 2007

Vegetarier tun mehr fürs Klima

Hier der Link zu einem Artikel der taz, gefunden auf Chris' homepage, die sich wirklich lohnt, mal anzuschauen.
Heute ist Freitag, zumindest für alle Katholiken ein Tag, an dem kein Fleisch gegessen werden soll. Machen wir doch einen Proklima-Tag daraus.
Der Artikel würde mir übrigens noch besser gefallen, würde da stehen:
Veganer tun mehr fürs Klima.
Und wenn man dann noch aufs Kochen verzichten würde - uiuiui könnten wir es hier schön haben.

Donnerstag, April 19, 2007

frisch gepflanzt

Gestern sind die Wildkräuter für den Wildkräutergarten eingetroffen und heute haben wir schön gepflanzt. Eigentlich könnten wir auch gleich mit Essen loslegen - machen wir aber nicht, es soll ja alles auch noch ein bisschen wachsen. Wunderschön blühen schon das Immenblatt (Melittis melissophyllum) und die Gewürztagetes (Tagetes tenuifolia "Orange Gem"). Am 5. Mai wird es das erste Seminar dort geben, wer teilnehmen möchte muss sich jetzt dann anmelden. Es wird auf jeden Fall seeehr spannend und ich freue mich schon riesig.

Hier noch ein paar Bilder von heute morgen

das Immenblatt















der gute heinrich (gruß an keya)















die süßdolde

Freitag, April 13, 2007

rohkostmenü für warmesser

Weil Sonja mich heute gefragt hat, ist mir eingefallen, dass ich noch nichts von unserem rohköstlichen Ostermenü erzählt habe. Ostern mit Oma und Opa, das verlangt normalerweise nach Braten und Torte und Eis zum Nachtisch. Nachdem Omas Sohn, was ja gleichzeitig der Papa meiner Tochter ist, Ostern aber gar nicht frei hatte, hatte ich die Küchenhoheit und habe mich getraut ein Rohkostmenü anzubieten. Und Oma und Opa und meine Tochter haben tapfer mitgegessen und das nicht gezwungenermaßen, nein, alle wollten Nachschlag und alle waren zufrieden. Was es gab:
Bumenkohl"salat" mit Bärlauch
Rohkostpizza (mit Avocadocreme, Tomate, Lauch, Zucchini....)
Danach Fruchtsalat aus dem leckeren Tropenkost-Paket mit Papaya, Ananas, Mango und Wollmispeln aus Spanien. Eine große Schüssel grünen Salat mit Kräutern mussten wir leider auf abends verschieben, weil wir einfach zu satt waren.
Das war richtig schön, auch für mich. Leider bin ich nicht zum Fotografieren gekommen, weil ich doch ein bisschen eingespannt war mit dem Zubereiten der Rohkost, aber der Erfolg hat mich ausreichend belohnt.
Zum "Kaffee" gabs Rohkostkuchen und unterwegs haben wir - auch Oma und Opa - noch hier und da ein Kräutchen geerntet. Das ist doch echt ein Geschenk wenn die Großeltern so mitziehen, dafür bin ich wirklich dankbar.
Ich hatte für den Fall der Fälle noch Vollkornbrotecken mit vegetarischem Belag gemacht, das war nur zweitrangig und blieb zur Hälfte übrig. Und als ich anbot, bei Bedarf noch Reis mit Erdnuss-Sauce zu machen, wurde der dankend abgelehnt. Das war mal ein Osterfest nach meinem Geschmack. Die Eier waren dieses Jahr mehr Kunstobjekte und notwendiges Übel, mal schauen, wie lange es die noch braucht.

Donnerstag, April 12, 2007

Wildkräuter für Schulen

Es tun sich ganz neue Welten auf. Gestern habe ich meinen ersten Auftrag für eine Wildkräuterwanderung mit Schülern erhalten. Ich weiß nicht, wem es zu verdanken ist, Pisa, dem gesunden Menschenverstand der Lehrer, keine Ahnung, aber dass nun Oberstufenschüler etwas über Wildkräuter lernen dürfen, ganz praktisch, draußen auf der Wiese, das ist doch ein großer Fortschritt.

Und auf meinem Balkon tut sich auch was:

Der Gemüsebaum aus China sieht schon sehr lecker aus, momentan ist er allerdings erst 30 cm hoch, da warte ich noch mit der Ernte.














Und hier unsere Vorbereitungen für die Kinderwoche in der ARD, ein Mini-Gänseblümchengarten.














Habt Ihr schon die Apfelblüten gesehen? bei uns sind sie seit gestern aufgeblüht. Wer seine Apelblüte zum Teil eines Forschungsprojektes werden lassen möchte - klickt hier.

Dienstag, April 10, 2007

@ hartmut

Lieber Hartmut,
dein Kommentar zum vorigen Posting freut mich besonders, das war der Sinn der Sache, dass Andere ebenso Spaß an altbekannten und neuen essbaren (Wild-)Pflanzen bekommen. Weißbunte Varietäten entstehen auf unterschiedliche Art und Weise - als Mutanten oder durch Pflanzenviren - , sie sind eine Laune der Natur, die aber gärtnerisch gerne genutzt wird. Natürlich hat dieser Giersch nicht ganz soviel Chlorophyll wie der altbekannte Dunkelgrüne, aber die anderen Inhaltsstoffe sind uns ja auch wichtig, Chlorophyll ist nicht alles, sonst könnten wir ja auch Algenshakes trinken :-) ! Meiner hat sich schon so schön entfaltet - links auf dem Bild, er ist übrigens noch wüchsiger als der Entführte unten! (Im Hintergrund rechts seht ihr außerdem die Knoblauchrauke.)















Bayer ist übrigens ganz stolz auf ein neues Giersch-Vernichtungsmittel.
Tja, so ist es auf der Welt, was der eine mühsam bekämpft, kann der andere genießen. Ist das nicht schön Hartmut, zu den Genießern zu gehören?

Donnerstag, April 05, 2007

verwöhnt

Ich genieße die Tage, die zwar nicht ohne Anstrengung sind, aber täglich eine Überraschung bieten. Gestern war es ein leckeres Tropenkost-Paket und ein zweites Paket mit Giersch! Ja, Giersch kann man kaufen. In meinem Fall ist es eine gelbbunte Variante unseres Gierschs. Er ist nicht so aggressiv, denn die Gärtner kann der Giersch wirklich um den Verstand bringen, wenn er sich mit seinen Ausläufern im Garten ausbreitet. Nun, das soll nun also nicht so sein bei Aegopodium podagraria "Variegatum." Soll..., er sieht schon sehr wüchsig aus und auf englischsprachigen Gartenseiten stehen auch entsprechende Warnungen. Nun ja, wir werden sehen, zunächst einmal wird er hier weiter im Topf kultiviert und für de Rohköstler unter uns, wäre das natürlich eine prima Pflanze zur Gartengestaltung mit Essbarem. Wer sich dafür interessiert: Die Pflanzen gibt es bei www.ruehlemanns.de zu bestellen. Von dort habe ich auch den Chinesischen Gemüsebaum bekommen, den ich nun auch testen werde. Ich zitiere hier einmal von der Webseite der Firma, Originaltext Daniel Rühlemann:

Stellen Sie sich vor, Sie gehen mit dem Küchenmesser nicht in den Gemüsegarten um Salat zu stechen, sondern schnurstracks auf einen Baum zu, den Sie nie höher als ca. 1,50 Meter werden lassen, schneiden etwas vom zarten Austrieb ab, um für ihr Abendmahl frische Würze für ein wunderbares, nahrhaftes Gemüsegericht zu besorgen. Nach einem Monat treibt er wieder aus, und Sie ernten erneut. „Welcher Baum ist das?“ - werden sich ihre Nachbarn fragen. „Seit wann wachsen Kräuter an Bäumen?“ - fragen möglicherweise ihre Freunde.

