Mittwoch, Januar 26, 2011

Berliner Pflanzen - Nachtrag

Manchmal rutschen einem die Dinge so durch und so habe ich doch im Blog vom 6.12.2010 ganz vergessen, darauf hinzuweisen, dass es auch für Berlin ein Buch für Pflanzenliebhaber gibt. Wenn jetzt die Saison losgeht und wir wieder hinausgehen und sammeln können, dann ist das für die Berliner vielleicht hilfreich. Und wenn ihr ein paar Leute zusammenkriegt komme ich gerne zu Euch und wir machen eine Exkursion draus. Bis dahin, viel Spaß bei der Lektüre von



Berliner Pflanzen. Das wilde Grün der Großstadt (Deutscher Gartenbuchpreis 2010 in der Kategorie "Bester Gartenreiseführer")

"Wer schaut beim Vorbeihasten schon auf die kleinen Schönheiten am Wegesrand? In Pflasterritzen wachsen sie und Mauerfugen an Borsteinkanten, auf Rasen und City-Brachen. Viele werden heute als "Unkraut" abgetan. Dem wilden Grün im Herzen Berlins sind Heiderose Häsler und Iduna Wünschmann auf der Spur und durchstreifen dabei die Jahrhunderte. Denn Pflanzen erzählen Erstaunliches über die Stadt. 20 Kapitel darüber, wozu wilde Pflanzen den Menschen einst dienten: zum Essen, zum Heilen, zum Waschen, zum Kinderkriegen oder zum Morden ...

* auf den Spuren von mehr als 70 wild wachsenden Berliner Pflanzen durch die Berliner Geschichte
* unterhaltsam erzählt, faktenreich beschrieben
* wissenschaftliche Beratung durch den Botanischen Verein von Berlin und Brandenburg
* zahlreiche farbige Abbildungen, Übersichtskarte, 120 Seiten" (credits @ terra-press.de)

RIP Bernd Eichinger

Am Ende kommt es auf Folgendes am meisten an: Wie rückhaltlos hast Du gelebt? Wie gut hast Du geliebt? Wie gründlich hast Du das Loslassen gelernt? (Jack Kornfield)

Bernd Eichinger war ein Meister!

Danke für Christiane F., Fräulein Smilla, Esteban Trueba und viele andere Unvergessliche..

Montag, Januar 24, 2011

Nicht-Fleischessen für Dummies (Titel in Anlehnung an die Buchreihe!)

Die altbekannte Frage - Fleischfresser oder Nicht-Fleischfresser, hat der VEBU hier mit den wichtigsten Argumenten leicht verständlich beantwortet - noch Fragen?

Mittwoch, Januar 19, 2011

Mehr Obst und Gemüse - weniger Krankheit

Hier kommt die gute Nachricht des Tages: Wir können sehr wohl zu unserer Gesundheit beitragen - Schlaganfall, Bluthochdruck, Krebs und Herzinfarkt reduzieren, indem wir Obst und Gemüse essen - fleißige Blogleser, Rohköstler, Veganer und alle, die sonst Augen und Ohren offen halten, wissen das ja längst - aber nun spricht sich das auch in der Presse rum und so berichtet der Focus heute:

"Achtmal täglich Pflanzenkost fürs Herz"
Acht Portionen Obst oder Gemüse pro Tag sind optimal. Früher lautete die Empfehlung: drei Äpfel am Tag. Nun erhöhen Mediziner die Dosis. Soll die Frischkost Herz und Kreislauf schützen, müssen es schon acht Portionen Obst und Gemüse täglich sein.
Britische Forscher haben herausgefunden, dass es gut fürs Herz ist, achtmal täglich ins Gemüsefach oder in die Obstschale zu greifen. Eine Portion entspricht dabei zum Beispiel einem mittelgroßen Apfel oder einer kleinen Karotte. Bisher hatten viele Ernährungsexperten fünf Portionen Obst oder Gemüse pro Tag empfohlen – oder die allseits bekannten „three apples a day“.
Nach der im „European Heart Journal“ veröffentlichten Studie haben Menschen, die acht Portionen Obst oder Gemüse täglich essen, ein um 22 Prozent geringeres Risiko, an koronaren Herzerkrankungen zu sterben als Menschen, die weniger als drei Portionen Obst essen. Diese Krankheiten gehören zu den häufigsten Todesursachen in Europa."

