Samstag, April 21, 2018

Vegan im Kiez grillen - kein Problem - in Berlin Teil 4


Heute wird es hier bunt und, na sagen wir mal: etwas weniger grün. Aber den Veganern, die gerne mal in Berlin unterwegs sind, wollte ich unsere Entdeckungen dort nicht vorenthalten. Kaum das Veganz verlassen - siehe Teil 3 - stolperten wir schon über die nächsten veganen Läden. Wo kommen die denn her, haben wir uns gefragt und auch die Besitzer. Gerade erst aufgemacht, war die Antwort bei Kiez vegan. Und wenn Herr Tönnies behauptet der Veggietrend sei vorbei, dann kann ich nur sagen: In Berlin geht der jetzt richtig steil. 

Gott sei Dank war das Baby - immer noch im Tuch um meinen Bauch gebunden, sehr friedlich und so konnten wir auch noch diese beiden Läden anschauen.
Frisch eröffnet und eine Sünde wert: Kiez vegan mit mediterraner Küche und allem, was das Herz begehrt - die leckeren Salate, hätten mir es schon angetan, aber leider war ich ja von meiner Rohkosttorte pappsatt.


 

 




Übrigens ist hier nicht nur alles vegan, sondern auch alles mit Dinkel gebacken.




 

Übrigens ist hier nicht nur alles vegan, sondern auch alles mit Dinkel gebacken.


Sieht das nicht alles lecker aus? Und alles gibt es auch zum Mitnehmen - also Sonne genießen und nicht in der Küche stehen, ist heute das Motto in Berlin.

Und dann haben wir da noch etwas entdeckt: Wen es jetzt gruselt, da kann ich nur sagen: So ging es mir auch, erst. Ich bin ja kein Fan von Fleischersatzprodukten, aber um mich rum, kenne ich ganz viele. Daher verstehe ich die Begeisterung voll auf. Und wer hier nichts Veganes zum Grillen findet, der macht was falsch. Alles übrigens hausgemacht und damit individuell und anders, nicht das, was man schon aus dem Supermarkt kennt. 


Bei l'Herbivore - vegane Spezialitäten gibt es nicht nur vegane Würstchen, Rouladen, Schnitzel... sondern im Bistro kann man auch essen - deftig und natürlich die eigenen Seitan-Produkte.


Herr Tönnies, haben Sie so etwas schon mal gesehen? Ich auch nicht.


Es sieht wirklich aus wie in einer Metzgerei, das aber war für mich eher befremdlich. Meiner veganen Begleitung jedoch, ließ es das Herz höher schlagen. Ich habe leider an diesem Tag nichts gekauft, aber jetzt im Nachhinein würde mich wirklich interessieren, ob man dann auch "ein Rädle Wurscht kriegt", wenn man bezahlt hat?





Die Deko hat auch mir gut gefallen  - was nicht viel Begeisterung bei der veganfleischfixierten Begleitung ausgelöst hat.


Die Gestaltung des Restaurants war schlicht, aber hier soll ja auch gegessen und nicht nur gesessen werden.


Also, ihr veganen Leute in Berlin, ihr wisst jetzt, wo ihr hingehen müsst, wenn ihr heute Picknick im Park, auf dem Tempelhofer Feld oder sonstewo machen wollt und noch was zum Essen mitnehmen möchtet. Euch einen schönen Tag - und das nächste Mal gibt es Käse hier bei tine taufrisch.


Dienstag, April 17, 2018

Rohköstliche Torten und vegan High-Life mit Salat in Berlin

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Weiter mit unserer rohköstlich-veganen Tour durch Berlin: Endlich nach einem langen, strammen Fußmarsch mit Baby um den Bauch gewickelt, waren wir im ehemaligen Goodies Bistro in der Warschauer Straße (bei Veganz) angekommen. Mittlerweile wird das Bistro vom Veganz und The Bowl betrieben - das eigentliche Goodies haben wir wieder einmal verpasst - aber, irgendwie braucht man ja immer einen Grund wieder nach Berlin zu fahren.