Wegen seines starken Aromas würde ich ihn am liebsten Maggibaum nennen. Die jungen Blätter und Sprossen haben ein einzigartiges Aroma - entfernt vergleichbar mit einer Mischung aus Suppenwürze und Schnittlauch.

In China ist Toona bekannt als „Baum-Gemüse“ und gilt dort, wie auch in Malaysia als Delikatesse. Der zarte Austrieb im Frühjahr ist rötlich, und dann schmecken die Blätter und Knospen auch am besten. Die jungen Blätter enthalten mit etwa 10% Eiweiß mehr als jedes andere Blattgemüse. Außerdem sind sie sehr vitaminreich.

Hört sich das nicht gut an? Ich möchte am liebsten gleich probieren, aber er sieht noch so klein und unschuldig aus, da lasse ich ihn lieber erst einmal eine Weile wachsen.
Wenn sich die Pflanzen, die noch ein kleines bisschen zerknautscht aussehen entfaltet und eingelebt haben gibts dann auch Bilder.

Vorher ein kleiner Ostergruß - schöner als jedes Eiernest, aber nicht zum Verzehr empfohlen!!! - die Sumpfdotterblume Caltha palustris:


Dienstag, April 03, 2007

verschollene emails

Der Schreck in der Morgenstunde: Habe aus Schusseligkeit mein Postfach geleert - dabei sind einige Mails verschüttet gegangen, also falls jemand den Flyer für die Seminare haben wollte oder Ähnliches, meldet Euch bitte nochmal. Petra - Deine Mail habe ich erhalten, freue mich auf unser Treffen und melde mich später noch persönlich.

Montag, April 02, 2007

Wildkräuterspaziergang mit Normalessern

Am Samstag hat die erste Exkursion "Essbare Wildpflanzen" stattgefunden, wir waren nur ein kleiner Haufen, aber wir waren, mit Ausnahme meiner Tochter alle Roh-/Urköstler bzw. daran Interessierte. Sie sinnierte schon morgens darüber, dass außer ihr ja alle Rohköstler wären und sie dann der einzige Normalesser. Nach einer Weile meinte sie dann: Eigentlich seid ihr ja die Normalesser und wir sind "Warmesser". Wer jetzt von Warmesser auf Warmduscher schließt, dem sei dies unbelassen, ich finde den Ausdruck aber immer noch besser als Schlechtköstler, das ist nun wirklich nicht schön.
Wir haben übrigens Unmengen an Kräutern gefunden und Elisabeth weiß nun endlich wie der Giersch aussieht.

Die nächsten Termine sind:

Sa. 5. Mai 2007
Sa. 12. Mai 2007
Sa. 15. Juni 2007
Fr. 29. Juni 2007

Flyer schicke ich, wenn ihr mir eine Mail schreibt an: tine-taufrisch(at)web.de.

Das "IIIIIhhhhhhh" des Tages gibt es heute für Veronica Ferres, die sich zum Blut von Boxer Hill ein Autogramm von Boxer Maske auf die weiße Hose geben ließ. Sind wir denn im alten Rom? Frau Ferres, ich hätte Ihnen mehr Geschmack in Sachen Sport zugetraut - Boxen ist und bleibt für mich eine staatlich erlaubte Schlägerei und kein Sport.

Freitag, März 30, 2007

voegel in berlin und hier

Seit meine Tochter Pinienkerne auf unserem Balkon auslegt, kommen uns auch die Vögel besuchen, gerade eben ein Kohlmeischen. Das mit den Pinienkernen ist allerdings so eine Sache, sie sind ja ziemlich teuer. Die Idee stammt von der Oma, die mittlerweile bestimmt schon ein kleines Vermögen an die Vögel verfüttert hat. Nun gut, jedem Tierchen sein Plaisirchen, aber... geizig sind die beiden auch noch, mir geben sie nämlich freiwillig kein Kernchen ab, eher widerwillig rücken sie was raus, damit ich nicht an den heiligen Vogelvorrat gehe. So kanns gehen!



















In Berlin habens die Vögel auch schön, sie haben Gesellschaft akustischer Art bekommen. Wenn dieses Projekt Erfolg hat, dann werden wohl in Zukunft auch Berlins Vögel mit Pinienkernen gefüttert. Also ihr Berliner, die ihr hier mitlest, besucht mal eine der grünen Kisten rund um den Helmholtzplatz.

Mittwoch, März 28, 2007

the life and death brigade

Das aufbrechende Frühjahr bringt unglaubliche Dinge mit sich:
Neue Wintergärten, die es zu planen gilt, Gärten für Kinder, die den Bezug zur Natur als Chance nutzen könnten, ihr Leben wieder in Griff zu kriegen, Wildkräuter-Interessenten, die man in den Ecken aus denen sie plötzlich auftauchen nie vermutet hätte. Alles sehr sehr spannend, das Leben pulsiert wieder und ich muss aufpassen, dass ich mich nicht verliere und aufarbeite.
Ein gezerrtes Band und eine zerbröckelnde Blombe im Backenzahn sind die Tiefs, die ich mit Ignoranz und Nachgiebigkeit versuche in Schach zu halten.

Zwei geheime Wünsche: Ein Wochenenende mit der Life and Death-Brigade in den Bergen Connecticuts - Insider wissen warum!!! 2. Irgendjemand muss Emily Gilmore einmal zur Vernunft bringen.
Wer es bisher nicht wusste, jetzt kennt Ihr meine größte Schwäche: Eine Ami-Serie!!! Davon ausgehend, dass die Summe aller Laster immer dieselbe ist, bin ich damit ganz zufrieden.
In omnia paratus!

Freitag, März 23, 2007

schnee und wildkräuter

Trotz Schnee steigt meine Frühlingslaune täglich. Nach und nach trudeln die Anmeldungen für die Seminare ein, ich freue mich schon sehr auf unseren ersten Spaziergang am 31.3.07. Wer sich noch anmelden möchte, ich schicke Euch den Info-Flyer per pdf zu. Mail an tine-taufrisch@web.de und dann schnell anmelden!
Für den Wildkräutergarten am Reussenstein haben wir gestern die Pflanzen zum Nachpflanzen zusammengestellt, eine seeehr lange Liste, das wird ein richtiges Kräutervergnügen diesen Sommer.

Mittwoch, März 21, 2007

hochs und tiefs

Das Tief hat uns derzeit fest im Griff, die Natur scheint sich aber davon nicht aufhalten zu lassen, überall sprießt es und die Wildkräuter sind schon so weit, dass man in kürzester Zeit genügend für den Eigenbedarf gesammelt hat. Heute waren es Bärlauch, Löwenzahn, Knoblauchrauke, Labkraut und jede Menge Giersch.

