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Donnerstag, August 30, 2018

Potluck mit Hibiskusblüten essbar?



Heute und die nächsten Tage mach ich hier ein bisschen Werbung für den nächsten Potluck in Heilbronn, den Susanne Mank-Mayer organisiert. Warum ist ganz einfach erklärt. Ich war beim letzten Mal dort (daher die vielen Bilder, die euch auch in den nächsten Tagen hier erwarten) und war so begeistert von der Vielfalt dort, dass ich davon einfach berichten muss. Schaut euch das mal an:




Manche Teilnehmer haben dankenswerterweise die Zutaten für ihre mitgebrachten Roh-Köstlichkeiten aufgeschrieben, so dass ihr gleich ein Rezept dazu habt:


Leider weiß ich nicht mehr ganz genau, wer, was und wo... Daher: Sollte jemand sich übergangen oder der falschen Mitbringsel bezichtigt fühlen: bitte einfach unten kommentieren, dann versuche ich das zu ordnen.






Gehört das Rezept unten hierzu? Da fehlt da noch schwarzer Sesam oder Schwarzkümmel - je nachdem - und der der Leinsamen, oder?

 


Und was waren das für leckere Taler? Leider waren sie schon leer, als ich einen kosten wollte.


Das wirklich Schreckliche an solch einem Potluck mit vielen Teilnehmern ist, dass man ständig zu spät kommt. Kaum hat man was gesehen, das man gerne kosten möchte, aber leider nicht direkt probieren kann, weil der eigene Teller noch ganz voll ist... Schwups, ist die Schüssel, der Kuchenteller etc. auch schon wieder leer. So ging es mir nicht nur mit den Talern, auch mit diesem Avocado-"Eier"-Salat unten.
Das Wunderbare ist aber, dass sich das Buffet ständig wieder füllt und ich mich dann immer fühle wie im Schlaraffenland. Und nie muss man fragen: "Ist das vegan?" oder erklären, warum man so oder so isst.


Die liebe Sandra hat eine Kreation von mir mitgebracht, den Algen-Gurken-Salat unten haben wir letztes Jahr in Leutasch vernascht und das Rezept dazu habe ich ursprünglich extra für Sandra entwickelt-


Beeindruckend: Gefüllte Tomaten.



und: Gefüllte Paprika


Immer wieder auch eine Idee für kurz Entschlossene: einfach geschnittenes Gemüse mit einem leckeren Dip mitbringen.


Und noch ein Gericht von mir, aber von Sandra umgesetzt: Marinierte Champignons. Im Original gehören noch Sauerkleeherzen dazu.


Zucchinichips mit Sesam, sehr köstlich.


Und so sah mein prall gefüllter erster Teller aus - mehr morgen.


Und die große Frage war: Sind diese Hibiskusblüten essbar? Ja, und lecker!

Wollt ihr dabei sein, meldet euch am besten bei Susanne an.




Sonntag, Juni 03, 2018

Spargelsalat

Oh, es ist Spargelzeit, wie wunderbar. Gefühlt esse ich jeden Tag Spargel momentan.


Und natürlich auch roh. Gut, dass es mittlerweile auch Biospargel zu erschwinglichen Preisen gibt, denn wenn man das hier liest, kann einem der Appetit auf konventionell angebauten Spargel doch vergehen.


Und gut, dass der arme leckere Spargel nicht mehr so totgekocht wird wie früher. Früher musste er ja "durch" sein und schlapp über eine Gabel hängen, die Köpfchen matschig. Das hatte zur Folge, dass mir als Kind gerade die Köpfe ganz zuwider waren. Das ist heute anders, zumindest soviel Spannung sollte er haben, dass er sich nicht durchbiegt, wenn man ihn auf die Gabel nimmt, da sind sich die Spitzenköch/Innen mittlerweile einig.

Aber wie schon gesagt, es geht auch roh: Dazu schäle ich nur den festen Teil der Schale im unteren Bereich ab. Beim grünen Spargel also von unten ein Drittel der Stange.


Die Köpfe bleiben ungeschält.


