Freitag, August 08, 2014

Moderne Hexenverfolgung - Hebammen nur noch für Privatversicherte?

Auf Glowbus gibt es heute einen Artikel zu lesen, der sich mit einer Ungerechtigkeit sondergleichen beschäftigt - der Versicherungsprämie für Hebammen. Ein Thema, um das ich mich bisher gedrückt habe. Diese Woche habe ich die Hebamme meines Kindes wieder getroffen, da blitzte das Thema kurz auf, ich habe es aber erfolgreich verdrängt. Nun wurde es mir heute wieder serviert, auf dem Silbertablett, gut aufbereitet.
Mit Versicherungsprämien ist das so eine Sache, da hol ich jetzt nicht weiter aus, aber kurz gesagt: Alle Freiberufler sind auf eine Berufshaftpflicht angewiesen und jeder hat wohl erfahren, dass da nurr sehr wenig Spielraum in der Gestaltung und immense Kosten bleiben. Aber das, was die Hebammen zu schultern haben, das ist doch nicht mehr logisch zu begründen.

"Während Hebammen 1981 umgerechnet lediglich 30,68 € an Haftpflichtprämie zu zahlen hatten, ist dieser Posten über die Jahrzehnte hinweg rapide angestiegen. Seit dem 1. Juli 2014 liegt die Prämie bei 4.480 €." ist im Glowbus-Artikel zu lesen. Das geht zu weit. Ich habe den Eindruck, hier soll ganz gezielt daran gearbeitet werden, dass diese Arbeit nicht mehr möglich ist. Ich verbiete mir grundsätzlich den Gedanken daran, dass solch eine Entwicklung der Prämien auch mir als Ernährungsberaterin oder den vielen Yogalehrern, und vielen anderen Gesundheitsdienstleistern die Arbeitsbedingungen sehr erschweren würde. Allein schon deshalb sollten wir jetzt mit den Hebammen uns gegen diese Entwicklungen stellen. Wir müssen klar machen, dass wir auch unsere Gesundheit mitbestimmen wollen.
Lest dazu das ganze Interview mit Sissi, einer Berliner Hebamme, die vornehmlich Hausgeburten betreut.
Erschreckend was heutzutage passiert, und wir schauen nur verstört zu.  Erschreckt hat mich auch der Satz: Im Krankenhaus gibt es kaum eine Geburt, die ohne Intervention verläuft.

Ja, da hätten Sie uns vielleicht gerne, dass wir für jeden natürlichen Prozess Hilfe brauchen. 30% der Geburten sind Kaiserschnitte - wen wundert es.

Wir wollen doch aber natürlich und selbstbestimmt leben. In allen Bereichen - dabei soll der Staat uns unterstützen. Meine Frage an Euch - was können wir tun, jeder Einzelne, wo finden wir Gehör?

Weil das natürliche Leben mit der Geburt anfängt, brauchen wir Hebammen. Wenn das was gesund und natürlich ist aber bestraft wird, dann begeben wir uns zurück ins Mittelalter. Lassen wir es nicht soweit kommen - wir "Gesundheitsarbeiter" brauchen eine Lobby. Deshalb: Teilt die Infos wo Ihr könnt, das müssen nicht meine sein, aber alles was Euch gesundheitlich weiterbringt. Lesen und konsumieren ist eines, teilen der nächste Schritt.

Und was hat dieses Bild von unserem Seminar "Gesund in den Bergen" mit dem heutigen Artikel zu tun? Das erfahrt Ihr morgen - falls nicht schon vorher einer des Rätsels Lösung weiß und kommentiert ;-)