Montag, April 30, 2007

Petras Bericht zum Rohkost-Coaching

Petra schrieb gestern im Forum Folgendes:


....ich muss Euch jetzt mal von unserem Coaching mit Tine berichten.

Ich hatte einen supertollen Tag mit Ihr. Morgens haben wir zusammen Pizzaboeden und Boeden fuer Toertchen (alles roh natuerlich) zubereitet.

Mittags gab es dann eine Wildkraeuterwanderung. Das war natuerlich sehr lehrreich und hat auch viel Spass gemacht. Auch meine Kinder waren mit Eifer bei der Sache. Unterwegs haben wir uns dann mit Durian, Wildkraeutern, Datteln gefuellt mit Wildkraeutern und noch anderem Obst versorgt. Das hat uns wieder Schwung fuer den Heimweg gegeben. Und die Durian war so lecker. Jetzt bin ich auch endlich auf den Geschmack gekommen. Wirklich eine tolle Frucht.

Leider gibt es bei uns zur Zeit nicht so sehr viele verschiedene Wildkraeuter. Zum einen ist hier alles schon sehr, sehr trocken und zum anderen waechst hier eine bsestimmte Sorte Baum oder Strauch (weiss jetzt leider nicht mehr so genau wie er heisst), der hier alles vereinnahmt. Seit Tine mich darauf aufmerksam gemacht hat, faellt es mir natuerlich auch auf. Ueberall waechst dieses Zeug, dass leider nicht essbar ist.

Zu Hause gab es dann zum Abendessen die getrockneten Pizzaboeden mit diversen Gemuesesorten, die Obsttoertchen, einen Blumenkohlsalat und als Kroenung Bananen-Brennnesseleis. Und natuerlich die Wildkraeuter. Alles war wirklich sehr, sehr lecker.

Das Coaching mit Tine hat mir gezeigt, dass ich immer viel zu wenig Wildkraeuter dafuer aber zuviel Obst gegessen habe. Ausserdem schmecken mir die Wildkraeuter in der Combination mit Obst viel besser als wenn ich sie mit in meinen Salat tue.

Weiterhin gab es noch wertvolle Kraeutertipps fuer meinen kleinen Vorgarten.

Leider war der Tag viel zu kurz und die Zeit verging wie im Fluge.

Meine Juengste sagte dann am Ende der Wildkraeuterwanderung, dass sie sich zu ihrem Geburtstag auch einen Urkosttag mit Tine wuenscht.

Leider hatten wir keine Zeit fuer sportliche Aktivitaeten. Aber das habe ich dann spaeter noch zu Hause gemacht.

Wir hatten alle sehr viel Spass mit Tine und haben noch einiges dazu gelernt.



Ich freue mich, dass es Euch gefallen hat!!! Wer auch ein Coching möchte: Email an tine-taufrisch @web.de

Samstag, April 28, 2007

Wildkräuterwanderung und Rohkost-Coaching

Zwei erfreuliche Highlights gab es diese Woche - einmal die Wildkräuterexkursion mit einer 11. Klasse und dann ein Rohkost-Coaching bei Petra und ihrer supersüßen Familie. Beides war eine solche Bereicherung für mich, dass ich auch heute noch genügend Energie habe, um am Schreibtisch die weniger inspirierende Arbeit zu erledigen. Was ich dazu noch betonen möchte: Kinder sind einfach viel natürlicher als Erwachsene, sie trauen sich die Früchte und Kräuter zu probieren, je kleiner umso unerschrockener. Sehr beeindruckt hat mich Petras Jüngste (9 Jahre), die sich in kürzester Zeit die Kräuter und Bäume merken konnte, sie wird einmal keine Probleme haben, sich mit Vitaminen zu versorgen. Die 11-Klässler dagegen mussten erst einmal warm werden. als ich das erste Blatt in den Mund steckte machten sie noch große Augen, aber nach zwei Stunden waren viele schon ganz mutig geworden und begierig Neues zu efahren.

