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Freitag, April 05, 2019

wild&roh auf dem Heldenmarkt in München


So sah es aus, im Herbst hier in Stuttgart beim Heldenmarkt. Mein Gott, wie lange ist das her... Morgen beginnt der Heldenmarkt in München und da werde ich auch wieder dabei sein. Allerdings erst am Sonntag. Ich freue mich, wenn Du auch kommst und Dir vielleicht meinen Vortrag anhörst oder die Kochshow ansiehst. Das Programm ist, was mich betrifft, ähnlich und Du findest es hier aktualisiert. Aber die Stände der Aussteller und der Rest des Programms sind ganz anders und deshalb... München lohnt sich immer. Und natürlich gibt es jetzt Frühlingswildpflanzen zu probieren an Stelle von Wildpflanzen für den Winter.


Meinen Vortrag kannst Du am Sonntag um 15 Uhr anhören.


Und mit der Kochshow beginnen wir am Sonntag um 13:30 Uhr



Dieses Mal allerdings mit "Leichter Frühlingsküche wild&roh"


Hier kannst Du übrigens deine Tickets online bestellen und digital nutzen - spart Papier und bis heute Abend gibt es auch noch den Vorverkaufsrabatt! Also, wir sehen uns in München am Sonntag.

Mittwoch, März 27, 2019

Bärlauch, Veilchen, Giersch - Wildpflanzen im Marktcheck

Es ist Frühling, aber doch noch ganz schön frisch. Und als wir vor zwei Wochen mit dem SWR draußen unterwegs waren, da hatte es 4 °C. Das hat unsere Wildpflanzen aber nur am Rande interessiert.
Viele von ihnen - die so genannten Frühblüher - wachsen an geschützten Plätzchen unter den Bäumen und genießen die kuschelige Wärme, die sie dank der Sonneneinstrahlung dort haben.
Für sie ist es aber mit dem Laubaustrieb der Bäume dann schon wieder vorbei und daher beeilen sie sich im Frühjahr besonders, um zu blühen und zu fruchten und sich so zu vermehren. Schlau, gell.

Ein paar solcher Frühblüher haben wir im Film - ab Minute 5:50 - auch vorgestellt, wir haben Veilchen gesammelt und Bärlauch. Und beim Bärlauch haben wir besonders genau hingeschaut, denn ihn solltest Du keinesfalls verwechseln, das kann äußerst unangenehm oder sogar tödlich sein. Außerdem kannst Du den Giersch kennenlernen, der durch seine Blattmerkmale auch gut wiederzuerkennen ist.

Auf das Johanniskraut hier im Bild müssen wir noch warten, aber es zählt natürlich auch zu den Wildpflanzen, die man draußen sammeln kann.



Übrigens sind nun auch die Termine für Exkursionen und Seminare von April bis Juni online. Schau mal rein hier, da ist vielleicht auch für Dich etwas Geeignetes dabei.
Dir einen wunderschönen Tag mit viel Vogelgezwitscher und ein bisschen Giersch, Bärlauch und Veilchen.

Samstag, März 02, 2019

Natur geht nicht online.

Behaartes Schaumkraut - kannst Du es schmecken?

Samstag, März, die Zeit fliegt und ich hinterher. Was ist das? Dieser Februar hatte vielleicht ein Tempo drauf und der März scheint es ihm gleichtun zu wollen. Heute habe ich ein spannendes Thema, über das ich gerne schreiben möchte: Wahrnehmung und Verbindung von Lebewesen.

Fühl mal, wie unterschiedlich sich diese Wildpflanzen anfühlen.

Ich stelle fest, dass es immer mehr Online-Kurse gibt. Alles kann man da lernen, es ist faszinierend. Wenn Du wissen willst, wie man ein Rohkost-Brot macht oder wie man den Geschirrspüler repariert, erfährst Du es dort. Und ich habe den Eindruck, mittlerweile sind wir auch dazu übergegangen, zu glauben, dass auch Beziehungen online funktionieren. Das tun sie ja auch teilweise, aber nur zu einem bestimmten Grad. Oder warum sonst sind die meisten Menschen mit Fernbeziehungen nicht so glücklich, wir können uns doch per Skype sehen, unterhalten und austauschen.