Eine besondere Erfahrung konnte ich vergangenes Wochenende machen: Ich war eingeladen auf einer Geburtstagsfeier. Das Essen für alle gabs im Restaurant, Salat, Suppe, Fleischgang und Dessert. Ich hatte Rohkost bestellt und war gespannt, was der Koch zaubern würde. Er habe schon dreizehngängige Rohkostmenüs zubereitet, das ließ mich hoffen. Und ich wurde nicht enttäuscht, ich hatte ebenfalls vier Gänge und alles Rohkost. Angefangen mit einem Salat - ohne Sauce wie üblich, bei Bedarf hätte ich selbst etwas Essig, Öl, etc. zugeben können. Bedarf war keiner, der Salat war köstlich. Dann gabs Tomatensuppe, weiß, klar, aus frischen Tomaten, ungekocht, mit Basilikum-Streifen - ein Gedicht. Danach, der Hauptgang: Ein Kohlrabischiffchen gefüllt mit Avocado, Spargel und verschiedenen Gemüsewürfelchen. Zum Dessert: frische Erdbeeren, Heidelbeeren, mit Minze als Törtchen angerichtet - ebenfalls sehr lecker. Ich kann die Küche nur empfehlen, für alle, die mit der konventionell speisenden Familie essen gehen wollen ist das echt eine Alternative. Allerdings, fragen müsst ihr schon, das Rohkostmenü steht nicht auf der Karte - noch nicht :-) Noch ist die deutsche Rohkost-Küche natürlich nicht mit Juliano´s und Good Mood Food oder ähnlichem zu vergleichen, aber was noch nicht ist kann ja noch werden.

Freitag, März 16, 2007

Durian

Ich hatte ja vor einiger Zeit von meinem Durian-Experiment erzählt - und was soll ich sagen, es wirkt. Als am Donnerstag das Tropenkost-Paket ankam, da gabs zwar kurze Beschwerden, weil aus der luftdichten Kiste ja ein richtiger Durian-Dampf entweicht beim Öffnen. Aber die Durian wird nicht nur im Kühlschrank mittlerweile geduldet, ich darf sie auch ohne Beschwerden meiner Mitbewohner essen. Also, wer Probleme mit Durian in der Kombination mit anderen Menschen hat: Da hilft nur einmal selber essen. Ich gehe davon aus, dass der Körper entsprechende Stoffe bildet, die er zum Verdauen und Verwerten braucht.
Ich selber bin immer ganz sparsam und trotzdem verschwindet die Durian fast so schnell wie sie gekommen ist, und das ist alles was davon übrig bleibt:

Mittwoch, März 14, 2007

Rosen und Forsythien

Die Rosen warten nun täglich auf den Frühjahrsschnitt, jetzt, da die Forsythien blühen, ist der richtige Zeitpunkt. Nicht März, nicht Mai, nicht Woche Soundsoviel, die Natur gibt uns den richtigen Termin vor. Laut phänologischem Kalender, der das Jahr in 10 Jahreszeiten einteilt sind wir nun schon im Erstfrühling angekommen. Chrakteristisches Zeichen: Die Forsythienblüte. Laut DWD sollte diese Jahreszeit zwischen 22.3. und 26.04. zu erwarten sein. Da sind wir dieses Jahr sehr früh dran. Und, glaubt man den aktuellen Forschungen, die zum Thema "Veränderungen der phänologischen Jahreszeiten" angestellt werden, dann wird deutlich, dass die Forsythien immer früher blühen, und damit auch der Zeitpunkt für den Rosenschnitt früher liegt.
Zitat von Dr. Annette Menzel (TUM): "Insgesamt kann eine Verlängerung der Vegetationsperiode in den letzten 4 Jahrzehnten von bis zu 0,2 Tagen pro Jahr festgestellt werden. Diese Verlängerung ist jedoch eher auf die Verfrühungen im Frühjahr als auf zeitliche Veränderungen der Blattverfärbung zurückzuführen."

Montag, März 12, 2007

aufbruchstimmung

Smooth seas do not create skillful sailors....
- anonymous -

Ein Zitat aus Jinjees Newsletter, das so wunderbar zu meiner Stimmung heute passt. Im Grunde geht alles seinen normalen Gang und totzdem sehe ich am Horizont die ersten Wellen. Morgen ist wieder Fernsehtag, mittlerweile Routine und trotzdem immer wieder spannend und vorbereitungsintensiv. Was mich aber gerade umtreibt sind ganz andere Dinge: Es wird neue überregionale Termine für die Wildkräuterseminare geben. Immer wieder ärgere ich mich, wenn ich sehe, was streckenweise an Kräuterwissen angeboten wird, das reicht von esoterischem Gelaber bis zu ernsthaft bedenklichen Empfehlungen, wenn es darum geht halluzinogene oder extrem in den Stoffwechsel eingreifende Giftpflanzen, zu promoten. Botanisches Fachwissen fehlt oft ganz.
Außerdem möchte ich bis Ende des Jahres die Frage nach Kräutern für den Winter soweit gelöst haben, dass ich einige Pflanzen zusammengestellt habe, die für den Innenraum geeignet sind, schnell nachwachsen und somit die Winterversorgung verbessern. Die Suche gestaltet sich

spannend, wie bei anderen Innenraumbegrünungspflanzen muss dazu außerhalb unseres gemäßigten Klimas gesucht werden, Kräuter aus Asien, Südamerika und Australien kommen dafür in Frage. Diesbezüglich ist die Globalisierung ein Vorteil.
Der Frühling steht nicht mehr vor der Tür, er ist eindeutig angekommen. Die Sträucher fangen schon an ihre Knospen zu öffnen, auf meinem Balkon blühen schon die Träubelhyazinthen (Muscari) und die Lindenknospen sind so prall, dass man meint, es können sich nur um Stunden handeln bis sie aufspringen. Ich bin gespannt, ob sie es bis Ende der Woche schon schaffen.

Manche treiben es aber auch zu wild, auf meinem Balkon drängt sich die Tripmadam, Sedum rupestre var. reflexum, in jeden Topf und breitet sich völlig unkontrolliert aus, das geht so nicht weiter, dem Schnittlauch hat sie schon die Luft zum Atmen genommen. Deshalb habe ich sie jetzt zum Verzehr freigegeben. Die sukkulenten Blättchen sind relativ geschmacksneutral, vielleicht mit Gurke vergleichbar. Ich knabber sie einfach so, man kann sie aber auch als Salatbeigabe verwenden. Großer Vorteil: Die Pflanze bleibt auch im Winter grün, so dass hier schon wieder Potential vorhanden ist - okay im Herbst darf sie sich wieder ausbreiten. Der Saft aus den Blätter soll Verbrennungen lindern.

