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Montag, Januar 29, 2024

Fleisch oder Nicht-Fleisch - neue Steinzeittheorien

In meinen Kursen versuche ich immer wieder zu erklären, das Fleischessen keine Frage der Wissenschaft ist, auch medizinisch nicht einwandfrei begründbar ist und historisch kontrovers diskutiert wird. Nachdem ich mich intensiv in Museen zu diesem Thema informiert habe, meine ich verstanden zu haben, dass Menschen bis Steinzeit eher die Gejagten als die Jäger:innen waren. Wie soll es denn funktionieren ohne Waffen und ohne geeignetes Werkzeug die Tiere zu schlachten, ihnen die Haut abzuziehen, etc. Also waren es wohl die Wildpflanzen, die den Großteil der Ernährung und der Versorgung mit essentiellen Nährstoffen ausgemacht haben. 

Aktuell gibt es eine neue Veröffentlichung von Forscher:innen (Jennifer C. Chen, Mark S. Aldenderfer, Jelmer W. Eerkens, BrieAnna S. Langlie, Carlos Viviano Llave, James T. Watson,
Randall Haas) von der Universität Wyoming, die besagt, dass auch Steinzeitmenschen am Übergang zur Sesshaftigkeit, kaum Fleisch gegessen haben dürften. Das konnte bewiesen werden durch Isotopenanalysen der Knochen menschlicher Fossilien, die 9000 Jahre alt sind. Es konnte gezeigt werden, dass sich diese Steinzeitmenschen nicht wie erwartet vorwiegend von Fleisch ernährten, sondern zu 70-95 Prozent von pflanzlichen Lebensmitteln.

Warum haben frühere Forschungen dann vermutet, die Menschen hätten sich vorwiegend von Fleisch ernährt? Das basiert wohl auf einem Missverständnis: Weil bei den Ausgrabungen häufig eher tierische Reste, wie Knochen, gefunden wurden und kaum pflanzliche Überreste, nahm man an, dass vorwiegend Tiere gejagt und gegessen wurden - dabei waren die Pflanzen einfach nur nicht erhalten geblieben. Bestärkt wurden die Annahmen durch Funde von Waffen, Speerspitzen etwa.
Aber nun, mit einer anderen Betrachtungsmethode, wurde gesehen, was vorher nicht gesehen wurde - nämlich, dass die Tiere wohl wesentlich weniger in den Körper aufgenommen wurden. 

Paläoethnobotanische Daten zeigen auch, dass wilde Knollen und Malvengewächse zu den wichtigsten Bestandteilen der Ernährung gezählt haben. Es wird außerdem davon ausgegangen, dass zur Selbstversorgung beispielsweise Maca-Knollen und Kartoffeln angebaut wurden. 

 

Rote Bete gab es in den Anden nicht - aber im Mittelmeerraum.

Diese Forschungen bezogen sich auf Gebiete in den Anden, ich hätte nun gerne mehr Untersuchungen dazu.

Zum Nachlesen der Veröffentlichung klick hier. 



Mittwoch, Januar 17, 2024

Männer und Wildpflanzen?

Männer, wo seid ihr? Im Zirkus der wilden Pflanzen, bei Kursteilnehmenden wie Anbietenden seid ihr kaum vertreten oder wirklich rare Einzelexemplare. Warum eigentlich? 




Die Botanik wurde wie einst alle Wissenschaften von Männern begründet und viele Lehrstühle in diesem Bereich sind von Kollegen besetzt. Da aber wo die Botanik in den Alltag hineinspielt, zum Beispiel bei der Verwendung von Wildpflanzen, da dreht sich das Blatt und die Frauen sind in der Überzahl. Woran liegt das? 
Und wieso kochen Männer heute so viel und häufig, dass in allen Koch-TV-Sendungen doch die Hälfte der Teilnehmenden Männer sind? Wie hat sich das entwickelt?


Ich wünsche mir für meine Jahreskurse, dass mindestens 1/3 Männer dabei sind. Es ist nicht so, dass nie Männer dabei sind, aber eben deutlich weniger als Frauen. Dabei habe ich das Gefühl, die männliche Sicht auf die Wildpflanzen würde deren Betrachtung weitere gute Aspekte bringen.
Jetzt kann man natürlich sagen, das macht doch keinen Unterschied, ob Männer oder Frauen sich mit Wildpflanzen beschäftigen, ja, auch ich hoffe, in Zukunft wird das so sein. Aber momentan sind es 90 Prozent Frauen, so wie Frauen früher überwiegend gekocht haben.

