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Freitag, April 05, 2019

wild&roh auf dem Heldenmarkt in München


So sah es aus, im Herbst hier in Stuttgart beim Heldenmarkt. Mein Gott, wie lange ist das her... Morgen beginnt der Heldenmarkt in München und da werde ich auch wieder dabei sein. Allerdings erst am Sonntag. Ich freue mich, wenn Du auch kommst und Dir vielleicht meinen Vortrag anhörst oder die Kochshow ansiehst. Das Programm ist, was mich betrifft, ähnlich und Du findest es hier aktualisiert. Aber die Stände der Aussteller und der Rest des Programms sind ganz anders und deshalb... München lohnt sich immer. Und natürlich gibt es jetzt Frühlingswildpflanzen zu probieren an Stelle von Wildpflanzen für den Winter.


Meinen Vortrag kannst Du am Sonntag um 15 Uhr anhören.


Und mit der Kochshow beginnen wir am Sonntag um 13:30 Uhr



Dieses Mal allerdings mit "Leichter Frühlingsküche wild&roh"


Hier kannst Du übrigens deine Tickets online bestellen und digital nutzen - spart Papier und bis heute Abend gibt es auch noch den Vorverkaufsrabatt! Also, wir sehen uns in München am Sonntag.

Donnerstag, April 04, 2019

Essbare Wildpflanzen im Frühjahr



Hallo, ich muss mich hier beeilen, Dich auf dem Laufenden zu halten, das Frühjahr schreitet mit großen Schritten voran. Deshalb gibt es hier auch gleich ein paar neue Pflanzenbilder. Schau mal, was wir derzeit alles auf den Exkursionen hier entdecken. In München ist alles noch ein bisschen später, aber spätestens am 19. April werden diese Pflänzchen auch dort zu finden sein.
Alle aktuellen Termine findest Du hier: https://www.wildundroh.de/veranstaltungen/

Erkennst Du es, das Wiesen-Schaumkraut - es ist jetzt besonders lecker.

Und die Weiße Taubnessel schmeckt herrlich aromatisch.

https://www.wildundroh.de/Veranstaltung/2019exk0422/?instance_id=121
Langsam geht die Knospenzeit zu Ende, dann kommen die ersten Austriebe von den Bäumen - 
(der nächste Exkursionstermin ist der 22. April)

hmm - leckere üppige Vogelmiere

Junger Giersch und dreierlei Lauch.
Mit dreierlei wildem Lauch werde ich am Sonntag auch auf dem Heldenmarkt in München kochen - ich freu mich, wenn Du vielleicht dabei bist, dann gib Dich doch als Blogleser*in zu erkennen :-)


Und im Podcast, da gibt es heute auch wieder spannende Themen anzuhören. Ich berichte aus Berlin, den neuesten Foodtrends dort und es gibt zahlreiche Tipps von Cheryl, wie Du rausfinden kannst, wo es etwas Leckeres zu essen gibt:


Die ganze Podcastfolge kannst Du hier anhören und wenn Du auf das i klickst, dann bekommst Du auch noch jede Menge Infos.

Mittwoch, Juni 13, 2018

München im Sommer - Icedate muss sein


Ah, ich bräuchte einfach mehr Zeit. Es tut mir leid, dass ihr schon wieder so lange nichts von mir gehört habt. Aber dafür wird es heute besonders lecker. Mein lieber Rohkostfreund Gunter Nann, den ich vor mittlerweile rund 12 Jahren auf einem Urkost-Treffen im Allgäu kennengelernt habe, macht nämlich Eis.
Das sieht so aus wie unten, wenn man auf seinen Stand auf einer Messe trifft, was ich bereits im März getan habe. Aber wie es halt so ist mit Eis - man bekommt nie genug davon.


Deshalb stand beim vorletzten Besuch in München (mittlerweile bin ich ja jeden Monat einmal dort für Exkursionen) endlich ein Besuch im Icedate auf dem Programm. Die sehr kleine Eisdiele in Schwabing, in Uninähe, läuft nun wirklich gut.

Gunther ist ein Idealist und hat sich mit dieser Eisdiele einen Lebenstraum erfüllt, was nicht nur seine ganze Überzeugung sondern auch jede Menge Geld benötigt hat, um ihn wahr werden zu lassen. 