Aber wir können eben doch nicht alles austauschen. Du weißt nicht, wie Dein Gegenüber riecht, schmeckt oder sich anfühlt. Wir können nur hören und sehen online. Das reicht, um die Spülmaschine reparieren zu können, aber für mehr auch nicht.

Wie bin ich auf das Thema gekommen? Es gibt immer mehr Online-Kurse zu Naturthemen, worin es darum geht, Pflanzen oder Naturphänomene kennenzulernen. Und natürlich frage ich mich, ob so etwas für mich auch interessant sein könnte. Wollen meine Seminar- und Exkursionsteilnehmer so etwas auch? Aber es widerstrebt mir so. Ich mache viele Dinge gerne online, schreibe und spreche auch über Wildpflanzen, gebe Interviews fürs Fernsehen. Aber ich fühle mich da eher auf einer Metaebene. Ich spüre, dass es ist, wie wenn ich Bilder aus dem Urlaub zeige; den Geruch, die Sonnenstrahlen auf der Haut, das Summen der Bienen und das ganz besondere Flair am Urlaubsort, kann ich nicht transportieren. Ich kann Anregungen geben und Interesse wecken, aber die Verbindung zwischen den Pflanzen und den Menschen herzustellen, 1:1, das gelingt mir nicht. Es ist nur ein Sprechen über und nicht mit dem Lebewesen, wenn ich eine Pflanze in die Kamera halte.

Die Brennnessel brennt, aber virtuell kannst Du das nicht wahrnehmen.
Deshalb ist nach wie vor der wichtigste Teil meiner Arbeit, der mit echtem Kontakt zu Menschen. Wenn ich jemandem eine Wildpflanzen in natura vorstelle, dann passiert ein Austausch. Der Mensch kann entscheiden, wie intensiv dieser sein soll, aber dieser Austausch schafft Verbindung, hinterlässt eine Spur, manchmal tiefgehend, manchmal nur oberflächlich.

Bei meinen Überlegungen kam noch etwas dazu. Nämlich die Frage, warum so viele Menschen Tiere lieben und ob sie jemals auf die Idee gekommen sind, diesen Kontakt auch virtuell zu suchen. Ja, Tierfilme sind sehr beliebt, Catcontent auch, aber gibt es Online-Haustiere? Bestes Beispiel dafür, dass das nicht funktioniert sind Tamagotchis, der Hype aus den 90er Jahren um diese Plastik-Computertier-Fakes war wohl einer der kurzfristigsten überhaupt. Weil diese Ersatztiere nicht echt waren. Weil sie nicht fühlbar waren.

Natur und ihre Lebewesen, Pflanzen wie Tiere und Menschen, sind nicht in ihrem vollen Ausmaß wahrnehmbar, wenn wir ihnen nicht real gegenüber treten. Und auch die Sphinx am Stadtrand von Kairo bleibt nur ein Postkartenmotiv, welches sich vor Ort ganz anders darstellt. Da ist es ein vergleichsweise kleines Bauwerk direkt am Stadtrand, das aufpassen muss nicht unterzugehen. Und dennoch erfährt man dort etwas anderes als beim Blick auf eine Postkarte. Und die Sphinx lebt noch nicht einmal. Wieviel mehr erfährt man von einem Tier, wenn man ihm in die Augen blickt und wieviel mehr von einer Blüte, an der man riecht?

Kannst Du das Veilchen riechen?

Ich bleibe dabei - auch wenn es unendlich viel mehr Aufwand ist, Menschen und Pflanzen in natura zusammenzubringen und sie zarte erste Bande knüpfen zu lassen, scheint das meine Lebensaufgabe zu sein und manchmal fühle ich mich ein bisschen wie Sisyphos. Aber wenn es dann klappt und jemand sich nach Jahren noch erinnert, wo er/sie den ersten Giersch wahrgenommen und gekostet hat, dann ist das mein Glück.

Wenn Du Dich auch einmal in natura mit den Pflanzen verbinden möchtest, dann findest Du hier alle Möglichkeiten - ab Mitte März auch mit neuen Terminen - und hier geht's zum Jahreskurs Wildpflanzen-Praxis.

Die Bilder hier zeigen eine kleine Auswahl der ersten Frühlingspflanzen, die noch ganz frisch und ein bisschen kalt riechen, aber voller Energie stecken, die man auch schmecken kann.