Ob Frauen oder Männer, das ist den Pflanzen ganz egal, sie haben für jeden etwas zu bieten: Bäume, Sträucher, Kräuter gibt es in zart und robust und in allen Regenbogenfarben. Geschlechterspezifische Wildpflanzen gibt es nicht, im Gegenteil, bei den Pflanzen ist es wie bei den Menschen, nonbinär ist hier Standard, nicht außergewöhnlich.

Also Männer, ich suche euch, weil ich euch gerne mit den Wildpflanzen bekannt machen möchte. Und übrigens: Richtig gute Köchinnen und Köche kommen heutzutage ohne Wildpflanzen doch gar nicht mehr aus. Die wirklich guten Geschmäcke wollen gesammelt werden - los geht's. 

Mittwoch, März 04, 2020

Ein neuer Pflanzenzyklus im Jahreskurs Wildpflanzen-Praxis

Purpurrote Taubnessel

Es ist soweit. Ich freue mich und bin schwer gespannt. Der eine Jahreskurs ist zu Ende gegangen und der nächste beginnt am 14. März. Eine neue Runde mit neuen Teilnehmer*innen und den wilden Pflanzen. Jetzt fühlt es sich gerade ein bisschen wie "zwischen den Jahren" an. Zeit, zurückzublicken und zu rekapitulieren, was gut war und was noch besser werden könnte.

Eine wunderschöne Rückmeldung gab es von Brigitte, einer Teilnehmerin des vergangenen Kurses schau hier.


Aktuell gibt es noch zwei freie Plätze und wenn Du Lust hast, dann schau doch hier mal rein, ich schicke Dir dann gerne alle weiteren Infos.


Schau mal, was für tolle wilde Pflänzchen ich aktuell in Berlin in einem kleinen Park entdeckt habe:
Lungenkraut

Brennnesseln

Weinberg-Lauch

Knoblauchsrauke





Sie werden natürlich auch alle ein Rolle im Jahreskurs spielen, alle eine andere aber immer eine individuell wichtige.

In unserem aktuellen Podcast bei "Vmail für Dich" geht es um Schokolade... Gibt es eigentlich Rohkost-Schokolade? Cheryl hat eine richtig tolle Manufaktur auf Sizilien besucht und ich habe mehr Infos zu der köstlichsten Entdeckung seit Kolumbus beigetragen. ( Er hat 1502 den Kakaobaum und die -bohnen in Mittelamerika kennengelernt - hat aber angeblich niemals Schokolade probiert - der Arme).





Freitag, Mai 24, 2019

Wildpflanzen zum Gesundwerden bei Vmail für Dich


Schau mal, wie schön - ein bunt gemischter Haufen Frühjahrs-Wildpflanzen. Sie alle haben mir beim Gesundwerden geholfen - und wie, das erzähle ich in Folge 23 unseres Podcasts "Vmail für Dich" - Hör hier doch mal rein:  https://www.wildundroh.de/podcast/

Löwenzahn

junge Buchenblätter

frische Triebe vom Wiesen-Labkraut

Blätter der Wilden Malve

Blätter vom Spitz-Wegerich

Bärlauch-Knospen

fermentierte Bärlauchknospen - ein Gedicht
Die Triebe vom Wiesen-Bocksbart - da findest Du jetzt auch schon Blüten - schau mal hier.

Zitronenmelisse - ein Gartenflüchtling

Brennnesselblätter - hmmm

das frische Grün vom Gewürzfenchel - auch Samenfenchel genannt

Mädesüß - hat dem Aspirin, seinen Namen gegeben
Wenn Du diese Pflanzen alle näher kennenlernen möchtest, dann komm doch mal mit auf Exkursion.

Und am 1. Juni gibt es einen rohveganen „Koch“kurs zum Fermentieren: Sauerkraut, Kimchi & Co wild&roh-köstlich

Alle Termine findest Du hier ausführlich beschrieben. Ich freue mich, wenn Du mal dabei bist.


Samstag, März 02, 2019

Natur geht nicht online.

