Dienstag, Juni 27, 2006

wildkräuter fallen fussball zum opfer

Heute sind mehrere Opfer zu beklagen: Die "Geduld"-Limette ist gestern über den Jordan gegangen - ausgerechnet die, die ich so dringend benötigt hätte - ein Orakel sind diese Limetten. "Liebe" habe ich heute morgen bei bester Gesundheit angetroffen und sicherheitshalber gleich über die Papaya geträufelt.
Der Bär ist tot, ausgerechnet an der Rotwand, meinem Lieblingsexkursionsberg wurde er "erlegt" oder sollte ich gemeuchelt sagen. Ganz schön feige sind wir doch. Einiges verstehe ich nicht: Hätte man ihn nicht betäuben können, wenn man ihn schießen kann? Warum gibt es bei uns keinen Fond zur Entschädigung wenn Bären Schaden anrichten, wie in anderen Ländern? Warum haben wir kein Wildtiermanagementkonzept? Die Antwort lässt sich vielleicht über eine Ecke finden. Wir sind ja Weltmeister - Reiseweltmeister. Und weil so viele nach Afrika und anderswo fahren, wo man große Wildtiere aus sicherer Entfernung beobachten kann, brauchen wir hier ja keine solchen Tiere. In Afrika geht ja auch nicht soviel kaputt, wenn ein Löwe mal ein anderes Tier reißt oder ein Elefant mal ein paar Hütten niedertrampelt, die kosten ja nicht soviel wie unsere Hightech-Hasenställe. Sorry, aber ein bisschen verärgert bin ich schon. Und wenn dann noch der Ober-Schlaubär der ARD polemische Kommentare schreibt, dann ärgert mich das.
Ja und ein weiteres Opfer ist das Wildkräuter-Seminar am 1. Juli - wegen Fussball-WM und daraus resultierenden geringen Anmeldungszahlen musste ich es leider absagen. Aber ich werde nochmal eins anbieten, nach den Ferien voraussichtlich.
Und damit sind wir auch bei dem Thema das derzeit alles beherrscht: Fußball.
Auch hier gibt es Opfer: die Fairness bei Portugal gegen Holland und die Schiedsrichter-Entscheidungen, die nach diesem Spiel alles andere als unabhängig erscheinen, als wären alle von der FIFA zurückgepfiffen worden, weil einer so komplett daneben gepfiffen hat. Letztes Opfer: Australien. Italien hat sich ins Viertelfinale geduselt mit viel Schauspielerei und Geheule, wie sie das halt so machen. Schade um den schönen Fußball, den die Aussies geboten haben, jetzt bleiben uns nur die italienischen Jammerer - nun ja.

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