Donnerstag, März 08, 2007

frühlingserwachen der wildkräuter

Jetzt geht es richtig los, die Wildkräuter sind schon nicht mehr klein, im Gegenteil, der Löwenzahn und die Veilchen blühen schon und deshalb gibts ab heute auch die ersten Termine für meine Wildkräuterwanderungen bis zum Juni. Ich bin gespannt, wenn alle die kommen, die sich in den letzten Wochen danach erkundigt haben, dann werden die Exkursionen und Seminare schnell ausgebucht sein. Wer also teilnehmen möchte, ich schicke gerne den Flyer per email, wenn ihr mir unter tine-taufrisch@web.de eine Email schickt.

So sah es noch vor 3 Wochen aus - immer mit der Nase am Boden bleiben!!!

Dienstag, März 06, 2007

rote kugeln

Na das war doch mal was, diese Mondfinsternis am Wochenende. Bei uns war es wirklich ein schönes Schauspiel. Am besten gefiel mir aber Elses Kommentar, ich zitiere:
"vollmond und mondfinsternis in einem.
das ist wie nackputzer bestellen und gar nicht zu hause sein, wenn sie putzen."

















Andere Kugeln entzücken momentan an den Hortensienbäumen, die ich gerne für Innenraumbegrünungen verwende. Die rosa Blüten erscheinen in kugeligen Blütenständen, die wie Christbaumkugeln zwischen dem grünen Laub hängen.















Freitag, März 02, 2007

familienpolitik

Die Tagesschau von gestern:
"Mehr als zwei Drittel der Deutschen sind der Ansicht, dass sich Kindererziehung und Beruf nicht gut miteinander verbinden lassen. Eltern könnten sich eine längere Auszeit nicht mehr leisten. Geteilt sind die Meinungen darüber, wie lange Kinder zu Hause bleiben sollten. Das ist das Ergebnis des ARD-Deutschlandtrends im März."
Frau von der Leyen ist neben Angela Merkel die beliebteste Politikerin!!!
Es ist der Glaube der meisten befragten Eltern, dass es vordringlicher ist, die Betreuungsplätze zu vermehren, als die finanziellen Mittel für Familien bereit zu stellen. Ja, ich bin auch für mehr Betreuungsplätze, damit auch alleinerziehende nicht auf Hartz4 angewiesen sind. Aber ich bin absolut dagegen, dass über die Mittelverteilung(entweder Betreuungsplätze oder mehr Geld für Familien) jegliche Freiheit in der Wahl, wie ich meine Kinder erziehe, eingeschränkt wird. Im Klartext heißt es doch: "Wenn du ein Kind hast, dann gib es in die Krippe sobald als möglich, komme nicht auf die Idee es zuhause zu erziehen, denn sonst unterstützen wir dich nicht." Wieso kann nicht jedem Kind dasselbe Geld zur Verfügung gestellt werden und die Eltern entscheiden gemeinsam, ob das für Krippe oder Erziehung zuhause verwendet wird. Wir bewegen uns in dieser Sache auf einer ganz schiefen Bahn. Und Frau Ministerin, die wohl der Meinung sein mag, Kinder erziehen sich von alleine und Liebe oder sowas in der Art brauchts nicht, die stolziert noch vorne raus. Wie wird das enden? Irgendwann sind all diejenigen, die es sich nicht leisten können, darauf angewiesen, ihre Kinder baldmöglichst abzugeben, und wer wird das sein? Vornehmlich die, die sowieso schon vom Leben nicht mit Überfluss bedacht wurden.
Dementgegen steht Sonjas Bericht von heute..., ich frage mich manchmal, wo sie die ganze Liebe hernimmt. Es ist schön zu sehen, dass es auch andere Vorgehensweisen gibt. Bei uns war es immer ein Mix aus beidem, zuhause und Kita, ich glaube das hat so gepasst, aber ich muss auch sagen, wenn ich schon früher gesehen hätte, wie es auch anders geht, dann wäre die Lösung eventuell anders ausgefallen. Und dann wäre auch keines meiner Kinder geimpft worden.Nun gut, meinen Enkeln wird es hoffentlich irgendwann besser gehen, aber die politische Entwicklung deutet momentan eher auf weniger Individualität in der Erziehung als auf mehr Liebe.

Mittwoch, Februar 28, 2007

früh dran

Ja, dieses Jahr scheint alles ein bisschen schneller zu gehen mit der Natur, das Scharbockskraut wuchert und bringt unseren Körper mit Vitamin C in Schwung. Einst war es ein Mittel gegen Skorbut, der erste Vitamin-C-Lieferant im Frühjahr. Außerdem können wir jetzt schon, man bedenke, es ist noch nicht einmal März, zum Giersch greifen. Mein Pflänzchen auf dem Balkon wächst gut und momentan bin ich auf der Suche nach dem panaschierten (weiß-bunten) Verwandten des Giersch mit Namen Aegopodium podagraria "Variegatum", der weniger aggressiv wächst und daher gut als dankbare Gartenstaude verwendet werden kann.
Das Scharbockskraut muss man vor der Blüte ernten, dann ist der Gehalt an Protoanemonin noch so gering, dass es nicht toxisch wirkt. Zu hohe Mengen dieses Inhaltsstoffes, ein cyclischer Kohlenwasserstoff, sind giftig und typisch für die Familie der Hahnenfußgewächse aus welcher auch das Scharbockskraut stammt. Ich freue mich immer über die saftig grünen Blättchen, einige wenige reichen mir aber auch, ich mag dann den Geschmack nicht mehr.

Vitaminlieferanten im Frühjahr: Scharbockskraut und Giersch

Montag, Februar 26, 2007

and the oscar goes to...

So, nun freuen wir uns mal, dass ein Goldmännchen für uns übrig geblieben ist. Ich habe mich heute nacht gefragt angesichts der abgewrackten deutschen Vertreter im Kodak Theatre Publikum, was sich die Welt wohl bei dem Anblick von Ulrich Mühe und Sebastian Koch gedacht haben muss. Hätten die beiden sich nicht ein bisschen frisch und gesund halten können, um nicht ganz den Eindruck des stasigeschädigten Deutschen zu hinterlassen? Und warum hat Herr H. von D. nicht die optisch anprechendere Martina Gedeck mitnehmen können? Ist es eigentlich pc dann die eigene Frau anstelle der Hauptdarstellerin mitzunehmen? Und dann die Dankesrede - meine Güte, da schreit der gute Mann (H.v.D.) auf der Bühne rum und führt sich auf, als wäre er der Größte, nichts mit Respekt vor den Mitbewerbern und so, wie das viele andere machen. Andere, wie Scorsese und vor allem Forest Whitaker haben mir da in ihrer ruhigen Art viel besser gefallen. Aber noch schöner ist ja, dass er Arnold Schwarzenegger gedankt hat, dafür, dass er ihm beigebracht hat "ich kann nicht" aus seinem Vokabular zu streichen. Wer bringt das nur Schwarzenegger bei, wenn es um das nächste Gnadengesuch eines Todeskandidaten geht?

Freitag, Februar 23, 2007

entführte wildkräuter

Gestern Knoblauchrauke und Giersch entführt. Haben nun ein neues Zuhause auf meinem Balkon gefunden. Beabsichtige sie zu Fernsehstars zu machen.

Gestern außerdem Geburtstag mit Rohkosttorte gefeiert, hat unerwartete Anhänger gefunden, die überrascht waren, wie gut Rohkost schmecken kann. Ich sags ja immer: Irgendwann findet es jeder heraus.

