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Freitag, April 10, 2020

Mundschutz und Yogahose - was man jetzt wirklich braucht




Ihr Lieben, diese Zeit hat eine ganz eigene Qualität. Ich bin viel draußen unterwegs und wir arbeiten daran, Dir zukünftig auch online die Wildpflanzen näher bringen zu können. Aber es wird noch dauern, es will ja alles gut strukturiert und erarbeitet sein, damit es unseren Qualitätsvorstellungen entspricht.

Derweil haben wir unsere eigenen Strategien zur Lebensgestaltung in Corona-Zeiten entwickelt. Ich mache jetzt Iyengar-Yoga online, für diese Möglichkeit meines Yogastudios bin ich unendlich dankbar. Dafür habe ich alles zuhause und es klappt ganz wunderbar.

 Ich gehe davon aus, dass es bald Lockerungen geben wird, aber auch, dass parallel die Mundschutz-/Maskenpflicht kommen wird. Am 3. April habe ich auf Facebook einen Beitrag geteilt, ein Aufruf des Sindelfinger Bürgermeisters an alle, die nähen können, doch jetzt Masken zu nähen.
Mein Text dazu:
Während anderswo die Herstellung und der Vertrieb von Masken noch behindert wird, fangen wir in Sindelfingen jetzt einfach mal an zu nähen. Ich hoffe, ich kann dann bald wieder auf Wildpflanzen-Exkursion gehen. Wenn jemand unter euch sein sollte, die/der nähen kann - ich hätte gerne eine grüne mit Blümchen (nur wenn welche übrig sind) sonst versuch ich es auch gerne so wie unten verlinkt.
#stayhomesindelfingen #sindelfingensolidarisch #mundschutz #mundschutznähen

Diesen Beitrag hat meine Freundin Annette gelesen. Sie näht normalerweise Yogahosen.
Vorgestern hat sie mir dieses Bild geschickt:

Für Dich, in grün mit Blumen. ;-)

Eine grüne Maske mit Blümchen hat sie mir genäht - so cool.
Ich freu mich total und ich habe das Gefühl, dass es in diesen besonderen Zeiten auch ganz viele liebenswerte Gesten gibt und trotz social distancing wir Menschen uns auf anderer Ebene doch sehr nahe sind.
Außerdem wollte ich Dir schon lange Annetts Yogahosen*(siehe unten) im typischen Iyengar-Pune-Style vorstellen - das unten sind die aktuellen Farben, aber auf Anfrage gibt es sicherlich noch mehr.




Meine Hosen siehst Du unten im Bild, farblich passend zu meiner Matte. Ich liebe sie wegen der dicht abschließenden Bündchen und der größtmöglichen Bewegungsfreiheit. Ich trage sie im Winter wie im Sommer, im Winter einfach mit dünnen Leggings darunter.


Wenn Du auch eine Yogahose zum Online-Üben oder  für den Sommer haben möchtest, frag nicht mich (ich kann ja leider nicht nähen), sondern schick lieber eine Mail direkt an Annett:
ayosh(ät)t-online(punkt)de

Dir wünsche ich ein schönes Osterwochenende mit viel Zeit zum Yogaüben und Maskennähen.

Und hier gibt's noch mehr zum Thema Yoga.


Samstag, Juli 08, 2017

Detox my life... kleine Freiheiten für die Seele

Detox, Baby! hat viele Kapitel. Über die Säfte und die Saftkur habe ich ja schon geschrieben, mit Limonade und leckerem Wasser geht es in den nächsten Posts weiter, aber heute möchte ich etwas erzählen, was zum Kapitel Detox Soul passt. 
Darin geht es um Menschliches und Mitmenschliches, um Lebensordnung, um Ausmisten und Entrümpeln, um Beziehungen und um die Liebe. Kurz um alles, was unserer Seele guttut.

Eine kleine  Geschichte zum Thema "persönliche Freiheit".
Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass persönliche Freiheit, wenn man sie sich denn nimmt, der Seele Flügel verleiht:



Einmal in der Woche gehe ich zum Yoga. Ein Freund aus der Yogagruppe holt mich seit kurzer Zeit mit dem Auto ab, wofür ich ihm sehr dankbar bin.
Früher habe ich bei solchen Unternehmungen trotzdem eine Tasche mit den wichtigsten Utensilien dabeigehabt - man weiß ja nie. Darin alles, was man vielleicht brauchen kann: Papiere, Schlüssel, Taschentücher, vielleicht etwas zu trinken, Geldbeutel und natürlich: das Handy. Außerdem hatte ich sicherheitshalber immer eine Jacke dabei und ordentliche Schuhe an, weil man ja nie weiß... Und ordentlich angezogen war ich auch, und weil man ja nie weiß hatte ich auch manchmal noch was zum Wechseln mit. Für alles vorgesorgt und auf Nummer sicher, so war es mir am liebsten.

Heute versuche ich, so wenig wir möglich dabeizuhaben, lasse alles, was nicht unbedingt notwendig und damit unnötiger Ballast ist, einfach zu Hause.

