Posts mit dem Label Senfölglykoside werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Senfölglykoside werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, April 05, 2018

Scharfer Austrieb - Vorsicht: lecker



Noch bevor es ab Mitte Februar kalt geworden ist, waren sie schon da, diese scharfen Spitzen, die so vorsichtig aus der Wiese lugten und spätestens jetzt werden sie überall erscheinen und ganz bald die schönsten grünen Blätter bilden.


Schaut mal, ob ihr erkennen könnt, was das ist:

 

Diese Triebspitzen aus den dicken Wurzeln schmecken köstlich, scharf und stecken voller wertvoller Senfölglykoside, die Bakterien, Viren und Pilze aus dem Körper vertreiben. Sie sind quasi unsere Variante vom Wasabi.


Spätestens beim nächsten Bild, dürfte es klar sein, oder?



Es sind die ersten Triebe aus der Meerrettichwurzel, die selbstverständlich auch bei uns heimisch ist und wild wachsend zu finden ist. Armoracia rusticana gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse, lat. Brassicaceae. Seine Wurzel wird als Gemüse, Gewürz oder als Heilpflanze genutzt.
Ursprünglich stammt er aus Süd- und Osteuropa, ist seit dem Mittelalter auch bei uns eingebürgert. Als "Kren" wird er in Österreich noch häufiger verwendet als hier.



Ich nutze sie sehr gerne, um im Spätwinter eine Art heimischen Wasabi zu machen und auch für eine leckere Creme zum rohköstlichen Sushi (Rezept in" wild&roh - die besten Smoothies mit Wildpflanze" auf Seite 100) - oder als Begleitung zu Banane - wie hier in Leutasch beim Frühstück bei "wild&roh - gesund in den Bergen - das Rohkostseminar". (Wird es dieses Jahr vom 30. August bis 2. September auch wieder geben - schaut mal hier)

Die neuen Exkursionstermine sind übrigens online - hier auf meiner Homepage unter "Seminare" - Anmeldung ab sofort! Und für's Detox, Baby!-Seminar am Wochenende - findet ihr auf derselben Seite beschrieben - gibt es noch einen, evtl. sogar noch zwei Plätze - schreib mir schnell, wenn Du dabei sei möchtest.

Die nächsten Termine in Sindelfingen:

Exkursion "Essbare Wildpflanzen – die wichtigsten Arten im Frühjahr"

Typische Frühjahrspflanzen stehen nun auf dem Programm
Dauer ca. 2,5 h

Fr. 13. April 2018: 16:30 - 19 Uhr für Anfänger/Auffrischer
So. 22. April 2018: 10:30 - 13 Uhr für alle
Di. 24. April 2018: 17 - 19:30 Uhr für alle


    Donnerstag, September 18, 2014

    Spitzkraut - jetzt genießen - weil lecker und gesund

    Es ist Spitzkrautzeit. Spitzkraut ist die milde und meiner Meinung nach leckerere Variante des Weißkrauts oder -kohls. Für Rohköstler ist es ein besonderer Genuss, weil es auch roh wesentlich feiner schmeckt als das Weißkraut.
    Und wusstet Ihr, dass für die Senfölglykoside aus dem Kraut unter anderem krebshemmende und -vorbeugende Eigenschaften für bestimmte Krebserkrankungen nachgewiesen wurden? Glucosinolate, wie sie auch genannt werden, sind chemische Verbindungen, die aus Aminosäuren gebildet werden und Schwefel sowie Stickstoff enthalten. Sie gehören zu den ersten Sekundären Pflanzeninhaltsstoffen, deren gesundheitliche Wirkung als relevant für uns Menschen eingestuft wurde. Ich hatte mein Studium 1990 fast beendet, als mein Gemüsebauprofessor mit diesen, damals neuen Forschungsergebnissen mein Interesse für diese Inhaltsstoffe weckte.
    Ihr Geschmack ist eine Variation aus süß, bitter und scharf und typischerweise finden wir sie in den Kreuzblütengewächsen, zu denen Rettich und Radieschen, Rucola, Meerrettich, Senf, Kresse, Kapuzinerkresse, Kohl aber auch Knoblauchsrauke und Wiesen-Schaumkraut gehören.

    Also nichts wie ran an den Kohl! Und die Wildpflanzen natürlich nicht vergessen.

    Ein Rezept für Asia-Gemüse süßsauer findet Ihr in Rohköstliches auf Seite 107 - Guten Appetit!