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Donnerstag, Juni 09, 2016

Exotisch wildes Frühstück

Diese Farben!

Ich habe hier neulich von unserem Marktbesuch auf La Palma berichtet und dazu gehören auch noch die Frühstücksbilder vom darauffolgenden Tag. Die gibt es heute:

Bananen-Maracuja (hinten) Guaven (links) und Opuntienfrüchte, also Kaktusfeigen (rechts)

Diese Früchte sind alle relativ naturbelassen, will sagen, hier gibt es kaum Züchtung, die ihre Eigenschaften über Hunderte von Jahren verändert hätte. Die Kaktusfeigen wachsen wild überall auf der Insel. Das Fruchtfleisch schmeckt süß und eigen, ich finde ein bisschen auch nach Gurke. Es ist fest und wie für Wildfrüchte typisch mit vielen kleinen harten Kernen duchsetzt,


Die Guaven enthalten auch noch ihre harten Kerne, die hat noch niemand weggezüchtet. Man schluckt sie einfach, ohne darauf zu beißen.

Guaven
Die Bananen-Maracuja, Passiflora tarminiana, ist laut Wikipedia nur aus Kulturen bekannt, aber beispielsweise auf Madeira und in Australien wächst sie wild und invasiv. Heißt soviel wie, wir wissen nicht, wo sie urspünglich herkommt, aber eine Züchtung ist es nicht, da ja die reine Art.



Die Früchte werden ausgelöffelt und auch hier wird das Fruchtfleisch nicht zerkaut, sondern nur mit der Zunge zerdrückt und mitsamt der Kernen gegessen.


Samstag, März 29, 2014

Exotisches oder Heimisches? Regionales oder Saisonales?

Es ist Frühjahr und viele haben bestimmt das Gefühl, es gibt alles nun wieder frisch zu kaufen. Äpfel und Birnen, Erdbeeren, Trauben, der Markt ist geradezu voll wie zur Sommerszeit. Allein ein Blick aufs Etikett verrät: Es ist nicht Sommer, es wachsen keine Erdbeeren und Trauben hier. Nein, sie kommen von ganz weit her. Trauben und Birnen aus Chile oder Südafrika, Paprika aus Israel, Erdbeeren aus Nordafrika und Äpfel aus Neuseeland.
Solche Früchte kaufe ich jetzt nicht, die wachsen nämlich auch bei uns, allerdings im Sommer. Denn nur weil diese Pflanzen regional produziert werden können, heißt das nicht, dass sie auch zu dieser Jahreszeit bei uns produziert werden. Und mit den Lageräpfeln ist es auch nicht mehr weit her, ein Tag außerhalb des Kühlschranks und schon fangen sie an zu Mumien zu werden - was sie eigentlich auch sind, denn Inhaltsstoffe und Vitamine bauen sich auch bei der Lagerung ab. Es ist also eine Frage der Geduld, bis die Einheimischen wieder dran sind. Und was esse ich zwischenzeitlich? Früchte, die ich nicht oder kaum kaufe, wenn es hier genügend Heimisches gibt, die ich aber gerne mag und die hier nicht angebaut werden können: Exoten. Das ist allemal sinnvoller als Trauben aus Chile zu essen.

Kakao, Papaya, Guaven, Avocado, Mango, Maracuja und vieles mehr testen wir in meinen Seminaren zum Thema "Exotische Früchte"


Jetzt ist auf der Südhalbkugel Herbst - Erntezeit für die dort heimischen Früchte. Bei speziellen Versendern wie Orkos oder Tropenkost  können wir uns jetzt eindecken mit dem, was bei uns hier niemals wachsen wird (es sei denn, der Klimawandel...). Jetzt wo es bei uns noch kein Beerchen und Früchtchen gibt, da können wir uns dem Geschmack von Guaven und Rambutan, Papaya, Kakao und Maracuja hingeben. So lässt sich die Zeit bis zu den ersten Erdbeeren gut überbrücken und im Sommer dann, da können wir wieder die wirklich heimischen und hier angebauten Früchte genießen. Das erscheint mir als die beste Variante der rohköstlich-saisonalen Ernährung.


Guave, Maracuja, Rambutan, Mangostan und mehr beim Seminar "Exotische Früchte"