Dienstag, Dezember 11, 2018

Grünes Glitzern und Magnesium für alle im Weihnachtsmenü


Heute will ich euch mal noch ein bisschen was zu den Wildpflanzen erzählen oder vielmehr meinen Umgang mit ihnen. Ich verwende sie nach Möglichkeit in jedem Gericht, selbst in diesem Christstollen, wo Gojibeeren und eine sorbinsäurefreie Vogelbeer-Sorte enthalten sind. Und natürlich auch in Weihnachtsplätzchen und anderen süßen weihnachtlichen Versuchungen.



Im Weihnachtsmenü spielen sie natürlich auch eine wichtige Rolle - Grün muss einfach sein:


Hier kannst du sehen, wieviel Grün bei meinem Essen dazugehört. Wusstest du übrigens, dass niemand Magnesiummangel haben wird, der genügend Grün ist? Magnesium ist das Zentralatom im Chlorophyll-Molekül. Ausreichend Grün heißt also immer auch ausreichend Magnesium. Und dank der vielen anderen Inhaltstoffe, verschiedener so genanter Sekundärer Inhaltstoffe, kann das Magnesium auch wirklich gut vom Körper aufgenommen und genutzt werden. Magnesiummangel ist also immer hausgemacht und am leichtesten mit viel wildem Grün wieder in den Griff zu bekommen.


Die Chlorophylle sind aufgrund ihrer Bauweise mit den Hämen verwandt, zum Beispiel mit dem Häm vom Hämoglobin, dem Blutfarbstoff. Unser Blutfarbstoff hat aber als zentrales Ion Eisen statt Magnesium. Wenn man so will könnte man das Chlorophyll auch als "Pflanzenblut" bezeichnen. Diese Pflanzenblut ist immer dann besonders hilfreich, wenn Muskeln krampfen. Mittlerweile weiß ja jede/r, dass ein Muskelkrampf oft auftritt, weil Magnesiummangel herrscht. Aber auch Depressionen oder Rückenschmerzen, eventuell sogar Hoher Blutdruck oder Herzrhythmusstörungen können dadurch verursacht werden. Viel hilft hier viel, je grüner um so besser.


Und selbst wenn die Wildpflanzen nur in geringen Mengen zum Einsatz kommen, ist ihre Wirkung ganz großartig, weil sie uns mit allem versorgen, was wir brauchen. Und gerade die im Winter kleineren Wildpflanzen sind so reich an Inhaltsstoffen, weil im Winter alles sich in diesen kleinen Blättchen konzentriert.


Die Zeit der Bucheckern ist jetzt vorbei, aber dafür ist jetzt die Zeit des Weinberg-Lauchs und des Behaarten Schaumkrauts angebrochen. Großartige und besonders leckere Gerichte warten auf uns.
Wenn du mitessen möchtest, dann schau mal hier.







Montag, Dezember 10, 2018

Weihnachtsdessert aus Schweden beim Rohkost"koch"kurs


Heute gibt es die letzten Bilder vom Rohkost"koch"kurs am 2.12. - wie im letzten Blogeintrag versprochen. Zu unserem Menü gehörte natürlich auch ein Dessert. Eigentlich sogar mehrere, aber eines stelle ich dir hier vor: dieses auf den Bildern. In Schweden heißt das Dessert Ris à la Malta, in Dänemark Risalamande (dänisch ausgesprochen). Beides ist eine Verballhornung, eine Verschlimmbesserung von Ris à l'Amande, was es in Frankreich so als Gericht gar nicht gibt und wenn dann wird es Riz aux Amandes heißen.


Ohne ihren Ris á l’amande feiern die Dänen nicht Weihnachten und die Schweden haben es sich abgeschaut. Sogar bei Michel aus Lönneberga spielt das Dessert und die darin versteckte Mandel eine Rolle. Wer nämlich die versteckte Mandel findet, wird im nächsten Jahr heiraten, was Lina, die sie findet, besonders freut, Alfred, den von Lina Auserkorenen, aber deutlich weniger. Bei uns würde diese Dessert vielleicht Mandelmilchreis mit Kirschgrütze genannt werden. Allerdings ist das hier so viel köstlicher als ein gekochter Milchreis

Allgemein braucht man auch nicht gleich heiraten, wenn man im Dessert eine Mandel im Ris à la Malta findet, aber ein Glücksbringer wird sie wohl sein :-) Beim letzten "Koch"kurs hat sich Hannelore gefreut und ich hoffe, die Mandel hat ihr Glück gebracht.


