Dieses Jahr beim Rohkost und Wildpflanzen-
Seminar in den Bergen sind wir auf solch hübsche natürliche Mandalas gestoßen - übrigens haben wir beide im Abstand weniger Meter voneinander gefunden. Für mich sind diese Schönheiten immer ein Zeichen, wie perfekt und dennoch verschwenderisch und üppig die Natur ist. Und wer seinen Blick schärft, der kann viele solcher Schönheiten entdecken, deshalb üben wir auch das "Sehen" immer auf
Exkursion.
Dieses Mandala, das von den Blättern des Mittleren Wegerichs gebildet wird, ist nicht nur schön, sondern auch essbar. Die Blätter schmecken aromatisch nach Champignon und sind jetzt, wo es draußen mild und feucht ist, wieder überall zu finden.
Steinbrechgewächse gehören oft zu den gefährdeten Pflanzenarten - dieser Kies-Steinbrech,
Saxifraga mutata, ist in den Kalkalpen stark gefährdet. Auch wenn man ihn theoretisch essen könnte, dürfte er niemals gesammelt werden, weil wir ihn sonst bald ganz verlieren würden.
Auch sollte man solche gefährdeten Pflanzen niemals umsiedeln, etwa in den
eigenen Garten - es ist absolut verboten. Die Pflanze braucht die dynamischen Prozesse an rutschenden
Hängen oder am Rande der Fließgewässer - wer kann so etwas in seinem
Garten schon bieten - dort würde sie also auf jeden Fall nicht
überdauern.
Genießt diese Mandalas einfach, wenn ihr sie findet und speichert die Schönheit der Natur im Herzen.
Die nächsten beiden Exkursionen finden am Wochenende statt:
Essbare
Wildpflanzen – die wichtigsten Arten
im Herbst“
Alle,
die erst so spät im Jahr auf die
Wildpflanzen gestoßen sind, können bei
dieser Exkursion noch vor dem Winter die
ersten Arten kennenlernen. Wir widmen
uns den zu dieser Jahreszeit
bedeutendsten Arten und wollen
Bekanntschaft machen mit dem Grün,
das auch im Winter noch zu finden sein
wird. Exkursion für Anfänger,
Auffrischer und Fortgeschrittene. Finden
statt am:
Sa. 14. November
2015: 11–13:30 Uhr
Für Fortgeschritte:
So. 15. November:
10:30 -13:00 Uhr
Weniger
bekannte Arten entdecken.