Samstag, April 28, 2007

mangos satt

Nach einer anstrengenden Woche gab es heute die Belohnung. Ich schwelge in Mangos aus Burkina Faso. Mehrmals diese Woche sind wir den Mangos auf der Spur gewesen, doch nie waren für uns genügend übrig. Aber heute, da stand ich um punkt halb acht auf dem Markt, vorher hatte ich schon Brennnesseln und Giersch gesammelt, und dann habe ich endlich meine Kiste mit Mangos bekommen. 14 stück insgesamt, und bevor jetzt wieder gemeckert wird bezüglich des Transports der Mangos mit Flugzeugen möchte ich hier dieses kleine aber feine Entwicklungshilfeprojekt vorstellen und außerdem einmal zu bedenken geben, wieviel die Lagerung von Äpfeln und Birnen und anderer regional erzeugbarer Produkte an Energie verschlingt. Die Mangos werden reif geerntet, fliegen im Frachtraum von Passagiermaschinen mit und verbringen nur kürzeste Zeit in unseren Kühlschränken - wenn überhaupt.


Die jährliche Mangoaktion ist ein Gemeinschaftsprojekt zwischen der Evangelischen Kirche in Burkina Faso und dem Evangelischen Kirchenbezirk Böblingen. Seit 1989 kommen jedes Jahr etwa 50.000 Mangos zu uns und werden hier zu ortsüblichen Preisen verkauft. Die Nachfrage wächst, denn die Früchte sind von erster Qualität. Die Mangos kommen aus mehreren Dörfern im Süden Burkina Fasos. Die Erzeugerfamilien erhalten dafür einen guten Preis. Für die meisten ist es die einzige Möglichkeit ihre Mangos überhaupt zu verkaufen, denn in der Saison besteht ein Überangebot. Die Preise fallen, ein Großteil der Früchte verdirbt.
Aber nicht nur hier hilft die Mangoaktion, denn auch der Erlös von jährlich über 60.000 € (1989 - 2006 837.698,- € Reinerlös) fließt zu 100 % wieder zurück nach Burkina Faso. Nunmehr können 12 Grundschulen mit über 4000 Kindern, die ohne diese Hilfe ihre Schulpforten längst geschlossen hätten, ihren Schulbetrieb ein ganzes Jahr finanzieren. So hat die Mangoaktion einen dreifachen Effekt:
- Einen guten Preis für die Kleinbauern
- Wirksame Unterstützung für Schulen
- Schmackhafte Früchte für uns





Zitiert von der Website, siehe oben.
Solche Projekte will ich unbedingt unterstützen. Und die Erdbeeren können warten bis sie hier reif sind.