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Mittwoch, April 25, 2018

Alles Käse, aber vegan - Berlin Teil 5

Und ein weiterer Bericht aus Berlin von unserer rohköstlich-veganen Tour durch die Stadt. Heute zeig ich euch, was wir im Veganz mitgenommen und ausprobiert haben: Dreierlei vegane Käse.
Käsebrot für Helge - supersexy, wenn der Käse vegan ist,
purer Genuss auch für mich, wenn der Käse roh und das Brot getreidefrei ist.
Seltene Ausnahme, aber kompromissfähig.
Ich finde ja, niemand sollte überzeugt werden müssen, vegan zu essen. Entweder macht es Klick und die Einsicht, dass Tiere nicht ausgebeutet werden dürfen, ist da, oder eben nicht. Dumm zwar für die Tiere, aber aussichtslos, sich auf Diskussionen einzulassen. Besser veganes Essen schmeckt einfach und dann braucht es schon gar keine Argumente mehr. Wenn nämlich niemand mehr Kuhmilch-Mozzarella oder Streichkäse aus Ziegenmilch braucht, weil die vegane Variante auch schmeckt (sie muss ja noch nicht mal besser sein) dann verzichten die meisten Menschen gerne auf die Ausbeutung der Tiere.

Ich glaube daran, dass im Grunde jeder Mensch soviel Empathie hat, dass er den Tieren nichts antun möchte, ich glaube bei den meisten ist nur der Geschmack ausschlaggebend und der überrumpelt dann das Herz. (Es will ja auch eigentlich niemand seine Mitmenschen verletzen und alle schwören sich Treue bis... okay, das führt zu weit.)  Schon alleine weil ich an das Gute glauben möchte, probiere ich immer wieder auch vegane Rezepte aus, um  leckere vegane Gerichte einfach bekannter zu machen. Und diese Variante von Insalata Caprese war wirklich lecker und sogar ein bisschen wild - mit Brennnesselsamen.


Aber jetzt der Reihe nach: Bei unserem Besuch im Veganz haben wir folgende 3 Käse mitgenommen: Cashewkäse mit Bärlauch von Happy Cheeze, Veganella von Soyananda und No-Muh rezent&/pikant (eigentlich wollte ich den Blue - gab es aber nicht - such ich jetzt schon ewig und überall, weil er mir im Salat von Lia's damals so gut geschmeckt hat)


Auch dieser war wirklich sehr lecker, aber halt leider nicht der gesuchte Blue. Trotzdem geschmacklich sehr zu empfehlen und auch nicht mit dem oft teuer verkauften Analogkäse aus billigen Zutaten, den man sonst so häufig findet, zu vergleichen. Die Inhaltsangabe ist mit Wasser, pflanzliche Öle und Fette (nicht gehärtet), Kartoffelstärke, Edelhefe, Reismehl, Mandelmus (100% Mandeln), Steinsalz, Gewürze, Aroma (vegetabil), Bindemittel (Carraghenan), Milchsäure (vegetabil), nicht beunruhigend, sieht man einmal vom Aroma ab, aber das macht nun mal den Geschmack. Ich bin schon dankbar, wenn nicht auch noch Sorbinsäure oder ähnliche Zusätze drin sind, so etwas kaufe ich nicht, auch wenn es nur andere essen. Also wenn veganen Käse, dann gehört dieser hier sicher zu den besseren. Kommt aus der Schweiz und war dementsprechend teurer. 


Mein persönlicher Favorit in dieser Runde: Der Cashewkäse - frisch mit Bärlauch.


Einfach auf's Brot und gut - siehe oben - im Idealfall ein Rohkostbrot, in diesem Fall eines aus der Reihe "life changing bread" - dazu gibt es demnächst einen eigenen Eintrag. Auf jeden Fall lecker ohne Chichi.

Und die Zutaten: Cashewkerne* (54%), gefiltertes Wasser, Steinsalz, Bärlauch* (0,3%), vegane Fermentationskulturen. Das ist doch mal ne Ansage.


Der Veganella - Basilikum. Auch hier sieht's ganz gut aus mit den Zutaten: Wasser, Cashewkerne* 19,7%, Kokosöl*, Basilikumblätter 5,1%, Zitronensaft*, Flohsamenschalen*, Meersalz, Agar Agar*, Apfeldicksaft*, Johannisbrotkernmehl*, Knoblauch* (* aus kontrolliert biologischem Anbau).


Die etwas ungewöhnliche Plastikverpackung ist sogar vielleicht die umweltfreundlichste, weil sie am wenigsten wiegt, aber im Grunde schenken sich die Varianten da wenig und ich würde mir wünschen, dass es dafür andere Lösungen gäbe. Veganella hat auch noch ein Fairtrade-Logo und trägt wie der Happy Cheeze ein Biosiegel.