Na und welche von den 3 Torten sieht denn nun am Besten aus ????

genau, das Auge isst ja mit :-)



Dienstag, Februar 20, 2007

Eat food. Not too much. Mostly plants.






Die Wahrheit des Tages kommt von Jinjee, die auf einen Artikel in der New York Times, namens "Happy Meal" hinweist, welcher in der Unter-Überschrift, siehe Titel meines Posts, alles Wesentliche zum Thema sagt. Ich wundere mich immer wieder, wie gut und einfach die amerikanischen Wissenschaftler auf den Punkt bringen, was es zum Thema Ernährung zu sagen gibt. Besonders gut gefällt mir, wie in diesem Artikel herausgearbeitet wird, was der Unterschied zwischen Nahrung und Nährstoffen ist. Am Beispiel von Gartenthymian wird auf die Wichtigkeit der sekundären Pflanzeninhaltsstoffe hingewiesen, von denen wird zwar immer geredet aber trotzdem wird dem Geschmack, der oft genug synthetisch hergestellt wird, mehr Bedeutung beigemessen als der Wirkung, die außerdem beim Kochen verloren gehen kann (je nachdem wie hitzeresistent die jeweiligen Moleküle sind). Ich glaube Artikel wie dieser sind erst der Anfang, in wenigen Jahren wird auch die Wissenschaft soweit sein, dass sie die Urkost (vereinfacht: Rohkost+Wildkräuter) empfiehlt. Letztlich wird das wohl zu einem Glaubenskrieg ausarten.



Ich habe am Wochenende bei einem Spaziergang im Süden Münchens wieder so viele Wildkräuter gefunden, es war ein Spaß, und das Mitte Februar. Ein paar Bilder von den ersten Krokussen (zum Ansehen, nicht zum Ernten!!!), die ich letzte Woche schon gemacht habe, seht ihr hier. Jetzt gibt es keine Ausrede mehr. Auch die Eisenmagelgeplagten können schon wieder auf Brennesselpirsch gehen. Ich genieße gerade besonders den jungen Löwenzahn und die Gierschblätter. Wer das kennt, wenn etwas so schmeckt, als würde es einem unglaublich gut tun, der weiß, was Löwenzahn und Giersch momentan für mich bedeuten. Das ist so ein Gefühl, wie ich es nur aus meiner Kindheit kenne, wenn ich krank war und dann eine wohltuende Medizin bekommen habe (früher war die ja auch auf Kindergeschmack abgeschmeckt, so dass man gut schmecken mit gut tun verbunden hat - jaja die Pharmaindustrie, von der können wir noch viel lernen).


Ich werde ganz unruhig, wenn ich nicht wegkomme vom Schreibtisch zu den Frühjahrskräutern. Die Termine für die Wildkräuterseminare- und wanderungen stehen nun auch fest, ich bin noch mit den Flyern beschäftigt, aber wer nicht mehr warten will und sich jetzt schon einen Platz reservieren möchte, schreibt an "tine-taufrisch@web.de" - ich schicke den Flyer sobald er fertig ist.
Einen wunderbaren Frühlingstag allen.


Satz des Tages aus oben zitiertem Artikel:
"But who knows what the hell else is going on deep in the soul of a carrot?"

Freitag, Februar 09, 2007

ungereimtheiten

Mein Kopf ist voll mit Gedanken, die sich im Kreis drehen.

drei davon hier

- wieso tragen deutsche hip-hopper anzüge und hüte aus der adenauer-ära und halten sich für cool? ich verstehe jan delay nicht - sah gestern aus wie ein deutscher bausparer nach dem krieg - einfach nur abgeguckt, allenfalls der schräge hut ist eigen, sieht aus wie ein kleines äffchen damit - das fühlt sich für mich so megaspießig an, wie gesetz für gesetz in dieser szene eingehalten wird - was er für eine neuerfindung hält, ist für mich ein schritt zurück, und "derbe" ist ein blödes wort - finde ich. dann lieber cia mit matt damon, ist zwar dasselbe outfit aber konsequent und "ehrlich nur gespielt".

- warum kruschtelt charlotte roche immer in der altkleiderkiste und kauft sich nicht mal was mit stil, gerne auch individuell, zum anziehen? wieso kokettiert sie mit ihren nichtvorhandenen französischkenntnissen, statt sich einfach mal sagen zu lassen, wie sie die namen der franzosen denn nun aussprechen soll. und wieso muss das berlinale-publikum dieses gesülze ertragen? bisschen mehr kino, weniger deutsche selbstdarstellung wären für meinen geschmack gestern abend in berlin besser angekommen.

- wieso will herr baum denn terroristen, die er in den knast gebracht hat, jetzt wieder schnell freilassen? und wieso wird er dabei so gewalttätig und unbeherrscht? gibt hier den talkshow-rowdie - sehr seltsam. cicero nennt das eine "heikle weise", nun ja

und noch einer - ich frage sie Herr Kerner: "Wo führt das hin?"

- wieso redet denn beim thema energieeinsparen jeder über die eingeflogenen tropenfrüchte? ja wir wollen heimisches obst, aber woher kommen denn die trauben, äpfel und birnen, die derzeit in deutschland in den supermarktregalen liegen? alles nicht von hier. und die erdbeeren, die zuhauf vor juni verzehrt werden - auch nicht von hier. und die äpfel vom bodensee, die jetzt so schön knackig sind - ja die sind von hier, brauchen aber ne ganze menge energie in ca-lagern, damit sie so knackig bleiben. also herr kerner, raus in den wald zum brombeerblätter mampfen, dann reden wir weiter.

Dienstag, Februar 06, 2007

rohkosthippie

Ich habe ein schönes Wochenende hinter mir, mit Besuch von meinem großen Kind. Das große Kind hat mich einen Rohkosthippie genannt. Auf meine Frage, was ich nun darunter zu verstehen habe, hat es mir erklärt, dass mein Leben hippieske Züge hätte. Ich würde mich einfach weigern, Dinge so zu machen, wie "man" es macht. Dabei finde ich, dass ich ein ganz normales Leben führe. "Nein.", meinte das Kind, es wäre nicht normal, sich Gedanken über ökologische Konsequenzen, Ernährung, Pflanzen, Leben usw. zu machen und konsequent zu handeln, das wäre einfach hippiemäßig. Aha, nun ja vielleicht hat das Kind recht, komischerweise leben ja viele, die früher ebenso wie ich gedacht haben heute ganz anders, gehen auf den Gletscher zum Skifahren, essen argentinisches Rindersteak und denken allenfalls beim Thema Ananasimporte darüber nach, wieviel CO2 freigesetzt wird. Ansonsten fahren sie BMW, Mercedes, Audi und klagen über die drohende Klimakatastrophe. Nichts gegen schicke Autos aber Jammern brauchts dann nicht. Aber vielleicht ist es einfach schick, Jammerartikel aus der Zeit, der TAZ oder sonstwoher zu zitieren, während einen die Gondel auf den Gletscher bringt. Schön ist es da, alles weiß ringsherum, von den Plastikplanen, welche die restlichen Flächen zum Gletscherschutz abdecken. Also meinetwegen dann haltHippie, obwohl ich mich eher als konservativ und spießig sehen würde, wo ich doch Eiche, Buche und Linde mehr liebe als Napapijri, Peak und Geltscherskifahren. Verkehrte Welt?
Bei Planet-Wissen steht zum Thema Hippies folgendes:
Hippies, so eine Lexikon-Definition, sind eine "stark fluktuierende Gruppe Jugendlicher, ursprünglich aus den USA, vorwiegend aus der Mittelklasse, die die etablierte Gesellschaft und ihre Werte und Verhaltensweisen ablehnt. Hippies streben Gewaltlosigkeit, die freie Entfaltung der Persönlichkeit und die Naturnähe an. Sie versuchen mit Drogen neue Bewusstseinsbereiche zu erschließen."
Mit Drogen habe ich schonmal nichts am Hut - also falsch. Jugendlich fühle ich mich zwar, bin es aber nach gängiger Definition wohl auch nicht. Allerdings halte ich sehr viel von Gewaltlosigkeit, f
reier Entfaltung der Persönlichkeit und Naturnähe. Und da schließt sich tatsächlich der Kreis, ich lehne die Werte von Peter Hartz, Herrn Welteke und die Sturheit der deutschen Autoindustrie in ihrer Weigerung endlich verbrauchsarme Autos zu produzieren ab.
Und Planet-Wissen weiter:
"Hip sein heißt, Bescheid zu wissen."

