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Montag, Dezember 24, 2018

Weihnachten im Raw Food House


Die Vorweihnachtszeit in Malmö ist die schönste Zeit für mich dort. Man sagt ja, Lichtmangel werde gerne mit Essen kompensiert, das trifft in Malmö jedenfalls zu. Hier sind die Auslagen in allen Cafés so üppig, als gäbe es nichts mehr nach Weihnachten.  Und im Raw Food House mit seiner kleinen Kuchentheke scheint alles aus den Nähten platzen zu wollen.


Mein Vater erzählt seit ich denken kann, dass Weihnachten für ihn als Kind so schön war, weil es in der Wohnung bei seinen Eltern dann endlich einmal warm war. Wenn ich in Schweden bin, rede ich dort gerne mit meiner Kollegin und manchmal gehen wir hier dann auch essen und führen Gespräche zum Beispiel über unsere Prägung als Kriegsenkel. Wir hatten ja keinen Mangel mehr und dennoch hat der Mangel, der unsere Eltern geprägt hat, uns auch beeinflusst und auch unsere Essgewohnheiten.


Wir sind groß geworden mit immer mehr Üppigkeit, die Teller wurden größer, die Schnitzel auch. Da ist es eher unverständlich, dass jemand freiwillig reduziert und "nur Rohkost" isst. Immer wieder führt das für viele Rohköstler*Innen zu Diskussionen am Festtagstisch. Dabei ist es doch ganz egal, welcher Genussrichtung man zugehören mag - Üppigkeit kann es überall geben. Und wenn man so verwöhnt wird mit Rohkost wie hier in Malmö, dann interessiert es doch niemanden mehr, was es an Weihnachten gibt. 

Und wer mag, kann sich hier gleich was einpacken lassen für's Fest. Ich wurde in Kopenhagen schon sehr freundlich mit Salat und zugehöriger Sauce durch die Sicherheitskontrollen gewunken und so ist das Mitnehmen von Leckereien hier für mich schon Tradition. Die hebe ich dann nicht für Weihnachten auf, aber zuhause noch etwas davon zu haben ist auch schön.

Deshalb heute mal üppig Rohköstlichkeiten auf den folgenden Bildern:


Und ja, natürlich habe ich auch bei diesem Besuch dort gegessen. Davon mehr im nächsten Post, wenn es um das Rohköstliche Weihnachtsfestessen im Raw Food House geht.


Dir nun ein frohes Fest heute Abend, Danke für's Lesen einmal wieder, auch am 24. Dezember, und wenn Du mir eine Freude machen möchtest, dann teile diesen Beitrag doch gerne, damit ganz viele Menschen sehen wie üppig und völlig fern von jeder Kasteeiung Rohkost sein kann.






Montag, Dezember 10, 2018

Weihnachtsdessert aus Schweden beim Rohkost"koch"kurs


Heute gibt es die letzten Bilder vom Rohkost"koch"kurs am 2.12. - wie im letzten Blogeintrag versprochen. Zu unserem Menü gehörte natürlich auch ein Dessert. Eigentlich sogar mehrere, aber eines stelle ich dir hier vor: dieses auf den Bildern. In Schweden heißt das Dessert Ris à la Malta, in Dänemark Risalamande (dänisch ausgesprochen). Beides ist eine Verballhornung, eine Verschlimmbesserung von Ris à l'Amande, was es in Frankreich so als Gericht gar nicht gibt und wenn dann wird es Riz aux Amandes heißen.


Ohne ihren Ris á l’amande feiern die Dänen nicht Weihnachten und die Schweden haben es sich abgeschaut. Sogar bei Michel aus Lönneberga spielt das Dessert und die darin versteckte Mandel eine Rolle. Wer nämlich die versteckte Mandel findet, wird im nächsten Jahr heiraten, was Lina, die sie findet, besonders freut, Alfred, den von Lina Auserkorenen, aber deutlich weniger. Bei uns würde diese Dessert vielleicht Mandelmilchreis mit Kirschgrütze genannt werden. Allerdings ist das hier so viel köstlicher als ein gekochter Milchreis

Allgemein braucht man auch nicht gleich heiraten, wenn man im Dessert eine Mandel im Ris à la Malta findet, aber ein Glücksbringer wird sie wohl sein :-) Beim letzten "Koch"kurs hat sich Hannelore gefreut und ich hoffe, die Mandel hat ihr Glück gebracht.


