Posts mit dem Label Luchs werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Luchs werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, Februar 10, 2015

Pinselöhrchennachwuchs

Für alle, die sich neulich gefreut haben über den Eintrag zum Thema Luchse - hier kommt mehr.

Im NDR kam ein wunderschöner Film über zwei Luchse, die von einem Wildhüter in den Westkarpaten großgezogen und ausgewildert wurden, den kann ich Euch nur empfehlen - klickt einfach mal auf den Luchs hier, ich nehme an bis Donnerstag ist der Film noch online Leider ist der Film schon nicht mehr in der Mediathek, aber eine Wiederholung gibt es am 2.3.2015 im BR - dann ist er unter diesem Link hoffentlich wieder zu sehen.



Und wenn Ihr auf den nächsten Luchs klickt, dann kommt Ihr zum Eintrag von letzter Woche mit allen Links zu Timo Würz, der diese Bilder gemalt hat. Alles drin in den beiden Bildern, finde ich, alle Facetten dieser wunderschönen Tiere.




Montag, Februar 02, 2015

Das Pinselohr by wild&free

Es ist Lichtmess heute - wow- fast ist der Winter geschafft! Ein Tag mit viel Bedeutung für mich. Und wenn ich mich heute frage, was war meine "Erleuchtung" im letzten Jahr, dann gibt es da nur eine Antwort: Tiere.
Ich wollte nie soviel mit ihnen zu tun haben, habe mich eher bewusst von ihnen getrennt, weil ich ihre Nutzung oder besser Ausbeutung nicht mehr ertragen habe. Aber nun nach so vielen Jahre einer stetig wachsenden Verbindung mit der Natur, haben sie sich ganz von alleine in mein Bewusstsein geschlichen.
Ich halte immer noch nichts von Tierhaltung und möchte auch kein Haustier haben, genieße aber mehr und mehr die wilden Tiere da draußen. Und seit ich vor 3,5 Jahren eine Begegnung mit einem kleinen Luchs im wilden Süden von Frankreich hatte, wünsche ich mir, das wiederholen zu können. Das ist nun nicht einfach, aber an einem Tag wie heute, darf auch solch ein Wunsch einmal formuliert werden.


Ist er nicht schön dieser Luchs? Nur leider viel zu selten. Und während wir dieser Tage immer mal wieder lesen, dass die Wölfe zurück sind, sieht es um den Luchsbestand bei uns ganz mau aus. Schlimm im Grunde, wenn man sich bewusst macht, dass nicht nur einzelne Tierarten in unserer Natur fehlen, weil wir keinen Raum für sie lassen, sondern, dass unsere ganze Natur sich nicht mehr wie ursprünglich entwickelt, weil vor allem die Raubtiere oder besser Beutegreifer nicht mehr vorhanden sind.
Es gibt ein paar wenige Projekte, die sich um die Wiederansiedelung einst hier weit verbreiteter Tierarten bemühen - das bei uns derzeit vielleicht erfolgreichste ist ein Wildkatzenprojekt des BUND. Unsere Siedlungsweise und unsere Infrastruktur machen solche Projekte aber äußerst diffzil. Die Korridore, die Wildtiere brauchen, sind meistens nicht mehr intakt und die Folge davon ist unter anderem, dass die Tiere dann schneller tot auf einer Straße liegen, als wir sie wieder kennenlernen und schätzen können.

Vielleicht, so hab ich mir gedacht, hilft es, ihre Schönheit zu zeigen und da kam mir der liebe Timo Würz zu Hilfe, der nichts besser kann als Tiere zeichnen (okay Timo, die anderen Sachen sind auch alle super!). 

Die Püschelchen auf den Ohren sind eigentlich das Schönste, aber der Blick ist doch auch unwiderstehlich, oder?

Ich freue mich, wenn Euch das Pinselohr, wie der Luchs auch genannt wird, auch gefällt und ihr vielleicht auch einmal darüber nachdenkt, ob es sich nicht für uns alle lohnen könnte, wenn wir uns mehr für Wildtiere einsetzen würden. Vielleicht gibt es dann irgendwann auch wieder mehr Luchse in Deutschland, weil wir sie einfach wieder hier haben wollen.
Und dann gibt es vielleicht mehr und noch positivere Berichte, als diesen hier aus Hessen. Also teilt diesen Eintrag, je mehr Menschen Gefallen finden an den Beutegreifern, desto eher kann unsere Natur heilen.

Mehr von Timo Würz gibt es übrigens auf seiner Homepage und auf seiner Seite www.wild-and-free.com, mehr wilde Tiere hier.


Und falls ihr was zum Lachen und zum "Gedankentanken" braucht: Findet ihr hier!

Demnächst mehr von Timos Luchsen.

Freitag, Januar 02, 2015

Lesen: Die Nacht von Samhain


Vorgestern, im alten Jahr noch, habe ich über "Verbindung" geschrieben und wie schwer es für uns Menschen ist, Verbindungen einzugehen. Und dennoch ist es das, wonach wir uns sehnen. Ein wunderschönes Buch, in dem es um die Verbindung geht, die wir Menschen mit Tieren und Pflanzen einmal hatten, durfte ich in den letzten Wochen lesen. Vielleicht war dieses Buch sogar ein Auslöser dafür, dass ich soviel über diese Themen nachgedacht habe.

http://www.amazon.de/Die-Nacht-von-Samhain-heiligen/dp/3943066312/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1420192636&sr=1-1&keywords=nacht+von+samhain
Mit Klick aufs Cover könnt Ihr reinlesen.



