Posts mit dem Label Lorbeerwald werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Lorbeerwald werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, Juni 13, 2016

Im Lorbeerwald - Teil 3 - El Pinzon

Das ist nun der letzte Blogeintrag aus dem Lorbeerwald und da möchte ich euch einen kleinen Buchfink vorstellen, der nur auf La Palma zuhause ist. El Pinzon palmero hat uns durch den ganzen Wald begleitet, jede Menge gibt es von diesen netten kleinen Vögelchen, die mindestens so kontaktfreudig sind wie bei uns die Spatzen.

Erst mal von Weitem schauen...

derweil wir uns erst mal informiert haben, kam er dann auch auf die Tafel gehüpft, ...
um sich dann doch als hübsches Fotomodell in Szene zu setzen.
Noch einen letzten Blick über den Lorbeerwald, einen der letzten Urwälder in Europa und Heimat so vieler außergewöhnlicher Pflanzen und Tiere.

Bildunterschrift hinzufügen


Samstag, Juni 11, 2016

Im Lorbeerwald - Teil 2

Es duftet im Lorbeerwald. Die hohe Luftfeuchtigkeit trägt den Duft mit sich. Eine Pflanze, die besonders gut riecht ist dieser Ginster (Cytisus stenopetala). Er kommt nur auf den Kanaren vor und ist giftig, aber wunderschön. Triftt man ihn im Wald, leuchtet er dort ganz besonders.


Ein weiterer Endemit ist diese Schneeball-Art (Viburnum tinus subsp.rigidum), auch sie mit süßem Duft und tellergroßen leuchtenden Blütenständen. Die Angaben zur Giftigkeit schwanken zwischen giftig und der Verwendung als Heilpflanze, wohl gegen Fieber, also auf jeden Fall nicht geeignet als essbare Wildpflanze.


Die wahren Schönheiten, die teilweise fast künstlich aussehen, sind im Lorbeerwald allerdings die Arten ohne auffallende Blüten: Moose und Farne unter anderem.







Das sind die Früchte eines Lorbeerbaumes, vermutlich von Ocotea foetens, auf La Palma "Til" genannt. Ein Baum, der zur Familie der Lorbeergewächse gehört.  Der Ortsname Los Tilos ist hierauf zurückzuführen. Zu den bestandsprägenden Arten hier gehören 18 verschiedene Baumarten, darunter auch Laurus novocanariensis, der Baum, dem der Lorbeerwald (lateinisch heißt diese Vegetationsform Laurisilva) seinen Namen verdankt. Die Früchte der meisten dieser Bäume werden von Vögeln gefressen und so verbreitet.

Überall rinnt das Wasser die Felswände herab.


Und im Unterholz finden wir eine Pflanze, die wir hier bei uns als Zimmerpflanze kennen: Die Dreimasterblume, Tradescantia fluminensis, die eigentlich aus Südamerika stammt und von den zurückgekehrten Auswanderern mitgebracht wurde, sich hier aber ebenso heimisch fühlt. Man mag sie nicht so gerne auf La Palma, weil man fürchtet, dass sie zum Konkurrenten der heimischen Vegetation werden könnte.


Freitag, Juni 10, 2016

Im Lorbeerwald - Teil 1

Der Lorbeerwald auf La Palma ist einer der letzten Urwälder Europas. Und tatsächlich fühlt man sich dort auch ganz eng verbunden mit der Natur - irgendwie zuhause.


Diese Waldformation liegt bei Los Tilos auf 500-1.200 Metern und exitiert dort seit dem Tertiär. "El Canal y Los Tilos" wurde 1983 zum UNESCO Biosphärenreservat ernannt. Die Passatwolken halten ihn feucht und neblig, so dass sich hier im Schatten verschiedener Baumarten ganz besondere Pflanzen wohlfühlen.

Auch Blütenpflanzen gehören dazu:

Ageratina riparia - ein mexikanischer Einwanderer, dort zu finden, wo noch genügend Licht ist

Crambe santosii ist eine auf La Palma endemitische Meerkohl-Art, benannt nach dem palmerischen Botaniker Arnoldo Santos.

Flechten gibt es im feuchten Schatten natürlich zuhauf, ...

ziemlich groß sind sie und so schön.

Das ist eine Lentizelle oder Korkpore, damit kann ein Baum auch durch die Rinde am Stamm atmen, Durchmesser ca. 5 cm.

Manchmal werden sie riesige Beulen, wie dieses Exemplar.

Auch Pilze fehlen hier nicht - 1500 Pilzarten soll es auf La Palma geben.