Wenn Du auch mal dieses wahnsinnig leckere Gericht in der Rohkostvariante zubereiten und probieren möchtest, komm einfach zum nächsten Weihnachtsmenü - wild&roh-köstlich-Kurs am kommenden Samstag. Natürlich sind auch hier Wildpflanzen mit verarbeitet worden, welche das wird am Samstag erst verraten.

Wir werden viele Köstlichkeiten entdecken und eine Person wird die Mandel finden, ganz sicher.





Sonntag, Dezember 09, 2018

2. Advent rohköstlich



Einen wunderschönen 2. Advent wünsche ich dir und uns allen. Gerade blinzelt die Sonne durch den wolkenverhangenen Himmel und ich würde mich freuen, wenn sie bleiben könnte und unsere letzte Exkursion in diesem Jahr begleiten könnte. Noch 2 Stunden und dann ist es soweit, dann geht dieses Exkursionsjahr zu Ende und ich in die Winterpause. Diese "Pause" wird allerdings gut gefüllt sein mit den Vorbereitungen für die Ausbildung "Wildpflanzen-Praxis" 2019.

Und natürlich auch mit Seminar-Vorbereitungen, jetzt erst einmal für den 15.12. - das letzte Seminar in diesem Jahr mit dem Weihnachtsmenü - und dann im Januar mit einem Überraschungsseminar - dazu demnächst hier mehr. Und dann ist es auch schon Februar und wir starten schon wieder in ein neues Exkursionsjahr.

Aber zuvor will dir heute noch ein paar Bilder vom Weihnachtsseminar neulich, dem rohköstlichen "Koch"kurs, zeigen - so sah unser Weihnachtsmenü aus.


Die Vorbereitung.

Wenn du jetzt auch Lust bekommen hast auf rohköstliche Weihnachten, dann gibt es noch Plätze beim Seminar "Weihnachtsmenü - wild&rohköstlich". Hier, mehr dazu.

Vorspeise Deluxe - natürlich auch mit Wildpflanzen.

1. Hauptgang - dekoriert mit Sauerkleeherzen.


Wildpflanzen für den Braten - nicht zu wenig.
  
Weihnachtsbraten in molliger Wacholdersauce mit Nudeln und Gemüse auf einem Wildpflanzennest mit Bucheckerncrunch..
Lecker war's und energiegeladen, wie wilde Rohkost halt so ist ;-) und ähnlich wird auch unser Menü beim 2. Termin werden. Du vermisst das Dessert? Klar gab es Dessert. Mehrere eigentlich, aber dazu mehr in einem der nächsten Blogeinträge.

Bevor ich es vergesse: Bis heute 24 Uhr kannst du noch die Interviews von Rohkost im Winter kostenlos anschauen, dabei erzähle ich auch eine Stunde lang über die Wildpflanzen und ihre Bedeutung in der Ernährung, gerade im Winter. Im Blogeintrag von gestern findest du alle Links.

Dir einen schönen 2. Advent und bis zum nächsten Mal an dieser Stelle.


Samstag, Dezember 08, 2018

Das megagesunde Wochenende

Wow, was liegt da denn für eine Wochenende vor mir: Zwei Wildpflanzenexkursionen mit ganz vielen Teilnehmern. Das freut mich sehr. Vor 2 Jahren noch kam im Dezember kaum jemand zur Exkursion, weil alle vermutet haben, dass es im Dezember nichts zu finden gäbe. Stimmt aber nicht - schau hier:

Sogar Äpfelchen gibt es manchmal im Winter.
Mittlerweile wissen aber ganz viele, dass es auch im Winter noch viele Wildpflanzen gibt, oder manche Arten erst recht, die eben nur im Winter wachsen, beispielsweise der Weinberg-Lauch. So freue ich mich, dass die viele Arbeit, die Vorträge, die Kochshows auf Messen, die permanente Information über die grünen Schätze, die auch im Winter noch zu finden sind, endlich Früchte trägt. Und am meisten freut es mich, dass wir immer mehr werden.