Behaartes Schaumkraut - kannst Du es schmecken?

Samstag, März, die Zeit fliegt und ich hinterher. Was ist das? Dieser Februar hatte vielleicht ein Tempo drauf und der März scheint es ihm gleichtun zu wollen. Heute habe ich ein spannendes Thema, über das ich gerne schreiben möchte: Wahrnehmung und Verbindung von Lebewesen.

Fühl mal, wie unterschiedlich sich diese Wildpflanzen anfühlen.

Ich stelle fest, dass es immer mehr Online-Kurse gibt. Alles kann man da lernen, es ist faszinierend. Wenn Du wissen willst, wie man ein Rohkost-Brot macht oder wie man den Geschirrspüler repariert, erfährst Du es dort. Und ich habe den Eindruck, mittlerweile sind wir auch dazu übergegangen, zu glauben, dass auch Beziehungen online funktionieren. Das tun sie ja auch teilweise, aber nur zu einem bestimmten Grad. Oder warum sonst sind die meisten Menschen mit Fernbeziehungen nicht so glücklich, wir können uns doch per Skype sehen, unterhalten und austauschen.

Aber wir können eben doch nicht alles austauschen. Du weißt nicht, wie Dein Gegenüber riecht, schmeckt oder sich anfühlt. Wir können nur hören und sehen online. Das reicht, um die Spülmaschine reparieren zu können, aber für mehr auch nicht.

Wie bin ich auf das Thema gekommen? Es gibt immer mehr Online-Kurse zu Naturthemen, worin es darum geht, Pflanzen oder Naturphänomene kennenzulernen. Und natürlich frage ich mich, ob so etwas für mich auch interessant sein könnte. Wollen meine Seminar- und Exkursionsteilnehmer so etwas auch? Aber es widerstrebt mir so. Ich mache viele Dinge gerne online, schreibe und spreche auch über Wildpflanzen, gebe Interviews fürs Fernsehen. Aber ich fühle mich da eher auf einer Metaebene. Ich spüre, dass es ist, wie wenn ich Bilder aus dem Urlaub zeige; den Geruch, die Sonnenstrahlen auf der Haut, das Summen der Bienen und das ganz besondere Flair am Urlaubsort, kann ich nicht transportieren. Ich kann Anregungen geben und Interesse wecken, aber die Verbindung zwischen den Pflanzen und den Menschen herzustellen, 1:1, das gelingt mir nicht. Es ist nur ein Sprechen über und nicht mit dem Lebewesen, wenn ich eine Pflanze in die Kamera halte.

Die Brennnessel brennt, aber virtuell kannst Du das nicht wahrnehmen.
Deshalb ist nach wie vor der wichtigste Teil meiner Arbeit, der mit echtem Kontakt zu Menschen. Wenn ich jemandem eine Wildpflanzen in natura vorstelle, dann passiert ein Austausch. Der Mensch kann entscheiden, wie intensiv dieser sein soll, aber dieser Austausch schafft Verbindung, hinterlässt eine Spur, manchmal tiefgehend, manchmal nur oberflächlich.

Bei meinen Überlegungen kam noch etwas dazu. Nämlich die Frage, warum so viele Menschen Tiere lieben und ob sie jemals auf die Idee gekommen sind, diesen Kontakt auch virtuell zu suchen. Ja, Tierfilme sind sehr beliebt, Catcontent auch, aber gibt es Online-Haustiere? Bestes Beispiel dafür, dass das nicht funktioniert sind Tamagotchis, der Hype aus den 90er Jahren um diese Plastik-Computertier-Fakes war wohl einer der kurzfristigsten überhaupt. Weil diese Ersatztiere nicht echt waren. Weil sie nicht fühlbar waren.

Natur und ihre Lebewesen, Pflanzen wie Tiere und Menschen, sind nicht in ihrem vollen Ausmaß wahrnehmbar, wenn wir ihnen nicht real gegenüber treten. Und auch die Sphinx am Stadtrand von Kairo bleibt nur ein Postkartenmotiv, welches sich vor Ort ganz anders darstellt. Da ist es ein vergleichsweise kleines Bauwerk direkt am Stadtrand, das aufpassen muss nicht unterzugehen. Und dennoch erfährt man dort etwas anderes als beim Blick auf eine Postkarte. Und die Sphinx lebt noch nicht einmal. Wieviel mehr erfährt man von einem Tier, wenn man ihm in die Augen blickt und wieviel mehr von einer Blüte, an der man riecht?