Wenn Du auch mal dieses wahnsinnig leckere Gericht in der Rohkostvariante zubereiten und probieren möchtest, komm einfach zum nächsten Weihnachtsmenü - wild&roh-köstlich-Kurs am kommenden Samstag. Natürlich sind auch hier Wildpflanzen mit verarbeitet worden, welche das wird am Samstag erst verraten.

Wir werden viele Köstlichkeiten entdecken und eine Person wird die Mandel finden, ganz sicher.





Montag, Februar 20, 2017

Rohes und Veganes aus Schweden




Ihr Lieben, heute nochmal ein Bericht aus Schweden. Immer, wenn ich dort bin, schaue ich mir auch die Produkte im ganz normalen Bahnhofs-Coop an und das ist wirklich interessant, was es dort zu finden gibt.

Lucuma, Spirulina, Baobab - das ist bei uns nicht Standard und schon gar nicht im Bahnhofs-Kiosk
Schweden hat nicht nur richtig viel zu bieten, was vegane und rohköstliche Ernährung betrifft, sondern auch jede Menge Angebote in den Supermarktregalen und sei der Laden noch so klein.

With no added nonsense - cooool!

Rohköstler und Veganer sind in Schweden keine Randerscheinungen, sondern jede/r zieht es für sich in Erwägung auch mal was Veganes oder was Rohköstliches zu essen - zumindest habe ich dieses Gefühl. Vielleicht denkt man in Schweden einfach weniger in Schubladen als hi, wo die Gräben zwischen den verschiedenen Ernährungsrichtungen nach meinem Gefühl immer größer werden.




Und diese Leckereien hat mir meine Kollegin und Auftraggeberin von der Uni gleich bei der Ankunft überreicht, damit ich auch etwas zu essen in den Pausen habe... ist das nicht nett. Von unserem anschließenden Besuch im Raw Food House habe ich euch hier berichtet.


Bohnenchips aus braunen Bohnen, Rapsöl, Reismehl Erdbeeren, grünem Pfeffer, Salz. (nicht roh!)


Und diese leckeren Biscuits sind sogar roh - hergestellt aus Bananen, Blaubeeren, Kokos, Gojibeeren und Vanille - ich habe sie wenige Tage später nochmal selbst zuhause nachgemacht, weil sie so lecker waren und so haben sie es sogar auf unseren Weihnachtskekseteller geschafft.


Schweden ich mag dich, weil du so lecker bist!


Sonntag, Februar 19, 2017

Grüner einkaufen in Schweden


Bevor es hier nächste Woche weitergeht mit Neuem aus Berlin und von der Biofach in Nürnberg, wollte ich euch heute mal wieder was zum Thema Innenraumbegrünung zeigen. In Malmö war ich neulich in einem hübschen Laden, in den ich nur gegangen bin, weil es von außen schon so ausgesehen hat, als gäbe es dort jede Menge Grün.


AbSmåland hieß das begrünte Geschäft/Restaurant/Blumenladen, oder wie soll man solch eine Kombination nennen. Auf der Website steht etwas von Lifestylekonzept - ein Geschäft, das Interieur, Ökomode und im kleinen Restaurantbereich Glutenfreies und Veganes, aber auch Schnittblumen und Topfpflanzen, außerdem Workshops und gemütliche Sitzecken bietet, so dass man dort gar nicht mehr gehen will. 

Überall finden sich liebevolle kleine Details, die entdeckt werden wollen. Durch die großen Begrünungsflächen und die Menge an Grün ist die Luft sehr angenehm und eigentlich hatte ich eher das Gefühl durch ein Gewächshaus zu wandeln als "einzukaufen".
Während man entspannt durchs Grün streift, entdeckt man vielleicht etwas, was man haben möchte - so womöglich der Plan, der auch durchaus einen wissenschaftlich belegbaren Hintergrund haben könnte. Wissen wir doch, dass die Aufenthaltsdauer in begrünten Malls wesentlich länger ist als in unbegrünten - ein deutliches Pro für Innenraumbegrünungen. Ich zum Beispiel hätte diese Jacken - siehe unten - noch probiert, wenn ich Zeit dazu gehabt hätte und nicht auf dem Sprung gewesen wäre zwischen Uni und Zug.

Auch wenn es aussieht als wäre es draußen - diese Begrünung befindet sich mitsamt Fahrrad mitten im Geschäft.