Damit sie mehr Marinade und damit Geschmack aufnehmen, viertel oder halbiere ich sie gerne und lasse noch ein paar ganz kurze ganz.

Zum Marinieren nehme ich gerne Obst - hier Orangen. Die späten Orangen, die es zur Spargelzeit gibt, werden meist weniger geachtet, weil sie äußerlich nicht mehr ganz so schön sind. Aber gerade die sind supersaftig und haben mehr Saftschläuche als Trenngewebe, so dass wir sie nicht filetiert  brauchen, sondern in dünnen Scheiben verwenden können.


Eine Lage Spargel, eine Lage Orangen, so zieht alles gut durch.





Wer mag, kann auch eine Avocado mit reinschneiden, dass muss aber nicht sein, je nachdem, ob man Öl verwenden mag oder lieber auf das gesunde Fett der Avocado setzen will.


Und dann kommen noch jede Menge Kräuter dazu, im zeitigen Frühjahr waren es auch Bärlauch und Glöckchen-Lauch, dazu Labkraut und Giersch wie hier. Jetzt gäbe es stattdessen Schnittlauch, dazu schmecken auch leckerer Sauerklee, Kleiner Wiesenknopf, Beinwell und Borretsch (Achtung Pyrrolizidinalkaloide) und Zitronenmelisse und vieles andere mehr.

Ob die Kräuter klein oder groß geschnitten werden, hängt von der Intensität ihres Geschmacks ab. Wenn Laucharten dabei sind, eher kleiner.


Und so sieht der Salat dann fertig aus - es empfiehlt sich ihn ein paar Stunden durchziehen zu lassen und erst ganz am Schluss mit etwas Apfel-Essig und bei Bedarf Öl, Meersalz und Pfeffer abzuschmecken.


Der Vollständigkeit halber hier noch die Variante mit Bärlauch, ohne Avocado und geschichtet.


Falls ihr noch Spargel im Kühlschrank habt und Orangen, dann probiert es gleich aus, sonst nächste Woche. Die Spargelzeit dauert noch bis 24. Juni, und es wird auch nochmal ein kleines Rezept dazu geben hier.

Euch einen schönen Sonntag mit vielen frischen Genüssen.

Mittwoch, Juni 21, 2017

Oca - der Knollige Sauerklee

Manchmal verpasst man Gelegenheiten, um etwas Neues zu probieren - und dann hat man den Salat oder vielmehr eben nicht:

Schaut mal - was ich entdeckt habe: Oca.


Die Verkäuferin im Bioladen bestand darauf, dass es eine kleine Kartoffel wären, aber der Name hatte mich schon auf die richtige Fährte gebracht. Es sind die Knollen einer Oxalis - also Sauerklee-Art: Oxalis tuberosus - heimisch in den Anden und auch als vergessenes Gemüse der Inkas bezeichnet. Die Knollen sind ca. 2-3 cm groß im Durchschnitt und sollen in Europa bereits im 19. Jahrhundert eingeführt worden sein, haben sich aber angeblich nicht etablieren können.



Diese im Bioladen stammten allerdings nicht aus Peru oder Südamerika auch wenn Sie Oca du Pérou genannt wurden, sondern sind in Frankreich angebaut worden. Wikipedia behauptet, sie würden nur von Liebhabern angebaut werden - das scheint nicht ganz zu stimmen.

Leider habe ich keine gekauft, weil mir niemand sagen konnte, ob sie auch roh verzehrt werden können. Und die Rezepte, die ich bisher gefunden habe, beschrieben sie nur in gekochter Form. Ich hätte welche mitnehmen sollen, denn wie ich jetzt herausgefunden habe, gibt es wohl - und das haben sie mit Kartoffeln gemeinsam - keine Samen zu kaufen, nur Knollen, die wie bei den Kartoffeln im Herbst geerntet werden und bis zum Frühjahr gelagert werden können.

Also muss ich wohl auf den nächsten Frühling warte, bis ich neue Oca-Knollen kaufen kann.