Der Renner bei Petras Kindern war ein Brennnessel-Bananen-Eis, aber auch Kräuter mit Durian haben sie probiert. "Kraftbonbons" - diesen Ausdruck hat Petras Jüngste kreiert - haben uns auf der Wildkräuterwanderung als Wegzehrung gedient. Das sind einfach dick mit Kräutern gefüllte Datteln. Kinder essen sie, und sind so schnell gestärtkt auf einer Wanderung beispielsweise und gleichzeitig werden sie gut mit Vitaminen versorgt.
Ich hatte nur viel zuviel Programm, das haben wir leider nicht alles geschafft. Es war Programm für drei Tage in meiner Kiste. Wir haben ein rohköstliches Festmahl zubereitet, und haben eine lange Wildkräuter-Wanderung gemacht und wir haben viel gesprochen, über Kindererziehung, über rohköstliche Ernährung, über Familienleben und über Gesundheit und gaaanz viele Wilkräuter gegessen. Außerdem hat Petra Tipps für das Anlegen Ihres Wildkräutergartens bekommen und die ein oder andere Pflanze dort entdeckt, welche die Natur ihr da schon reingepflanzt hat, Wegmalve zum Beispiel. Es war einfach ein wunderschöner Tag. Wer auch so ein Personal Training bei sich zuhause haben möchte, der meldet sich einfach unter tine-taufrisch@web.de.

mangos satt

Nach einer anstrengenden Woche gab es heute die Belohnung. Ich schwelge in Mangos aus Burkina Faso. Mehrmals diese Woche sind wir den Mangos auf der Spur gewesen, doch nie waren für uns genügend übrig. Aber heute, da stand ich um punkt halb acht auf dem Markt, vorher hatte ich schon Brennnesseln und Giersch gesammelt, und dann habe ich endlich meine Kiste mit Mangos bekommen. 14 stück insgesamt, und bevor jetzt wieder gemeckert wird bezüglich des Transports der Mangos mit Flugzeugen möchte ich hier dieses kleine aber feine Entwicklungshilfeprojekt vorstellen und außerdem einmal zu bedenken geben, wieviel die Lagerung von Äpfeln und Birnen und anderer regional erzeugbarer Produkte an Energie verschlingt. Die Mangos werden reif geerntet, fliegen im Frachtraum von Passagiermaschinen mit und verbringen nur kürzeste Zeit in unseren Kühlschränken - wenn überhaupt.


Die jährliche Mangoaktion ist ein Gemeinschaftsprojekt zwischen der Evangelischen Kirche in Burkina Faso und dem Evangelischen Kirchenbezirk Böblingen. Seit 1989 kommen jedes Jahr etwa 50.000 Mangos zu uns und werden hier zu ortsüblichen Preisen verkauft. Die Nachfrage wächst, denn die Früchte sind von erster Qualität. Die Mangos kommen aus mehreren Dörfern im Süden Burkina Fasos. Die Erzeugerfamilien erhalten dafür einen guten Preis. Für die meisten ist es die einzige Möglichkeit ihre Mangos überhaupt zu verkaufen, denn in der Saison besteht ein Überangebot. Die Preise fallen, ein Großteil der Früchte verdirbt.
Aber nicht nur hier hilft die Mangoaktion, denn auch der Erlös von jährlich über 60.000 € (1989 - 2006 837.698,- € Reinerlös) fließt zu 100 % wieder zurück nach Burkina Faso. Nunmehr können 12 Grundschulen mit über 4000 Kindern, die ohne diese Hilfe ihre Schulpforten längst geschlossen hätten, ihren Schulbetrieb ein ganzes Jahr finanzieren. So hat die Mangoaktion einen dreifachen Effekt:
- Einen guten Preis für die Kleinbauern
- Wirksame Unterstützung für Schulen
- Schmackhafte Früchte für uns





Zitiert von der Website, siehe oben.
Solche Projekte will ich unbedingt unterstützen. Und die Erdbeeren können warten bis sie hier reif sind.