Freitag, Februar 02, 2007

schwarzwurzel ud tropenfrüchte

Ich schwelge zwischen unterschiedlichsten Genüssen. Das neue Tropenkost-Paket war wieder eine Freude: Mangos, Ananas, Kokosnüsse, Papaya und Mangostane. Die letzten sind mir fast die liebsten, sie haben einen solch frischen leckeren Geschmack wie man das von keiner anderen Frucht her kennt. Wenn nicht die dicke Schale wäre, die man leider mitkaufen muss, dann würde ich mir das öfter leisten. Mangostan wird auch Königin der Früchte genannt, nicht zu Unrecht wie ich finde, obwohl ich gerade mit Brigitte im Urkost-Forum darüber diskutiert habe, wer denn nun König und Königin der Früchte sei.
Ein weiterer Genuss wird in Zukunft meine Speisekarte bereichern: Schwarzwurzeln. Ich hatte sie als ein gemein schlabbriges Gemüse aus der Kindheit in Erinnerung und obwohl es nur sehr wenig gab, was ich wirklich nicht mochte, sie gehörten dazu. Um genau zu sein waren es vier Sachen: Kandierter Ingwer, Leber, Sellerie und Schwarzwurzeln. Also habe ich am Mittwoch todesmutig eine Stange gekauft, geschält und siehe da - sie war wirklich lecker, nichts Schlabbriges oder sonst irgendwie was Unangenehmes, einfach wie eine Wurzel, sehr mild und lecker. Sellerie mag ich mittlerweile auch, die anderen beiden Kandidaten gehrören für mich nicht mehr zu den Lebensmitteln. Die Schwarzwurzel werde ich das nächste Mal nur waschen und mit Schale probieren, es ist ja keine richtige Schale eigentlich. Dann spart man sich die klebrigen Hände, der austretende milchige Saft klebt ein bisschen, ähnlich wie bei den Süßkartoffeln. Es gibt übrigens wieder ein Seminar "Exotische Früchte" am 9.März2007 - Anmeldung ab jetzt unter tine-taufrisch@web.de.

Und hier noch ein Blick in das Tropenkost-Paket dieser Woche:


Mittwoch, Januar 31, 2007

brief aus den tropen

Von Tropenkost kam heute die unten zitierte Email:

Es lohnt sich vor allem die Links einmal anzuschauen. Ganz recht hat Tropenkost mit dem Hinweis darauf, dass auch Äpfel und Birnen, die natürlich nicht jetzt bei uns reif geworden sind, in so genannten CA-Lagern gelagert werden und daher nicht mehr ganz so frisch sind, wie sie zu sein scheinen. Manchmal frage ich mich, ob es nicht natürlicher wäre herkömmlich gelagerte Äpfel zu essen, denn die Natur wird sich schon was dabei gedacht haben. Bei Magen-Darm-Erkrankungen (Noro-Virus lässt grüßen) ist ein abgelagerter Apfel hilfreich, ein frischer jedoch weniger, weil er noch zuviel Säure enthält.
Tropenfrüchte sind sicher eine gute Möglichkeit sich gesund und abwechslungsreich zu ernähren. Aber... die Wildkräuter nicht vergessen! Interessant finde ich auch den Verweis auf die Preisbildung. Hierzu möchte ich noch zu bedenken geben, dass viele Menschen (mehr als wir vermuten) bereit sind sehr viel Geld für Exotisches zu bezahlen. Vergangenes Wochenende gab es bei meinem Obst- und Gemüsehändler um die Ecke Kirschen. Kirschen um diese Jahreszeit sind wirklich exotisch!!! Aber jetzt kommts: 3,95 € für 100g - zum auf der Zunge zergehen lassen: 39,50 € das Kilo. Auf meine Frage, ob die jemand kaufen würde, meinte er nur: "Du siehst ja, der Korb ist fast leer." Also, da braucht sich doch niemand über 6,50€ für ein Kilo leckere Thailand-Mango beschweren. Die Kirschen kamen übrigens aus Australien, auch per Luftfracht. Ob allerdings wie die Früchte von Tropenkost als Beiladung im Personenflug weiß ich nicht. Wäre interessant, ob bei Tropenkost jemand was dazu weiß.

Was sich übrigens auch lohnt: Ein Blick auf die Rezepte - letzter Link!

Liebe/r Tropenkost-Freund/in,

Bangkok, 30.01.07:

Immer wieder erhalten wir Rückfragen zu Preisvergleichen und der Frage "Schiffs- oder Flugware?". Worin besteht eigentlich der Unterschied zwischen unserer "Tropenkost-Flugware" und anderen BIO-Bananen, Avocados, Mangos, Papayas oder billigen Kokosnüssen für € 0,99 im Asia-Shop um die Ecke?! Warum nicht einfach mal "billig" einkaufen gehen?!

Grundsätzlich ist es immer besser rohe Früchte zu essen, als Kochkost, egal woher sie kommen oder wie sie transportiert wurden. Bei "billigen" exotischen (BIO-)Früchten oder Kokosnüssen aus dem Asia-Shop gilt es aber zu bedenken, dass dies nur durch günstige Transportkosten per Schiffscontainer machbar ist. Avocados, Bananen, Mangos, Melonen oder Papayas werden dazu grün und unreif geernet und in gasdichten Kühlcontainern bei 0,5 - 15 Grad (je nach Art) unter kontrollierter bzw. modifizierter Atmosphäre ca. einen Monat transportiert. Während des Transportes wird die Atmosphäre durch Stickstoffspülungen oder CO2- und Ethylen ständig reguliert. Durch die "geeignete" Atmosphäre wird zusätzlich zur Kühlung die Atmung der Früchte (siehe auch "Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit..." ) reduziert und damit die längere Haltbarkeit erzielt. Die Früchte fallen in eine Art Winterschlaf und verderben nicht.