Aber jetzt meine Frage an euch, vor allem an die Weitgereisten, Ausgewanderten, Pflanzenliebhabenden und Gartenaffinen unter euch - kennt ihr Oca als Kulturpflanze oder als Gericht? Dann lasst mich doch wissen, was ihr damit macht.

Mittwoch, Dezember 07, 2016

Making of Pilz-Creme-Süppchen mit Rezept

Nachdem euch das Pilz-Creme-Süppchen, das ich im Blogeintrag vom Samstag gezeigt habe, wohl gut gefallen hat, will ich euch heute das Rezept dazu verraten: Es ist aus "wild&roh - Die besten Smoothies mit Wildpflanzen" und im Original wird es dort mit Steinpilzen zubereitet. So sieht das Originalrezept in "wild&roh - Die besten Smoothies mit Wildpflanzen" aus.



Wenn gerade keine Saison für Steinpilze ist, verwende ich an deren Stelle gerne Champignons. So haben wir das auch beim Seminar "Gesund in den Bergen"  in Leutasch gemacht. Da helfen die Teilnehmer beim Schnipseln und Sammeln und da ist solch eine Suppe ein Gemeinschaftswerk. Und so schaut's dann aus, wenn alles im Mixer soweit vorbereitet ist:


Und dann könnt ihr gleich starten und das Pilzsüppchen zubereiten:

Prüfender Blick: Und, fehlt noch was ...?


Und ganz schnell ist's dann auch fertig.



Fehlt noch das Rezept: Die Steinpilze könnt ihr durch Champignons ersetzen und wenn ihr keinen Sauerklee findet, wird es auch mit 2 kleinen Handvoll Blättern vom Sauerampfer lecker:

Steinpilz ••• Sellerie ••• Sauerklee
waldeslustig pilzaromatisch

• 100 g geputzte Steinpilze
• 100 g geputzter Knollensellerie
• 50 g Pekannusskerne, für ca. 2 Stunden in Wasser eingeweicht
• 1 Frühlingszwiebel
• Wasser nach Bedarf
• 2 Handvoll Sauerkleeblätter
• 1 Prise Muskat
• Schwarzer Pfeffer
• nach Geschmack: Meersalz
Pilze und Sellerie in groben Stücken sowie die Nüsse und den weißen Anteil der Frühlingszwiebel mit so viel Wasser (ca. 400 ml) im Mixer fein pürieren, dass eine cremige Suppenkonsistenz entsteht. Dann die Sauerkleeblätter untermixen, einige zum Dekorieren zurückbehalten. Mit Muskat, Pfeffer und bei Bedarf Meersalz abschmecken. Das Grün von der Frühlingszwiebel in Ringe schneiden und mit den restlichen Sauerkleeblättern zum Dekorieren nutzen.

Auch lecker
Wenn Sie nur wenig Wasser verwenden, können Sie aus denselben
Zutaten ganz einfach einen leckeren Pilzaufstrich herstellen. 
Ein Rezept aus "wild&roh - Die besten Smoothies mit Wildpflanzen" (c) Dr. Christine Volm. 

