Mittwoch, November 26, 2014

Grenoble und die Bäume - so geht Grün!


Die Franzosen haben genug - genug von der Werbung. Deshalb gibt es in mehren Städten Inititaiven, welche sich für Bäume an Stelle von Werbung einsetzen. Das ist es, was mir unsere Nachbarn sympathisch macht - haben sie erst einmal erklärt was sie wollen und reagiert keiner, dann machen sie es deutlich - überall und geben nicht auf, bis sie ihr Ziel erreicht haben. Und das haben Sie zuindest in Grenoble nun geschafft. Allerdings gab es in Grenoble 2013 auch eine Umfrage, die ergeben hatte, dass die Stadtbewohner nicht auf diese Werbung stehen. Die Bürger und ihre Angebote untereinander sollen mehr Raum bekommen  - und das Grün.

326 Werbetafeln sollen nun in Grenoble durch Bäume ersetzt werden. Der neue grüne Bürgermeister Eric Piolle erfüllt damit ein Wahlversprechen. Darauf haben dort wie auch in Lille  - siehe Bild - viele Menschen gewartet: Ab 2015 sollen die Straßen nun von Schildern befreit werden. Bisher sind 50 Baumpflanzungen geplant - ich hoffe, es werden mehr.





Piolle ist zudem der Meinung, dass eine Stadt keine Werbung braucht, sondern diese auf den Bildschirm gehöre - nun ja, das ist ein anderes Thema - mir wäre es lieber, wenn wir auch dort drauf verzichten können oder wenigsten die Themen selber bestimmen könnten - dann würde ich mich für Werbung von Gärten, Baumschulen, Pflanzenhändlern und so weiter entscheiden und Dr. Oetker, Pelzhändlern und anderen für mich ungeeigneten Angeboten die rote Karte zeigen können. Vielleicht könnten sich die Franzosen bitte auch für solch eine Wahlfreiheit stark machen?


Grenoble to replace street advertising with trees and 'community spaces' Rory Mulholland, Paris in The Telegraph

Dienstag, November 25, 2014

Rosen hinter Gittern

Ups- was ist hier passiert, habe ich mich neulich gefragt, als ich am Haigerlocher Rosengarten entlang gelaufen bin. Werden die Rosen jetzt hier schon einzeln eingesperrt? 


Nein, das ist ein Scherz, natürlich weiß ich, was hier los ist: Eigentlich werden nicht die Rosen ein, sondern Rehe und Kaninchen und Hasen ausgesperrt. Hinter den Gittern befinden sich nämlich frisch gepflanzte Wildrosen, die wieder in die freie Landschaft integriert werden sollen. Sie finden dort viel zu wenig Lebensraum, so dass es zwischen all den landwirtschaftlich genutzten Flächen viel zu wenige davon gibt. Der Haigerlocher Rosengarten findet mit diesen Rosen zwischen den Bäumen des Wernerschen Arboretums seine natürliche Erweiterung - und ich freue mich besonders.
Warum? Weil, wenn die Schutzzäune, die  hier die jungen Rosenpflanzen vor hungrigen Wildtieren schützen sollen, nicht mehr benötigt werden, sind die Rosensträucher groß genug, um dann jede Menge Hagebutten zu tragen. Das wird ein Schmaus! Dann machen wir ein wunderbares Hagebutten-Rohkostmenü, das mindestens so gut wird wie unser Rosenmenü!


Montag, November 24, 2014

Ein Seitling oder eine Eintagsfliege?

Pilze sind wunderbar - ich liebe es, sie zu sammeln, aber auch sie auf Märkten zu entdecken. So gab es hier neulich sogar leckere Semmelstoppelpilze auf dem Markt zu kaufen, habe ich gesehen, und diese, die Ihr hier unten seht. Leider gab es sie nur ein einziges Mal und ich konnte noch nicht rausfinden, wie sie heißen.