An erster Stelle das Handy - wenn ich im Yoga oder auf dem Weg dorthin oder zurück bin, kann ich niemandem eine Hilfe sein, es wäre eh ausgeschaltet.
Bezüglich des Schlüssels frage ich vorher, ob jemand da ist, der mich wieder reinlassen kann, wenn ich zurückkomme, was meistens der Fall ist.
Papiere? Ich nehme sie einfach nicht mit, wenn wirklich etwas passieren sollte, dann wäre ganz schnell herauszufinden, wer die "unbekannte Beifahrerin" ist.
Taschentücher? Auf jeder Toilette gibt es Papiertücher oder zur Not auch Klopapier.
Wasser gibt es in der Yogapraxis und ich muss auch nicht alle 5 Minuten etwas trinken.
Jacken und Co: bei diesen Temperaturen momentan nicht notwendig.

Also stehe ich einmal in der Woche mit genau 4 Kleidungsstücken (Unterwäsche, Top, Yogapants), einem Haargummi und einem Paar Flipflops an den Füßen, vollkommen ohne Schmuck und Accessoires vor der Haustüre und warte darauf abgeholt zu werden. Irgendwie fühlt es sich auch seltsam an, fast als würde ich etwas Verbotenes tun (Muss man sich eigentlich jederzeit ausweisen können oder ist das ein Gerücht?)
Was aber überwiegt ist ein ganz besonderes Gefühl der Freiheit, das mich immer an die Sommer als Kind erinnert. Nach der Schule bin ich barfuß und im Kleidchen nach draußen und habe gespielt und den Sommer genossen, bin irgendwo herumgestrolcht und habe mich frei gefühlt. Und erst wenn die Kirchturmuhr 6 Uhr geschlagen hat, wurde mir bewusst, dass ich vielleicht auch mal wieder nach Hause gehen sollte. Das ist so ein unbeschreibliches Pippi-Langstrumpf-Gefühl, das ich hier gerade einmal pro Woche genießen darf. Und ich möchte das öfter haben. Klar kann man nicht immer Schlüssel und Papiere zu Hause lassen, aber es gibt ganz vieles, was man weglassen kann. Überhaupt. Jeden Tag.

Was lasst ihr denn so weg - heute?

Wenn ihr mehr zu Detox Soul lesen wollt, dann könnt ihr das in Detox, Baby! ab Seite 150 tun. Und verpasst nicht die Chance ein Buch zu gewinnen. Außerdem gibt es Detox, Baby! jetzt natürlich in jeder Buchhandlung, im Online-Buchhandel und unter wildundroh(ät)web.de, wenn ihr es mit einer persönlichen Widmung haben wollt.
Euch einen wundervollen Samstag!



Montag, Mai 01, 2017

Fasten in den Bergen? Detox, Baby! ist mehr als das.

In Leutasch - alles wird grün sein, wenn wir im Juni dort sind.

Na, ein bisschen störrisch ist das Wetter hier heute schon zum 1. Mai - kalt und regnerisch - brrr. Die letzten beiden Tage waren so schön und auf den Exkursionen haben wir so viele leckere Pflanzen in der Sonne gefunden und heute versteckt sich die Sonne nun wieder. Zeit, um auf schönere Dinge zu blicken und Zeit, euch von "Detox, Baby! in den Bergen" zu erzählen.


http://www.pension-leutasch.com/Angebote-Preise/Yoga-Workshop-Retreats/Detox,-Baby-Saftfasten-mit-Wildpflanzen.aspx


Was ist Detox, Baby!?
Detox, Baby! ist, wie im gleichnamigen Buch (erscheint im Juni!) beschrieben, eine Vitalitäts-Kur für Körper, Geist und Seele.
Die Basis sind frischgepresste Säfte aus Obst und Gemüse und Wildpflanzen.



Die Wildpflanzen in den Säften helfen beim Entgiften und sorgen dafür, dass wir die ganze Zeit während der Kur vital und leistungsfähig bleiben. Das ist der große Unterschied zum Wasser- oder Heilfasten. Der Körper baut also nicht nur Gifte ab, sondern wird gleichzeitig mit allem versorgt, was ihm sonst bei herkömmlicher Ernährung fehlt. Diese dafür nötigen Stoffe liefern die essbaren Wildpflanzen mit ihrem superhohen Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und Sekundären Pflanzeninhaltsstoffen.

Und warum in den Bergen?
Diese Kur wird für 6 Tage in den Bergen stattfinden, weil:

  1. Wir dort die Ruhe haben, die das Kurerlebnis zusätzlich unterstützt.
  2. Weil sich dort auch Geist und Seele entfalten können.
  3. Weil wir täglich wunderschöne Wanderungen machen können, entweder um unsere Wildpflanzen zu pflücken, die wir dann gemeinsam zu Säften verarbeiten oder um die Landschaft, die Stille und die herrliche Alpenflora zu genießen und letztere natürlich auch kennenzulernen. 



Das Programm
Das Programm findet ihr unter diesem Link. Dort könnt ihr euch auch anmelden, wenn ihr dabei sein möchtet.

Neben dem gemeinsamen Wildpflanzensammeln und Saftzubereiten, werden wir viel draußen unterwegs sein, aber auch Ruhe finden und lernen.
Immer wieder wird es Vortragsgespräche geben zu den Themen
  • natürliche Körperpflege
  • Motivation
  • Entspannung
  • und mehr
Außerdem könnt ihr euch ausprobieren in verschiedenen Bewegungs- und Entspannungseinheiten - zum Beispiel beim Qi Gong oder beim Yoga oder bei verschiedenen Meditationsformen.


