Mittwoch, Juli 30, 2014

Uralte Zauberpflanze

Von den Bärlappgewächsen, die einst sehr verbreitet waren, sind nur noch wenige Arten übrig, eine davon haben wir neulich im Wettersteingebirge gefunden. Sie sind Millionen von Jahre alt und erinnern uns daran, dass es auch einmal eine ganz andere wilde natürliche Welt gab.
Der Schlangen-Bärlapp war bei uns früher als Zauberpflanze sehr beliebt und galt als Heilpflanze, auf deren Wirkung ich nicht weiter eingehen möchte, weil die Pflanze nicht gepflückt werden darf, sie ist heute streng geschützt. Nur soviel: Der Giersch hat ähnliche Wirkung und kann deshalb gut als Ersatz verwendet werden.
Die Sporen des Bärlapps, werden auch »Hexenmehl« genannt, und wurden vor allem im Theater und für zauberhaften Spuk genutzt, weil sie geräuschvoll verbrennen und keine Asche hinterlassen. Man glaubte früher auch, dass Bärlapp vor dem bösem Blick und Zauber aller Art schütze.

Schlangen-Bärlapp - Lycopodium annotinum

Übrigens - weil ich in den letzten Tagen einige Fragen dazu bekommen habe - Ihr könnt in "Rohköstliches" und in "Meine liebsten Wildpflanzen - rohköstlich" auch reinschauen - einfach hier auf den Titel des jeweiligen Buches klicken und schon könnt Ihr über den Blick ins Buch (Klick aufs Cover) drin lesen.