Kannst Du das Veilchen riechen?

Ich bleibe dabei - auch wenn es unendlich viel mehr Aufwand ist, Menschen und Pflanzen in natura zusammenzubringen und sie zarte erste Bande knüpfen zu lassen, scheint das meine Lebensaufgabe zu sein und manchmal fühle ich mich ein bisschen wie Sisyphos. Aber wenn es dann klappt und jemand sich nach Jahren noch erinnert, wo er/sie den ersten Giersch wahrgenommen und gekostet hat, dann ist das mein Glück.

Wenn Du Dich auch einmal in natura mit den Pflanzen verbinden möchtest, dann findest Du hier alle Möglichkeiten - ab Mitte März auch mit neuen Terminen - und hier geht's zum Jahreskurs Wildpflanzen-Praxis.

Die Bilder hier zeigen eine kleine Auswahl der ersten Frühlingspflanzen, die noch ganz frisch und ein bisschen kalt riechen, aber voller Energie stecken, die man auch schmecken kann.

Dienstag, Dezember 11, 2018

Grünes Glitzern und Magnesium für alle im Weihnachtsmenü


Heute will ich euch mal noch ein bisschen was zu den Wildpflanzen erzählen oder vielmehr meinen Umgang mit ihnen. Ich verwende sie nach Möglichkeit in jedem Gericht, selbst in diesem Christstollen, wo Gojibeeren und eine sorbinsäurefreie Vogelbeer-Sorte enthalten sind. Und natürlich auch in Weihnachtsplätzchen und anderen süßen weihnachtlichen Versuchungen.



Im Weihnachtsmenü spielen sie natürlich auch eine wichtige Rolle - Grün muss einfach sein:


Hier kannst du sehen, wieviel Grün bei meinem Essen dazugehört. Wusstest du übrigens, dass niemand Magnesiummangel haben wird, der genügend Grün ist? Magnesium ist das Zentralatom im Chlorophyll-Molekül. Ausreichend Grün heißt also immer auch ausreichend Magnesium. Und dank der vielen anderen Inhaltstoffe, verschiedener so genanter Sekundärer Inhaltstoffe, kann das Magnesium auch wirklich gut vom Körper aufgenommen und genutzt werden. Magnesiummangel ist also immer hausgemacht und am leichtesten mit viel wildem Grün wieder in den Griff zu bekommen.


Die Chlorophylle sind aufgrund ihrer Bauweise mit den Hämen verwandt, zum Beispiel mit dem Häm vom Hämoglobin, dem Blutfarbstoff. Unser Blutfarbstoff hat aber als zentrales Ion Eisen statt Magnesium. Wenn man so will könnte man das Chlorophyll auch als "Pflanzenblut" bezeichnen. Diese Pflanzenblut ist immer dann besonders hilfreich, wenn Muskeln krampfen. Mittlerweile weiß ja jede/r, dass ein Muskelkrampf oft auftritt, weil Magnesiummangel herrscht. Aber auch Depressionen oder Rückenschmerzen, eventuell sogar Hoher Blutdruck oder Herzrhythmusstörungen können dadurch verursacht werden. Viel hilft hier viel, je grüner um so besser.


Und selbst wenn die Wildpflanzen nur in geringen Mengen zum Einsatz kommen, ist ihre Wirkung ganz großartig, weil sie uns mit allem versorgen, was wir brauchen. Und gerade die im Winter kleineren Wildpflanzen sind so reich an Inhaltsstoffen, weil im Winter alles sich in diesen kleinen Blättchen konzentriert.


Die Zeit der Bucheckern ist jetzt vorbei, aber dafür ist jetzt die Zeit des Weinberg-Lauchs und des Behaarten Schaumkrauts angebrochen. Großartige und besonders leckere Gerichte warten auf uns.
Wenn du mitessen möchtest, dann schau mal hier.







Dienstag, August 14, 2018

Sommergenuss Pizza, roh und vegan


Ah, Leute, dieser Sommer hält mich schwer auf Trab. Alles schön, alles gut, aber manchmal einfach ein bisschen wenig Zeit, um hier so viel zu schreiben, wie ich es gerne würde. 