Es werden also superspannende 6 Tage werden mit viel Potential für Veränderung innerlich wie äußerlich.

Meldet euch schnell an, wenn ihr dabei sein wollt, die Plätze sind begrenzt und die wundervollen Zimmer im Aufatmen ebenso.


Natürlich werden wir dort auch den Wellness-Bereich mit Sauna, Infrarot-Kabine etc. nutzen können.

Ich freue mich schon sehr auf dieses Seminar, das ich seit vielen Jahren plane und nun ist der Zeitpunkt da, es wahr werden zu lassen.

Genießt den Mai, auch wenn er so holperig daherkommt wie heute, der Sommer kommt bestimmt.

Donnerstag, Dezember 01, 2016

Advent mal anders

Adventskalender, Weihnachtsfeiern, Lebkuchen... - sorry, es ist mir alles zu viel. Seit September drängen sich mir Spekulatius und Co auf, der Weihnachtsrummel ist seit dem überflüssigen Black Friday in vollem Gange und gestern lief in einem Geschäft doch tatsächlich schon Weihnachtsmusik in Dauerschleife. Arrrggghhhh - ich will das nicht, diese Weihnachtsvergewaltigung.
Nein, ich bin nicht geschädigt, ich hatte immer wunderschöne Weihnachten als Kind, und ich bin auch nicht komplett unromantisch. Aber ich will mir nun mal nichts aufzwängen lassen. Ich brauche keine 32 Online-Adventskalender und überall kleine Weihnachtsmänner. Ich wünsche mir andere Dinge. Deshalb habe ich mir Folgendes für die Adventszeit vorgenommen:

- Telefonanrufe bei Freunden, die ich schon lange mal wieder anrufen wollte, um nicht nur an sie zu denken, sondern ihnen auch zu sagen: Ich bin noch da.

- Mittagspausen an der frischen Luft - lieber setze ich mich abends noch eine Stunde länger an den Schreibtisch. Das Fernsehprogramm hat ohnehin nichts Anderes zu bieten als Kling Glöckchen Klingelingeling.

- Rohkostschokolade statt Spekulatius. Herkömmliche Spekulatius esse ich nicht, aber wenn ich meinen Christstollen (roh&vegan versteht sich) am Tag vor Heiligabend mache, reicht das auch noch völlig. Bis dahin kann ich mich mit Schokoladenzubereitung beschäftigen, was ich schon längst einmal wieder machen wollte.

- Entrümpeln statt Dekorieren. Seit Jahren stehen hier Dinge rum, die keiner mehr braucht und die nur Platz wegnehmen. Bisher war der Januar mein Lieblingsmonat, was das Thema Akten aussortieren betrifft - auch das werde ich jetzt auf die Adventszeit verlegen - am 24. 12. wird das Finanzamt ja wohl nicht noch Akteneinsicht wollen.

- Sport statt Spieleabende. Spieleabende sind toll, keine Frage, aber ich bin in den letzten Monaten ohnehin viel zu viel gesessen, um das neue Buch fertig zu kriegen. Mir wäre es jetzt viel mehr nach einer netten Runde Squash, Badminton oder Tischtennis, als nach "Scotland Yard". Und das geht ja auch mit Freunden - Federball spielen kann jede/r und Tischtennisplatten gibt es auch im Freien, man muss sie nur nutzen. Und Yoga geht natürlich immer - überall gibt es jetzt Extra-Yogakurse (MUC)  und Charity-Yoga (BB) - das könnt ihr ja auch mal ausprobieren.

- Wichteln würde ich schon gerne. Ich hatte während meiner Studienzeit einmal einen unvergesslichen Abend beim Schrottwichteln. Man lernt sehr viel über sich und seinen Drang, etwas haben zu wollen, bei diesem Spiel gegen die Uhr mit Würfel und Co. Leider habe ich vergessen, wie es ging - falls jemand von euch das weiß und eine Anleitung hat, bitte gerne unten in die Kommentare schreiben.

- Weihnachtsmarkt muss sein? Vielleicht, ja, aber auch das nur, um Freunde zu treffen und einen lustigen Abend zu haben, nicht um pappsüßen Glühwein zu trinken und Bratwurst zu essen. Ich würde mir einen Smoothie-Stand oder Kokoswasser wünschen... Weiß jemand, ob es das irgendwo gibt??? Zur Not geht auch ein Wein, solange er vegan und roh ist. Vegane Weihnachtsmärkte findet ihr hier.

- Wildpflanzen statt Ente - Wenn ich eines weiß, dann ist es, dass jetzt die Zeit ist, um sich nicht noch zu belasten, es reicht schon, dass es so früh dunkel wird, da sollten wir nicht auch noch Dinge essen, die depressiv machen. Ich freue mich auf einen Adventspotluck und über die vielen Wildpflanzen, die es jetzt noch zu finden gibt, aber die armen Tiere - die gerade jetzt vermehrt verzehrt werden - tun mir unendlich leid. Ich bin immer wieder fasziniert von den Speisekarten der veganen Restaurants - köstlicher geht es nicht, da braucht es weder Lachs noch Ente.

