Samstag, Dezember 15, 2012

Dos and Don'ts in den Raunächten



Ich hatte ja schon berichtet, dass die Raunächte in frühere Zeiten nicht gerade Nächte waren in denen die Menschen vertrauensvoll in die Zukunft blicken konnten, vielmehr sahen sie sich der Unbill der Natur ausgeliefert und fürchteten sich vor "bösen Geistern" aller Art. Daraus entstanden zahlreiche Bräuche und auch soziale Regeln für diese Zeit:
So sollte beispielsweise während der 12 Tage von Heilig-Abend bis Dreikönig die Wäsche nicht gewaschen und draußen aufgehängt werden. Wäsche waschen war eine enorme Arbeit und sorgte bei den Frauen womöglich nicht für beste Laune. Und aus dem Haus wurde sowieso nicht gegangen - vermutlich um sich vor Krankheiten zu schützen und nicht Räubern oder Obdachlosen in die Hände zu fallen. Bettler und Arme jedoch sollte man beschenken - auch dies war eine Maßnahme, die den sozialen Frieden fördern sollte. Und ebenso sollte das Gesinde gut behandelt werden und durfte mit in die warme Stube sitzen. So konnte man die Mitarbeiter nicht nur gesund sondern auch bei guter Laune halten - wer von den Vorständen, Chefs, Abteilungsleiteren... lädt heute noch seine Mitarbeiter ein - am Heiligabend???
Ganz wichtig war auch, dass offene Rechnungen noch vor Weihnachten beglichen wurden und Ordnung geschaffen wurde. Wer jetzt noch nicht dabei ist - eine gute Woche Zeit bleibt uns noch! 

Die Raunächte waren dann eine Zeit des Nichtstuns, der verordneten Erholung - und es wäre schön, wir könnten das auch so leben. Beim Nichtstun, Herunterkommen, Loslassen und Erholen können beispielsweise Hölzer wie Sandelholz oder Palo Santo helfen. Palo Santo ist das Heilige Holz Südamerikas mit seinem unvergleichlichen holzig-würzigen Duft aus Vanille und Waldmeisternoten wirkt es tiefgehend entspannend und verbreitet weihnachtliche Stimmung. Der Baum von dem es stammt nennt sich Bursera graveolens.

Der Duft von Palo Santo wirkt beruhigend, entspannend und aphrodisierend - das ist doch mal was für die Weihanchtsfeiertage.