Freitag, Oktober 31, 2014

Darf ich vorstellen: Der Gemeine Wirbeldost

Die Münchner kennen ihn, zumindest diejenigen, die schon einmal mit mir dort auf Exkursion waren. Und hier wächst er auch, dort wo es ein bisschen kühler ist, also zum Beispiel auf der Schwäbischen Alb.


Er blüht bis in den Oktober und seine Blättter schmecken aromatisch, ein bisschen nach Dost mit scharfen Noten, die manche an Basilikum oder Minze erinnern mögen. Blüten und Blätter sind essbar und können als Gewürz verwendet werden.

Gemeiner Wirbeldost - Clinopodium vulgare

Der wichtigste Inhaltsstoff ist das Betulin. Die Wirkung des auch in der Birke vorkommenden Inhaltsstoffes wird als entzündungshemmend, antibakteriell, antiviral, leberschützend und cholesterinsenkend beschrieben.
Als Heilpflanze wurde der Wirbeldost früher geschätzt, heute wird er kaum genutzt, obwohl es Forschungen zu einer möglichen tumorhemmenden Wirkung gibt.
Als herzstärkend und schweißtreibend sowie wundheilend kennt ihn die Volksmedizin. Ich empfehle ihn einfach als leckeres Gewürz und die gesundheitliche Wirkung gibt es obendrein, wie immer bei den Wildpflanzen - for free!