Praktisch: Die Rolle braucht nur aufgeschnitten werden, das ist sogar noch bequemer als beim herkömmlichen Mozzarella in Salzlake.



Und so ist Tomate/Mozzarella ganz schnell angerichtet - im Hintergrund seht ihr noch die Variante mit Mango, die aber den nicht ganz echten Mozzarella-Geschmack weniger gut kaschieren konnte als die Tomate. Geschmacklich rund macht das Ganze auch der ohnehin schon enthaltene Basilikum. Schön, dass hier keine Aromen zugegeben werden, so wird der Basilikum-Geschmack auch nicht aufdringlich.


Fazit: Veganer Käse hat nichts mit billigem Analogkäse zu tun und kann eine leckere Alternative zu echtem Käse sein. Öfter mal was Neues probieren ist hier die Devise, denn da tut sich gerade richtig viel. Und auch beim veganen Käse ist das Bessere immer der Feind des Guten.






Dienstag, April 17, 2018

Rohköstliche Torten und vegan High-Life mit Salat in Berlin

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Weiter mit unserer rohköstlich-veganen Tour durch Berlin: Endlich nach einem langen, strammen Fußmarsch mit Baby um den Bauch gewickelt, waren wir im ehemaligen Goodies Bistro in der Warschauer Straße (bei Veganz) angekommen. Mittlerweile wird das Bistro vom Veganz und The Bowl betrieben - das eigentliche Goodies haben wir wieder einmal verpasst - aber, irgendwie braucht man ja immer einen Grund wieder nach Berlin zu fahren.

Das erste, was ich (zugegebenermaßen ziemlich platt nach dem elendslangen Weg) dort entdeckt habe, war diese Raw-Kirsch-Mohn-Torte. Es war schon am frühen Nachmittag und wie üblich war ich um diese Zeit noch ohne Mittagessen. Aber jetzt wollte ich erst einmal die Vielfalt genießen und eigentlich auch etwas "Gscheits" essen, nicht nur so einen Kuchen. Aber schaut mal, wie verlockend das alles war, was die im Angebot hatten:


Das Angebot war zur Hälfte rohköstlich, die andere Hälfte vegan - vegan ist dort alles, meistens auch bio. Es gibt Suppen, Salate, Bagels, Wraps... und alles auch zum Mitnehmen. Da fiel die Auswahl schwer.





Die Verpackung hielt mich eher davon ab, so einen Salat mitzunehmen, als dass diese nicht rein rohköstlich waren. Aber es gab ja immer noch diesen Kuchen, wenn ich gar nichts anderes finden würde...






Ein Stockwerk höher lag außerdem, gleich die nächste Versuchung: The Bowl - clean eating Restaurant Auch hier ist alles gluten-, laktose-, industriezuckerfrei und vegan, was will man mehr.

Ich sag es ja, Berlin ist kulinarisch gesehen das Paradies in Deutschland.
Verlockende Angebote auf dieser Karte - hier wollte ich etwas mitnehmen und da alles mehr oder weniger leer war und man mir sagte, es würde nur 15 Minuten dauern, bestellte ich einen Salat mit Topinambur, Grünkohl, Obst und Nüssen. 15 Minuten fand ich waren viel Zeit für einen Salat und es waren sonst wirklich nur max. 5 Gäste da.



So lange, dachte ich mir, werde ich mir - immer noch ein schlafendes Baby vor dem Bauch - mal die Schuhe bei Avesu anschauen. Die Location in der Warschauer Straße 69 bietet nämlich alles, was frau braucht!



Dabei fand ich vor allem die vegane Auswahl an Handtaschen und Portemonnaies von Matt&Nat spannend. Dem Baby wurde es langsam ungemütlich warm und es gab zu erkennen, dass wir gehen sollten.


Diese Rucksäcke waren auch hübsch und vor allem nicht aus Plastik.


Schuhe aus Ananasleder  - ich finde, dass man am Design vielleicht noch etwas arbeiten könnte, aber als Alternative zu Uggs sind sie schon recht brauchbar und aus einem nachwachsenden Rohstoff hergestellt.

Das Baby hatte dann genug von Schuhen und ich auch, aber immer noch Hunger. Also nachgefragt nach meinem Salat bei The Bowl - nein, leider, es dauert noch.


Ich hatte Hunger, mir war es deutlich zu warm, schlechte Voraussetzungen für gute Noten für The Bowl. Also, wieder runter zu den Kuchen und Torten im Bistro. Kuchen ist einfach die beste Nervennahrung und die Raw-Kirsch-Mohn-Torte hatte mich ja schon anfangs gleich angelacht. Also bitte ein Stück zum Mitnehmen - das wurde auch nur minimalst eingepackt, weil... hab ich schon gesagt, dass ich Hunger hatte?