Nächste Woche stehen 3 Exkursionen an, wenn ihr Lust habt schaut doch mal unter diesen Links das Programm an:

21. August: Exkursion Essbare Wildpflanzen – Die wichtigsten Arten im Sommer für Fortgeschrittene

24. August:  Exkursion Essbare Wildpflanzen – Die wichtigsten Arten im Sommer  für alle

25. August: Exkursion Wildpflanzen am Schönbuchrand

Auch das erfordert viel Vorbereitung, aber diese Arbeit genieße ich sehr. Das Eintauchen in die Welt der Pflanzen ist für mich die beste Erholung überhaupt. Egal, ob ich draußen unterwegs bin und die Exkursionsstrecken ablaufe oder am Schreibtisch sitze und Unterarten - zum Beispiel von den Pflaumen und Zwetschgen momentan - bestimme, es ist für mich immer eine Erholung.

In der letzten Woche haben wir viele Ausflüge in die Natur gemacht, da wird es, wenn ich alles aufbereitet habe, dann schöne Berichte davon geben.


Die Hitze übrigens macht mir nichts aus, im Gegenteil, gestern Abend habe ich es fast schon als zu kühl empfunden, um im Kleidchen draußen zu sitzen. Hitzeverträglichkeit ist ein riesiger Vorteil einer hauptsächlich rohen Ernährung. Ich schwitze nur dann, wenn ich Gekochtes esse, auch wenn es nur ein Ratatouille aus Zucchini, Aubergine, Paprika und Tomate ist, ist es ein richtiger Hammer, wenn ich davon nicht nur koste, sondern eine Mahlzeit esse. Mein ganzer Organismus läuft dann auf Hochtouren und ich schwitze so lange, wie der Körper arbeitet und im Nachhinein immer wieder bei körperlicher Tätigkeit.

Aber nun zum heutigen Sommergenuss:

Ein ideales Gericht für heiße Tage ist für mich diese Pizza, die auch supereinfach selber herzustellen ist. Das Brot ist ein Rohkostbrot, das man so fertig kaufen kann, in diesem Fall eines mit Rosmarin und ein Sauerkrautbrot.



Bestrichen wird es mit einer Avocadocreme aus Wildpflanzen, Zitrone und Avocado, nach Geschmack auch Knoblauch, püriert. Dann kommt das kleingeschnittene Gemüse drauf, das nach Belieben variieren kann: Zucchini, Paprika, Pilze, Tomaten, Rohkost-Oliven, alles, was lecker schmeckt. Und darauf haben wir dann beim Sommer-Wildpflanzen-Seminar noch weitere Kräuter gegeben, Dost beispielsweise und Brennnesselsamen.


Das ist wirklich feines Weatherfood, so lange man sich nicht den Bauch damit zu voll schlägt, erhält man damit die Frische für Körper, Geist und Seele auch an ganz heißen Tagen.


Und im nächsten Beitrag hier gibt es das Dessert vom Sommerkurs Essbare Wildpflanzen im Allgäu.

Übrigens: Eine Saftfastenkur ist jetzt das Mittel der Wahl für alle, die schon der Hitze erlegen oder einem Virus zum Opfer gefallen sind, damit kommt ihr ganz schnell wieder auf die Beine.
Für diejenigen, die sich einfach schwach fühlen: Probiert mal den Mais-Himbeer-Saft aus Detox, Baby! - mit wilden Kräutern, die gegen Hitze helfen - auch ein perfekter Sommergenuss.



Samstag, Juli 21, 2018

Weatherfood und Nicecream


Achtung: *Werbung - Reklame - Empfehlung - mit Begeisterung

Aaaah, dieser Geruch von Sommerregen, magst Du den auch so gerne wie ich? Ich liebe diese Tage, wenn sich ganz langsam das Gewitter ankündigt und dann endlich so ein gemütlicher warmer Landregen einsetzt. Dann riecht es nach Sommer, etwas staubig und nach Vetiver - einer meiner liebsten Düfte. Ich wusste früher nicht, dass der Geruch eines Sommergewitters dem der Graswurzel namens Vetiver ähnelt. Erst als ich damals für mein Räucherbuch recherchiert habe, bin ich darauf gestoßen, dass man in Asien sagt, sie rieche "wie der erste Monsunregen auf trockenem Boden". Großartig diese Duftbeschreibungen.