Der Gemüsehändler und ich, wir waren uns sicher, es muss eine Seitlings-Art sein, aber es sind keine Austernseitlinge. Ich habe sie einfach mal mitgenommen. Leider haben Sie sich roh als nicht brauchbar erwiesen und dabei hätte ich so gerne die Shiitake-Timbale im Vogelmierekranz (Rezept aus Rohköstliches S. 104) damit gemacht, aber der Geschmack war irgendwie kratzig-rau.
Dennoch sind sie wunderbar geeignet, um daraus eine Pilzpfanne zu machen, interessanterweise nehmen die Pilze dann eine fleischartige Konsistenz an - für Veganer also eine Superempfehlung und vor allem für diejenigen die glauben, vegan zu essen hätte etwas mit Verzicht zu tun - also ladet Eure Freunde ein und macht ihnen mal eine ordentliche Pilzpfanne - vielleicht findet Ihr diese tollen Pilze auch irgendwo auf dem Markt.

Und an meine Botanikerkollegen oder die Mykologen unter Euch: Kennt Ihr den Namen dieses Pilzes?


Noch eine Frage zum Grünen Smoothie Kongress - vielleicht habt Ihr ja das Interview mit Victoria Boutenko schon gesehen (bis heute abend 18 Uhr noch online) - Wie fandet Ihr es? Und die anderen beiden Interviews von gestern? Freue mich über Kommentare! Ihr könnt Euch hier noch anmelden, wenn Ihr es verpasst habt.

Sonntag, November 23, 2014

Die Duftkönigin

Heute mal ein Sonntagsthema - ich möchte Euch die Duftkönigin in unserem Glashaus vorstellen:

Nicht nur ein Duftwunder, sie soll auch ein Mittel sein, um bösen Zauber abzuwehren
 Gardenia thunbergia, die Wald-Gardenie ist in Südafrika heimisch, bei uns gedeiht sie hervorragend im kühlen Wintergarten. Und von Spätsommer bis fast zum Winter überschüttet sie uns mit Blüten.

über 3 m hoch und ein prächtiger Strauch

Die Bilder sind schon vom Ende der Blütenzeit, Ihr könnt Euch also vorstellen, wie intensiv der Duft und die Blütenpracht waren. Vielleicht sollte ich das nächste Mal ausprobieren, wie sich die Blüten trocknen und räuchern lassen. Immerhin gibt es interessante Untersuchungen vom Duftforscher Nr.1 Prof. Hans Hatt mit Aromaölen aus der verwandten Gardenia jasminoides zur Bekämpfung von Depressionen und Ängsten.

Ich wünsche Euch allen einen duften Sonntag.

in der Bantu-Sprache Shona heißt sie "Mutarara" 

Samstag, November 22, 2014

Wildpflanzen in Smoothies beim Grünen Smoothie Kongress

Ich habe Euch ja schon vom Grünen-Smoothie-Kongress erzählt und nun wollte ich Euch nur nochmal daran erinnern, denn morgen am 23. November gehts los. Dann könnt Ihr online 20 Experteninterviews (eins davon mit mir - zum Thema Wildpflanzen) downloaden und gemütlich von der Couch aus, alles Wissenswerte lernen. Also schnell noch anmelden - die Teilnahme am Kongress ist übrigens kostenlos. Klick hier zur Anmeldung.

Zur Einstimmung gibt es heute auch ein Bild von einem Smoothie - nach einem der Rezepte im neuen Buch. Den habe ich meinem Lieblingsfotografen unter der Kamera weggeklaut und selber fotografiert - ich kann Euch sagen, die Bilder im neuen Buch werden sooo hübsch - viel schöner als meins hier (und natürlich werden auch die Rezepte sooo lecker...)

Ringelblumensmoothie? Wie ihr Wildpflanzen verwenden könnt, erfahrt ihr im Interview beim Grünen Smoothie Kongress


Dann sehen wir uns also beim Kongress und wenn Ihr danach Fragen haben solltet, gerne auch bei Facebook oder Google+ oder auch bei einer Exkursion oder einem Coaching.


Euch einen sonnigen Samstag, zumindest bei uns strahlt die Sonne.

Freitag, November 21, 2014

Diese Beeren reifen zum Superfood

So sieht es zur Zeit an den Myrtensträuchern im Gewächshaus aus. Die letzten Blüten vergehen und die Früchte reifen langsam.