Die Zutaten nämlich, die es braucht, um ein wirklich leckeres und gesundes Eis ohne jeglichen Mist (siehe rechts oben auf dem Foto) herzustellen sind einfach teuer. Und daher ist es das Eis natürlich auch.


Betrachtet man allerdings mal die Zutaten genauer, wird klar, wie sich der Preis ergibt:

Datteln - statt raffiniertem Zucker (daher kommt auch das Ice-"date" = englisch für Dattel)
Cashew-Creme, aus Cashewnüssen und Wasser täglich frisch hergestellt statt Kuhmilch (Cashews werden natürlich nicht subventioniert, im Gegensatz zur Milch.
Außerdem Früchte, Samen, Nüsse und Wasser, Gewürze.

Der Fruchtanteil der Fruchtsorten beträgt mindestens 50% (nur wirklich vollreife Früchte).

Dieses Eis - ohne Bindemittel, Verdickungsmittel, Stabilisatoren, Emulgatoren, Süßstoffe, Aromen, Zucker, Farbstoffe, Mono- und Diglyceride, Gelatine oder sonstige Zusatzstoffe - ist also schlicht nicht vergleichbar mit anderem Eis, lest doch mal nach, was auch auf veganen Eisverpackungen alles drauf steht. Es graust einen manchmal, dabei will man doch nur die Zutaten im Eis zu sich nehmen, die man auch pur essen würde.



Und wenn man heutzutage ein Eis produziert, das so ehrlich ist, dann hat das seinen Preis. Gut so, sag ich, weil man bekommt ja was Gutes für die Kugel um 2,20 €.

Neu ist jetzt, dass es das Eis im Becher gibt - wow. Mango-Sorbet, Mandel-Vanille oder Waldfrucht und weitere Sorten.



Auch der Becher ist teuer. 7,99 für 400 ml - im Angebot manchmal unter 7 € Aber bei Eisvergleichen muss man vorsichtig sein - denn auf der Packung sind immer Milliliter angegeben. Deshalb vergleicht lieber mal zwei Packungen mit demselben Volumen. Dicht gepacktes Eis, wie dieses, hat eine höhere Dichte. Übrigens schmilzt es auch langsamer. Auf der Facebook-Seite hat Icedate beantwortet, warum das Eis fester ist als andere und wie man am besten damit umgeht:

Einfach ca. 30m stehen lassen. Das ist reine Physik. Zucker bewirkt in Eis eine Gefrierpunkt-Verschiebung. Wenn ein Eis bei -18Grad weich ist, dann weißt Du, dass es zu einem großen Teil aus Zucker besteht.
Da wir keinen Zucker zusetzen enthält unser Eis nur das bisschen Fruchtzucker aus den Früchten, und hat seinen Gefrierpunkt um die -8 Grad. Es wird genauso weich wie anderes Eis, aber es braucht deutlich länger.




Okay, soviel mal dazu, ich wollte das Eis jetzt einfach mal in der Amalienstraße probieren, wo es seit 2014 die erste Icedate-Diele gibt.

Zu zweit haben wir zwar ähnliche Farben, aber unterschiedliche Sorten gewählt.


Bezahlt haben wir je eine Kugel, insgesamt also 4,40 € und wie dort wohl üblich gab's noch ein Probierkügelchen obendrauf.

Links Nougat mit Pistazie, rechts Schokolade mit Mango. Das war ein Icedate ;-)



Ich würde mir wünschen, dass es mehr solcher Projekte gäbe und mehr Idealisten wie Gunther, die all ihre Zeit und ihr Geld in solche Projekte stecken. Daher wünsche ich Icedate in erster Linie ganz viel Erfolg und freue mich, wenn es dann auch bei uns im Biomarkt erhältlich sein wird. Übrigens habe ich schon mehrmals nachgefragt, wann es denn auch in unserer Filiale bei Denn's erhältlich sein wird - bisher gibt es das noch nicht. Aber in 4 Wochen bin ich wieder in München, dann probiere ich die Beerensorten!






Sonntag, Dezember 10, 2017

Rebellisch lecker in München bei Bex


Ich sag euch was... heute nehm' ich euch wohin mit, da  habe ich mich schon so lange drauf gefreut, da hinzukommen. Normalerweise lasse ich mir nicht so lange Zeit, aber irgendwie wollte es nicht so richtig werden mit dem Rebella Bex und  mir. Im November war es aber soweit.