Nach Ankunft in Deutschland wird die Schiffsware per Lastwagen zu Reifefabriken in ganz Deutschland transportiert. Diese Reifekammern sind wahre Zauberboxen: Maschinen blasen Gas, das die Früchte schnell reifen lässt, in die Kammern und in fünf bis acht Tagen ist z.B. die Verwandlung zur sonnengelben Banane komplett. Anschließend werden die Früchte in die Läden gebracht und verkauft. Die Lagerung von Früchten und Gemüsen unter modifizierter Atmosphäre ist auch in der Landlagerung, insbesondere bei Äpfeln, Birnen und Kiwis, sehr verbreitet. Hiermit lassen sich Lagerzeiten erreichen, mit denen man das ganze Jahr über den Markt bedienen kann.

Ob es sich nach einer solchen "Behandlung" dann noch um Roh- und Urkost handelt und welche Mengen an Vitaminen und Mineralstoffen diese mehrere Wochen alten Früchte und Kokosnüsse dann enthalten, mag jeder selber beurteilen. Fakt ist, dass der Transport sonnengereifter, unbehandelter und ursprünglicher exotischer Früchte nur per Luftfracht möglich ist, da diese Früchte nach der Ernte innerhalb weniger Tage bei Ihnen auf dem Küchentisch sein müssen.

Tropenkost garantiert Ihnen, dass wir ausschlisslich baumgereifte, erntefrische Tropenfrüchte aus Thailand – VOLLREIF, ZUM SOFORTIGEN VERZEHR – in Rohkost-Qualität, mit bestem Geschmack, der vollen Fruchtsüße der Tropen und dem natürlichen Vitamingehalt DIREKT zu Ihnen nach Hause liefern.

Bei uns geht es seit einigen Wochen wieder eindeutig in Richtung „Hochsommer“. Und das macht sich bei der Qualität deutlich bemerkbar. Insbesondere Durian und Mango haben fast schon wieder die Spitzenqualität der Hochsaison und munden einfach rohköstlich. Inwischen wird Thai-Gemüse auch bei Rohköstlern immer beliebter. Ein Rezept für eine Thai-Suppe mit Zitronengras hier!

Montag, Januar 29, 2007

zufälle

Durch Zufall bin ich auf eine Website gestoßen, wo zu lesen war, dass ich in einem Wohnmagazin ein Interview gegeben hätte. Kurzfristig dachte ich an Halluzinationen, habe mich aber erinnert; an ein Gespräch mit einer Journalistin, die ein paar Fragen hatte. Schon lange her das. Ich habe um einen Vorabzug gebeten, nie angekommen. Und wie immer ein Belegexemplar verlangt - nie eingetroffen. Ich bin gespannt, was ich gesagt habe. Die Lehre daraus, Interviews für die man kein Geld verlangt werden einfach verwurstet. Nächstes Mal: Honorar vereinbaren und zwei Emails hin und her schicken, mit Rechtsanwalt bei Zuwiderhandlung drohen und einen zickigen Eindruck hinterlassen (besser als keinen). Dazu wird man von Journalisten erzogen. Morgen auf meinem Plan: Magazin anfordern und Ananas essen. Was allerdings erfreulich war: auf der Seite des Magazins bin ich auf ein Interview mit Ringsgwandl gestoßen - sehr lesenswert, auch wenn die Sache mit dem halben Schwein nicht ganz in Ordnung geht aus meiner Sicht, aber er hat es doch mehr als Bild gebraucht.
Habe außerdem einen Wahnsinnsmuskelkater an allen möglichen Körperteilen, dank des Familienausflugs zum Skifahren in den Schwarzwald. Merke: Langlaufen führt bei 7km zu Muskelkater. Nächstes Mal: Mehr langlaufen.

Freitag, Januar 26, 2007

oooooh lecker - nüsse

Sapote lucuma ist wieder da - ich liebe diese Frucht. Außerdem wurde heute zum ersten Mal eine Butterkokosnuss geliefert. Während ich von der gekeimten Kokosnuss neulich mehr oder weniger enttäuscht war, der Keimling schmeckt nach Styropor mit Kokoszucker und das Fruchtfleisch ist hart bis ungenießbar, ist das cremige Fleisch der Butterkokosnuss ganz nach meinem Geschmack. Wer Trüffel, Buttercreme und sonstige kalorienreiche Sünden mag/mochte findet mit der Butterkokosnuss aus Thailand einen weitaus besseren Ersatz. Tja und Bananen und rohe Kakaobohnen waren auch in dem Paket - wenn sich daraus keine rohköstliche Trüffelcreme machen lässt, dann weiß ich auch nicht - ich werde berichten.
Morgen wird endlich meine Biokiste nachgeliefert, wegen Schnee war am Mittwoch die Lieferung ausgefallen. Dann wird auch wieder alles da sein, was ich für neue Leinsamencracker brauche. Der Leinsamen hat schon so schön gekeimt, dass die neuen Wurzeln ca. 1 cm lang sind. Fast fällt es mir schwer ihn jetzt zu zerkleinern für die Cracker. Morgen ist also wieder der Tag des rohköstlichen Küchenexperiments. Ach von den Mango "Cafro" habe ich noch nicht erzählt und von dem herrlichen Grünkohl und Feldsalat, den es diese Woche auf dem Wochenmarkt in Freiburg gab. Ein kleines Rohkostparadies, ich habe mich dort gleich mit eineinhalb Kilo Walnüssen eingedeckt und schon bereut, dass ich nicht mehr gekauft habe. Schade - hier kosten sie das Doppelte und sind lange nicht so gut.
Wer wissen will, wie man Ananas vermehrt, der kann übrigens am Dienstag zuschauen - eine leckere Ananas wird hoffentlich in meinem Kühlschrank bis dahin überleben.
Ach ja ... Mango "Cafro" - ein Gedicht.

Mittwoch, Januar 24, 2007

wintermärchen

wintereinbruch

Uiuiui, hier ist der Winter eingebrochen, aber so richtig. Wir haben richtig viel Schnee bekommen und es schneit immer noch. Ein Blinzeln durchs Dachfenster hat soeben für lawinenartigen Schneeeintrag gesorgt und mich feststellen lassen, dass es heute nichts wird mit dem Yoga-Kurs, weil hier kaum Autos fahren können. Als ich gestern abend über die Autobahn nahhause fuhr, habe ich mich auch schon schwer gewundert, warum auf einer Strecke von 50 km kein Meter geräumt war. Jetzt gibt es diese Ankündundigung mit starkem Schneefall schon seit Tagen und der Winterdienst tut so, als wäre er vollkommen überrascht worden. Nun ja, es wird wohl nur eine kurze Episode sein, schade eigentlich, die Langlaufschi würden gerne am Wochenende nach draußen und mir fehlt die frische Luft ganz besonders. Da hilft nur eins: Schneewandern in der Mittagspause, sofern die Schneestürme sich bis dahin gelegt haben.

Samstag, Januar 20, 2007

intelligente vegetarier?

