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Dienstag, Januar 17, 2017

Gesundes aus den Tropen bei "Gesund in den Bergen"


Ich habe heute Sommersehnsucht. Irgendwann im Winter ist es immer soweit und dann habe ich das Gefühl, als könnte ich es nicht mehr aushalten bis es wieder Sommer wird. Dann ist mir so nach Flug buchen und Sonne genießen. Und wenn ich dann die Bilder vom Seminar "Gesund in den Bergen" aus dem letzten Jahr sehe, dann merke ich auch, dass es mir deutlich an Gesichtsfarbe fehlt. Dann spätestens ist es soweit und ich muss dringend mal wieder wilde tropische Früchte bestellen.

 

Jetzt könnte man natürlich fragen, ob das denn sinnvoll und naturgemäß ist.
In Rohköstliches habe ich eine ganzes Kapitel (S. 34-37) dazu geschrieben, hier ein kleiner Auszug daraus: 
Im Winter, wenn auf der Südhalbkugel viele Früchte reif sind, stellen diese eine wertvolle Bereicherung des rohköstlichen Speiseplans dar. Baumreif geerntete Früchte sind im spezialisierten Versandhandel erhältlich. Diese Firmen ermöglichen zum Teil die Unterstützung kleiner Anbauprojekte, die sich durch fairen und biologischen Anbau auszeichnen. Besonders zu empfehlen sind auch Firmen, die durch freiwillige Abgaben Klimaschutzprojekte fördern und dadurch einen Beitrag zur Neutralisierung der durch den Transport entstandenen Emissionen leisten. Informieren
Sie sich deshalb darüber, wo und wie die angebotenen Tropenfrüchteangebaut und unter welchen Bedingungen sie transportiert werden. Birnen aus Chile, Äpfel aus Neuseeland und Spargel aus Peru zu kaufen, halte ich allerdings allein schon aus ökologischer Sicht für unsinnig. Schließlich wachsen diese Früchte auch bei uns und können in der entsprechenden Jahreszeit hier in bester Qualität geerntet werden.
Daneben gibt es in Rohköstliches noch zu lesen, warum wir diese Früchte essen sollten, welche Qualität die richtige ist und was es mit Durian und Co sonst noch auf sich hat. Diese Früchte habe ich bei Orkos bestellt - Lieferadressen findet ihr in allen meinen Büchern.

Exotische Früchte sind auch beim Seminar "Gesund in den Bergen mit Rohkost und Wildpflanzen" immer dabei, so gibt es dort die Gelegenheit, auch Dinge zu probieren, die noch nicht jeder kennt. Wie eine meiner Lieblingsfrüchte, die Mangostan. Schneidet man diese Kugeln auf, dann entdeckt man leckeres weißes Fruchtfleisch darin - siehe unten, letztes Bild - welches schmeckt wie ein Cocktail aus den besten tropischen Früchten.


Auch lecker: Reif geerntete Drachenfrüchte - Pitahayas.


Die Früchte der Kaktusfeigen gibt es auch in anderen Farben - lest ihr hier.


Im Hintergrund: Sapotillen - schmecken cremig, karamellartig, lecker.


Und so sieht dann schon mal das Frühstücksbuffet aus - heimisches Gemüse und Wildpflanzenzubereitungen mit exotischen Früchten.


Und so ein leckerer Frühstücksteller mit Vogelmiere, Drachenfrucht, Maracuja, Wiesen-Pippau, Rambutan, Mango, Sapotille, Mangostan und Ehrenpreis.


Mehr Exotische Früchte findet ihr hier.

Mittwoch, Juni 01, 2016

Marktfrüchte auf La Palma

Nun ist endlich die Erdbeerzeit da und es gibt das erste heimische Obst zu essen. Aber zu dieser Jahreszeit ist das, was bei uns auf den Märkten angeboten wird, bis auf die Erdbeeren und ein paar fade Lageräpfel, meistens importiert. Ganz anders auf La Palma, da konnten wir im April bereits jede Menge Fürchte kaufen, die auch dort angebaut werden. Solch ein Klima hat schon Vorteile. Schaut mal, was wir dort auf einem Samstagsmarkt im Nordwesten der Insel alles gefunden haben. Alles lokal produziert von unabhängigen Kleinbauern.

Bananen-Maracuja

Pepinos, dort werden sie Birnenmelonen genannt

dahinter in der Kiste sind Guaven

und das sind auch Guaven - kleiner und rot, sogenannte Erdbeerguaven

allerlei Kräuter

Heimisch produziertes Saatgut, auf das man dort großen Wert legt - hier wird wohl nie ein Anbauer abhängig von den großen Saatgutproduzenten.