"Es geschehen seltsame Dinge im Heiligental. Wilderer töten die letzten Luchse. Ein geplanter Staudamm wird das Tal vernichten. Und plötzlich streifen keltische Krieger aus einer längst vergangenen Zeit durch den Wald.
Arthur und Julius, die Söhne des Försters, kämpfen verzweifelt um ihre Heimat und geraten dabei in einen Strudel zerstörerischer Machenschaften. Aber wer ist der wahre Drahtzieher hinter den unheimlichen Ereignissen? An Samhain, wenn nach keltischem Glauben die Toten für eine Nacht aus der Anderswelt zurückkehren, soll sich alles entscheiden.
Dieses Buch bietet atemberaubende Spannung und zugleich faszinierende Einblicke in die Zusammenhänge der Natur und die Geschichte der Kelten auf der Schwäbischen Alb."
Die Nacht von Samhain ist 2014 im Landhege-Verlag erschienen.


Thomas Faltin - Redakteur der Stuttgarter Zeitung und promovierter Historiker - hat "Die Nacht von Samhain" geschrieben. Wie so oft bei guten Büchern war auch dieses eigentlich nur für den Hausgebrauch gedacht, um es seinen beiden Söhnen vorzulesen. Es wäre schade gewesen, wenn wir es nicht zu lesen bekommen hätten, auch wenn ich die Vorstellung, dass ein Vater nur für seine Kinder ein Buch schreibt, auch schön finde.

Thomas Faltin (c) Achim Zweygarth

Eigentlich ist das Buch eine Fantasy-Geschichte, wenn man so will, und ich hätte es sicher nicht gelesen, wenn es mir nicht mehrmals und von verschiedener Seite empfohlen worden wäre - und wenn es mich nicht ab der ersten Seite in seinen Bann gezogen hätte.
Der Autor hat mit seinen Beschreibungen der Natur und der Erfahrungen, die die beiden Brüder mit und in ihr machen, sofort meinen Nerv getroffen. So viele Sätze sind in diesem Buch geschrieben, die mir aus der Seele gesprochen haben und würde ich beschreiben müssen, was unsere Verbindung zur Natur ausmacht, dann würde ich mir wünschen, dass ich es so formulieren würde.

Dieses Buch ist nicht nur ein Kinderbuch, es ist ein Buch für alle, die diese tiefe kindliche Sehnsucht nach Natur in sich tragen und die sich nichts mehr wünschen, als diese Verbindung, die uns oft verloren erscheint, neu zu beleben.

In der Geschichte begegnen wir Figuren, die trotz unterschiedlichen Antriebs dieses Ziel haben und es sind die Kinder, denen die Verbindung mit der Natur gelingt. Ihr Anliegen ist es, den alten Bund zwischen Menschen, Tieren und Pflanzen wieder herzustellen und in diesem Dreieck entspannt sich die Geschichte, die auch die Verbindung zu unseren keltischen Vorfahren mit Leichtigkeit herstellt.

Ich habe das Buch nun schon mehrfach verschenkt und empfohlen und bin immer wieder erstaunt, welche Begeisterung es auslöst. Das schönste Erlebnis, das ich damit hatte, war wie ein 10-Jähriger den Luchs auf dem Cover tätschelte, ohne auch nur ein Wort gelesen zu haben.

Wie üblich hatte ich auch bei diesem Buch die große Hoffnung, bis zum Schluss nicht enttäuscht zu werden. (Das ist eine Unart von mir, ich gebe es zu - aber Ihr kennt das sicher: wenn Euch eine Geschichte oder ein Film gefällt, dass Ihr hofft, der Autor möge das bloß gut zu Ende bringen.) Das hat Thomas Faltin getan, mit Nachsicht hat er auf uns Menschen und unsere Eigenschaften geschaut, die Tiere nicht glorifiziert, sondern sie mit uns und den Pflanzen auf eine Ebene gestellt - versucht das uns alle Verbindende zu erkennen und zu beschreiben - und er ist trotz allem Zwist gnädig geblieben, bis auf die letzte Seite.

im Keltenwald (c) Thomas Faltin

Wenn ihr diese Sehnsucht nach der Verbindung mit der Natur spürt und Euch fragt, wann und wie diese verloren gegangen sein könnte, wenn Ihr Kinder habt - egal ob Jungen oder Mädchen - dann ist dieses Buch ein Muss. Lest es und sortiert es irgendwo zwischen Harry Potter und Tolkien ins Regal.
Und wenn Ihr noch mehr vom Autor direkt erfahren wollt, dann findet ihr hier alles Wissenswerte und auch Termine bei denen Ihr Thomas Faltin und Ragnar den Luchs live erleben könnt - wer Luchsohren wegen der Püschelchen mag, ist da genau richtig.