Bis sie richtig blau und genießbar sind wird es noch eine Weile dauern und etwas Sonne wäre dabei auch noch sehr hilfreich. Dann aber kann das Superfood geerntet werden.


Wer nun keinen kalten Wintergarten oder ein Gewächshaus hat, der kann die Beeren auch einfach kaufen - darüber habe ich hier schon einmal berichtet - lasst sie Euch nicht entgehen, gerade im Winter sind solche Superfoods einfach Gold wert. Und so sehen sie aus, wenn sie reif sind...


Donnerstag, November 20, 2014

Träubchen aus heimischem Anbau

Heute will ich mal einen Lanze für unsere heimischen Trauben brechen. Sie sind köstlich süß, prall aromatisch und enthalten jede Menge Mineralstoffe, weil sie lange Zeit am Weinstock reifen dürfen und jede Menge Nährstoffe aus unseren Böden aufnehmen können.
Jede Sorte schmeckt anders - besonders gerne mag ich die Sorten aus denen auch Wein hergestellt wird, weil sie nicht so platt süß sind, wie die so genannten Tafeltrauben, sondern - wie sagt man beim Wein: "Körper" haben - das heißt auch viele Mineral- und Gerb- und anderen wertvolle Inhaltsstoffe, die geschmacklich vielleicht manchen erst etwas irritieren - unseren Körper aber perfekt versorgen.
Ja, manchmal ist auch die Schale etwas härter und Kerne haben sie auch. Das unterscheidet sie natürlich von den hochgezüchteten kernlosen Trauben mit zarter Schale - aber das ist es, was sie so wertvoll macht. 


Fast ist die Saison schon zu Ende, aber wenn ihr noch welche von den inhaltsstoffreichen heimischen Trauben finden könnt - greift zu und genießt. Von den grünen Tafeltrauben aus Argentinien oder sonstwoher,  die es jetzt bald wieder gibt, rate ich übrigens ab - wie bei vielen anderen Früchten, wurden sie auf Zuckergehalt und Transportfähigkeit im unreifen Stadium gezüchtet und wir kriegen beim Verzehr nur Fruchtsäuren unreifer Früchte verpasst - die uns gar nicht guttun. Aber falls jemand ein Peeling für die Gesichtshaut machen will... dafür könnt ihr sie verwenden. :-)


Mittwoch, November 19, 2014

Bäume und Blumen für jeden Tag 2015

Geht es Euch auch so: Langsam spürt man doch, dass es bald Winter wird und vor allem, dass es bald wieder Weihnachten wird. Und ich mache mir, wie jedes Jahr, schon recht früh Gedanken über Geschenke, und doch ist es dann kurz vor Weihnachten wieder so, dass ich noch in Panik verfalle und nochmal los muss.
Aber für den Fall der Fälle, habe ich jetzt drei Geschenke gefunden, die sozusagen "variabel eingesetzt" werden können. Nach dem Motto "Kalender gehen immer" habe ich mich mal umgeschaut und diese hübschen hier gefunden.

Der Kalender für Baumfreunde:

Die Kornelkirsche - einer meiner liebsten kleinen Bäume - hier im Bäumekalender




Ginkgo - auch sehr schön

und die Wald-Kiefer
Natürlich müssen bei mir Pflanzen mit dabei sein und Gott sei Dank kenne ich auch genügend Menschen, denen es so ähnlich geht. Alle drei sind beim Thorbecke-Verlag aufgelegt worden. Was mir besonders daran gefällt sind drei Dinge:

1. Jede Woche gibt es ein neues Kalenderblatt - das macht das Kalendervergnügen richtig reichhaltig.

Kalender für Garten-Liebhaber

2. Es sind nicht nur Bilder, sondern für den Extra-Lerneffekt gibt es auch immer noch einen kleinen Text.

Lavendelschnitt - gut zu wissen, wie es geht


3. Die Bilder sind ausgesprochen hübsch gezeichnet und ich finde immer mal wieder ein kleines nettes Detail - wie die süße Raupe hier bei den Tulpen. 