Und nach schlappen 25 Minuten war dann auch mein Salat fertig - ich habe ihn dann einfach mitgenommen und zuhause gegessen, Der tolle Rohkostkuchen war dann meine Wegzehrung und weil er so lecker cashewcremig und wirklich eine Bombe war, hat er mir zunächst auch vollauf gereicht und den Salat gab es zum Abendessen.

Abgesehen, davon, dass nicht alle Zutaten dabei waren, die auf der Karte gestanden hatten und die Wartezeit deutlich zu lange war, war er sehr lecker und ich werde nächstes Mal auf jeden Fall einen zweiten Versuch wagen. Und das Bistro werden wir definitiv immer wieder besuchen.


Nicht nur um die Wartezeit zu verkürzen, waren wir auch noch im Veganz-Laden und haben eingekauft. Es ist einfach toll in so einem veganen Supermarkt, wo man nicht alle Etiketten lesen muss und das Angebot von 5 Pizzen für 10 € wurde auch gleich genutzt und das Abendessen war so gesichert: Für mich Salat, alle anderen Pizza.

Bei unserem langen Fußmarsch zurück, kamen wir allerdings nur sehr langsam voran, denn in Berlin sprießen die veganen Läden nur so aus dem Boden - daher gibt es im nächsten Post dann Neues und Kurioses.


Dienstag, April 19, 2016

Superfood aus dem vegan(z)en Supermarkt

Die ganze Welt ist voller Superfoods. So kommt es mir manchmal vor. Und ich muss dann immer mal in einen Supermarkt gehen und anschauen, was die Menschen wirklich kaufen. In meiner kleinen Parallelwelt habe ich manchmal das Gefühl, dass sich alle von Superfoods, roh und vegan ernähren. Stimmt natürlich nicht. Aber es hat sich etwas verändert:


Mittlerweile könnte sich jede/r vegan und roh ernähren. Das macht die Sache im Vergleich zu vor 11 Jahren, als ich damit angefangen habe, sehr viel leichter und attraktiver. Wer heute Chia-Pudding machen will, der kann sich die kleinen Samen aus dem mexikanischen Hochland einfach kaufen. Bei Veganz beispielsweise, das mit seinen veganen Supermärkten zahlreiche Einkaufsparadiese für Veganer geschaffen hat, wie wir das früher nicht kannten. Und die Produkte sind nicht nur von irgendwoher importiert, sondern aus biologischem Anbau und haben Rohkostqualität.


Und es hat sich noch etwas verändert: Weizengraspulver (was ich nicht benutze, weil ich Weizen nicht als "natürliche Pflanze" identifiziere) und Aroniabeerenpulver sind da angekommen, wo man früher nur Anabolika vermutete, bei gesundheitsbewussten sporttreibenden Menschen aus der Mitte der Gesellschaft – Wow – mittlerweile gibts die Superfoods sogar bei Edeka im Veganz-Regal. Was für eine Wandel in solch kurzer Zeit.



Deshalb kann ich nur sagen: Ich vertraue auf die Menschen und die Liebe zur Gesundheit und auf all die Provider von Superfoods - Veganz, PureRaw und wie sie alle heißen, dass diese Erfolgsstory weiter geht.


Denn erst wenn alle darüber nachdenken, welches Essen denn nun das Richtige für sie ist, dann sind wir dort angekommen, wo wir es nie erwartet (aber doch gehofft haben). Als ich angefangen habe mit der Rohkost, da gab es nüscht - nada - niente. Man hätte die rohen Kakaobohnen selbst importieren müssen und Chiasamen kannte ich nur aus amerikanischen Rawfood-Büchern. Dann habe ich Kirstin Knufmann kennengelernt - auf der allerersten Rohvolution in Berlin und mein Leben wurde einfacher. Endlich eine Quelle für all die leckeren Dinge, die so gesund sind und ich konnte alles für meine Rezepte nutzen.



Und heute haben wir Leute wie Jan Bredack von Veganz, die die Superfoods sogar in die Supermärktebringen. Meine Hauptbeschäftigung ist es heute Seminare und Exkursionen anzubieten und Bücher über Rohkost und essbare Wildpflanzen zu schreiben (die besten Superfoods überhaupt). Und bei Pureraw entwickelt man ständig neue Produkte für Veganer und Rohköstler. Welch ein Wandel ist da passiert, dass sich so viele Menschen dafür interessieren?
Und manchmal wird mir schwindlig, wenn ich zurückblicke und sehe, wie wir damals an das Unmögliche geglaubt haben - und wir tun es immer noch. Meldet euch an zu den Exkursionen, lebt weiter vegan und roh und freut euch heute einfach mal mit mir, dass wir schon so weit gekommen sind. Darauf einen Chia-Pudding, eine Goji-Schokolade, einen Aronia-Shake und für alle die Weizengras mögen einen leckeren Drink daraus.