Hier geht es zur Original-Pressmitteilung der European Society of Cardiology: Eating more fruit and vegetables is linked to a lower risk of dying from ischaemic heart disease

Meine Lieblingsstelle daraus:

"There would need to be big shift in dietary patterns to achieve this healthy consumption of eight portions a day. It is worth trying to move in that direction. (!!!) Reductions in cancers of several sites, in blood pressure and stroke, would add to this reduction in fatal CHD. Moving to a diet that emphasises fruit and vegetables is of great importance to public health.” (Professor Sir Michael Marmot, director of the University College London (UCL) International Institute for Society and Health, head of the UCL Department of Epidemiology and Public Health, and chairman of the Commission on Social Determinants of Health)


Wenn man also mit Obst und Gemüse schon dem Herzinfarkt vorbeugen kann, was glaubt Ihr, was erst veröffentlicht werden wird, wenn die Wildpflanzen einmal solchen Untersuchungen unterzogen worden sind. Aber wir wissen es ja auch ohne die wissenschaftliche Bestätigung (obwohl es mich als Wissenschaftlerin immer sehr freut, wenn bestätigt wird, was ich schon lange zu wissen glaube) - also raus und schnell noch was sammeln, bevor es wieder kalt wird.

Jetzt überall zu finden: Das scharfe Schaumkraut!!!


Dienstag, Januar 18, 2011

Begrünte Wände sorgen für gute Stimmung

Darfs mal was 'Neues' sein für die Wohnzimmerwand, das Treppenhaus, die Küche oder das Bad? Dann schaut Euch mal den Beitrag von gestern im SWR an - ein bisschen Inspiration, um den Januar noch grüner zu machen. Das ist die 'Selbermach-Variante' - jetzt heißt es für mich wieder - ran an die Arbeit, die großen Begrünungen wollen auch geplant sein!!!

Video hier!

Sonntag, Januar 16, 2011

Frühlingsgrüße von den Wildpflanzen

Ach, ist das schön, ich kann mein Essen wieder draußen sammeln und das im Januar!- Wie freue ich mich - schaut mal, was ich geerntet habe:


Ferkelkraut, Löwenzahn, Brombeerblätter Spitzwegerich....


Wilder Ackersalat
Silberblättrige Goldnessel
Labkraut

Mittwoch, Januar 12, 2011

Rohköstliches - die Presseerklärung

Hier noch einmal für alle Pressemacher und Blogger und diejenigen, die den Text sonst noch gerne online stellen möchten, die Presseerklärung der Agentur:


„Rohköstliches“ gewinnt in der Kategorie „Bestes deutsches, vegetarisches Kochbuch“ Gourmand World Cookbook Fair Awards 2010

Stuttgart. Jedes Jahr werden auf der Paris Cookbook Fair die besten Kochbücher der ganzen Welt ausgezeichnet. „Rohköstliches – Gesund durchs Leben mit Rohkost und Wildpflanzen“ (Verlag Eugen Ulmer) von Christine Volm hat die erste Hürde zu diesem Titel genommen. Ihr Buch gewann den deutschen Preis in der Kategorie der besten vegetarischen Kochbücher und hat sich damit für den internationalen Wettbewerb qualifiziert. Im März 2011 wird auf der Paris Cookbook Fair das Geheimnis um das beste vegetarische Kochbuch der Welt gelüftet. Jedes Jahr werden weltweit über 26.000 verschiedene Bücher über Essen und Wein veröffentlicht. Im letzten Jahr wurden 8000 Bücher aus 136 Ländern in 40 Sprachen für den Gourmand World Cookbook Fair Award eingereicht.

Das Buch „Rohköstliches“ liefert detaillierte Erläuterungen dazu, was Rohkost-Ernährung ausmacht und erklärt, warum essbare Wildpflanzen unbedingt dazugehören. Leckere Rezepte zeigen die Geschmacksvielfalt dieser frischen Ernährungsform und sorgen für Genuss, Abwechslung und Wohlbefinden.

Die Autorin erklärt, wie sich die Ernährung mit Rohkost und Wildpflanzen in den Alltag integrieren lässt, welche Wildpflanzen sich dafür eignen und worauf man beim Sammeln dieser Pflanzen achten muss. Die Rezeptesammlung bietet für jeden Geschmack das Richtige: Von der Vorspeise zum Dessert, vom deftigen Gemüsegericht bis zu Leckereien für Zwischendurch. Die Zubereitung ist einfach und lädt zu neuen, kreativen Geschmackskompositionen ein.