Und da kommt es doch gerade rechtzeitig, dass alle Interviews vom Kongress "Rohkost im Winter"** jetzt am Wochenende, von SAMSTAG (8.12.) um 18 Uhr bis SONNTAG (9.12.) um 24 Uhr also für 30 Stunden nochmal kostenlos zu sehen sind. Das - nehme ich allerdings an - wird wohl das letzte Mal sein - also, wenn ihr es bisher verpasst habt, dann holt es ganz schnell nach.

Mit diesem LINK oder per Klick auf's Bild - kommst Du hin.


Wer lieber ohnehin das ganze Wissens-Paket haben möchte - also alle Videos zum beliebigen Anschauen,  klickt hier und erhält zusätzlich zu den Interviews noch viele schöne Rezepte, Extra-pdfs und Zubereitungsvideos. Von mir mit dabei: Zwei Rezepte: einmal ein rohköstliches Reishi-Parfait und Schokoko - meine liebsten schokoladigen Kokosplätzchen für Weihnachten - auch roh natürlich.

Und dann kann ich dir auch gleich den Mund wässrig machen für den nächsten Weihnachts"koch"kurs - der findet nämlich am 15.12. statt.

Wir werden ein Weihnachtsmenü zubereiten und weil der Kurs letzte Woche sehr gut angekommen ist, werden wir ihn einfach nochmal wiederholen für diejenigen die keinen Platz mehr bekommen haben.

Falls Du darauf Lust hast. findest Du alle Infos hier verlinkt.

So sahen unsere Vorbereitungen das letzte Mal aus - mehr dazu morgen an dieser Stelle:


Dir wünsche ich jetzt auch ein schönes Wochenende mit vielen Wildpflanzen und jeder Menge Genuss.

Freitag, November 30, 2018

Rohkost im Winter - der Kongress

Vorgestern hat mich Kevin Heckmann angerufen und mich ganz kurzfristig noch als Expertin für seinen Rohkost-im-Winter-Kongress eingeladen.

Und wie Du hier auf den Bilder sehen kannst, hab ich dazu einiges zu erzählen.
 

Gestern habe ich mit ihm dann ein Interview geführt, das du ab heute Abend 18 Uhr kostenfrei für 24 Stunden anhören kannst - es geht um Wildpflanzen und Rohkost im Winter, um Hänsel und Gretel und wie du dich unabhängig machst.

Wenn es dich interessiert, klick einfach hier, so kommst du am schnellsten zum Kongress.

Schau mal, was es auch im Schnee zu finden gibt:


Leckere weiße Taubnessel.


Brombeerblätter, wenn sonst gar nichts los ist.

Und rate mal, was das ist.. Wilde Malve!
Aber mein Beitrag ist längst nicht alles, wenn du den ganzen Kongress anhören willst, dann hast du noch bis zum 2.12. Zeit und kannst noch viele andere Experten anhören.

Hier der Link zum Kongress
Beim „Rohkost im Winter Kongress“ erwarten viele verschieden Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen, die sie gerne teilen:
* Welche Speisen wärmen, welche Gewürze, welche Kniffe?
* Wildpflanzen- und Früchte im Winter, Sprossen, Fermentation und allerhand was sonst noch durch die kalte Jahreszeit hilft
* Warum ist einem überhaupt kalt? Auch das bekommst du erklärt.
* außerdem: Rezepte: Rohköstliche Alternativen zu Lebkuchen, Zimtsternen, Dominosteinen, Bratäpfeln, Weihnachtsstollen und Vanillekipferln! Hmm, da läuft mir schon das Wasser im Mund zusammen.

Du erfährst beim Kongress außerdem mehr dazu:
* Wie du mit dieser Ernährungsform deinen Nährstoffbedarf auch im Winter decken kannst.
* Wie du rohköstliche Wintergerichte zu Hause, unterwegs und für die oder bei der Arbeit zubereiten kannst
* Leckere Rohkostsuppen für den Winter - Rezepte dazu gibt es übrigens auch in "wild&roh"

Der Kongress passt für dich, wenn du
* noch unsicher bist, wie du Rohkost im Winter mit Spaß und Genuss in deinen Alltag integrieren kannst.
* die besten Tipps und Tricks zum Zubereiten von Crackern, Salaten, Saucen, Suppen und sogar weihnachtlichen Rohköstlichkeiten suchst.
* noch nicht weißt, welche einfachen Möglichkeiten z.B. die Fermentation oder auch heimische Wildpflanzen bieten.