Goldnessel - hinten - darum geht's im nächsten Post dann.

Ich  bin  gespannt, was diese Adventszeit so mit sich bringt. Ich hoffe, wir werden alle eine lustige Zeit haben bis dahin.

Heute Abend im SWR-Fernsehen 18:15 Uhr gibt es übrigens einen Beitrag mit mir zum Thema Innenraumbegrünung. Wohnen im Grünen ist einfach schön - vielleicht habt ihr Lust euch das anzusehen - wer es verpasst, findet den Beitrag danach auch in der Mediathek.


(c) C. Karstedt





Donnerstag, Februar 11, 2016

Aufwachen und nicht essen

Ein guter erster Fastentag liegt hinter mir. Fasten heißt ja nicht nur Nichtessen. Fasten heißt für mich auch, meine Mitte finden. Dabei hilft mir Sport ganz besonders. Und daher gab es gestern ein ideales Sportprogramm: Squash. Da kann ich mich richtig austoben. Außerdem hat es für mich etwas Meditatives. Konzentriere ich mich nicht ausschließlich auf das, was ich tue - laufen, richtig stehen, Ball anschauen - dann wird das nichts. So ist es im Grunde mit allen Dingen. Auch im Yoga - kurz mal über etwas anderes nachgedacht und schwupps wackelt man in den Standhaltungen oder sackt im Asana zusammen.
Heute ist die Übung weiterzumachen, nicht aufzugeben, die Säfte und ihre Wirkung voll auszukosten.
Daher werde ich jetzt erst einmal nach draußen gehen, um Nachschub an Obst und Wildpflanzen zu holen und Sauerstoff zu tanken.
Und morgen geht es dann los mit der ersten Exkursion in diesem Jahr (Homepage unter Seminare) - ich freu mich sehr und bin gespannt auf die mutigen Teilnehmer (und das Wetter).

Euch einen schönen Tag.

In Schweden gibt es sogar frisch gepresste Säfte bei Coop - ich mach meine selber - wild&roh versteht sich

Montag, September 07, 2015

Kare-san-sui


Heute nehme ich euch mit in den Japanischen Garten am Benediktushof. Ein Garten, der in erster Linie der stillen Betrachtung dienen soll. Auch das ist eine Art der Meditation im Zen, die Betrachtung der Natur.


Der Kare-san-sui ist ein Trockengarten. Die Kiesflächen symbolisieren das Wasser. Dazwischen Inseln und Berge, die aus dem Wasser ragen.


Auch das Rechen des Kieses wird als Meditation betrachtet und die entstanden Linien stehen für die Wellen auf dem Wasser. Durch Meditation im allgemeinen versuchen wir die Wellen in unseren Gedanken zur Ruhe zu bringen  - unsere Gedankenwelt zu einer spiegelglatten Wasseroberfläche werden zu lassen. Im Yoga kennen wir das als citta-vṛtti-nirodhaḥ – jenen inneren Zustand, in dem die seelisch-geistigen Vorgänge zur Ruhe kommen.


Geplant wurde der wunderschöne Garten übrigens von Friedhelm Hellenkamp.

Samstag, Februar 28, 2015

Yoga nach Grippe

Ich hatte Euch ja die Asanas zur Befreiung der Atemwege versprochen, die ich am Donnerstag abend geübt habe. Vorweg: Es war schon eine Herausforderung und ich musste alles ganz langsam machen, aber es war auch so hilfreich und erholsam dass ich sie gestern nochmal gemacht habe. Nach den Übungen fühlte ich mich auf jeden Fall fitter als vorher. Wir haben verlernt, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, dass ein Körper rundum funktioniert, dafür muss etwas getan werden. Früher bin ich nach einer Grippe so lange inaktiv geblieben bis ich mich rundum erholt hatte. Heute weiß ich, das macht nichts besser, verzögert sogar nur den Heilungsprozess. Ein kleines bisschen Anstrengung sobald das Fieber vorbei ist, hilft uns, wieder auf die Beine zu kommen.

Das war meine Übungssequenz - ich hab Euch die Posen verlinkt - manchmal zu Bildern, manchmal zur kleinen Filmen:

Montag, Dezember 29, 2014

Yoga und Ingwer gegen Kälte

Endlich ist es da, das Programm von der Yogaexpo in München. Und alle, die schon immer wissen wollten, wie sie mit Rohkost, Wildpflanzen und Superfoods über den Winter kommen sollen, die können am Samstag oder Sonntag nächster Woche in München zum Vortrag kommen.

Samstag 10.1.2015    12:30-13:15 Dr. Christine Volm – Gesund durch den Winter mit Rohkost, Wildpflanzen und Superfoods
Sonntag 11.1.2015     11:30-12:15 Dr. Christine Volm – Gesund durch den Winter mit Rohkost, Wildpflanzen und Superfoods

Also liebe Monika und alle anderen, die nach dem Termin gefragt haben: Wir sehen uns auf der Yoga-Expo in München - entweder am Pureraw-Stand oder beim Vortrag.

YogaExpo logo


Und jetzt, wo es so kalt ist, ist der Ingwer ein Tipp für viel Wärme, den wir alle umsetzen können. Bei mir gerade einer der wichtigsten Zutaten im täglichen Saft, kann er aber auch sonst vielfältig eingesetzt werden.