Das erste, was ich (zugegebenermaßen ziemlich platt nach dem elendslangen Weg) dort entdeckt habe, war diese Raw-Kirsch-Mohn-Torte. Es war schon am frühen Nachmittag und wie üblich war ich um diese Zeit noch ohne Mittagessen. Aber jetzt wollte ich erst einmal die Vielfalt genießen und eigentlich auch etwas "Gscheits" essen, nicht nur so einen Kuchen. Aber schaut mal, wie verlockend das alles war, was die im Angebot hatten:


Das Angebot war zur Hälfte rohköstlich, die andere Hälfte vegan - vegan ist dort alles, meistens auch bio. Es gibt Suppen, Salate, Bagels, Wraps... und alles auch zum Mitnehmen. Da fiel die Auswahl schwer.





Die Verpackung hielt mich eher davon ab, so einen Salat mitzunehmen, als dass diese nicht rein rohköstlich waren. Aber es gab ja immer noch diesen Kuchen, wenn ich gar nichts anderes finden würde...






Ein Stockwerk höher lag außerdem, gleich die nächste Versuchung: The Bowl - clean eating Restaurant Auch hier ist alles gluten-, laktose-, industriezuckerfrei und vegan, was will man mehr.

Ich sag es ja, Berlin ist kulinarisch gesehen das Paradies in Deutschland.
Verlockende Angebote auf dieser Karte - hier wollte ich etwas mitnehmen und da alles mehr oder weniger leer war und man mir sagte, es würde nur 15 Minuten dauern, bestellte ich einen Salat mit Topinambur, Grünkohl, Obst und Nüssen. 15 Minuten fand ich waren viel Zeit für einen Salat und es waren sonst wirklich nur max. 5 Gäste da.



So lange, dachte ich mir, werde ich mir - immer noch ein schlafendes Baby vor dem Bauch - mal die Schuhe bei Avesu anschauen. Die Location in der Warschauer Straße 69 bietet nämlich alles, was frau braucht!



Dabei fand ich vor allem die vegane Auswahl an Handtaschen und Portemonnaies von Matt&Nat spannend. Dem Baby wurde es langsam ungemütlich warm und es gab zu erkennen, dass wir gehen sollten.


Diese Rucksäcke waren auch hübsch und vor allem nicht aus Plastik.


Schuhe aus Ananasleder  - ich finde, dass man am Design vielleicht noch etwas arbeiten könnte, aber als Alternative zu Uggs sind sie schon recht brauchbar und aus einem nachwachsenden Rohstoff hergestellt.

Das Baby hatte dann genug von Schuhen und ich auch, aber immer noch Hunger. Also nachgefragt nach meinem Salat bei The Bowl - nein, leider, es dauert noch.


Ich hatte Hunger, mir war es deutlich zu warm, schlechte Voraussetzungen für gute Noten für The Bowl. Also, wieder runter zu den Kuchen und Torten im Bistro. Kuchen ist einfach die beste Nervennahrung und die Raw-Kirsch-Mohn-Torte hatte mich ja schon anfangs gleich angelacht. Also bitte ein Stück zum Mitnehmen - das wurde auch nur minimalst eingepackt, weil... hab ich schon gesagt, dass ich Hunger hatte?



Und nach schlappen 25 Minuten war dann auch mein Salat fertig - ich habe ihn dann einfach mitgenommen und zuhause gegessen, Der tolle Rohkostkuchen war dann meine Wegzehrung und weil er so lecker cashewcremig und wirklich eine Bombe war, hat er mir zunächst auch vollauf gereicht und den Salat gab es zum Abendessen.

Abgesehen, davon, dass nicht alle Zutaten dabei waren, die auf der Karte gestanden hatten und die Wartezeit deutlich zu lange war, war er sehr lecker und ich werde nächstes Mal auf jeden Fall einen zweiten Versuch wagen. Und das Bistro werden wir definitiv immer wieder besuchen.


