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Samstag, Januar 19, 2019

Mein Meeresmenü ohne Tier und Mützen ohne Fellbommel



Huch, was war das für eine Woche? Schon vorbei und ich weiß nicht, ob ich froh darüber bin oder nicht... es ist auch noch ein bisschen Arbeit für das Wochenende liegen geblieben. Morgen früh soll die Ausschreibung für den "Jahreskurs Wildpflanzen-Praxis" rausgehen und da gibt es noch einiges zu tun. Meine vielen Fermente, die ich in Vorbereitung für den Fermentationskurs ausprobiere fordern ständige Betreuung, die Rezepte wollen aufgeschrieben und neue Dinge ausprobiert werden, alles sehr spannend und täglich kommen mir neue Ideen, was es noch zu fermentieren gäbe und welche Geschmacksrichtungen bestimmt spannend sein könnten. Dazwischen wollen die fertig gefüllten Gläser immer mal wieder kontrolliert und beobachtet werden. Die wertvollen Bakterien machen sich durch das "Atmen" und Blubbern bemerkbar. Fast wie mit kleinen Haustierchen ist das.

Und noch eine Erfahrung habe ich in dieser Woche gemacht: Auf die nächste Generation ist echt Verlass. Nicht nur meine Kinder helfen mir, wo sie können, meine Ideen auf den Weg zu bringen, Texte zu korrigieren oder einfach mit ihrer Meinung zu dem was ich produziere. Es gibt so viele engagierte junge Menschen, dass es eine wahre Freude ist. Zum Beispiel Melanie: Melanie kenne ich seit sie auf der Welt ist und wie immer bei kleinen Kindern habe ich mich damals gefragt, welchen Weg sie wohl einmal einschlagen wird.
Wir haben uns aus den Augen verloren, ihre Eltern und ich, aber plötzlich war Melanie wieder da und hat meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen, weil sie schon als Jugendliche eine Tierschutzorganisation gegründet hat: Animals United. Gegen alle Widerstände hat sie daran festgehalten, dass das ihre Aufgabe im Leben ist und hat mittlerweile viele Steine ins Rollen gebracht. Zusammen mit Prominenten wie Hannes Jaenicke und Peter Maffay engagiert sie sich für Tiere.


 

Und am 7. Januar war sie bei Volle Kanne im ZDF zu sehen. Schaut euch das hier an, dann seid ihr rundum informiert zum Thema "Pelz - Tierleid für Modetrends".
Mein Lieblingszitat aus der Sendung: hier

Themenwechsel: Ich hatte ja noch meinen Entwurf für das Algen-Menü beim Rohkost"koch"kurs am 3. Februar versprochen, den möchte ich dir nicht schuldig bleiben.
Meine Experimente sehen noch lange nicht so toll aus, wie unser Menü im Rohkost"koch"kurs dann aussehen wird, aber spannend sind sie.

Hier habe ich ein bisschen mit Ramallo-Alge, einer Codium-Art, experimentiert.



Und so könnte unser rohveganes Meeres-Menü dann aussehen:

Weiße Selleriesuppe mit Vogelmiere-Fenchel-Öl und cremigen Nori-Meeresfrüchten.

Popcorn mit Wakame-Pesto

Veganes Sushi mit Meerrettich-Bananen-Dip und eingelegtem Ingwer


Spaghetti-Algen in feiner Kürbiscreme

Apfeltarte mit Chlorella-Zimt-Sahne


Soweit der Entwurf, jetzt geht es an die Umsetzung, mal schauen, ob ich in der Zeit (5 Stunden) alles unterbringen kann. Wie immer wird es wohl eine rohköstliche Küchenschlacht.

Aber bis der Rohkost"koch"kurs stattfindet ist ja noch ein bisschen Zeit und da wird sich das ein oder andere sowieso noch einmal ändern. Es dauert nämlich immer eine ganze Weile bis so ein Seminar steht. Erst einmal überlege ich, was ich präsentieren möchte - das war hier einfach: Algen. Im nächsten Schritt geht es dann darum, die verschiedenen Zutaten in verschiedene Gerichte zu integrieren. Parallel dazu laufen in meinem Hinterkopf die Bilder der Wildpflanzen ab, die es in der entsprechenden Jahreszeit gibt. Das ist im Februar natürlich nicht ganz so einfach wie im Sommer, allerdings hat es auch Vorteile, wenn es nur 20 Arten statt 50 oder 100 Arten sind, die in Frage kommen. Letztendlich müssen sich die Kombinationen in den Gerichten auch stimmig anfühlen. 