 
Ingwer bekommt man ja nun wirklich überall und so kann ich Euch nur empfehlen, ihn schon morgens in Euer Wasser zu reiben und viel davon zu trinken. Ich mag ihn auch gerne im Salat oder/und in einer Rohkostmayo. Er bekämpft so ziemlich alles an Bakterien, was derzeit rumschwirren mag und sorgt für viel Wärme.
Mehr dazu, über die Wildpflanzen, die es jetzt noch zu entdecken gibt und einen leckeren Vitamin-C-reichen Superfood-Drink mit den leckeren Fruchtpulvern von Pureraw erfahrt Ihr auf der Yoga-Expo nächste Woche.

Und morgen geht es hier zum Jahresende um das Loslassen. Bringt es gut zu Ende - vergesst nicht zu räuchern - und genießt die Stille, die uns der Schnee gerade schenkt.



Montag, Juli 28, 2014

Iyengar-Yoga ausführlich vorgestellt

Das Yoga-Journal hat nun einen Artikel aus der Reihe Style-Guides veröffentlicht, den ich Euch nicht vorenthalten möchte. Ich habe Euch hier ja schon viel zum Thema Bewegung und speziell Iyengar-Yoga erzählt - hier nun bekommt Ihr diese Form des Hatha-Yoga ausführlich nahegebracht.

Es lohnt sich, den ganzen Artikel zu lesen - danke Yoga-Journal.


Klick aufs Bild und Du gelangst zum Artikel (c) Yoga-Journal

Freitag, Mai 16, 2014

Work or Life - und wo bleibt die Balance?

Ich kann es nicht mehr hören. Immer und überall wird über Work-Life-Balance gesprochen. Und keiner kann mir erklären, was damit wirklich gemeint ist. Für manche Menschen ist ihr Leben immer Arbeit, weil sie die Zeiten, in denen sie nicht in ihrem Job arbeiten, auch als Arbeit empfinden. Und andere sind auch im Job sehr relaxed. Also kann es doch nicht darum gehen, welche Zeitspanne am Tag, wie bezeichnet und wie diese Zeitspannen aufgeteilt werden.
Ich habe meine Leidenschaften zum Beruf gemacht, ergo sind sie jetzt Work und wo ist nun mein Life geblieben? Tja, das frage ich mich manchmal, wenn ich wie heute noch zwei Seminare und eine mehrtägige Gartenveranstaltung vorzubereiten habe. Nicht, dass ich es nicht gerne machen würde, nur arbeitet es sich manchmal unter Druck nicht ganz so angenehm als wenn man ganz relaxed ist.

Nun aber die Frage, was hilft?

Folgende Dinge helfen mir an solchen Tagen:

- Yoga - aufstehen und auf die Matte und erst mal die Knochen einrichten, das verleiht innere Stabilität

- Gutes Essen - an solchen Tagen ist es das Beste, nicht zuviel aber viel Gesundes zu essen. Deshalb gibt es heute nur einen ganz leichten Salat und einen Smoothie, mit allem drin was unterstützend wirkt, vor allem vielen Wildpflanzen. Außerdem Brahmi-Pulver - das hilft bei der Konzentration. Die Pflanze heißt "Kleines Fettblatt" und wird auch als Gedächtniskraut bezeichnet. Ihre Wirkungen sind ausgesprochen vielseitig: beugt Zellalterung vor, stimuliert die Hormonausschüttung, schützt die Nerven, wirkt angstlösend und leistungssteigernd, fiebersenkend, beruhigend und etzündungshemmend. In der ayurvedischen Medizin wird sie daher traditionell als Heilmittel genutzt.

- Und dann gibt es noch ein ganz besonders "Mittelchen", dem man vielleicht nicht so viel zutrauen würde, auf das ich aber schwöre an Tagen wie diesen:
Von Yoghanda und der wunderbaren Sinéad habe ich euch schon mal erzählt. Und nun ist zu meinem Detox-Öl auch noch ein Relax-Öl dazugekommen. Damit creme ich mich gerne ein, direkt nach dem Duschen, vor allem die armen Muskeln, die bei der Schreibtischarbeit besonders viel leisten müssen: ich sag nur HWS und LWS! Der Duft nach Lavendel und Vetiver entspannt mich ungemein, manche von Euch kennen ja meine Vorliebe für Vetiver...
In diesem Sinne starte ich jetzt in den Tag und wünsche allen viel Balance für heute: May you rest in nourishment!

Gerade als ich Sinéads Seite noch verlinkt habe, hab ichs gesehen: das ist ihr Bestseller - ehrlich, das wundert mich nicht!



Dienstag, Mai 13, 2014

Wilde Karotten Asia-Style an leerer Yoga-Matte

Unser zweiter Abend beim Seminar "Yoga+WildeRohkost" stand unter dem Motto "Asia-Genüsse".

Wie jeden Tag waren wir erst einmal Wildpflanzen sammeln und danach hat sich das Küchenteam wieder ans Schnippeln gemacht. Das Schöne an der Rohkost ist ja, dass alle Zutaten auch im Urzustand gegessen werden könnten und beim Zubereiten nicht wirklich viel schiefgehen kann. In der Kombination allerdings lassen sich zunächst wild anmutende Zusammenstellungen doch zu einem harmonische Ganzen vereinen und das ist vielleicht die Kunst daran.