Die Autorin Dr. Christine Volm ist Gartenbauwissenschaftlerin und als Gartenexpertin in den Medien bekannt. Als jahrelange „Rohköstlerin“ gibt sie ihre Erfahrungen mit Rohkost-Ernährung in Seminaren, Beratungen und Veröffentlichungen weiter.

Christine Volm:
Rohköstliches. Gesund durchs Leben mit Rohkost und Wildpflanzen
144 Seiten, 84 Farbfotos
Preis: EUR [D] 15,90 / sFr 27,90 / EUR [A] 16,40
Stuttgart: Verlag Eugen Ulmer, 2010
ISBN 978-3-8001-5938-3

Donnerstag, Januar 06, 2011

Eisregen gibt Cashews eine Chance

In China hat das Schriftzeichen für 'Krise' zweierlei Bedeutung - zum einen wie bei uns: 'eine schwierige Situation' zum anderen 'Neue Chance'. Heute gibt es hier zwar nur eine sehr kleine Krise, aber dennoch eine Programmänderung - der Tagesablauf wurde durch Eisregen erheblich gestört - es wird empfohlen im Haus zu bleiben- das heißt kein Besuch, der kommt und kein Besuch, der gemacht werden kann. Da ist mir im Büro beim Aufräumen das ein und andere 'Projekt' in die Hände gefallen - unter anderem diese Cashew-Samen von Flores Farm, bei denen ich immer auf den richtigen Zeitpunkt zum Einpflanzen gewartet habe. Nun also ist er gekommen. Wer sich über Flores-Farm und Ihre Arbeit informieren möchte, findet ausführliches Info-Material auf der Website

Ich bin sehr gespannt - was aus den Samen wird, die nun endlich heute ihren Weg in die Erde gefunden haben.



Dienstag, Januar 04, 2011

Essbare Wildpflanzen - NEWS - Brombeerblättergenuss

Bei solch schönem Wetter wie derzeit, lohnt es sich draußen nach den Brombeerblättern zu sehen!
Dazu passt der rohköstliche Tipp aus dem Newsletter Januar von Essbare Wildpflanzen - hier der Auszug



Inhaltsstoffreich, widerstandsfähig und im Winter unschlagbar – die Brombeere

Jetzt, da der Winter richtig Einzug gehalten hat, ist es gar nicht mehr so leicht, essbare Wildpflanzen zu finden. Man braucht schon ein bisschen Zeit, um für eine Mahlzeit frisches Grün zu sammeln. Dabei sollte man jedoch auch die positiven Nebeneffekte nicht außer Acht lassen: Die warme Stube zu verlassen, heißt auch der trockenen Heizungsluft und dem unzureichenden Licht zu entfliehen und seiner Gesundheit beim Pflanzensammeln mit frischer Luft und Helligkeit Gutes zu tun.
Auf eine Pflanze ist selbst bei dichter Schneedecke Verlass: Die Echte Brombeere, lateinisch Rubus fruticosus gehört zur Familie der Rosengewächse und hat auch im tiefsten Winter noch kräftig grüne Blätter.
Überall dort, wo sich die stacheligen Ranken der Brombeerpflanzen am Waldrand, an Hecken, Rainen und in Gärten finden lassen, können Sie auch bei Schnee und Eis ihre Blätter ernten. Sie sind ledrig, fest und bei Minusgraden auch steif gefroren. Bei Zimmertemperatur tauen sie aber schnell auf, ohne matschig zu werden und können dann verarbeitet und verzehrt werden. Nur die bestachelte Mittelrippe auf der Blattunterseite der einzelnen Blätter müssen Sie dazu unbedingt entfernen. Die wertvollen Blätter schmecken pur etwas trocken, weil das Gewebe so fest ist, um sogar dem Frost trotzen können. Sie lassen sich aber sehr gut klein hacken und so für Müsli, Salat oder in Smoothies verwenden.

Foto: Brombeerblätter im Winter © Maximilian Ludwig

Rezept: Erdmandel-Müsli mit Brombeerblätter (rohköstlich und vegan)

Zutaten:

1 große Handvoll Brombeerblätter
Fruchtfleisch von einer jungen Kokosnuss (Pagode)
1 große Saftorange
1 Handvoll Erdmandeln, 2-3 Tage eingeweicht
etwas Wasser nach Bedarf

Zubereitung:

Brombeerblätter von der stacheligen Mittelrippe befreien. Orange schälen und die groben weißen Fasern aus der Mitte entfernen. Alle Zutaten mit dem Pürierstab grob pürieren, so dass das Müsli noch Biss hat

(c) Dr. Christine Volm