Verschiedene Hülsenfrüchte, auch diese Sorten sammelt man dort und vermehrt sie weiter,
wie diese lustig aussehende Bohnensorte.
Neuseeländer Spinat - kann man auch bei uns im Garten anbauen und gibt es auch bei uns als Saatgut zu kaufen.

Avocados (Kilopreis zwischen 1,50 und 2,50 €!) und jede Menge Kräuter

kleine und große Guavensorten

Mispeln, Grenadillas, Bananen und Orangen
Bei dieser Vielfalt, wird mir immer ganz wehmütig ums Herz und ich finde unser saisonales Angebot (Erdbeeren) derzeit einfach ein bisschen arm. Aber bald wird es auch hier besser und ich freue mich schon auf die ersten heimischen Johannis-, Stachel- und Himbeeren. Und die ersten Felsenbirnen sind auch bald reif. Wer die nicht verpassen möchte, kommt am Freitag mit auf Exkursion, da werden wir uns anschauen wo und wie sie wachsen.

Freitag, Februar 19, 2016

Rohkost per Post


Gestern war es nun soweit, das, was ich seit Jahren befürchte ist passiert, der gesamte Blog war verschwunden. Weg, vom Netz genommen. Das war ein seltsames Gefühl, so plötzlich ohne digitales Zuhause zu sein. Dann ging es los... Erst mal nach den Ursachen forschen. Der Hackerangriff von vorgestern war wohl die Ursache, dass nicht nur der Blog, sondern auch mein kompletter Account gesperrt war. Also neu einrichten, Einspruch gegen die Sperrung einlegen... Nach 6 Stunden war der Spuk vorbei und alles beim Alten - puh, was für ein Tag.

Heute lass ich euch mal in ein Paket spickeln, dass ich bei Tropenkost bestellt hatte. Im Winter, wenn die Früchteauswahl reduziert ist, bestelle ich gerne mal Exotische Früchte - diese sind aus familiärem Kleinanbau in reinster Qualität und umweltschonend produziert und befördert. Weil sie bei uns nicht wachsen, finde ich es gerechtfertig, mit ab und zu solch ein Paket zu gönnen, dafür verzichte ich konsequent auf Birnen aus Südafrika, Trauben aus Chile, etc. Und wer meint, wenn er nur Äpfel ist, würde er die Umwelt mehr schonen, hat falsch gedacht - denn auch die verbrauchen jede Menge Energie für die Lagerung in Kühlräumen - mehr dazu hier. Also lange Rede kurzer Sinn - ich hatte Früchte bestellt und die sind angekommen:

Rechts die Passionsfrüchte - superlecker und schön süß - verpackt sind hier noch Ananas, Papayas und Mangos.



Passionsfrüchte in bester Qualität



Was für Botanikfreunde und diejenigen, die der thailändischen Sprache mächtig sind:



frisches Zitronengras - hmmmm



Wisst ihr was das ist? Ja, frischer Kurkuma, davon kann man nie genug haben.


Und - klar dass die nicht fehlen darf: Kokosnuss (nutze ich meistens für Joghurt - seht ihr hier)



Und was hier drin war, das zeige ich euch im nächsten Post.




Mittwoch, März 11, 2015

Sapote oder Mammiapfel - die Vielfalt der Tropenfrüchte

Ich liebe Sapoten und bestelle Sie immer wieder gerne bei Tropenfruchtversendern, die fair und nachhaltig angebautes Obst liefern. Letzte Woche habe ich bei Orkos eine Sapote bestellt - Sapote Mamey sollte es sein - was aber kam, war dieses Ding.

Mammiapfel - alles klar?!

Von außen sah sie der Mamey-Sapote fast ein bisschen ähnlich - aber innen war sie tief orange und hat sehr frisch fruchtig geschmeckt. Der Kern sieht auch nicht aus, wie der einer Sapote Mamey, sondern höchst eigentümlich, wie ein stacheliges Ei.

Als gestern dann die liebe Heike ein Bild einer Black Sapote (Diospyros digyna) gepostet hat, dachte ich, ich frage mal rum, ob jemand weiß, wie diese Sapote heißt.

Ich kenne mittlerweile

Sapote blanco ( Casimiroa edulis)
Sapote Mamey (Pouteria sapota)
Sapote amarillo Pouteria amarillo
Sapote lucuma (Pouteria lucuma)
und Sapotillen (Manilkara achras),

die sind es nicht - die schmecken alle anders und sehen anders aus.