Donnerstag, August 30, 2018

Potluck mit Hibiskusblüten essbar?



Heute und die nächsten Tage mach ich hier ein bisschen Werbung für den nächsten Potluck in Heilbronn, den Susanne Mank-Mayer organisiert. Warum ist ganz einfach erklärt. Ich war beim letzten Mal dort (daher die vielen Bilder, die euch auch in den nächsten Tagen hier erwarten) und war so begeistert von der Vielfalt dort, dass ich davon einfach berichten muss. Schaut euch das mal an:




Manche Teilnehmer haben dankenswerterweise die Zutaten für ihre mitgebrachten Roh-Köstlichkeiten aufgeschrieben, so dass ihr gleich ein Rezept dazu habt:


Leider weiß ich nicht mehr ganz genau, wer, was und wo... Daher: Sollte jemand sich übergangen oder der falschen Mitbringsel bezichtigt fühlen: bitte einfach unten kommentieren, dann versuche ich das zu ordnen.






Gehört das Rezept unten hierzu? Da fehlt da noch schwarzer Sesam oder Schwarzkümmel - je nachdem - und der der Leinsamen, oder?

 


Und was waren das für leckere Taler? Leider waren sie schon leer, als ich einen kosten wollte.


Das wirklich Schreckliche an solch einem Potluck mit vielen Teilnehmern ist, dass man ständig zu spät kommt. Kaum hat man was gesehen, das man gerne kosten möchte, aber leider nicht direkt probieren kann, weil der eigene Teller noch ganz voll ist... Schwups, ist die Schüssel, der Kuchenteller etc. auch schon wieder leer. So ging es mir nicht nur mit den Talern, auch mit diesem Avocado-"Eier"-Salat unten.
Das Wunderbare ist aber, dass sich das Buffet ständig wieder füllt und ich mich dann immer fühle wie im Schlaraffenland. Und nie muss man fragen: "Ist das vegan?" oder erklären, warum man so oder so isst.


Die liebe Sandra hat eine Kreation von mir mitgebracht, den Algen-Gurken-Salat unten haben wir letztes Jahr in Leutasch vernascht und das Rezept dazu habe ich ursprünglich extra für Sandra entwickelt-


Beeindruckend: Gefüllte Tomaten.



und: Gefüllte Paprika


Immer wieder auch eine Idee für kurz Entschlossene: einfach geschnittenes Gemüse mit einem leckeren Dip mitbringen.


Und noch ein Gericht von mir, aber von Sandra umgesetzt: Marinierte Champignons. Im Original gehören noch Sauerkleeherzen dazu.


Zucchinichips mit Sesam, sehr köstlich.


Und so sah mein prall gefüllter erster Teller aus - mehr morgen.


Und die große Frage war: Sind diese Hibiskusblüten essbar? Ja, und lecker!

Wollt ihr dabei sein, meldet euch am besten bei Susanne an.




Freitag, August 18, 2017

Warum plötzlich alles blau ist.


Wieso machen den jetzt alle einen auf blau? Habt ihr euch auch schon gefragt, wo auf Facebook und Instagram die vielen blauen Desserts, Schlumpfeissorten und -smoothies, blaue Torten und Bowls, Donuts und Co herkommen? Ich kann es euch verraten... aus Klötze hinter den sieben Bergen bei den sieben Zwergen... ach Quatsch, von meiner Freundin Kirstin, die ist Schneewittchen, nein halt, die Zauberfee von Pureraw.


Jetzt mal im Ernst: Algen stecken dahinter. Meine schwimmenden und teils auch festsitzende Lieblingslebewesen (neben der Menschen) sind jetzt angetreten, eine Macht im Reich der Lebensmittelfarben zu werden. War es bisher eher ungesund blaugefärbte Lebensmittel zu essen oder blaue Lebensmittelfarbe zu nutzen, so ist es jetzt doch très chic geworden.


Und nicht nur das - die neue Farbe ist auch noch gesund. Weil sie nämlich aus einer Algenart gewonnen werden, der wir - in der veganen und rohköstlichen Parallelwelt -  schon lange unser Herz geöffnet haben: Spirulina. Die stecken übrigens auch hinter dem Einhorn-Zauber - kein Witz.



