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Sonntag, Mai 22, 2016

Wildpflanzen im Mai

Einen wunderschönen Sonntag euch. Heute zeige ich euch wie versprochen, was wir alles an Essbarem beim Maispaziergang entdeckt haben. Die leckeren Lärchennadeln im letzten Eintrag von gestern habt ihr ja  schon gesehen. Hier kommen noch mehr Köstlichkeiten und am Schluss - Achtung - auch was Giftiges. Also aufgepasst und schön die Bildunterschriften lesen.


Der Sauerklee, der seine Blätter zusammenfaltet, wenn es ihm zu hell ist, schmeckt köstlich in Kombination mit marinierten Champignons - siehe Meine liebsten Wildpflanzen - rohköstlich

Die Gefleckte Taubnessel - auch sie eine Köstlichkeit und aus den Blüten kann man süßen Nektar zuzeln.


Genau so lecker: Die Weiße Taubnessel.

Der Beinwell - jetzt Erdbeersmoothie daraus zu machen, ist die beste Idee - siehe wild&roh

Bärlauch gab es noch in Hülle und Fülle. Jetzt blüht er schon, aber die Blüten sind auch lecker.
Achtung: Hiermit solltet ihr den Bärlauch nicht verwechseln - das unten ist ein giftiges Maiglöckchen. Nun müssen auch die Zweifler zugeben, dass Bärlauch und Maiglöcken gleichzeitig und nebeneinander vorkommen können.

Mehr dazu hier.

Giftig, aber wunderschön, wenn es ganz aufgeblüht ist: Das Maiglöckchen.


Mittwoch, Dezember 10, 2014

Well, Beinwell

Huch, ich bin spät dran heute. Aber es wollten noch die Rezepte fertig korrigiert werden fürs neue Buch und da kam mir der Graupelschauer vorher gerade recht. Nun sieht es schon wieder besser aus draußen und eigentlich würde ich jetzt gerne rausgehen. Die Sache mit dem Bücherschreiben hat eindeutig einen Haken - rigendwie ist man letztendlich doch immer an den Schreibtisch gefesselt. Ja, ich weiß, ich könnte auch auf La Palma sitzen und dort schreiben oder woanders, wo es brauchbar warm ist. Aber irgendwie geht das auch nicht. In meinen Büchern geht es um unsere heimischen Wildpflanzen und wie man aus ihnen leckere Gerichte zubereiten kann, ich brauche dazu einfach das jahreszeitliche Erleben. Das nächste, was ich tun werde ist rauszugehen und zu schauen ob von meiner Mistel die Beeren nun abgefallen sind, dank des Schauers eben, oder nicht.

Letzte Woche habe ich noch frisch ausgetriebenen Beinwell entdeckt, und fand es ausgesprochen interessant, dass er nun viel intensiver schmeckt als im Sommer. Er ist einfach eine Köstlichkeit, die ich ungern verpassen würde. Ihr könnt ihn für leckere Beinwell-Bouletten (Meine liebsten Wildpflanzen - rohköstlich, S. 45 ) verwenden aber auch zu Suppen, Aufstrich etc. verarbeiten.



Denjenigen mit Bedenken bezüglich der Verwendung von Beinwell kann ich nur sagen: Dass Wissenschaftler bei Tierversuchen festgestellt haben, dass die Pyrrolizidinalkaloide, die darin enthalten sind, bei Laborversuchen Leberschäden hervorgerufen haben, das braucht Euch nicht verrückt zu machen, denn
1. wird niemand diese Stoffe in konzentrierter Form zu sich nehmen,
2. Beinwell oder Borretsch nicht kiloweise vertilgen wollen,
3. nicht wie die armen Tiere ausschließlich damit gefüttert werden, beziehungsweise die Stoffe subkutan gepritzt bekommen.
4. lebst Du nicht unter Laborbedingungen und bist 5. keine Ratte oder Maus und hast bei normaler Lebensführung sowieso einen ganz anderen Stoffwechsel.

Also macht Euch nicht verrückt - wer dennoch Bedenken hat, findet ja auch genug Anderes zu essen.


Mittwoch, September 03, 2014

Beinwell - letzte Blüten

Köstlich diese Beinwellblüten. Es werden die letzten dieses Jahr sein, bald schon geht die Vegetationszeit zu Ende und dann werden Blüten im Allgemeinen etwas rar. Jetzt können wir noch einmal ernten. Der Herbst ist ja nicht wirklich das Ende, sondern nur die Vorbereitung auf Neues. Auch Löwenzahnblüten werden sich jetzt noch einmal finden lassen, bevor der Löwenzahn sich dann klein macht, um das Winterhalbjahr zu überdauern - Zeit also noch einmal leckere Blütenmilch oder den Gurken-Wiesenknopfsalat mit Löwenzahnschneckchen aus "Meine liebsten Wildpflanzen - rohköstlich" zuzubereiten..
"Der September ist der Mai des Herbstes", so sagt man in Frankreich und dort hat man diesbezüglich recht - aber auch bei uns wird es noch einmal ein bisschen Frühjahr. Nutzen wir also die Zeit, noch einmal Blüten zu ernten und zu essen.