Aber ihr seht schon: mehr oder weniger alles, was in Südamerika auf den Bäumen wächst und eine runde Frucht hat, heißt Sapote - kein Wunder also, dass man nie weiß, was einen erwartet.
Die Black Sapote ist übrigens eine Schwester der Kaki.

Aber was ist nun das für eine Gattung/Art? Falls irgendjemand einen brauchbaren botanisch interessanten Tipp hat - gerne her damit. Aber keine Sorge, ich werde sie auch ohne amen weiterhin genießen.

Nun hat sich die Sache geklärt - dank Orkos:

Das hier und oben ist ein Mammiapfel (Mammea americana) und keine Sapote und auch nicht mit Sapote Mamey verwandt. So leicht gibt es Verwechslungen mit den Trivialnamen, wenn sie sich ähnlich anhören - mit den botanischen Namen ist dann aber immer alles weltweit ganz einfach. Wollte an diesem beispiel Linné vielleicht ein Exempel statuieren und zeigen, wie wichtig seine botanische Nomenklatur ist?

die große runde Unbekannte

hier mal im Vergleich zu einer Maracuja



Samstag, März 29, 2014

Exotisches oder Heimisches? Regionales oder Saisonales?

Es ist Frühjahr und viele haben bestimmt das Gefühl, es gibt alles nun wieder frisch zu kaufen. Äpfel und Birnen, Erdbeeren, Trauben, der Markt ist geradezu voll wie zur Sommerszeit. Allein ein Blick aufs Etikett verrät: Es ist nicht Sommer, es wachsen keine Erdbeeren und Trauben hier. Nein, sie kommen von ganz weit her. Trauben und Birnen aus Chile oder Südafrika, Paprika aus Israel, Erdbeeren aus Nordafrika und Äpfel aus Neuseeland.
Solche Früchte kaufe ich jetzt nicht, die wachsen nämlich auch bei uns, allerdings im Sommer. Denn nur weil diese Pflanzen regional produziert werden können, heißt das nicht, dass sie auch zu dieser Jahreszeit bei uns produziert werden. Und mit den Lageräpfeln ist es auch nicht mehr weit her, ein Tag außerhalb des Kühlschranks und schon fangen sie an zu Mumien zu werden - was sie eigentlich auch sind, denn Inhaltsstoffe und Vitamine bauen sich auch bei der Lagerung ab. Es ist also eine Frage der Geduld, bis die Einheimischen wieder dran sind. Und was esse ich zwischenzeitlich? Früchte, die ich nicht oder kaum kaufe, wenn es hier genügend Heimisches gibt, die ich aber gerne mag und die hier nicht angebaut werden können: Exoten. Das ist allemal sinnvoller als Trauben aus Chile zu essen.

Kakao, Papaya, Guaven, Avocado, Mango, Maracuja und vieles mehr testen wir in meinen Seminaren zum Thema "Exotische Früchte"


Jetzt ist auf der Südhalbkugel Herbst - Erntezeit für die dort heimischen Früchte. Bei speziellen Versendern wie Orkos oder Tropenkost  können wir uns jetzt eindecken mit dem, was bei uns hier niemals wachsen wird (es sei denn, der Klimawandel...). Jetzt wo es bei uns noch kein Beerchen und Früchtchen gibt, da können wir uns dem Geschmack von Guaven und Rambutan, Papaya, Kakao und Maracuja hingeben. So lässt sich die Zeit bis zu den ersten Erdbeeren gut überbrücken und im Sommer dann, da können wir wieder die wirklich heimischen und hier angebauten Früchte genießen. Das erscheint mir als die beste Variante der rohköstlich-saisonalen Ernährung.


Guave, Maracuja, Rambutan, Mangostan und mehr beim Seminar "Exotische Früchte"






Donnerstag, März 06, 2014

Wild-exotisch grüne Leckerbissen

Heute stell ich euch mal eine meiner Lieblingsfrüchte vor: die Safu. Die Safu ist eine Baumfrucht, wir würden sie aber ob ihres Geschmacks nicht zum Obst, sondern wohl eher zum Gemüse zählen. Der Baum von dem sie stammt, ist übrigens Canarium sapho. Das nur dünne Fruchtfleisch umgibt einen sehr großen Kern und kann von diesem mehr oder weniger abgelutscht oder abgeknabbert werden. Dazu muss es reif sein. Dann ist es weich und grünlich und verfärbt sich Richtung braun. Wenn man die Früchte noch länger liegen lässt, dann wird es immer fettiger. Am Anfang des Reifeprozesses schmeckt es nach Wilden Kräutern und vielleicht leicht käsig, wenn man das so interpretieren will. Wenn es dann ganz fettig geworden ist, dann erinnert es eher an Hartwurst.

