Sonntag, Dezember 16, 2012

Segnungen

Ein weiterer Brauch in der Zeit zwischen Jahren ist der Brauch Segnungen auszusprechen. Segnungen für Haus und Hof, für Menschen, Tiere und Pflanzen. Das ist heute kaum mehr üblich, wir kennen nur noch Glückwünsche, die allerdings vom Ursprung her auch Segnungen sind. Ich möchte euch ermutigen, auch wieder Dinge zu segnen - das kann jeder, das ist nicht nur Kirchenangestellten oder Familienoberhäuptern gestattet - wir alle können segnen und können damit Gutes bewirken.

Ein Holz ist es, dass in Indien, in Asien insgesamt und auch bei uns, zum Räuchern als häufige Begleitung von Segnungen verwendet wird, das Sandelholz. Ähnlich wie der Weihrauch verströmt sein Duft heilende Kraft und lässt uns eine tiefe innere Stärke spüren. Weißes Sandelholz, Santalum album, verbreitet einen süßlich warmen Holzduft, wirkt entkrampfend, besänftigend, entspannend, schlaffördernd, harmonisierend und weckt dennoch die Sinne, so dass ihm auch aphrodisierende Wirkung bescheinigt wird. Es ist ein idealer Begleiter für Meditationen und vertreibt 'böse Geister'.

Palo Santo-Holz  in Stücken und Spänen - Nachtrag zum Eintrag von gestern
 
An dieser Stelle möchte ich heute auch noch ein Thema aufgreifen, dass mich schon seit einigen Jahren beschäftigt. Der Amoklauf von Newtown war kein Einzelfall, wir erleben Ähnliches immer häufiger. In den Medien wird immer nach Auffälligkeiten im sozialen Umfeld der Täter gefragt, die es häufig nicht in offensichtlicher Form gibt. 
Ich arbeite nun schon seit 11 Jahren ehrenamtlich in der Drogenberatung und irgendwann wurde mir eine Sache klar: Zu solchen Taten ist ein Mensch nicht fähig. Aber ich kenne diese grenzenlose Gewalttätigkeit von Menschen, die unter Drogen stehen, Exstacy und Speed konsumieren oder Medikamente - häufig in Kombination mit Alkohol - missbrauchen. Ich habe angefangen zu recherchieren und eine Sache war auffällig: In den allermeisten Fällen wurde "nach Abschluss der Untersuchungen" - ganz leise - eingeräumt, dass eben diese Medikamente oder Suchtmittel mit im Spiel waren.
Wer sich einmal anschaut, wie Soldaten auf Kampfeinsätze vorbereitet werden, findet auch hier Drogen und Medikamente, die genutzt werden, um Menschen abstumpfen und zu Kampfmaschinen werden zu lassen. Nun bin ich auf eine Seite gestoßen - leider nur in Englisch - die die Ursache für Amokläufe in der Verabreichung von Pharmazeutika darstellt! Vielleicht ist das nicht immer die alleinige Ursache, aber der Zusammenhang ist auffällig und sollte nicht unbeachtet bleiben.
Der Mensch ist keine Kampfmaschine, er wird aber durch diese Chemikalien dazu gemacht. Wenn wir nicht auffhören, Kinder und Jugendliche schon mit Antidepressiva, Ritalin und ähnlichem Gift "auf die Spur" zu setzen, anstatt Ihnen zuzuhören, sie ernst zu nehmen, sie zu "segnen" und sie als Segen zu begreifen, dann werden wir die Folgen dieser Pharmazeutika noch viel deutlicher zu spüren bekommen. Und wir müssen die Gefahr von Drogen wieder klar sehen, sonst werden wir ewig an der falschen Stelle nach Ursachen suchen. Ich würde mich freuen über eure Kommentare und eure Erfahrungen hierzu!