Die Schubkarre ist genauso Präsentationsfläche wie das Fahrrad oben - alles sieht aus, wie zufällig dort abgestellt und ist doch liebevoll arrangiert worden.

Auch diese Pflanzen können gekauft werden - ich wüsste aber nicht, welche ich nehmen würde, sehen sie doch gerade zusammen so schön aus. Vielleicht die Aloe?

Beinahe hätte ich so eine Jacke aus recyceltem Plastik, das aus dem Meer gefischt wurde, ausgesucht - ich hatte nur keine Zeit...
Auch wenn es den Anschein erwecken mag - nichts steht hier zufällig rum.

Wieder megatrendy: Der Zierspargel der 70er Jahre: Asparagus setaceus.


Nettes Plätzchen zum Kuchenessen - veganen Kuchen gibt es auch.

Dienstag, Januar 10, 2017

Wieder mal im Raw Food House - Schweden rohköstlich


 

Hej! ( Schwedisch für "Hallo!")
Wie immer um diese Jahresezeit, gibt es hier einen Bericht zu den Rohköstlichkeiten, die mir einmal im Jahr in Schweden über den Weg laufen. Dieses Mal kam ich wieder mal zu spät, um mir noch am Abend im Raw Food House ein Dinner abzuholen. Also blieb nichts als ein Versuch bei den vielen Salat-to-go-Läden im Hauptbahnhof von Malmö.
Dafür gab es dort Brauchbares und auch das Sortiment an Rohköstlichem im Supermarkt nimmt, wie mir scheint, beständig zu - dazu morgen dann mehr. Das war somit mein Abendessen - ein Salat aus verschiedener Rohkost, grünem Salat und gekeimtem rotem und schwarzem Quinoa. Wie froh wäre ich, wenn es so etwas an jedem Bahnhof geben würde.


Am nächsten Tag dann war mir aber noch ein ausführlicher Lunch in meinem Lieblings-Rohkostrestaurant gegönnt. In unterhaltsamer Begleitung, verbrachte ich dort gefühlt Stunden, und habe doch nicht mehr geschafft als ein Gericht. Und da sage noch einer, von Rohkost könnte man nicht satt werden.

Schweden zu Weihnachtszeit ist einfach hübsch und das Raw Food House ganz besonders.


Beim Anblick der Kuchentheke fühlt man sich wie Harry Potter auf Gleis 9 3/4 - endlich angekommen in der anderen Welt, der Rohkostwelt, jenseits von Muggelgerichten und Mac Donald's.






Die wunderhübsche Tischdeko macht's gemütlich.


Und aromatisiertes Wasser steht einladend zur Selbstbedienung und gratis zur Verfügung.


Chia-Pudding und Joghurt gibt es in mehreren Variationen auch zum Mitnehmen.


Jetzt aber zum Eigentlichen, zum Hauptgericht. Wir hatten BBQ-Burger und Falafel-Wrap bestellt.

Burger ist aber nicht einfach nur Burger - zumindest nicht im Raw Food House. Da gehört schon mehr dazu:


Eingelegtes Rotkraut und Gurken auf jeder Menge Grün - hier Romana-Salat und Spinat.


Coleslaw in wunderbar cremiger Mayo aus Nüssen (ein Rezept dafür findet ihr in Meine liebsten Wildpflanzen - rohköstlich) und ein Rohkostbrot (Rezept bspw. in Rohköstliches)


Das Burger-Patty selbst wurde laut Karte aus Cashews und Pilzen hergestellt - köstlich, kann ich nur sagen - und war auf einen Berg Gemüse aufgespießt mit Alfalfa-Sprossen on top. Direkt auf dem Patty war eine köstliche Tomatensoße und eingelegte Gurken - so war es eine richtige Geschmacksexplosion.




 Meine Begleitung hatte sich für den Falafel- Wrap entschieden:


Der Wrap war mit jeder Menge Gemüse, Falafeln und Hummus gefüllt, und wurde mit viel Grün, eingelegter Rote Bete, Tahinidipp und Sprossensalat serviert.

Und zum Mitnehmen musste es natürlich auch noch etwas sein. Wartezeit in Kopenhagen auf dem Flughafen wäre ohne eine Snickers-Torte auf der Basis von Erdnüssen und Karamell - rohköstlich versteht sich - undenkbar...