Dienstag, April 24, 2007

speisekarte von feld, wald und wiese

Was ich in den letzten Tagen alles zu essen gefunden habe:

Bach-Nelkwurz

Bärlauch

Beinwell

Birke

Bitteres Schaumkraut

Blau-Minze (Katzenminze)

Breit-Wegerich

Brennessel

Brombeere

Dreikantiger Lauch, Glöckchenlauch

Duftveilchen

Echte Nelkwurz

Echte Schlüsselblume

Frauenmantel

Gänseblümchen

Gänsefingerkraut

Garten-Silberblatt

Giersch

Goldnessel

Große Sternmiere

Großer Wiesenknopf

Gundelrebe

Hopfen

Huflattich

Kleiner Sauerampfer

Kleiner Wiesenknopf

Kletten-Labkraut

Knoblauchsrauke

Kratzdistel

Kriechender Günsel

Kriechendes Fingerkraut, Blutwurz

Leinkraut

Liebstöckel

Löwenzahn

Lungenkraut

Mädesüß

Meerrettich

Mittlerer Wegerich

Pfeilkresse

Pfennigkraut

Rote Taubnessel

Schafgarbe

Scharbockskraut

Schlehe

Silberwurz

Sommerlinde

Spitz-Wegerich

Vielstengeliges Schaumkraut

Vogelmiere

Weißdorn

Weiße Taubnessel

Wiesenkerbel

Wiesenlabkraut

Wiesen-Pippau

Wiesensalbei

Wiesenschaumkraut

Wilder Feldsalat

Wilder Majoran, Dost

Ziest

Zitronenmelisse

Montag, April 23, 2007

Wildkräuter-Seminar

Nächster Termin:

Samstag, 5. Mai 2007

15.30 Uhr

findet statt im Wildkräutergarten "Zum Reussenstein" in Böblingen

Dauer ca. 2,5 Stunden

Flyer anfordern unter tine-taufrisch@web.de



Sonntag, April 22, 2007

das landleben

Das Landleben ist, wie ich gestern erfahren konnte aus meiner Sicht auch nicht das, was man dahinter vermutet. Ich war gestern zufällig in einer Neubausiedlung auf dem Land und habe mich ganz seltsam gefühlt in einer cleanen Welt, die künstlicher ist als manches Stadtviertel. Die Häuser picobello, riesig, modern, weiß gestrichen oder blau vertäfelt oder gelb, das ein oder andere sicher mit hohem ökologischem Standard erbaut. Die Straßen sauber, wie geleckt, großzügig, mit versiegelten Flächen und kontrolliertem Abfluss. Die Gärten wie aus dem Katalog, allerdings aus dem Katalog der Steinhändler. Erschreckend wie wenig Grün es dort gibt. Und trotz erfreulicher Aussicht über ein grünes Tal scheint auch in diesem Bild die Natur geordnet. Direkt an die Gärten grenzen die Felder, auf denen Getreide wächst, ohne jedes Unkraut oder der Raps blüht, ebenso. Zwei Meter vom Zaun - den braucht jedes Haus! - beginnt die "Kulturlandschaft". In den Gärten außer Steinen nur gezähmte, fast gezwungene Natur. Saftig grüner Rasen ohne jedes Unkräutchen, Beete mit Pflanzen, zwischen denen die fette braune, frisch geharkte Erde herausschaut. Der Blick in die ordentlichen, frisch gestrichenen Gartenhäuschen würde wahrscheinlich eine Batterie von Unkrautvernichtungsmitteln offenbaren. Was nicht als Abdrift von den nahegelegenen Feldern in den Garten gelangt, das wird selbst ausgebracht. Mit "Garten" haben diese sterilen Hausumsäumungen nichts zu tun. Den Gedanken an ein Leben auf dem Land, habe ich bis auf Weiteres verworfen, mir ist dort ehrlich gesagt zu wenig Natur. Hier mitten in der Stadt, wo ich zwei Minuten in den nächsten naturbelassenen, von Wildkräutern in trotzdem schönen und gepflegten Anlagen strotzenden Park habe, wo ich in fünf Minuten im Wald und in 10 Minuten im Naturschutzgebiet bin - zu Fuß - da finde ich eine höhere Artenvielfalt vor, als auf dem Land, in den cleanen Gärten, umgeben von den sauberen Feldern. Gerade diese Woche habe ich auf einem Grab auf dem alten, verwilderten Friedhof um die Ecke die Zwiebeltragende Zahnwurz gefunden, Dentaria bulbifera - da könnte ich auf dem Land aber lange suchen.
Ja, ich weiß, es ist nicht überall so, aber immer mehr ist es so. Und das, was wir als Kulturlandschaft bezeichnen, überdüngte Weiden für die Fleischproduktion, hochproduktive Ackerflächen, etc., hat mit Natur schon lange nichts mehr zu tun. Ebenso, wie Gärten mit 10 oder 20 Pflanzenarten nichts und null mit Natur zu tun haben.