Wer das Erlernen möchte, der kann sich gerne noch zu den beiden Seminaren "Alles Käse" und "Wildes Schokoladenglück" anmelden. Die Exkursion am kommenden Samstag ist schon ausgebucht, aber auch bei den Zubereitungsseminaren gehen wir erst einmal raus zum Wildpflanzensammeln und kombinieren dann all die Köstlichkeiten zu würzig wilden Käsezubereitungen oder eben zu Schokoladigem - lasst Euch überraschen, es wird auf jeden Fall köstlich.

Exotisch-süßer Karottensalat mit jeder Menge Wildpflanzen - das Rezept findet Ihr in "Meine liebsten Wildpflanzen - rohköstlich" oder in Abwandlung hier
Für viele Esser braucht man viel wildes Grün - mindestens zwei Handvoll pro Mahlzeit und Person empfehle ich.


Das Küchenteam hat noch viel mehr zu tun, als nur Karotten zu schnippeln, von der Vorspeise alleine wird man ja nicht satt - mehr dazu demnächst hier
Während unser Sammeltouren und der Essenszubereitung ruhte natürlich der Yogaraum und unsere Matten, aber dazu und zu den wunderbaren Yogaeinheiten mit Sandra auch demnächst mehr.






Donnerstag, Mai 08, 2014

Yoga und wilde Rohkost mit italienischem Abend - Teil 1

So, da bin ich wieder. Unser Seminar war so reichhaltig, beeindruckend und ausschweifend in jeder Hinsicht, dass ich erst einmal die vielen Eindrücke verarbeiten musste, bevor ich berichten kann.
Bevor ich es vergesse, es gibt mehr davon: Schaut mal hier auf meiner Homepage findet Ihr immer alle aktuellen Seminare - demnächst stehen mehreren Exkursionen auch Zubereitungskurse an, bei denen es zum Beispiel um die Zubereitung von Käse und Schokolade (wild, roh,vegan) geht...

Nun aber zu unserem ersten Abend in der Südpfalz. Die Kühlschränke platzen aus allen Nähten als endlich die Teilnehmer eintrafen und wir uns ohne viele Umschweife nach einer kurzen Einführung und dem ersten Beschnuppern der Wildpflanzen zur ersten Yogastunde mit Sandra versammelten.

prall gefüllte Kühlschränke mit lauter Köstlichkeiten
Da wusste von den Teilnehmern noch niemand genau, wie das denn so werden würde mit 4 Tagen ausschließlich Rohkost und dem Yoga. Einigen merkte man schon an, dass sie sich etwas Sorgen machten, ob sie denn auch satt werden würden.

Das sollte sich mit der ersten Abendmahlzeit ändern, alle waren danach wohlgenährt und so fielen wir nach dem Abendessen nur noch in herrlicher Stille abseits jeglichen Trubels in die Betten.

Vorspeise: Insalate Caprese wild, roh, vegan mit jeder Menge Wildpfalnzen on top und mit verarbeitet

Das Küchenteam am ersten Abend... die tanzen schon, weil sie sich sicher waren, eine Pizza für jeden, das passt
Nach dieser Pizza war keiner mehr hungrig!(verschiedene Rezepte findet ihr in Rohköstliches auf Seite 102 und 103 und hier könnt ihr mal reinlesen)

Rohköstliche Pizza macht satt...pappsatt!

Dienstag, April 15, 2014

Hier ist was falsch - Slowfood ohne Obst und Gemüse

Wie war es auf der Messe?
Tja, was soll ich sagen?
Interessant würde die Sache wohl am Besten beschreiben. Natürlich war es schön. Die Vorträge, die ich gehalten habe, haben viel positives Feedback gebracht und auch der Pureraw-Stand war richtig gut besucht. Viele haben sich für die Seminare und Exkursionen interessiert und viele Fragen zur Rohkost und zu Wildpflanzen konnten wir direkt beantworten. Im Gegensatz zu anderen Messen aber, die thematisch enger gefasst sind (nur Yoga, nur Veganes, nur Rohkost...) hatten wir dieses Mal ganz schön viel zu erklären. Viele viele Menschen kommen wegen der Slowfood-Messe und kommen auf ihrem Weg dann an unserem Stand vorbei.

Ja, nun, erklär mal jemand kurz und knackig, was wir dort im Angebot hatten, Bücher war noch das Einfachste: Rohkost/Veganes in Pulverform? Hört sich komisch an und hilft den meisten auch nicht weiter. Und so fängt man dann an mit "pflanzlichen Produkten für die Rohkosternährung, die besonders lecker und hilfreich sind, aus denen man leckere Getränke oder auch Schokolade herstellen, die bei diesen und jenen Beschwerden hilfreich sein können, aber in allererster Linie einfach die beste Nahrung der Welt sind..." Soweit hat das manchen schon weitergebracht.