Es lohnt sich also unbedingt diese wilden Früchtchen mal zu probieren.

Die kleinen Früchte rechts sind übrigens Cocktail-Avocados, das sind kleine Mini- oder Cornichon-Avocados, die keinen Kern haben und mitsamt der Schale verspeist werden können. Ihr Fruchtfleisch ist supercremig. Avocaditos, wie sie auch heißen, entstehen aus unbefruchteten Blüten (vorwiegend bei der Sorte 'Fuerte'. Früher hat man sie aussortiert, heute werden sie Gott sei Dank geschätzt.

Links unten Safu - rechts in der Schale Avocaditos und wilde Avocado-Sorten

im Vordergrund eine riesige Avocado "Lula", dahinter die Safufrüchte

Mittwoch, März 05, 2014

Süßes und Wildes in Februar und März: Exotische Früchte

Im März wird es langsam schwierig mit der Versorgung für Rohkostfans, was das Obst anbelangt. Gestern habe ich nochmal ein Sortiment heimischer Äpfel gekauft, die durchaus noch brauchbar sind: Berlepsch, Glockenapfel, Boskoop und Brettacher gibt es noch in guter Qualität. Allerdings habe ich auch im Hinterkopf, dass sie schon ganz schön lange lagern und die Lagerzeit zwar mittels Technik zur Konditionierung der Luft so gestaltet werden kann, dass die Früchtchen schön knackig bleiben, dennoch verlieren sie mit der Zeit  an innerer Qualität durch den Abbau von Inhaltsstoffen. So ist jetzt für mich die Zeit gekommen, in der ich immer mal wieder Früchte bestelle, nicht zuletzt für meine Seminare zu diesem Thema. Neulich wars wieder mal soweit und ich durfte die Mitarbeiter einer Arztpraxis einen Abend lang unterhalten und Verköstigen.
Ich zeige euch in den nächsten Tagen ein paar Bilder und stelle ein paar dieser Früchte vor. Übrigens stammen sie von Versandhändlern, die für Früchte aus Kleinbauernprojekten und ökologisch vertretbaren Handel stehen. Was anderes kommt nicht auf den Tisch.

Datteln mit der Konsitenz und dem Geschmack eines Karamellbonbons (Sorte Sukkari) - links Maul- und Gojibeeren

Wirklich gesunde Früchte sehen nicht immer ebenmäßig und glatt aus, schmecken aber wie aus dem Paradies.

Freitag, Februar 07, 2014

Freitagsenergieschub - wild-rohe Pralinenkugeln von Claudia

Freitag ist der letzte Tag für viele, den es arbeitsmäßig hinter sich zu bringen gilt. Ich warte auf meine Früchtelieferung, denn heute abend steht ein Seminar zum Thema "Exotische Früchte" auf dem Stundenplan.
Was es kennzulernen und zu kosten gibt: Kokos, verschiedene Mangosorten, die beste aller Ananassorten, Chermimoya, Cocktail- und wilde und Riesenavocados, Mangostan, Rambutan, Safu und vieles andere mehr (insgesamt ca. 15 verschieden Früchte).

Damit ihr heute noch durchhaltet, kommen hier die wild-rohen Energiekügelchen von Claudia vom Potluck.

drei Sorten Energiekugeln wild, roh, vegan - da macht keiner mehr schlapp


Dieses Mal hat Claudia das Kugeln übernommen, nach dem Motto: Kein Potluck ohne Rohköstliches Gekugel. Und wieder hatten wir köstliche Varianten dieser Süßigkeiten.  Dafür hat sie verwendet:
Sonnenblumenkerne, Cashews, Mandeln, Ingwer, Goji-Beeren, Granatapfel, Taubnesseln, Datteln, Feigen und Brombeerblätter. Die fertig gerollten Kugeln hat sie in Sesam, geschälten Hanfsamen oder Kokosflocken gerollt, so kamen drei verschiedene Varianten zustande. Und - das finde ich immer sehr überraschend - alleine durch die unterschiedliche äußere Hülle, ergeben sich ganz verschiedene Geschmackseindrücke.

Die Kugeln passten perfekt zu unserem Smoothie, über den ich demnächst berichten werde.