Freitag, April 20, 2007

Vegetarier tun mehr fürs Klima

Hier der Link zu einem Artikel der taz, gefunden auf Chris' homepage, die sich wirklich lohnt, mal anzuschauen.
Heute ist Freitag, zumindest für alle Katholiken ein Tag, an dem kein Fleisch gegessen werden soll. Machen wir doch einen Proklima-Tag daraus.
Der Artikel würde mir übrigens noch besser gefallen, würde da stehen:
Veganer tun mehr fürs Klima.
Und wenn man dann noch aufs Kochen verzichten würde - uiuiui könnten wir es hier schön haben.

Donnerstag, April 19, 2007

frisch gepflanzt

Gestern sind die Wildkräuter für den Wildkräutergarten eingetroffen und heute haben wir schön gepflanzt. Eigentlich könnten wir auch gleich mit Essen loslegen - machen wir aber nicht, es soll ja alles auch noch ein bisschen wachsen. Wunderschön blühen schon das Immenblatt (Melittis melissophyllum) und die Gewürztagetes (Tagetes tenuifolia "Orange Gem"). Am 5. Mai wird es das erste Seminar dort geben, wer teilnehmen möchte muss sich jetzt dann anmelden. Es wird auf jeden Fall seeehr spannend und ich freue mich schon riesig.

Hier noch ein paar Bilder von heute morgen

das Immenblatt















der gute heinrich (gruß an keya)















die süßdolde

Freitag, April 13, 2007

rohkostmenü für warmesser

Weil Sonja mich heute gefragt hat, ist mir eingefallen, dass ich noch nichts von unserem rohköstlichen Ostermenü erzählt habe. Ostern mit Oma und Opa, das verlangt normalerweise nach Braten und Torte und Eis zum Nachtisch. Nachdem Omas Sohn, was ja gleichzeitig der Papa meiner Tochter ist, Ostern aber gar nicht frei hatte, hatte ich die Küchenhoheit und habe mich getraut ein Rohkostmenü anzubieten. Und Oma und Opa und meine Tochter haben tapfer mitgegessen und das nicht gezwungenermaßen, nein, alle wollten Nachschlag und alle waren zufrieden. Was es gab:
Bumenkohl"salat" mit Bärlauch
Rohkostpizza (mit Avocadocreme, Tomate, Lauch, Zucchini....)
Danach Fruchtsalat aus dem leckeren Tropenkost-Paket mit Papaya, Ananas, Mango und Wollmispeln aus Spanien. Eine große Schüssel grünen Salat mit Kräutern mussten wir leider auf abends verschieben, weil wir einfach zu satt waren.
Das war richtig schön, auch für mich. Leider bin ich nicht zum Fotografieren gekommen, weil ich doch ein bisschen eingespannt war mit dem Zubereiten der Rohkost, aber der Erfolg hat mich ausreichend belohnt.
Zum "Kaffee" gabs Rohkostkuchen und unterwegs haben wir - auch Oma und Opa - noch hier und da ein Kräutchen geerntet. Das ist doch echt ein Geschenk wenn die Großeltern so mitziehen, dafür bin ich wirklich dankbar.
Ich hatte für den Fall der Fälle noch Vollkornbrotecken mit vegetarischem Belag gemacht, das war nur zweitrangig und blieb zur Hälfte übrig. Und als ich anbot, bei Bedarf noch Reis mit Erdnuss-Sauce zu machen, wurde der dankend abgelehnt. Das war mal ein Osterfest nach meinem Geschmack. Die Eier waren dieses Jahr mehr Kunstobjekte und notwendiges Übel, mal schauen, wie lange es die noch braucht.