Aber die Menschen, die auf dem Weg in die Slowfoodhalle waren und sich schon auf Schinkenberge und Austernschlürfen gefreut haben, konnte das manchmal auch nicht erreichen. Also bin ich mal los und wollte mir das Spektakel in diesen Hallen - "Slowfood" und "Markt des guten Geschmacks" mal anschauen. Hui, ich kann euch sagen, das hat mich umgehauen. Ich dachte, ich seh den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr und die Gerüche von Frischgebratenem, von Rohmilchkäse und frisch geschmolzener Schokolade - das war einfach nichts für mich. Dazu fürchterliches Gedränge vor den Verkostungsständen.

Ich hab mich gefühlt wie neulich im Wald. Da lockte mich dieser Baum mit seinem außergewöhnlichen Aussehen an.




Und ja, es waren Christbaumkugeln, die da hingen und es war Frühling - vor drei Wochen etwa. Und so wie es unter diesem Christbaum dann natürlich keine Geschenke gab, so war es auch auf der Slowfood: Messe zum Thema genussvolles Essen ohne Obst und Gemüse?
Ich dachte noch: "Zum guten Essen gehört doch Obst und Gemüse" - aber weit gefehlt, nichts wars, kein Stand mit Obst und Gemüse in frischer Form, alles getrocknet, verarbeitet oder allenfalls als etwas zerzauste Deko.... Interessant. Und für mich enttäuschend.

Nur ein einziger Stand hatte dort etwas für mich im Angebot - und davon erzähle ich euch morgen...

Dienstag, April 08, 2014

Frühjahrsexplosion mit Yogasessions

Während hier die Vorbereitungen für die Yoga-Expo am kommenden Wochenende und für unser Seminar Yoga + wilde Rohkost auf Hochtouren laufen, sorgt das Frühjahr für eine Explosion an Düften, Farben und Formen da draußen. Schaut euch mal diese herrliche Pfirsichblüte an.
 

Alle Yogafans freuen sich schon aufs Wochenende auf die Yoga-Expo in Stuttgart. Ihr findet mich dort am Stand von Pureraw, wo ich Euch gerne Tipps zur Ernährung mit Rohkost und Wildpflanzen gebe und sowohl meine Bücher als auch Kirstins neue Buch RAW vorstellen werde.

Bei den Vorträgen erfahrt ihr mehr zu folgenden Themen:

Samstag 12:45-13:30 Dr. Christine Volm – “Essbare Wildpflanzen, Rohkost und Yoga – ein Detoxprogramm der besonderen Art”

Sonntag 13:45-14:30 Dr. Christine Volm – “Ernährung mit Rohkost und Wildpflanzen im Alltag – gesundes Fast Food für jede Gelegenheit

Ich freue mich auf Euch und die Stuttgarter Messe, die selbst bei schönem Wetter toll ist, weil man auch draußen in der Sonne sitzen kann und die entspannte Atmosphäre genießen kann.

Wer noch Interesse an Yoga&Wilde Rohkost hat - hier gibts alle Infos, aber auch nur noch wenige Plätze. Also meldet Euch schnell bei mir, falls Euch das interessiert.

Dienstag, März 25, 2014

Die Intelligenz im kleinen Zeh - Teil 2

Ich habe hier ja an verschiedenen Stellen schon über Yoga und die Intelligenz im kleinen Zeh berichtet. Manchmal muss man einfach wieder ganz bei den Basics anfangen, um an anderer Stelle weiterzukommen. Das sind manchmal Rückschläge aber gleichzeitig die Bausteine eines Fundaments das später einmal tragen soll. Solche Übungen sind für uns alle anstrengend.

Manche müssen plötzlich erkennen, dass ihr Fundament der Pflanzenkenntnis wackelt, dass die Wildpflanzen doch viel vielseitiger sind als bisher gedacht und es dringend nötig ist, bei den Basics anzufangen: Blütenaufbau, Lupe raus, Bestimmungsbuch! Aaaah, wir trocken. Darüber mache ich mir schon lange keine Gedanken mehr, das ist normal, sonst wäre man als Botanikerin ja nach ein paar Jahren fertig mit lernen - erst aber wenn wir erkennen, dass ein Leben zu kurz ist, um alle Pflanzen zu kennen und dass es immer wieder Neues zu erfahren gibt, erst dann können wir wirklich beginnen zu lernen.


Ein kleiner Trost für alle, die jetzt entmutigt ihre ersten Wildpflanzen-Kenntnisse verwerfen wollen, soll euch dieses Bild geben. Hat meine Yogalehrerin gemacht - nach 10 Jahren Iyengar-Yoga, haben meine Zehen immer noch nicht gelernt, wie gewünscht zu arbeiten. Die Hilfe mit dem Holzblock zwischen den Knöcheln macht es deutlich. Eigentlich zum Verzweifeln? Ich kann euch sagen, ich bin schon mal froh, dass ich den Block mit beiden Knöcheln zusammenpressen kann, auf der Ferse stehen kann und und und.... Aber es gibt noch viel zu tun und so fange ich demütig wieder bei den Füßen an.

Übrigens: Wer mit mir unter fachkundiger Anleitung Yoga üben möchte und zusätzlich Wildpflanzen kennenkernen will - der ist hier richtig!