Magic Blue heißt das Zauberpulver, das Getränken und Speisen das magische Blau verleiht und aus Apfel und Spirulina hergestellt wird. Farbgeber ist Phycocyanin, das schonend per Kaltextraktion aus Spirulina-Algen extrahiert wird.
Phycocyanin wird als entgiftend beschrieben, vor allem deshalb, weil es Leber und Nieren stärkt und damit ihre Entgiftungsleistung fördert. Dank antioxidativer Wirkung kann es auch Zellen vor zu schneller Alterung schützen. Außerdem wird eine blutzuckersenkende Wirkung beschrieben.


Nur selten kommt Phycocyanin in der Natur vor, dafür jetzt um so häufiger in Lebensmitteln. Einfach mal ausprobieren, mir macht so etwas ja immer viel Freude.
Ich mag es besonders gerne auf meiner Beeren-Nicecream (gefrorene Banane mit Beeren zu Eis verarbeitet) - schaut mal heute bei Instagram vorbei, da könnt ihr sehen, wie hübsch das aussieht.


Und wo kommt es her, das neue Blau? Aus Klötze, wo all die feinen Algensachen herkommen.

Und dort gibt es noch ein weiteres neues Pülverchen am Algenhimmel, dieses in Weiß - seht ihr hier rechts - aber dazu mehr im nächsten Post. Vielleicht machst du heute auch einfach mal blau?



Dienstag, Dezember 13, 2016

PureRaw auf der veggie & frei von

Ich sage es gleich vorweg... heute wartet eine Überraschung auf euch - mit ein bisschen Glück gibt's weiter unten was von PureRaw für euch zu gewinnen.

Ich habe mich gefreut, auf der Messe ein bisschen mit den Mädels zu plauschen, die ich ja meistens gut kenne, weil ich manchmal mit meinen Büchern zu Gast am Stand von PureRaw sein darf. Dieses Mal allerdings wollte ich mal alles anschauen, was die Veggie-Messe zu bieten hat. Ich habe es dennoch nicht wirklich geschafft, alle Stände ausführlich zu besuchen. In diesem Zusammenhang fällt mir ein: Wer es noch nicht gesehen hat: Am Stand von bianco di puro (ihr wisst schon, die mit den tollen Mixern) war ich auch und habe für euch ein Superschnäppchen vereinbart - lest ihr hier!

Jetzt aber zu den neuen Produkten aus dem Hause PureRaw. Ich bin ja bekennender Algen-Fan.
Wenn ich es richtig überlege, gibt es fast keinen Tag an dem ich keine esse - manchmal Chlorella, manchmal Dulse, aber mit Kombu hatte ich mich noch nicht so richtig angefreundet.




Allein ihren Anblick aber fand ich besonders lecker und die neue schöne Verpackung... die mussten es sein. Und ja, sie sind richtig schmackhaft, ihr könnt sie einfach so essen oder einweichen und in Salat, Gemüse etc. verwenden. Ich habe alle Varianten probiert und sie außerdem noch im Mixer geschreddert. So habe ich nun auch Algenflocken, die ich an Stelle von Salz verwende. Ihrem Jod-Gehalt ist es zu verdanken, dass sie kleine Energiepusher sind. Aber keine Angst davor, dieses organisch gebundene Jod wirkt viel sanfter als isoliertes Jod. Manche von euch kennen das sicher auch: Allein schon jodiertes Salz sorgt bei mir für Unruhe und Herzklopfen... eingebunden in Algen wirkt es sanft anregend.
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Soviel zu den Algen...

Zwei andere Köstlichkeiten sind auch neu bei pureraw. Und hier kommt auch euer möglicher Gewinn ins Spiel. Zusammen mit 20th Century Fox verlost PureRaw nämlich 15 Pakete für einen gemütlichen Filmabend für die ganze Familie mit dem Film "Rico, Oskar und der Diebstahlstein", darin enthalten sind die neuen Naschsteine und der neue RawKao Kids. Schnell sein ist gut - bis 15.12. könnt ihr noch teilnehmen.

Hier zum Gewinnspiel von PureRaw.

Ich durfte die Naschsteine und den RawKao schon probieren und fand beide sehr lecker. Vor allem die Trinkmischung ist etwas, das meines Erachtens schon lange auf dem Markt gefehlt hat.




Viel Nüsse und wenig Süße + Superfoods sind die perfekte Kombi für gesundes Naschen.



Ebenfalls mit im Gewinn-Paket:


Die Zutaten darin: Carob, Yacón, Criollo-Kakao, Lucuma, Maca, Vanille (eine Geschichte dazu, wie die Zutaten sich gefunden haben und was das eigentlich ist, findet ihr hier).
Das Pulver wird einfach in eine vegane Milch eingerührt. Ich mache dafür eine Mandel- oder eine Cashewmilch. Dazu eine kleine Handvoll der Nüsse mit 1/2 Liter Wasser in den Mixer und zur Milch aufmixen, 2-3 Teelöffel Pulver und eine oder zwei entsteinte Datteln dazu, nochmal mixen und fertig. Geht's noch einfacher oder gesünder? Vermutlich nicht. Also probiert's doch mal aus. Schmeckt garantiert auch großen Kindern.