Wenn es kühler ist im Sommer, setzte ich mich am liebsten unters Dach und löffele Eis. Ich mag nämlich kein Eis, wenn es heiß ist. Dann liebe ich alles wohltemperiert.


Eisgekühltes Wasser oder Eistee muss für mich nicht sein. Ich weiß nicht genau, warum das bei mir so ist, ich mag Eis im Frühjahr und im Herbst und an kühlen Tagen im Sommer, sonst ist mir der Temperaturunterschied zu groß.
Auf einer Reise in Ägypten habe ich bemerkt, dass ich damit gar nicht falsch liege, die Einheimischen dort tranken Tee, lauwarm meist und das hat auch mir gut getan, ich habe nur einmal eisgekühlten Saft getrunken und was ist passiert? Genau das, was allen Touristen, die in heißen Ländern unterwegs sind und Eisgekühltes trinken, auch passiert: Magen-Darmerkrankung. Also folge ich lieber meinem Instinkt und esse anstatt dessen mehr Kühlendes. Saure Früchte wie Johannisbeeren oder Stachelbeeren, Brom- und Himbeeren, Pflaumen etc. Und meine liebsten Trockenfrüchte im Sommer sind Physalis, deshalb mag ich auch den Hanf-Snack von Pureraw im Sommer so gerne, weil da diese leckeren Früchtchen drin sind.

Als Weatherfood ideal sind natürlich auch frische grüne Kräuter - denen der Regen jetzt sicher guttut und am Sonntag auf Exkursion stehen sie dann wie frisch geputzt für uns bereit. Wenn Du mitkommen magst, schau mal hier.

Meine anderen Tipps für heiße Tage gab's gestern hier.

Ach jetzt hab ich mich hier wieder ganz verzettelt, dabei wollte ich ja auch noch von der Nicecream erzählen. Die nämlich geht ganz schnell und einfach und kann jeden Tag abgewandelt werden.


Einfach gefrorene Bananenscheiben mit Früchten zusammen in den Mixer geben - ich mag am liebsten Himbeeren, die es jetzt auch am Waldrand zu sammeln gibt. Außerdem kommen bei mir dann noch Wildkräuter mit dazu, gerne beispielsweise einige Gundermannblätter, die dem cremig-süßen Eis dann geschmackliche Tiefe verleihen und es erst richtig lecker machen.


Und das ganz gipfelt dann im Blau aus Chlorella-Algen - könnt ihr hier nachlesen.


Ich wünsche euch einen duften Tag und jederzeit einen Löffel Eis!

Alle weiteren Termine findet ihr ab jetzt mit ausführlicher Beschreibung auf www.wildundroh.de
zum Beispiel auch den für das "wild&roh-köstlich "kochen"-Seminar", da gibt es noch mehr Leckereien und köstliche Gourmet-Rohkost - am 28. Juli in Sindelfingen - schnell anmelden, wer dabei sein möchte, es können maximal 8 Personen teilnehmen!











Freitag, Juli 06, 2018

Binge Watching am Wochenende ist gesund?


Was war das für eine Woche. Ich bin ständig den Aufgaben und Pflichten hinterhergelaufen. Buchhaltung, Seminarvorbereitung, Pakete, die nicht angekommen sind und lauter solche Dinge; bin ich froh, dass die Woche rum ist.

Dir ging es auch so? Und außerdem hast Du den Kongress zum Weltrohkosttag verpasst? Dann wird es jetzt aber Zeit, alles nachzuholen. Und nur ein Kongress, der so etwas bietet, für alle, denen es diese Woche ging wie mir, ist ein guter Kongress.

Daher:
Tataaa: Das ganze Wochenende ab morgen früh kannst Du alle Interviews nochmal hören, Du kannst Dir gezielt die rauspicken, die Du verpasst hast.

go.chrvolm.223113.digistore24.com/campaignkey


Von Samstag 10 Uhr bis Sonntag 24 Uhr sind alle Interviews unter diesem Link nochmal zu sehen!

Großartig finde ich das und ich freue mich natürlich, weil auch mein Interview mit dabei ist. Einige von euch hatten geschrieben, dass sie es verpasst haben - nun gibt es nochmal eine Chance mit allen für alle - also teilt diesen Beitrag auch mit euren Freunden und empfehlt die Interviews weiter, die euch besonders gut gefallen haben.


