Dienstag, Dezember 20, 2016

Das Leben von Chlorella und Co in Deutschlands größter Algenfarm

Habt ihr beim Gewinnspiel gestern schon mitgemacht? Fein. Wenn nicht, habt ihr noch Zeit bis heute Abend um 18 Uhr.
Dann kann es ja heute weitergehen mit noch einem Highlight. Dieses hier hat mich an Zeiten erinnert, die ich mit vielen Algen verbracht habe. Ja, meine Liebe zu den grünen Ein- und Mehrzellern hat eine Geschichte und obwohl wir schon länger mehr oder weniger voneinander getrennt sind, werden wir doch immer Freunde bleiben.
Manchmal habe ich aber heute noch Sehnsucht nach ihnen und dann bleibt mir nichts anderes übrig, als meinen Freund Jörg anzurufen und mit ihm ein wenig über Algen zu plaudern. Und im Oktober haben wir ihn dann besucht, im Anschluss an die Jurysitzung beim RawFoodAward, haben wir Deutschlands größte Algenfarm besichtigt.


Und so sieht es in Klötze, wo Deutschlands beste Spirulina und Chlorella in Quellwasser produziert werden, aus:

im Gewächshaue am Abend
Die Mikroalgenfarm war die erste in Europa (gebaut 1999), und weltweit die erste, die in einem Glasröhrensystem Algen angebaut hat - und heute kennt die Chlorella aus Klötze fast jedes Kind (okay, vielleicht auch nur wenn die Eltern Veganer sind, weil die mit Chlorella auch B12 zu sich nehmen können).


Während Niko Rittenau den Ausführungen von Jörg Ullmann, Algenfreund und Geschäftsführer in Klötze, lauscht, bin ich in Gedanken noch mit den Baby-Algenkulturen beschäftigt.


So sieht die Chlorella-Baby-Krippe aus - erst einmal müssen kleine Menge Algen vermehrt werden, bevor die Röhren beimpft werden können.
Nein, nicht alles hier ist grün, es gibt auch nutzbare Rotalgen und Braunalgen und Blaualgen, wie beispielsweise Spirulina.



Schon fortgeschritten sind die Chlorellakulturen hier:


Aber erst, wenn die Zellkonzentration in der Stammlösung hoch genug ist, wird das 500 m lange System aus großen Röhren befüllt und dann können sie sich immer weiter vermehren bis der dunkelgrüne Algenbrei dann geerntet, getrocknet und zu Pulver und Presslingen weiter verarbeitet wird.



Sehen kann man die hübschen Algen einzeln nicht, sie sind nur maximal 10 µm groß.


(c) Jörg Ullmann
 
Dass sie aber da sind, beweist die Grünfärbung des Wassers, die sich mit steigender Konzentration verstärkt.


(c) Jörg Ullmann
(c) Jörg Ullmann

(c) Jörg Ullmann