Donnerstag, April 12, 2007

Wildkräuter für Schulen

Es tun sich ganz neue Welten auf. Gestern habe ich meinen ersten Auftrag für eine Wildkräuterwanderung mit Schülern erhalten. Ich weiß nicht, wem es zu verdanken ist, Pisa, dem gesunden Menschenverstand der Lehrer, keine Ahnung, aber dass nun Oberstufenschüler etwas über Wildkräuter lernen dürfen, ganz praktisch, draußen auf der Wiese, das ist doch ein großer Fortschritt.

Und auf meinem Balkon tut sich auch was:

Der Gemüsebaum aus China sieht schon sehr lecker aus, momentan ist er allerdings erst 30 cm hoch, da warte ich noch mit der Ernte.














Und hier unsere Vorbereitungen für die Kinderwoche in der ARD, ein Mini-Gänseblümchengarten.














Habt Ihr schon die Apfelblüten gesehen? bei uns sind sie seit gestern aufgeblüht. Wer seine Apelblüte zum Teil eines Forschungsprojektes werden lassen möchte - klickt hier.

Dienstag, April 10, 2007

@ hartmut

Lieber Hartmut,
dein Kommentar zum vorigen Posting freut mich besonders, das war der Sinn der Sache, dass Andere ebenso Spaß an altbekannten und neuen essbaren (Wild-)Pflanzen bekommen. Weißbunte Varietäten entstehen auf unterschiedliche Art und Weise - als Mutanten oder durch Pflanzenviren - , sie sind eine Laune der Natur, die aber gärtnerisch gerne genutzt wird. Natürlich hat dieser Giersch nicht ganz soviel Chlorophyll wie der altbekannte Dunkelgrüne, aber die anderen Inhaltsstoffe sind uns ja auch wichtig, Chlorophyll ist nicht alles, sonst könnten wir ja auch Algenshakes trinken :-) ! Meiner hat sich schon so schön entfaltet - links auf dem Bild, er ist übrigens noch wüchsiger als der Entführte unten! (Im Hintergrund rechts seht ihr außerdem die Knoblauchrauke.)















Bayer ist übrigens ganz stolz auf ein neues Giersch-Vernichtungsmittel.
Tja, so ist es auf der Welt, was der eine mühsam bekämpft, kann der andere genießen. Ist das nicht schön Hartmut, zu den Genießern zu gehören?

Donnerstag, April 05, 2007

verwöhnt

Ich genieße die Tage, die zwar nicht ohne Anstrengung sind, aber täglich eine Überraschung bieten. Gestern war es ein leckeres Tropenkost-Paket und ein zweites Paket mit Giersch! Ja, Giersch kann man kaufen. In meinem Fall ist es eine gelbbunte Variante unseres Gierschs. Er ist nicht so aggressiv, denn die Gärtner kann der Giersch wirklich um den Verstand bringen, wenn er sich mit seinen Ausläufern im Garten ausbreitet. Nun, das soll nun also nicht so sein bei Aegopodium podagraria "Variegatum." Soll..., er sieht schon sehr wüchsig aus und auf englischsprachigen Gartenseiten stehen auch entsprechende Warnungen. Nun ja, wir werden sehen, zunächst einmal wird er hier weiter im Topf kultiviert und für de Rohköstler unter uns, wäre das natürlich eine prima Pflanze zur Gartengestaltung mit Essbarem. Wer sich dafür interessiert: Die Pflanzen gibt es bei www.ruehlemanns.de zu bestellen. Von dort habe ich auch den Chinesischen Gemüsebaum bekommen, den ich nun auch testen werde. Ich zitiere hier einmal von der Webseite der Firma, Originaltext Daniel Rühlemann:

Stellen Sie sich vor, Sie gehen mit dem Küchenmesser nicht in den Gemüsegarten um Salat zu stechen, sondern schnurstracks auf einen Baum zu, den Sie nie höher als ca. 1,50 Meter werden lassen, schneiden etwas vom zarten Austrieb ab, um für ihr Abendmahl frische Würze für ein wunderbares, nahrhaftes Gemüsegericht zu besorgen. Nach einem Monat treibt er wieder aus, und Sie ernten erneut. „Welcher Baum ist das?“ - werden sich ihre Nachbarn fragen. „Seit wann wachsen Kräuter an Bäumen?“ - fragen möglicherweise ihre Freunde.

Wegen seines starken Aromas würde ich ihn am liebsten Maggibaum nennen. Die jungen Blätter und Sprossen haben ein einzigartiges Aroma - entfernt vergleichbar mit einer Mischung aus Suppenwürze und Schnittlauch.

In China ist Toona bekannt als „Baum-Gemüse“ und gilt dort, wie auch in Malaysia als Delikatesse. Der zarte Austrieb im Frühjahr ist rötlich, und dann schmecken die Blätter und Knospen auch am besten. Die jungen Blätter enthalten mit etwa 10% Eiweiß mehr als jedes andere Blattgemüse. Außerdem sind sie sehr vitaminreich.

Hört sich das nicht gut an? Ich möchte am liebsten gleich probieren, aber er sieht noch so klein und unschuldig aus, da lasse ich ihn lieber erst einmal eine Weile wachsen.
Wenn sich die Pflanzen, die noch ein kleines bisschen zerknautscht aussehen entfaltet und eingelebt haben gibts dann auch Bilder.

Vorher ein kleiner Ostergruß - schöner als jedes Eiernest, aber nicht zum Verzehr empfohlen!!! - die Sumpfdotterblume Caltha palustris:


Dienstag, April 03, 2007

verschollene emails

Der Schreck in der Morgenstunde: Habe aus Schusseligkeit mein Postfach geleert - dabei sind einige Mails verschüttet gegangen, also falls jemand den Flyer für die Seminare haben wollte oder Ähnliches, meldet Euch bitte nochmal. Petra - Deine Mail habe ich erhalten, freue mich auf unser Treffen und melde mich später noch persönlich.

Montag, April 02, 2007

Wildkräuterspaziergang mit Normalessern

Am Samstag hat die erste Exkursion "Essbare Wildpflanzen" stattgefunden, wir waren nur ein kleiner Haufen, aber wir waren, mit Ausnahme meiner Tochter alle Roh-/Urköstler bzw. daran Interessierte. Sie sinnierte schon morgens darüber, dass außer ihr ja alle Rohköstler wären und sie dann der einzige Normalesser. Nach einer Weile meinte sie dann: Eigentlich seid ihr ja die Normalesser und wir sind "Warmesser". Wer jetzt von Warmesser auf Warmduscher schließt, dem sei dies unbelassen, ich finde den Ausdruck aber immer noch besser als Schlechtköstler, das ist nun wirklich nicht schön.
Wir haben übrigens Unmengen an Kräutern gefunden und Elisabeth weiß nun endlich wie der Giersch aussieht.

Die nächsten Termine sind:

Sa. 5. Mai 2007
Sa. 12. Mai 2007
Sa. 15. Juni 2007
Fr. 29. Juni 2007

Flyer schicke ich, wenn ihr mir eine Mail schreibt an: tine-taufrisch(at)web.de.

Das "IIIIIhhhhhhh" des Tages gibt es heute für Veronica Ferres, die sich zum Blut von Boxer Hill ein Autogramm von Boxer Maske auf die weiße Hose geben ließ. Sind wir denn im alten Rom? Frau Ferres, ich hätte Ihnen mehr Geschmack in Sachen Sport zugetraut - Boxen ist und bleibt für mich eine staatlich erlaubte Schlägerei und kein Sport.