Zu meinem Online-Interview geht's hier.Du kannst Dich gleich kostenlos registrieren und dann morgen früh - Samstag 10 Uhr - starten.

Nicht vergessen: Binge Watching ist eigentlich nicht gesund :-) aber in diesem Fall vielleicht doch.

Bis Sonntagabend sind alle Interviews online - hier kommst Du hin. Ich bin gespannt was ihr sagt, wie euch die vielen Wildpflanzen, die ich im Interview vorstelle, gefallen werden. Lass doch mal einen Kommentar unten da.

Euch ein wunderschönes Wochenende - ich werde am Sonntag, übrigens zusammen mit der Gewinnerin, die beim Weltrohkosttag-Kongress die Exkursion bei mir gewonnen hat, zum ersten Mal mit einer Gruppe in Augsburg auf Exkursion gehen und freue mich schon riesig.
Falls Du auch mal dabei sein möchtest: Alle neuen Termine bis September sind jetzt online.

Montag, Juni 25, 2018

Problem Mangelernährung


Man mag es kaum glauben, aber "in Deutschland weisen ca. 25 Prozent aller Patienten, die stationär in ein Krankenhaus aufgenommen werden, relevante Zeichen einer Mangelernährung auf“, so Christian Löser, Kongresspräsident der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) letzte Woche.

Ja, das wundert mich auch gar nicht. Wo sollen denn die Nährstoffe herkommen? Aus dem Kulturgemüse, was auf ausgelaugten Böden angebaut wird und züchterisch so oft verändert wurde, dass jede Menge Nährstoffe auf der Strecke geblieben sind? Oder aus leeren "Lebensmitteln" wie Weißbrot und Co? Unsere natürliche Nahrung sind nun mal seit annähernd 5 Millionen Jahren die Wildpflanzen. Erst vor 10.000 Jahren rund sind wir sesshaft geworden und haben angefangen, die wilden Pflanzen zu verändern. Aus den wilden Kirschen, die es übrigens gerade zuhauf gibt, sind große aufgeblasene Kulturfrüchte geworden, unser Salat ist nur noch ein Abziehbild der Wildpflanzen aus denen er entstanden ist, Bitter- und Gerbstoffe kommen in unserer Nahrung kaum mehr vor und Vitamine und Mineralien sind drastisch reduziert worden.

Wir gehören zu den reichsten Ländern auf der Welt und die Menschen hier können sich alles kaufen, was sie wollen, und sind mangelernährt? Wer spätestens jetzt nicht aufwacht und sich klarmacht, dass es wohl doch daran liegen könnte, dass im konventionellen Essen einfach das nicht drin ist, was wir brauchen, der will es einfach auch nicht anders.

Solch ein Karottengemüse - roh und vegan - wird erst richtig nährstoffreich mit Wildpflanzen.

„Jährlich sterben allein 20 bis 30 Prozent aller Krebspatienten nicht an ihrer Grunderkrankung, sondern an den Folgen ihrer Mangelernährung“ - so Löser. Und da ändert das übliche Krankenhausessen auch nichts daran. Mein schlimmstes Erlebnis, was ich in dieser Hinsicht hatte, war auf einer Kinder-Krebsstation. Die Kinder dort bekamen Weltraumnahrung aus speziellen Fetten und Kohlenhydraten, um wieder zu Kräften zu kommen, und wurden doch täglich kranker. 

Lest hier den ganzen Artikel aus der FAZ - es stehen einem einfach die Haare zu Berge.

A propos Berge - heute gibt es hier wieder ein paar Bilder von unserem wild&roh Seminar in den Bergen, das dieses Jahr vom 30. August - 2. September stattfinden wird. Anmelden solltet ihr euch schnellstmöglich - in wenigen Tagen ist Anmeldeschluss.

Ein rohköstliches Mittagessen, bei dem alles drin und dran ist, was wir brauchen, um gesund zu bleiben:




Süße Karotten mit Labkraut (aus Meine liebsten Wildpflanzen - rohköstlich)
und rohköstlichem Buchweizen-Kräuterbrot

Mohn-Malven-Creme aus wild&roh - die besten Smoothies mit Wildpflanzen

Obststalat mit Wildpflanzen