Montag, Januar 27, 2014

Yoga und wilde Rohkost

Ihr Lieben - heute mal wieder was in Sachen Seminare und mehr.

http://www.amazon.de/gp/product/3800179806/ref=as_li_tf_tl?ie=UTF8&camp=2514&creative=9386&creativeASIN=3800179806&link_code=as3&tag=maxtremefoto-21

christine-volm.deyoga-natura.comBis Ende Januar brauchen wir genügend Voranmeldungen für unser Seminar "Yoga & wilde Rohkost" - und Ende Januar ist schon bald. Es ist immer ein Dilemma, wenn man tolle Seminarhäuser wie in diesem Fall den Haftelhof mieten will, dann muss man das früh tun. Die wirklich verbindlichen Anmeldung trudeln aber meist kurzfristig ein. Und so hoffen wir noch, dass sich bis Ende der Woche genügend Teilnehmer anmelden, damit wir dieses zugegeben sehr außergewöhnliche Seminar abhalten können. 

Sandra und ich, wir freuen uns schon sehr darauf, weil wir glauben, dass es etwas sehr Besonderes wird. Wenn ihr also Interesse habt, dann meldet Euch schnell, wir schicken euch umgehend alle Infos und Anmeldeunterlagen zu. Vorab alle Infos findet ihr auch hier.


Mittwoch, November 28, 2012

Interview mit Michi Kern in der neuen NATÜRLICH VEGETARISCH

Jetzt aber, zum guten Schluss in diesem Jahr, erscheint dann doch noch das Interview, das ich mit Michi Kern  in München auf der Yoga-Expo geführt habe.
Michi Kern ist der Lieblings-Promi der Münchner Yogaszene und einfach ein sympathischer Mensch!

Ihr findet das Interview in der NATÜRLICH VEGETARISCH, die am 13.12. erscheint und die ich zweifelsohne - weil alle Rezepte vegan sind - auch uneingeschränkt empfehlen kann.


Lasst sie Euch am Kiosk zurücklegen oder bestellt Sie schon mal vorab! VEBU-Mitglieder erhalten das Heft kostenlos 4 x im Jahr.


Samstag, April 14, 2012

Michi Kern - Münchner, Veganer, Yogalehrer - Teil 2

Hier ein weiterer Auszug aus meinem Interview mit Michi Kern anlässlich der Yoga-Expo in München im Januar:
CV: „Welpenhaft“ sei Dein Wesen, hat eine Redakteurin der Süddeutschen geschrieben – ich vermute, sie hat unter anderem „verletzlich“ damit gemeint. Braucht man Verletzlichkeit, um Mitgefühl haben zu können?

MK: Ich glaube sie hat mein verknittertes Gesicht am Morgen gemeint. Doch im Ernst: man braucht Offenheit und Empfänglichkeit um Mitgefühl zu entwickeln oder auch einfach nur Interesse an Anderen. Das kann man üben, indem man sich in andere hineinversetzt, den Blickwinkel wechselt und seine Vorstellungskraft bemüht, wie die Yoga-Sutren vorschlagen. In jedem Fall lernt man dabei viel. Natürlich geht das nicht immer, ohne selbst verletzt oder enttäuscht zu werden. Aber die eigenen Verletzungen sind immer auch ein guter Hinweis darauf, was wir anderen mitunter antun. Es bedarf gar nicht so viel Phantasie, sich vorzustellen, was wir Tieren alles antun. Wir verdrängen das, doch das tut uns selbst nicht gut. Im Yoga ist viel von Liebe und Mitgefühl die Rede, viel zu oft geht aber schon von unserer Ernährung eine enorme Gewalt und Rücksichtslosigkeit, schlimmer Gedankenlosigkeit und Gleichgültigkeit, aus. Das bleibt nicht ohne Folgen für uns selbst.

 CV: Ich habe an mir selbst erfahren, dass das Mitgefühl mit den Tieren erst kam, als ich schon jahrelang vegan war. Wie hast Du das erlebt, was war zuerst da, Mitgefühl mit den Tieren oder die vegane Ernährung, z.B. aus gesundheitlichen Gründen?

MK: Ich wurde tatsächlich wegen der Tiere zuerst Vegetarier und dann Veganer. Der Vater meiner Freundin damals war Großviehhändler am Münchener Schlachthof. An der Wand der Ställe im Viehhof stand in großen weißen Buchstaben: „Vermeide jede Tierquälerei“ - die Wirklichkeit sah und sieht anders aus. Trotzdem bin ich kein rührseliger Tierfreund, ich möchte zum Beispiel kein Haustier und will auch nicht aufs Land ziehen. Mir schien es dagegen immer selbstverständlich, dass andere Wesen – ganz unabhängig vom Menschen – ein Recht auf Leben und Unversehrtheit haben, dass diese Wesen eine Würde besitzen und ihr Leben leben sollen. Meine Überlegung heute geht hin zu der Frage: Welche Art von Mensch möchte ich sein? Möchte ich ein Mensch sein, der irgendwie, eventuell auch über Umwege oder einfach durch Wegschauen oder durch stillschweigende Billigung, am Leid anderer Wesen beteiligt ist oder sogar dafür verantwortlich ist? Die Antwort ist: Nein, ich möchte ein solcher Mensch nicht sein, weil das nicht meinem Bild von mir selbst entspricht. 

Passend zur Yoga-Expo lest Ihr morgen hier den 3. Auszug. (Das Interview am Stück und in voller Länge findet ihr demnächst in der Natürlich vegetarisch.) hier weiter zu Teil 3