Nicht nur um die Wartezeit zu verkürzen, waren wir auch noch im Veganz-Laden und haben eingekauft. Es ist einfach toll in so einem veganen Supermarkt, wo man nicht alle Etiketten lesen muss und das Angebot von 5 Pizzen für 10 € wurde auch gleich genutzt und das Abendessen war so gesichert: Für mich Salat, alle anderen Pizza.

Bei unserem langen Fußmarsch zurück, kamen wir allerdings nur sehr langsam voran, denn in Berlin sprießen die veganen Läden nur so aus dem Boden - daher gibt es im nächsten Post dann Neues und Kurioses.


Montag, April 16, 2018

Frühe Wildkräuter in Berlin am Tulpenschild


Unser zweiter Tag in Berlin:
Wir sind ein bisschen herumgestreift, vorbei an Lia's Kitchen (voll und - ohne Sommerbestuhlung im Freien - leider zu voll) - hier hätte es den besten Salat ever gegeben - den habe ich euch schon einmal hier vorgestellt - aber der sollte uns an diesem Tag leider verwehrt bleiben.


Die Linzer-Torte, hier im LPG Biomarkt in der Kollwitzstraße, hätte mich beinahe schon frühmorgens zu Süßem verführt. Hat sie aber nicht, denn in Berlin ist das Gute zwar sehr nah, aber das Bessere auch nicht weit und wir wollten an diesem Tag noch zu Veganz am Warschauer Platz und dort gibt es auch das Goodies mit Rohkosttorten...


Auf unserem Weg dorthin - wir erkunden die Stadt meist zu Fuß, um keine Neueröffnungen, Kleinode, etc. zu verpassen - kamen wir an dieser "Geschützten Grünanlage" vorbei. Das gibt es sehr häufig in Berlin. Keiner weiß so richtig, was das sein soll - aber hier wird es erklärt


Die Idee, die sich hinter dem berlinerisch liebevoll "Tulpenschild" genannten Hinweis verbirgt, mag ja ganz gut sein, aber hält sich da auch jemand dran, wenn niemand weiß, was es bedeutet? Zumindest schien die Anlage von Hunden verschont zu bleiben und so habe ich mir doch ein paar Wildpflanzen aus der Nähe angeschaut, gesammelt allerdings nicht. Hier rechts von der Kirche, steht das Schild.



Ziemliches Durcheinander im zeitigen Frühjahr, aber könnt ihr das Behaarte Schaumkraut erkennen?

Hier die üppige Blattrosette vom Hirtentäschel.

Spitz-Wegerich habe ich diesen Winter viel verwendet.

Vogelmiere und Ehrenpreise.
Rezepte für 40 verschiedene, überall zu findende Wildpflanzen habe ich euch hier zusammengestellt. Meine liebsten Wildpflanzen gibt es übrigens auch als E-Book, so kann man auch unterwegs mal schauen, was sich für die Wildpflanze, über die man eben gestolpert ist, denn Wissenswertes herausfinden oder was sich damit zubereiten lässt.

Berlin hat also etwas zu bieten, wenn es um die Wildpflanzen geht - darum werden wir demnächst dort auch eine Exkursion anbieten. Wenn ihr geeignete Plätze kennt oder vielleicht selbst einen Garten habt, dann kommen wir da gerne hin. Die Planung zieht sich momentan noch etwas hin, leider.

Fertig sind wir aber mit dem Planen für Köln:

Am 5. Mai 2018 wird es dort zwei Wildpflanzen-Exkursionen geben: um 11 und um 14 Uhr. Wer dabei sein möchte, bitte schreiben an info(at)christine-volm.de und wir schicken alle Detailinfos.

Und so geht es im nächsten Berlin-Post weiter: Es wird wieder geschlemmt, Kuchen und Salat und mehr.