Mittwoch, Mai 02, 2007

coaching ohne wert

Letzte Woche habe ich von dem Rohkost-Coaching bei Petra erzählt, das mich so zufrieden gemacht hat. Das Wochenende haben wir vor wiegend in freier Natur verbracht, das Highlight war übrigens ein Spaziergang durch ein Naturschutzgebiet in der Nähe Münchens, wo Enziane (ja, sogar mehrere Arten) und rosa Primelchen und Wachtelweizen und viele andere bekannte, essbare und unbekannte, einfach nur schöne Pflanzen blühten. Glücklicherweise gab es keine anderen Spaziergänger dort, solche Gebiete leben davon, dass sie wenig frequentiert werden, deshalb gibt es auch hier keine "Anfahrtsbeschreibung".
Was ich aber zum Thema Coaching berichten wollte: Ich wurde von zwei Frauen befragt zu so genannten Gesundheitsthemen. Während A. wissen wollte, was man gegen Gichtknoten in der Hand tun könne, aber auf keinen Fall auf Fleisch verzichten wollte, waren wir bei diesem Thema schnell am Ende und unsere Wege trennten sich, bezogen auf das Gespräch, schnell wieder. Frau B. war hartnäckiger, sie wollte alles genau wissen, wie das mit der Rohkost und den Wilpflanzen so läuft. Ich habe mich dann hinreisen lassen, die vielen Fragen zu beantworten. Nach jeder Antwort kam die Mitteilung: "Das kann ich sowieso nicht." Ohne Kuchen und Süßes könne sie nicht leben und Ähnliches veruchte sie, mir klar zu machen. Nach nur einer halben Stunde war ich total ausgelaugt, wie das eben so ist, wenn man zu einer Sache befragt wird und der Frager nur "saugt" und "saugt" und nur negatives Feedback kommt. Fast hatte ich das Gefühl als wolle sie mich missionieren undvon meinem Weg abbringen. Das erlebe ich oft. Wahrscheinlich liegt es daran, dass solche Menschen mit ihren Krankheiten oder auch nur Zipperlein nicht alleine sein möchten und sich nicht von gesunden Menschen konfrontiert sehen möchten. Wie schön ist es doch, wenn man gemeinsam jammern kann. In Zukunft- habe ich mir vorgenommen - gibt es so etwas nicht mehr, nur mit ernsthaft Interessierten möchte ich diese Themen noch diskutieren - und davon gibt es genug.

Kommentare:

  1. Liebe Tine,
    das kenne ich auch. Menschen haben Beschwerden und wollen den ultimativen Tipp haben, um sich von dem Leiden heilen zu lassen. Selbstverständlich darf sich an der Gewohnheit nichts ändern und es muß unkompliziert und schnell gehen, am Besten in Pillenform. Wenn man diejenigen darauf aufmerksam macht, das regelmäßiger Sport und eine Erhöhung des Rohkostanteil ihr Leiden schon vermindern könnte, kommt nur als Antwort: Für Sport habe man keine Zeit und Obst und Gemüse esse man ja eh jeden Tag. Ich fühle mich dann immer ohnmächtig und missbraucht. Hat den wirklich kein Mensch mehr Zeit für wenigstens eine halbe Stunde Zeit spazieren zugehen? mir kommt das nicht in den Sinn. Liebe Grüße Dana

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  2. Oh ja. das kenne ich. Gut, wenn man es da schafft, sich abzugrenzen und seine energie bei sich zu behalten. Ich finde es immer wieder erstaunlich zu beobachten, WAS alles man eigentlich KANN, wenn man nur WILL! :-)

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  3. Liebe Tine,
    ich kenn das auch sehr gut. Letzte Woche waren wir auf einem "Arbeitsabend" und nach 5 Bier meinte mein Kollege mir die Vorteile des ungehemmten Fleischkonsums darlegen zu wollen. Das gipfelte darin, dass er mir sagte, dass ich eine verantwortungslose Mutter sei, da ich meinem Kind Fleisch vorenthalten würde und es somit nicht frei wählen könne. Auch die Nachfrage, ob sein Kind den immer Nutella und Toast "wählen" dürfe, ohne dass er eingreifen würde, verunsicherte ihn nicht im Geringsten. Am Ende fühlte ich mich ausgenutzt (vorangegangene halbe Fragestunde) und traurig und erschöpft. Ich habe beschlossen, zu diesem Thema nichts mehr zu sagen, ich werde einfach jede Diskussion mit :"Ich möchte heute wirklich nicht übers Essen reden" abblocken. Sollen die sich doch alle selbst Bücher durchlesen und nicht auf ein Fertigrezept vertrauen, ich hab mich schließlich auch durch den konz gekämpft. Ich seh nicht ein, mich für andere ständig zu bilden. Basta. Zumindest nicht für solche Menschen.
    Fühl dich gedrückt, du bist nicht allein!
    Agatha

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  4. Hallo tine,

    ich denke das es nie umsonst ist zeugniss für die Natur ab zu legen auch wenn unser gegenüber erst einmal ablehnend reagiert. Irgendwann werden sie daran denken was du alles gesagt hast, spätestens wenn sie erkranken.

    Kannst du dir vorstellen wie es einen Franz konz zumute ist, bei all den vielen anschreiben?

    Lg dirk riske alias (durian)

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