 









Haemanthus - die Blutblume - eine meiner Lieblingsblumen

Dienstag, November 18, 2014

Grüner Smoothiekongress 2014

Am 23.11. 2014 startet ein spannendes Online Event für grüne und gesunde Ernährung – der Grüne Smoothie Kongress 2014 und ich werde dabei sein. Das heißt es wird ganz viele Infos für all diejenigen geben, die schon immer mal wissen wollten, wie es denn funktioniert mit den Smoothies und den Wildpflanzen.

http://promo.chrvolm.35651.4259.digistore24.com

Im Rahmen des Kongresses könnt Ihr insgesamt 20 Experteninterviews rund um das Thema Grüne Smoothies als Video kostenlos und bequem von zu Hause aus downloaden und anschauen.

Ich werde Euch in meinem Interview erzählen, was Ihr beachten solltet, wenn Ihr Wildpflanzen in Euren Grünen Smoothies verwenden wollt. Die Liste der  Referenten schaut neben weiteren so aus:

Dr. Christine Volm - kennt Ihr ja - Autorin, Botanikerin und Mrs wild&roh
Victoria Boutenko - die Grüne Smoothie-"Erfinderin"
Dr. Rüdiger Dahlke - Mr. Peacefood, Autor und Arzt
Dr. Joachim Mutter - Arzt für Umweltmedizin
Ka Sundance von der Rawfoodfamily
und viele andere mehr - die ihr hier aufgeführt findet.

Veranstaltet wird der Kongress von Andreas Paffrath, der selber vor einigen Jahren am eigenen Leib die heilende Wirkung des Grünen Smoothies erlebte und der mir ein supernetter Interviewer war. Auf seinem Blog GruenUndGesund.de beschreibt er z.B. wie er innerhalb von nur einem halben Jahr über 15 kg Gewicht verlor – und bis heute gehalten hat. Sein Ziel ist es mit dem Online Event das Wissen über Grüne Smoothies und natürliche Gesundheit zu verbreiten, um möglichst vielen Menschen zu einem gesünderen und glücklicheren Leben zu helfen.

Und das sind einige der Themen beim Grünen Smoothie Kongress:

- Wie Sie mehr Vitalität und Lebensfreude erhalten
- Die häufigsten Fehler beim Zubereiten der grünen Supernahrung
- Der Vorteil von Wildpflanzen in Grünen Smoothies und was es dabei zu beachten gibt
- Einfache und alltagstaugliche Rezepte für Grüne Smoothies
- Wege für ein stärkeres Immunsystem und größere Leistungsfähigkeit
- Abnehmen ohne Jojo Effekt
- Die 13 häufigsten Fragen zu Grünen Smoothies ....

Meldet Euch einfach HIER (klick) kostenlos an und nutzt die Möglichkeit, viele Expertenmeinungen auf einmal kennenzulernen!

Und falls Ihr wissen wollt, welches mein Lieblingssmoothie zur Zeit ist - dann schaut mal in "Meine liebsten Wildpflanzen - rohköstlich" auf Seite 117 - da findet ihr den "Cremigen Vogelmiere-Smoothie"

Montag, November 17, 2014

Früchteregen im Winterquartier

Aaah, ich könnte mich reinlegen. Es ist Herbst und auf dem Gewächshausboden sieht es momentan so aus:


Lauter rote Kugeln - und das Beste daran ist - Sie schmecken lecker, zumindest, wenn man sie direkt nach dem Abfallen verzehrt oder pflückt, wenn sie sich ganz leicht vom Fruchtstiel lösen lassen.
Es sind die Früchte des Erdbeerbaums - Arbutus unedo - die dieses Jahr für eine besonders reiche Ernte im Glashaus sorgen. Der Erdbeerbaum ist übrigens auch im Wappen von Madrid zu finden - ein Bär versucht darauf, die Früchte zu essen.


Übrigens: Wer einen Wintergarten hat, der nicht beheizt ist oder nur mit einer Notheizung frostfrei gehalten wird, der kann sich solch einen Erdbeerbaum dort halten und sich im Herbst über diese Fruchtkugeln ebenso freuen wie wir.