Freitag, August 19, 2016

Im Garten der Kelten in Pyrene

Diesen Sommer haben wir auch wieder einen Ausflug zu den Kelten gemacht. Wir waren in Pyrene.
So hieß die Heuneburg zur Zeit der Kelten. Sie gilt als älteste bekannte Stadt nördlich der Alpen und liegt bei Herbertingen-Hundersingen an der noch jungen Donau im Landkreis Sigmaringen.

 

Die Stimmung dort ist einzigartig, nicht nur bei Gewitter und ich konnte mir schon vorstellen, warum die Kelten dort vor 2500 Jahren gesiedelt haben.


Natürlich ist nicht die ganze Stadt rekonsturiert worden, aber dennoch, die Größe der Anlage ist beeindruckend und unweigerlich fühlt man sich an Asterix und Obelix erinnert. Aber das verfliegt ganz schnell, wenn klar wird, wie groß die Siedlung war und welcher Reichtum dort geherrscht haben musste. Hier regierte eine "Fürstin", auch das meint man nachvollziehen zu können. Und doch ist alles ganz unwirklich und weit weit weg.


Eine begehbare Festung war es, erbaut nur aus Naturmaterialien und in beeindruckender Qualität.


Sehr schön auch die Häuser, die unterschiedlich gedeckt sind, weil historisch nicht zu klären ist, in welcher Weise damals die Dächer gedeckt wurden - deshalb einmal mit Gras und Varianten mit Schindeln.


Einen Garten gab es auch, der kam mir nun aber ein wenig klein vor. Sicher hatten sie damals größere Anbauflächen. Aber es soll auch regen Handel gegeben haben, wer weiß, was damals alles schon zugekauft wurde.


Und hier noch ein kleines Rätsel: Wisst ihr, was hier angebaut wird. Und die Art und Weise ist wohl authentisch, so wurden diese Hülsenfrucht früher in kleinen Parzellen angebaut, großflächiger wächst Stützgetreide zwischen den Hülsenfrüchten. Kleiner Tipp: Sie wird in den letzten Jahren wieder vermehrt angebaut auf der Alb und die Früchte sind Bestandteil eines meiner Lieblingsgerichte - roh natürlich - findet ihr hier auf Seite 112.

Habt Ihr es rausgefunden? Ja, es sind Linsen, die hier angebaut werden.