Dienstag, November 01, 2016

Platt aber zufrieden.

 

Puh, erster November. Ich fühle mich wie nach einem Marathon. Das Manuskript fürs neue Buch ist nun fertig überarbeitet und kann in die Herstellung.
Mit dem Bücherschreiben ist es ein bisschen wie mit dem Kinderkriegen, wenn man sich merken könnte, wie anstrengend diese (vor-)letzte Phase ist, dann würde man sich das niemals wieder antun. Vor allem würde man nie mehr wieder ein Fachbuch schreiben mit Bildern und der Aufgabe, das Ganze dann auch noch schön werden zu lassen. Nun ja, also wie gesagt, jetzt ist erst einmal Pause bis zur nächsten Korrektur dann, aber die wird nicht mehr so aufwendig (hoffe ich!). 
Gestern hatte ich dann noch einen schönen Drehtag für SWR Grünzeug. Habt Ihr vielleicht auf Instagram gesehen? Wir haben für zwei Folgen gedreht, einmal zum Thema Innenraumbegrünung und dann zu essbaren Wildpflanzen. Es war toll, ein nettes Team und es ist bestimmt schön geworden.
Jetzt bin ich platt und will mich eigentlich nur noch um mich kümmern. Aber, es gibt ja immer etwas zu erzählen:
Mit Samhain ist auch das landwirtschaftliche Jahr zu Ende gegangen. Früher hieß es ab jetzt zur Ruhe kommen, aufatmen, die Arbeiten mehr nach drinnen verlegen. Wir fühlen heute anders als früher, was auch daran liegen mag, dass wir anders gefordert sind. Nach Wochen am Schreibtisch ohne große körperliche Betätigung, will ich nun nur noch raus und mich bewegen - mal sehen, was es heute für eine Gelegenheit dazu gibt. 
Allerheiligen ist heute auch, ein gebotener Feiertag, eigentlich dürfte ich heute ja nichts arbeiten. Aber eigentlich ist ja auch Allerheiligen ein Fest, an dem man aller Heiligen gedenkt und zu denen zählen übrigens auch solche, die nicht offiziell heiliggesprochen wurden. Da fallen mir ein paar ein, derer kann ich heute, wenn ich draußen bin, gedenken.
Franz von Sales gilt als Schuzheiliger von Schriftstellern, Journalisten und Gehörlosen. Er soll auch eine Freundin gehabt haben, die Witwe Johanna Franziska Frémyot, Baronin von Chantal. Eine einzigartige geistige Freundschaft soll sie verbunden haben.
An dieser Stelle daher heute auch ein Hoch auf die Freundschaft und diejenigen unter unseren Freunden, die auch da sind, wenn wir einsam im Kämmerchen an unseren Projekten arbeiten. Danke auch an diejenigen, die auf uns warten bis wir unser Stroh zu Gold gesponnen, unseren Berg abgearbeitet haben. Danke Euch da draußen, Ihr wisst schon wer gemeint ist.