Donnerstag, Juli 10, 2014

Was (wilde) Kirschen und Römer gemeinsam haben

Bei uns stehen Kirschen gerade hoch im Kurs. Dieses Jahr gibt es soviele, dass sie auch wirklich günstig sind. Ich kaufe immer eine alte Kirschensorte, die fast schmeckt wie Wildkirschen. Klar könnten wir auch stattdessen noch mehr Wildkirschen ernten, von denen es dieses Jahr auch richtig viele gibt, aber deren Saison geht nun dem Ende entgegen und untenrum sind die Bäume doch schon ziemlich abgeerntet. Will sagen: Bei unserem Bedarf brauchts einfach mehr.

Ich liebe sie: Wildkirschen
Dieser Sorte, die ich kaufe, ist geschmacklich schon anzumerken, dass da noch richtig viel an Inhaltsstoffen drin ist, es muss eine sehr alte Sorte sein. Wir haben hier ja viel Sreuobstanbau und da gibt es auch noch viele alte Bäume. Aber der Sortenname ist nicht wirklich rauszubekommen, sonst würde ich diese Kirsche auf meine Empfehlungsliste für alte Obstsorten setzen. Sie ist in diesem Jahr dazuhin noch kleiner als sonst und fest, so dass sie besonders knackig ist. Das hat mit der Trockenheit zwischen Blüte und Ernte zu tun. Die Inhaltsstoffe sind somit noch konzentrierter. Ich habe den Gärtner gefragt - "eine Schlangenkirsche" hat er gemeint. Hm, davon habe ich - oder bilde ich mir das ein - im Studium schon einmal gehört - aber im Web ist dazu nichts zu finden. Vielleicht kennt jemand von den Gärtnerhasen, die hier mitlesen, solch eine Kirschsorte?

Wildkirschen waren auch beim Rosen-Potluck dabei

Wie dem auch sei, die Botschaft des Tages ist: Mit den Kirschen ist es wie mit den Römern, die Kleinen sind die Besten. Aufgepumpte Riesenkirschen enthalten vielleicht mehr Zucker und Wasser, aber die Ausbeute an wertvollen, gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen ist bei den großen Angebern viel geringer. Und der Preis für diese kleinen Kirschen - 2,50 €/Kilo, der kann sich sehen lassen.

Nachher gehe ich auf den Markt und hoffe, dass nun nicht alle umgeschwenkt sind - aber so viele lesen den Blog wohl auch nicht. Denn normalerweise gibt es immer noch genug von den kleinen schwarzen Perlen, während die großen, obwohl mindestens doppelt so teuer, schnell ausverkauft sind.