Sonntag, Juni 05, 2016

Rotaract Kidscamp - Kinder und Wildpflanzen

Einen wunderschönen Tag wünsche ich Euch meine Lieben. Ich habe nach dem Blogeintrag von gestern noch lange gegrübelt. Ich hatte darin ja geschrieben, dass ich gerne mehr dieser Veranstaltungen mit Kindern machen würde, dass ich dazu aber auch die Unterstützung von Sponsoren bräuchte. Das stimmt soweit und es wäre schön, wenn sich hier Unterstützung finden würde.
Aber dann dachte ich auch: Wie machen das eigentlich die anderen, die Hilfsprojekte haben? Dabei sind mir vor allem zwei Beispiele eingefallen: Attila Hildmann und Veganz und schon war die Sache klar: Sie verkaufen ihre Produkte und was dabei "übrigbleibt" wird gespendet. Das ist mit Büchern nicht ganz einfach, dazu müssen schon richtig viele verkauft werden, aber Attila hat ja gezeigt, dass es geht. Damit werde ich mich lange nicht (ich will nicht niemals sagen) vergleichen können, Millionen Bücher brauchen es aber auch gar nicht sein, um mehr in dieser Richtung tun zu können, aber jedes Buch zählt.
Daher: Wenn ihr mich ein bisschen unterstützen wollt, damit solche Projekte häufiger stattfinden können, dann braucht ihr noch nicht mal zu spenden, sondern könnt das auch tun, indem ihr einfach eines meiner Bücher kauft, empfehlt, verschenkt... Hier geich rechts nebem dem Text findet ihr die Auswahl. Wenn das ganz viele Menschen tun, dann wäre das eine Chance. Und es wäre eine Win-Win-Win-Situation, für euch, für mich und die Kinder. Soweit dazu. Jetzt aber will ich euch mal noch zeigen, welche Freude die Kinder an den Wildpflanzen hatten:

Für die Kinder hatte ich unterwegs auch die Bücher dabei, damit sie immer mal wieder die Rezeptbilder anschauen konnten und sie haben sich so sehr darüber gefreut, eine Ahnung davon zu bekommen, wie lecker Natur schmecken kann. Simon hat mir ein Sträusschen aus Bärlauch-Blüten und  Sauerklee-Blättern gepflückt und kam dann zum mir und hat mich gebeten, das zu fotografieren, damit es in einem der nächsten Bücher abgebildet werden kann. Wenn das irgendwie möglich ist, werden wir das tun.


Hier haben wir die Ährige Teufelskralle gekostet. Sie hat den Kindern auch geschmeckt.


Gruppenbild am Vormittag - nachmittags war eine andere Gruppe mit mir unterwegs.


Erst einmal sieht alles nur grün aus um diese Jahreszeit.


Die Kinder haben aber schnell ihre Favoriten gefunden und


auch die mussten unbedingt fotografiert werden. Ihre Sammlung haben sie dann wieder sorgfältig eingepackt. Die Blätter von Linde, Bärlauch und Sauerklee, sowie die Samen von Bärlauch und Knoblauchsrauke wollten sie für ihre Zeltparty am späten Abend hamstern. Das wäre gar nicht nötig gewesen, es gibt ja von allem so viel, dass sie dann einfach nochmal frische hätten holen können. Aber das war ihnen wichtig - sicher ist sicher.


Essbare Blüten waren vor allem bei den Jungs der Renner - wär hätte das gedacht.


Sonntag, Mai 22, 2016

Wildpflanzen im Mai

Einen wunderschönen Sonntag euch. Heute zeige ich euch wie versprochen, was wir alles an Essbarem beim Maispaziergang entdeckt haben. Die leckeren Lärchennadeln im letzten Eintrag von gestern habt ihr ja  schon gesehen. Hier kommen noch mehr Köstlichkeiten und am Schluss - Achtung - auch was Giftiges. Also aufgepasst und schön die Bildunterschriften lesen.


Der Sauerklee, der seine Blätter zusammenfaltet, wenn es ihm zu hell ist, schmeckt köstlich in Kombination mit marinierten Champignons - siehe Meine liebsten Wildpflanzen - rohköstlich

Die Gefleckte Taubnessel - auch sie eine Köstlichkeit und aus den Blüten kann man süßen Nektar zuzeln.


Genau so lecker: Die Weiße Taubnessel.

Der Beinwell - jetzt Erdbeersmoothie daraus zu machen, ist die beste Idee - siehe wild&roh

Bärlauch gab es noch in Hülle und Fülle. Jetzt blüht er schon, aber die Blüten sind auch lecker.
Achtung: Hiermit solltet ihr den Bärlauch nicht verwechseln - das unten ist ein giftiges Maiglöckchen. Nun müssen auch die Zweifler zugeben, dass Bärlauch und Maiglöcken gleichzeitig und nebeneinander vorkommen können.

Mehr dazu hier.

Giftig, aber wunderschön, wenn es ganz aufgeblüht ist: Das Maiglöckchen.