Donnerstag, Januar 17, 2013

Rohköstliches in Malmö



Wie versprochen heute ein erster Bericht aus dem Rawfoodhouse in Malmö.

Das Rawfoodhouse gibt es seit  ca. 1,5 Jahren und es scheint, als sei es nun ganz etabliert. Ein ständiges Kommen und Gehen von Kunden, die sich etwas zum Mitnehmen holen, zeigt das. Außerdem finden sich bei meinem Besuch auch unterschiedlichste Gäste an den Tischen, die eher den Eindruck erwecken, als würden sie sich in ihrem Wohnzimmer aufhalten - arbeiten und telefonieren - und nebenher all die Rohköstlichkeiten aus der Küche verzehren, die ihnen anscheinend vertraut sind. Zumindest stellt keiner so viele Fragen wie ich, wie etwa: Woraus besteht die Hülle des Wraps und welche Füllung ist drin?
Das ist es auch, was ich dann bestelle - einen leckern Wrap. Eine Speisekarte gibt es nur im Internet, im Restaurant steht alles auf einer Tafel - Fragen dazu beantwortet die nette Kellnerin.



Im Gegensatz zu meinem Besuch vor gut einem Jahr ist keine von den beiden Cheffinen mehr in der Küche oder am Tresen. Dennoch gibt es keinen Unterschied in der Qualität - sie scheinen wirklich einen guten Rohkostkoch gefunden zu haben. Alles läuft und hat sich eingespielt - Rohkost ist was ganz Normales in Schweden.

Ich bestelle also den Wrap und was ich bekomme sieht so aus:



Die Hülle besteht in der Hauptsache aus Apfel, der Geschmack ist mit indischen Gewürzen harmonisch abgerundet. Gefüllt ist der Wrap mit Avocado, Tomate, Cashew-Frischkäse, Sauerkraut, Blaukraut (aus eigener Produktion, mild gesäuert), Alfalfa-Sprossen und richtig scharfen, milchsauer eingelegten Peperonistreifen. Dazu gibt es Rettich-Locken, Salat, rote Zwiebeln und eingelegte grüne Tomaten - alles in allem sehr lecker, sehr viel Grün und die Nusscreme macht das Ganze zwar schön geschmeidig cremig, bestimmt aber nicht das ganze Gericht.

Zum Nachtisch gibt es einen Nussfreien Schokobrownie aus Kürbiskernteig, darüber eine Schokocreme, die es mit jedem Fondant aufnehmen kann. Sie wurde aus Kokosöl, Kakao und Agavendicksaft hergestellt und ist so fein, dass ich wetten möchte, kein Mensch würde das bei einer Verkostung auf der Straße zur Rohkost zählen.

Morgen mehr!