Posts mit dem Label Bestimmung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Bestimmung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, Mai 12, 2023

App oder nicht App?


Gerade lese ich in einer Kräutergruppe, die Empfehlung: "Niemals der App vertrauen!" Hast du dich auch schon mal gefragt: Wieso hört man das niemals von Anfänger:innen, sondern meistens nur von Menschen, die sich gut auskennen mit Pflanzen? Die Antwort ist ganz einfach: Diejenigen, die die App nicht überprüfen können, wissen ja gar nicht, ob das falsch ist oder nicht, was sie als Ergebnis ausspuckt.
Gute Apps steigen aus, wenn's kompliziert wird und enthalten Hinweise z.B. dazu, dass gelbe Korbblütler und Doldenblütler oft nicht bestimmbar sind mit Hilfe von Fotos, schlechte zeigen einfach einen Pflanzennamen und lassen einen damit alleine.
Aber auch gute Apps können mal falsch liegen, was häufig mit der Qualität der Fotos und den fotografierten Merkmalen zu tun hat - eine Blüte alleine kann u.U. einfach nicht aussagekräftig genug sein. Für Anfänger:innen empfehle ich daher immer, auf Live-Exkursionen mitzugehen und zu lernen, was man als Basis erst einmal wissen muss. Es ist ein bisschen wie mit dem Rechnen: Eigentlich könnte man das Rechnen lernen in der Grundschule ja auch gleich sein lassen, denn die Grundrechenarten beherrscht jeder Taschenrechner. Wer aber für alles den Taschenrechner bemühen muss, ist doch ganz schön aufgeschmissen.

Also komm lieber mit nach draußen, lern die Pflanzen von der Pike auf kennen und dann kann man irgendwann auch richtig Spaß mit den Apps haben - nichts ist amüsanter, als zu schauen, wer besser ist: Ich oder die App. Momentan gewinne ich noch oft - vielleicht werden sie mal besser, aber dann verzichte ich trotzdem nicht darauf, mein Wissen zu nutzen - wie beim Rechnen.


 Alle Termine findest du auf wildundroh.de

Donnerstag, Januar 12, 2017

Essbare Wildpflanzen einfach bestimmen und Familienprogramm im TV

Bildunterschrift hinzufügen


Letztes Jahr hat einfach nicht ausgereicht, um all die wunderbaren Dinge, Bücher und Erlebnisse zu beschreiben, die mir über den Weg gelaufen sind, die ich ausprobieren und erfahren durfte. Gott sei Dank gibt es den Winter und als Botanikerin kann man dann schon mal das ein oder andere aufarbeiten.

Und in der virtuellen Welt haben wir trotz aller Technik und Geschwindigkeit auch immer mal Zeitverschiebungen:

Heute beispielsweise könnt ihr im SWR bei Grünzeug einen Beitrag mit mir sehen zum Thema "Essbare Wildpflanzen im Winter", den wir im Herbst aufgezeichnet haben. Die Sendung startet um 18:15 Uhr, ich weiß nicht, wann die Wildpflanzen dran sind, aber auf jeden Fall findet ihr den Beitrag auch danach noch in der Mediathek.

Und noch ein TV-Tipp (nach dem Motto: Wir machen uns unser Programm heute selbst): Um 20:15 Uhr in der ARD könnt gibt es Saralisa Volm bei der Mordkommission Istanbul zu sehen - Interview dazu findet ihr hier.

Aber nun zurück nach 2016 - da ist nämlich ein weiteres Buch von Steffen Guido Fleischhauer und Co im AT-Verlag erschienen. Mit Steffen arbeite ich jeden Monat am "Wildpflanzen-Magazin". Steffen hat meines Erachtens mit seinen Büchern viel dazu beigetragen, dass die Essbaren Wildpflanzen in Deutschland wieder so bekannt geworden sind.
In "Essbare Wildpflanzen einfach bestimmen" finden auch Anfänger ganz viele brauchbare Fotos zu den 50 beliebtesten Wildpflanzenarten. Wenn ihr beispielsweise nicht wisst, wie die Gierschblüten aussehen oder die Blätter vom Hirtentäschel, dann findet ihr solche Bestimmungsmerkmale hier beschrieben und im Bild gezeigt. Begeleitend zu den Exkursionen ist dieses Buch sicher hilfreich, nicht nur für Anfänger.


Die Goldnessel


Diese Wurzel stammt von...



der Nachtkerze.

Und diese Blüten?


Richtig: Vom "Weißen Gänsefuß".

Und dieses Doppelseite beschreibt Topinambur.


Na, alles erkannt? Wenn nicht, dann schnell die neuen Exkursionstermine checken und das Buch besorgen.

Und wir sehen uns heute Abend im SWR!

Dienstag, März 25, 2014

Die Intelligenz im kleinen Zeh - Teil 2

Ich habe hier ja an verschiedenen Stellen schon über Yoga und die Intelligenz im kleinen Zeh berichtet. Manchmal muss man einfach wieder ganz bei den Basics anfangen, um an anderer Stelle weiterzukommen. Das sind manchmal Rückschläge aber gleichzeitig die Bausteine eines Fundaments das später einmal tragen soll. Solche Übungen sind für uns alle anstrengend.

Manche müssen plötzlich erkennen, dass ihr Fundament der Pflanzenkenntnis wackelt, dass die Wildpflanzen doch viel vielseitiger sind als bisher gedacht und es dringend nötig ist, bei den Basics anzufangen: Blütenaufbau, Lupe raus, Bestimmungsbuch! Aaaah, wir trocken. Darüber mache ich mir schon lange keine Gedanken mehr, das ist normal, sonst wäre man als Botanikerin ja nach ein paar Jahren fertig mit lernen - erst aber wenn wir erkennen, dass ein Leben zu kurz ist, um alle Pflanzen zu kennen und dass es immer wieder Neues zu erfahren gibt, erst dann können wir wirklich beginnen zu lernen.


Ein kleiner Trost für alle, die jetzt entmutigt ihre ersten Wildpflanzen-Kenntnisse verwerfen wollen, soll euch dieses Bild geben. Hat meine Yogalehrerin gemacht - nach 10 Jahren Iyengar-Yoga, haben meine Zehen immer noch nicht gelernt, wie gewünscht zu arbeiten. Die Hilfe mit dem Holzblock zwischen den Knöcheln macht es deutlich. Eigentlich zum Verzweifeln? Ich kann euch sagen, ich bin schon mal froh, dass ich den Block mit beiden Knöcheln zusammenpressen kann, auf der Ferse stehen kann und und und.... Aber es gibt noch viel zu tun und so fange ich demütig wieder bei den Füßen an.

Übrigens: Wer mit mir unter fachkundiger Anleitung Yoga üben möchte und zusätzlich Wildpflanzen kennenkernen will - der ist hier richtig!