Nein, das war noch nicht alles - es wird dieser Tage nochmal die Chance geben auf Köstlichkeiten von PureRaw - also weiterhin aufmerksam mitlesen hier :-).


Sonntag, April 17, 2016

Algen

Ha, das ist es: Das neue Buch von Kirstin Knufmann und Jörg Ullmann.

http://www.amazon.de/Algen-gesunde-kreativ-zubereitet-Smoothie/dp/3440150933/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1460818527&sr=1-1&keywords=algen+knufmann

Es ist immer wieder schön, wenn ich hier Bücher vorstellen kann, die mir gut gefallen, aber Bücher von Freunden sind nochmal ganz besonders.

Und was gibt es dazu zu sagen?

1. Es ist sehr schön geworden, ich liebe dieses Titelbild und die gesamte Aufmachung.



2. Es ist ausgesprochen informativ, das ist man ja gewöhnt von Jörg Ullmann, der schon lange viel Wissenswertes über Algen in seinem Blog veröffentlicht.



3. Es enthält leckere Rezepte, was man wiederum von Kirstin Knufmann gewöhnt ist. Alle vegan übrigens und damit nicht nur hübsch anzuschauen, sondern auch sehr gesund.



4. Rohköstliches ist auch dabei:


Ich fühle mich geehrt, denn dieses Rezept ist eine Variation eines Rezeptes von mir – vielleicht kennt es der ein oder andere aus "Meine liebsten Wildpflanzen - rohköstlich", da findet ihr das "Spaghetti-Duo mediterran" aus Meeres-Spaghetti und Zucchini mit Dost-Tomatensoße auf S. 55. Im Algen-Buch gibt es eine etwas andere Soße dazu – das lohnt sich auf jeden Fall zu probieren, das  Rezept ist auf Seite 63 zu finden.

Weiterhin stehen auf meiner Probierliste:

  • Tatar von Algen Kapern und Brennnesseln – gerade gecheckt: alle Zutaten vorhanden, kann gleich losgehen
  • Chlorella-Chia-Pudding mit Erdbeeren und Basilikum – da warte ich noch auf die ersten deutschen Bio-Erdbeeren
  • Tomaten und Mozzarella mit Wakame (der Mozzarella ist natürlich vegan - siehe hier)
  • Rettich-Algen-Salat
  • Wakame-Tapenade



Diejenigen, die mich kennen, wissen, dass ich ein großer Algenfan bin und immer Algen zuhause habe und jetzt habe ich mir den Mund so wässrig gemacht, dass es schnell ein paar Norialgen zum Knabbern sein müssen.

Samstag, November 07, 2015

Bunte Algenflocken

Kennt ihr das: Wenn die Tage kürzer werden, dann braucht es Deftiges. So geht es mir im Herbst. Früher dachte ich, ich bräuchte dann etwas Warmes - Suppe, Eintopf, Sauerkraut oder so etwas in der Art. Ich habe viel herumexperimentiert und gesucht, was es denn nun eigentlich ist, wonach es meinen Körper da verlangt. Unter anderem habe ich dabei festgestellt, dass es auf jeden Fall salzig sein muss - Salz alleine war es aber nicht. Klar, wenn der Körper nach Salz verlangt, dann will er eigentlich Mineralstoffe - Wildpflanzen haben da schon geholfen, aber es waren doch immer noch Gelüste da.

Dulse, Ulva und Nori im Meeresalgenmix rechts oben

Heute weiß ich, wenn der Herbst kommt brauche ich Algen. Ich weiß nicht, ob es am Mineralstoffgehalt am Jod-Gehalt, an den Mirkroorganismen liegt oder woran sonst - ich weiß nur das es so ist - und wenn ihr eventuell auch solche Herbstgelüste kennt, dann probiert mal aus, wie Algen wirken. Lecker sind sie zum Einstreuen in Rohkostsuppe oder Salat, aber auch einfach so, von der Hand in den Mund. Hier sind meine drei aktuellen Lieblingsalgen.

Unter den Bildunterschriften verlinkt findet ihr weitere Infos.


Dulse-Flocken

Wakame-Flocken - schön crispy