Dienstag, November 10, 2015

Mandalas made by nature - essbar oder einfach schön und schützenswert

Dieses Jahr beim Rohkost und Wildpflanzen-Seminar in den Bergen sind wir auf solch hübsche natürliche Mandalas gestoßen - übrigens haben wir beide im Abstand weniger Meter voneinander gefunden. Für mich sind diese Schönheiten immer ein Zeichen, wie perfekt und dennoch verschwenderisch und üppig die Natur ist. Und wer seinen Blick schärft, der kann viele solcher Schönheiten entdecken, deshalb üben wir auch das "Sehen" immer auf Exkursion.

Dieses Mandala, das von den Blättern des Mittleren Wegerichs gebildet wird, ist nicht nur schön, sondern auch essbar. Die Blätter schmecken aromatisch nach Champignon und sind jetzt, wo es draußen mild und feucht ist, wieder überall zu finden.


Steinbrechgewächse gehören oft zu den gefährdeten Pflanzenarten - dieser Kies-Steinbrech, Saxifraga mutata, ist in den Kalkalpen stark gefährdet. Auch wenn man ihn theoretisch essen könnte, dürfte er niemals gesammelt werden, weil wir ihn sonst bald ganz verlieren würden.


Auch sollte man solche gefährdeten Pflanzen niemals umsiedeln, etwa in den eigenen Garten - es ist absolut verboten. Die Pflanze braucht die dynamischen Prozesse an rutschenden Hängen oder am Rande der Fließgewässer - wer kann so etwas in seinem Garten schon bieten - dort würde sie also auf jeden Fall nicht überdauern.

Genießt diese Mandalas einfach, wenn ihr sie findet und speichert die Schönheit der Natur im Herzen.

Die nächsten beiden Exkursionen finden am Wochenende statt:


Essbare Wildpflanzen – die wichtigsten Arten im Herbst“
Alle, die erst so spät im Jahr auf die Wildpflanzen gestoßen sind, können bei dieser Exkursion noch vor dem Winter die ersten Arten kennenlernen. Wir widmen uns den zu dieser Jahreszeit bedeutendsten Arten und wollen Bekanntschaft machen mit dem Grün,
das auch im Winter noch zu finden sein wird. Exkursion für Anfänger, Auffrischer und Fortgeschrittene. Finden statt am:

Sa. 14. November 2015: 11–13:30 Uhr

Für Fortgeschritte:
So. 15. November: 10:30 -13:00 Uhr
Weniger bekannte Arten entdecken.