Es ist ein tolles Programm und ich kann es nur empfehlen, vor allem: Bleib dran bis zum Schluss, denn wenn Du jetzt etwas verpasst hast, gibt es oft noch die Möglichkeit, das am Schluss nochmal nachzuholen, wenn eventuell, wie oft bei diesen Kongressen, alle Interviews nochmal gezeigt werden. So kannst Du alles kostenfrei nutzen.

Hier kommst du hin: Link zum Kongress

Viel Spaß dir beim Videos schauen und ich wünsche viel Inspiration.

Montag, November 19, 2018

Essbare Wildpflanzen in der Wutachschlucht

Junger leckerer Giersch
Zurück aus München - eine schöne Exkursion war das am Samstag. Wir hatten andere Themen als sonst, weil es ja jetzt richtig Herbst geworden ist. Herbst hängt für uns häufig mit Rückzug der Natur und Tod zusammen, was in der Natur aber gar nicht der Fall ist, sie lebt nach dem Sommer wieder auf, die Kräuter treiben frisch  - ich habe sogar schönen jungen Giersch gefunden - und während die Früchte noch an den Sträuchern hängen sind die Blütenknospen und Blattknospen fürs Frühjahr schon angelegt.



Heute gibt es hier noch ein paar Bilder aus der Wutachschlucht - die Wanderung habe ich im letzten Blogeintrag vorgestellt. Übrigens haben wir hier nur fotografiert, weil im Naturschutzgebiet natürlich Pflücken und Sammeln verboten ist.

Weißdorn - der Herzfreund - hat jetzt aktuell kaum mehr schöne Blätter, aber die Früchte hängen noch eine Zeit lang an den Kleinbäumen und Sträuchern.


Glockenblumen wachsen an den unmöglichsten Stellen:


Langsam geht auch hier die Saison für Bucheckern zu Ende, die ersten habe ich im September in der Wutachschlucht gesammelt. Viele Bucheckern im Herbst, das heißt gleichzeitig auch viele Buchenkeimlinge im Frühjahr - da freue ich mich jetzt schon drauf.


Die letzten Kohl-Kratzdisteln sind nun endgültig auch auf dem Rückzug, ich mag sie so gerne und mach unter anderem einen Aufstrich (Rezept in "wild&roh") daraus.


Die Gefleckte Taubnessel war in diesem Jahr recht häufig zu finden und ich bin gespannt, wie es im nächsten Jahr aussehen wird. Jetzt im Herbst und Winter ist es dann eher die Purpurrote Taubnessel, die wir antreffen, aber erstaunlicherweise haben wir auch jetzt im November noch einige blühende Exemplare bei der Exkursion im Schönbuch angetroffen.


Und das hier unten? Essbar oder giftig? Zum ordentlichen Bestimmen von Doldenblütlern brauchen wir Blüten und Samen, sonst ist die Verwechslungsgefahr einfach zu groß. Also lass lieber die Finger weg von solchen Blättern, wenn du nicht auf Doldenblütler spezialisiert bist und eine Botanikausbildung hast.

Nicht essen! Sind dir die Doldenblütler nicht bekannt, kann es leicht gefährlich werden, daher: Finger weg!
Ja, und das ist es auch, woran ich momentan arbeite, an einer Ausbildung "Wildpflanzenpraxis" für alle Liebhaber von essbaren Wildpflanzen, die tiefer einsteigen möchte, beziehungsweise mehr über die essbaren Pflanzen lernen wollen.
Das wäre jetzt genau dein Ding? Dann … psssst … melde dich ganz schnell bei mir per Mail. Am kommenden Wochenende nämlich sind wir schon auf der veggie&freivon und erzählen dort mehr darüber und es gibt 2019 nur ca. 15 Plätze und wie immer: Wer zuerst kommt...

Dir eine schöne Woche - wir freuen uns, dich in Halle 9 am Stand 9D41  am Stand von wild&roh auf der veggie&freivon zu begrüßen. Sprich uns an und gib dich als tine-taufrisch-Leser*In zu erkennen. Und lies doch morgen hier nochmal rein, dann kannst du mit ein bisschen Glück auch noch zwei Eintrittskarten gewinnen :-)


Mittwoch, November 14, 2018

Rohköstliches Dessert und Weihnachtsausblick



Erinnerst du dich  überhaupt noch an diesen Post vom vorletzten Rohkost"koch"kurs? Und den vorletzten Satz: "Jetzt würde mich nur noch interessieren, wo eigentlich die Bilder vom Dessert abgeblieben sind, die muss ich bei Gelegenheit mal nachreichen, wenn sie wieder aufgetaucht sind."

