Montag, Februar 06, 2006

jackfruit, fasnet und scheck

Ein langes schönes Wochenende liegt hinter mir. Die drei wichtigsten Ereignisse in Kürze:

Am Samstag war ich im Asia-Laden, auf der Suche nach der Kokosnuss. Bin fündig geworden und freue mich nun auf sie, die bis jetzt noch im Kühlschrank steht und leckeren Duft verströmt. Außerdem habe ich Jackfruit (Artocarpus heterophyllus) gekauft, das ist ein Wunder an Geschmack. Meine kleine Tochter sagt jetzt Tausenfrüchte-Frucht zu ihr, weil sie wirklich nach allem schmeckt, was man sich an Früchten vorstellen kann. Und, der große Vorteil: Die Konsistenz ist mir, die ich noch keinen Zugang zu den schlonzigen Durians gefunden habe, sehr entgegenkommend. Es gibt sie als Fruchtfleisch-Segmente zu kaufen, denn die ganze Frucht kann einige Kilos wiegen. Der Preis ist nicht gerade einladend, 4,60 € für 250 gr. Fruchtfleisch. Auf der anderen Seite esse ich keinen Parma-Schinken und auch keinen teuren Käse, also kann man sich das schon mal leisten. Und außerdem: die Zigaretten bin ich auch endlich los.

Gestern war großes Narrentreffen, und mein kleines Kind durfte mit dem Umzug mitlaufen, in original schwäbisch-alemannischem Häs und Maske, was für ein Erlebnis für sie. Im Gegensatz zu anderen Zünften hat unsere keine Fuchsschwänze oder andere Attribute, über die sie sich immer wieder beschwert, weil sie mit den Tieren Mitleid hat. Wer solch einen Umzug einmal aus der Nähe miterleben will, findet weitere Termine hier.

Und gestern abend: Denis Scheck, den ich einfach entzückend finde. Die Art, wie er Freude an der Literatur vorlebt, begeistert mich immer wieder. Ich stelle mir vor, dass er zwischen seinen Fernsehterminen im Abstand von 4 Wochen, im gestreiften roten Schlafanzug im Bett liegt und liest. Nicht gerade gesund wahrscheinlich, er macht so oder so nicht den Eindruck eines Gesundheitsfanatikers, aber anscheinend liest und lebt er mit Begeisterung und das ist schön. Mich würde interessieren, wo das Interview mit Salman Rushdie aufgezeichnet wurde, dieser Raum war so bunt und hatte doch eine Morbidität, wie man sie heute kaum mehr irgendwo finden kann. Ich erspare mir, etwas zu F.X. Kroetz zu sagen, er hat für sich selbst gesprochen und das wie immer so, dass es mich nun wirklich nicht mehr interessiert, was er zu sagen hätte. Selbst, wenn er Recht hat, wird er auf diese Weise kaum Gehör finden.