Freitag, August 21, 2015

Wildpflanzenanbau- und verarbeitung

Ich hatte euch ja vorgestern schon von meinem Besuch in der Wildpflanzengärtnerei erzählt - heute zeig ich euch, wie es von dort aus mit den Pflanzen weiter geht.
Hier seht ihr ein Feld voller Spitzwegerich, darunter die Zitronenmelisse im Anbau. Auch hier gibt es übrigens "Unkraut" - alles was nicht dazu gehört... verrückt.



Wenn diese Felder abgeerntet werden, kommen die Pflanzen zu einer wildpflanzenverabreitenden Firma - in diesem Fall zur Firma Schoenenberger. Aus diesen frisch geernteteten Sonnenhut- (Echinacea-)pflanzen wird dann Pflanzensaft gepresst. Das heißt leider, dass die Pflanzen im Herstellungsprozess erhitzt werden müssen.



Es hat mir ganz wehgetan, die frischen Pflanzen zu riechen und danach den Geruch und Geschmack des hitzebehandelten Saftes wahrzunehmen - jeder, der das riecht, wird verstehen, dass da Veränderungen stattfinden, die nicht dazu dienen, alle Inhaltsstoffe zu erhalten. Dennoch sind die Verfahren wohl so schonend, dass jede Menge Wirkstoffe erhalten bleiben und daraus ein Saft zur Immunstärkung produziert werden kann.

 

Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, dann wäre es, dass die Pflanzen, die auch frisch verzehrt werden könnten, nur bei maximal 40 °C getrocknet werden würden und wir sie als Pflanzenpulver konsumieren könnten. Oder noch besser: direkt tiefgefrieren, dann bleiben am meisten Inhaltsstoffe enthalten. Zukunftsmusik? Firmen, die sich über solche Dinge Gedanken machen, dürfen sich gerne melden - gemeinsam finden wir schon eine Lösung.