Aufgetaucht sind sie schon länger wieder, aber ich war so eingespannt in den letzten Tagen, dass ich gar nicht mehr zum Schreiben hier gekommen bin. Das hole ich jetzt nach.


Schön waren das Seminar und die Exkursion am vergangenen Wochenende - dazu berichte ich dann noch von Gold, Weihrauch, Myrrhe und Ysop - und im Schönbuch haben wir jede Menge leckere Pflanzen gefunden.

Jetzt sind wir mit den Vorbereitungen für die Messe beschäftigt, der November ist einfach ein herausfordernder Monat, weil alles zusammenkommt: Viele Wildpflanzen, Exkursionen, Messen, Seminare, Kulinarisches. Kennst du das, wenn man dann in den Kalender schaut und am liebsten schon auf den März springt, weil da noch einige Termine frei sind? Die leeren Kästchen füllen sich natürlich jetzt auch nach und - einerseits ist es schön, dass alles im Fluss ist und weiter geht, andererseits ist es natürlich auch eine Herausforderung das Jetzt und das Dann vernünftig abzustimmen.

Wenn mir das manchmal zu viel wird, dann schalte ich um auf "tiefes Versinken in Arbeit" und überlege mir Gerichte und neue Rezepte für die nächsten Seminare oder vertiefe mich in die Pflanzenwelt und ihre Geheimnisse.

Hier mal eine Kostprobe:

Das ist der Stand fürs Menü beim Weihnachtsmenü beim "Koch"kurs am 2. Dezember:


🌿 Zitronig-wildes Carpaccio vom Kräuterseitling


🌿 Apfel-Mandel-Sellerie-Suppe mit wild-würzigem Mango-Relish


🌿 Zucchinifilets in sahniger Creme mit Wildem vom Strand


🌿 Wilder Weihnachtsbraten und Fenchelkeule mit Nudeln in molliger Wacholdersoße


🌿 Schwedisches Riz al la Malta mit Kirschen und Knospen


🌿 Goldnessel-Makaoccino

Es kann sich noch einiges ändern bis dahin, da ich üblicherweise alles noch mal teste und bei Bedarf ändere. Ob es dann die Wacholdersoße wird oder eine Sauerkrautsoße, die ich gestern ausprobiert habe, das kann ich noch nicht genau sagen. Vielleicht muss auch die Fenchelkeule leckeren Pilzen weichen. Das hängt ganz davon ab, welche Variante beim Probe"kochen" gewinnt und vor allem dem Urteil der Tester standhält.
Wenn Du jetzt Lust bekommen hast, dabei zu sein und mit mir das Menü zuzubereiten, dann melde dich schnell an. Oder du kommst lieber zur süßen Variante am 1. Dezember, wenn Du Christstollen, Hutzelbrot, Lebkuchen oder Plätzchen rohköstlich herstellen möchtest.



Zwischen allem anderen baue ich auch immer Termine mit Menschen ein, die mich bereichern und die ich bereichern kann. So freue ich mich auf morgen, auf einen ganz außergewöhnlichen Termin, bei dem es darum gehen wird, Dinge auf den Weg zu bringen, für die es aktuell noch nicht mal einen Weg gibt.

Zwischendrin versuche ich Ordnung zu schaffen, den Übrigbleibseln vom Seminar wieder einen Platz und eine Aufgabe zu geben, Sachen, die ich für die nächste Veranstaltung brauche vorzubereiten und voraus zu "denken" und so bleibt immer alles im Fluss.


Und dann taucht auch manche nicht zu Ende gedachte Idee wieder auf... da war doch was mit dem Dessert... ja, der Blogeintrag muss noch geschrieben werden. Das habe ich jetzt gemacht und am heutigen Tag damit den ersten Punkt gesetzt.

Jetzt möchtest Du bestimmt noch wissen, was das ist? Ein Aprikosen-Wilde-Pflaumen-Kompott mit Kirschpflaumen und wilden Pflaumen darauf eine Cashew-Sahne  und Rosenblüten, Pistazien und Pastinakensamen.


Dir einen genussvollen Tag.