Na ja, ob da nun wirklich was dran ist, ich weiß es nicht. Aber es lohnt sich, das zu lesen:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,454740,00.html

mit musik geht alles besser


In diesem Sinne freue ich mich, dass Jan im Urkost-Forum einen Link zu einem rohköstlichen You-Tube-Film veröffentlicht hat.

http://youtube.com/watch?v=vr4_RfJxwsU

Und dazu ein Bild von unserem Mittagessen:

Die Kräuterauswahl heute:
Rote Taubnessel, Giersch, Knoblauchrauke Löwenzahn und Brombeerblätter.

Donnerstag, Januar 18, 2007

sueß und sauer

Ich bin immer noch begeistert von den Tropenkost-Früchten. Die Papaya ist superreif und schmeckt ganz einzigartig. Oft sagen mir die Telnehmer der Früchte-Seminare, dass sie Papaya zu lasch finden. Normalerweise habe ich deshalb immer auch noch die Variante mit Limetten-Saft im Angebot, die nicht nur die Säure ins Spiel bringt sondern auch einen Hauch von Zimt. Beim Frühstück habe ich heute eine weitere leckere Entdeckung gemacht: Papaya mit gelber Maracuja. Die gelbe Maracuja ist wesentlich saurer als ihre dunkelrot-braune Schwester hat aber einen noch intensiveren Maracuja-Geschmack. Bisher habe ich sie mit Banane verzehrt, heute mit Papaya. Das ist eine Tropenfrüchtegeschmacksexplosion - übrigens mein Wort des Tages. :-)

Mittwoch, Januar 17, 2007

kokosnuss, frisch

wow, heute waren superleckere Kokosnüsse im Paket vob Tropenkost aus Thailand, 2 Stück leider nur, und viel wird für mich da nicht übrig bleiben. Mein Kind hat sich schon dafür begeistert und mir sogar sein Taschengeld angeboten.
Das Früchte-Seminar am letzten Freitag war gelungen, im Grunde hatte ich zuviele dieser Köstlichkeiten vorbereitet, so dass wir nach 2,5 Stunden erst 15 von 30 Früchten durchgenommen und verkostet hatten. In Zukunft werden es also weniger Früchte sein und ich möchte in Anfänger-Kurse und Fortgeschrittenen-Kurse unterteilen, so dass die Neulinge sich erstmal mit den leicht zugänglichen Früchten beschäftigen können, während die Früchte mit ausgefallenem Geschmack, die etwas Gewöhnung erfordern, dann für die Frotgeschrittenen vorgesehen werden. Momentan bin ich außerdem am Überlegen, ob ich ein Rohkost-Coaching anbieten soll. Das heißt, ich würde als Coach einen oder mehrere Tage mit interessierten Menschen verbringen und einfach mal zeigen, wie das Ganze so ablaufen und funktionieren kann. Falls jemand daran Interesse hat, Ihr könnt euch ja mal melden und mir sagen, was Eure Anforderungen, Fragen, etc. wären. Ein bisschen Planung und Ideensammlung möchte ich mir aber noch gönnen. Mir ist nur gestern bei der Fernsehsendung, in der ich den Johannisbrotbaum und seine Früchte vorgestellt habe, aufgefallen, dass sich sehr wohl viele für meine "durchgeknallte" Erährungsform interessieren und es Fragen über Fragen gibt.
Hmm, diese stürmische Witterung setzt mir einfach zu viele Flausen in den Kopf, aber auf Eure Rückmeldung bin ich trotzdem sehr gespannt.

Hier noch ein paar Bilder vom Seminar:







Donnerstag, Januar 11, 2007

winterkälte gesucht

Die Klimaprobleme in diesem Winter überraschen mich ganz unerwartet. Gestern habe ich eine große Biokiste bekommen. Der Kühlschrank war schnell voll. Sonst habe ich in solchen Fällen einfach die einigermaßen unempfindlichen Salate und Gemüse auf den Balkon geräumt. Aber gestern hatte es noch am Abend um 20 Uhr 11,5 °C auf unserem Balkon, das ist einfach zuviel. Und heute steht die große Lieferung mit tropischen Früchten auf dem Programm, wo soll ich die verstauen? Wahrscheinlich werde ich jetzt die gegenläufige Taktik wählen. Alle Früchtchen, die es lieber warm mögen, kriegen einen Balkonplatz.
Die Geschäftspolitik mancher Fruchtlieferanten ist mir ebenfalls wenig verständlich:
Orkos ist leider keinenfalls bereit, meine Seminare mit Fruchtproben oder Prospektmaterial zu untertützen, im Gegenteil, für Kleinmengen wird ein Aufschlag verlangt. Trotzdem wird es morgen ein herrliches Seminar (mit teueren aber sehr leckeren Früchten) werden. Es sind sehr interessierte Menschen angemeldet und ich freue mich, dass es endlich wieder einmal klappt. Der nächste Termin ist dann im Februar, wer sich anmelden möchte:
Mail an tine-taufrisch@web.de

Trotz allem eine Freude:





Früchtepakete von Orkos
Was ich leider niemanden empfehlene kann: Olive Jumbo! Ich habe nach zwei Oliven die ganze Packung entsorgt. Die Oliven sind null bitter, was ich mir nicht anders erklären kann, als dass sie entbittert wurden. Außerdem schmecken sie so seltsam und extrem fettig. Ich habe fast daran gezweifelt, ob das überhaupt Oliven sind, sie schmeckten eher nach billigem Sonnenblumenöl. Alles andere in unserem Weihnachtspaket war perfekt!

Montag, Januar 08, 2007

reich und gesund





Das Jahr ist nicht mehr ganz neu und trotzdem sei Euch allen ein gutes und erfolgreiches solches gewünscht.
Wir sind mit Erholung gestartet: Rohköstlicher Weise bin ich voll auf meine Kosten gekommen: Tropenkost hat herrliche Papaya, Ananas, Jackfruit, Sapotillen und Mangos geliefert, während Orkos für Sapote Blanco, Cashews und Mangostan gesorgt hat. Mmmh diese Mangostans waren wirklich ein Gedicht und haben sämtliche Weihnachtskekse um Längen geschlagen.
Das Allgäu hat trotz wenig Schnee und teilweise Regen für herrlich viel sportliche Aktivität gesorgt: Neben Langlauf und Abfahrt standen Walking und Wandern und außerdem Yoga auf dem Programm.
Die Wildkräuterauswahl war zudem ausgesprochen reichhaltig, von wegen nur Brombeerblätter. Der Schnee schützt alles was darunter liegt und so gibt es dort auch jetzt Spitzwegerich, Löwenzahn, Gundermann und anders mehr.
Vielleicht noch ein Wort zu den Weihnachtsgeschenken, alle meine Lieben haben daran gedacht, dass ich mich anders als sie ernähre und so füllen leckere Trockenfrüchte und Nüsse die Vorratsschränke.
Wenn das Jahr so bleibt dann wird es ein sehr Gutes.
Soeben habe ich die Listen für das Exotische-Früchte-Seminar am Freitag 12.01.07 zusammengestellt, 3 Plätze sind noch frei, für Schnellentschlossene: Mail an tine-taufrisch@web.de
Übrigens: Wer noch nicht weiß, dass wir in Europa wirklich ein privilegiertes Leben führen, der schaue sich mal diesen LINK an.