Da gibt es also diese Frau in München, Rebecca, die mir irgendwann vor gut einem Jahr bei Facebook aufgefallen ist, weil sie dieses Café aufgemacht hat, in dem man auch am Yogaunterricht teilnehmen kann oder vielleicht ist es auch eine Yogaschule, in der man gut essen kann. Das musste ich sehen...

Wieder vergessen aber auf Facebook weiter beobachtet. Und dann gab es dort ein Getränk - habe ich gesehen auf Facebook - einen Tee oder Kräutertrunk oder was sollte das sein? Es hieß "Detox Baby". Wie mein Buch nur ohne Komma und Ausrufezeichen.




Spätestens jetzt war der Zeitpunkt gekommen, Kontakt aufzunehmen. Ich weiß nicht, wie oft, wir schon hin und hergeschrieben haben; es war immer nett und immer wieder haben wir uns verabreden wollen und nie hat's geklappt - irgendwas war immer.
Das war mir irgendwann zu blöd und obwohl es wieder keine Aussicht auf ein Treffen gab - ich wollte es jetzt wissen, an einem Samstag im November (Essen zieht mich einfach magisch an).

Morgens war ich noch mit einer Schar Teilnehmer auf Wildpflanzen-Exkursion und nachmittags hatte ich mich mit Claudi von claudigoesvegan und Hanna Hase + Minihasen und Hasenmann und Markus und Marielle, auch zwei Rohköstlern, im Rebella Bex verabredet - Rebecca hatte uns einen Tisch reserviert.

Und dann konnte ich endlich eintauchen in dieses Paradies. Zwei Exkursionsteilnehmerinnen hatten auch noch den Weg dorthin gefunden und waren schon da, sonst gab es nur noch zwei freie, aber reservierte Tische. Es läuft im Bex - gut so, spricht für sich, das war mein erster Eindruck.
Rebecca kämpft hier nicht alleine für das Echte, Feine und Leckere - Ralf hat uns auf's Beste versorgt. ich entschuldige mich für den Fotowackler - scharf gibt es ihn aber auf der Teamseite vom R. Bex zu sehen.


Auf dem für uns reservierten Tisch standen Kuchenwürfelchen bereit - sehr einladend.

Hieß - glaube ich - Bananabread, war aber definitiv leckerster Kuchen  und ich hab mich über das Obst gefreut.

Man bestellt an der Theke, sucht aus, kann alles betrachten und entscheidet dann, was man an den Tisch gebracht haben möchte.

Vielleicht Kuchen: Cheeseless Cheesecakey  - alle Kuchen hier sind mit Kokosblütenzucker, Datteln oder Rosinen gesüßt,


oder Rohköstliche Brownies - eindeutig meins!


oder Wraps oder Salate


oder eine Bowl im Glas

Die Entscheidung war für mich nicht leicht.... aaaaalllesss sah so lecker aus. Und jede Frage, die ich gestellt habe, wurde auch noch positiv beantwortet - hier gibt's wirklich nur "Cleanzeug" zum Essen - kein Weizen, kein Zucker, alles vegan, alles frisch, viel Gemüse ... , hier hätte ich also auch eine Ausnahme von der Rohkost machen können, was ich nicht gemacht habe, weil mich der Wildkräutersalat angelacht hat und die süßen Rohköstlichkeiten in der Vitrine obendrein.

Wildkräutersalat also für mich und Infused Water -


kann ich nur empfehlen - beides hat geschmeckt, wie ... wie Zuhause. Das sag ich eigentlich nie, manche gehen ja auch genau deshalb zum Essen, weil es Zuhause vielleicht doch nicht so lecker ist. Aber bei uns ist es immer lecker und ganz oft ist es das sonst eben nicht, weil eben doch Weizen oder Zucker verarbeitet wurde und der Salat unter aller Kanone ist - das gibt es leider auch auf vegan. Nicht so hier, hier hatte ich nach 2 Minuten das Gefühl - hier bin ich safe (um einen beleibten bayrischen Koch zu zitieren).

Und jetzt schaut euch diesen Salat mal von allen Seiten an:


Leckeres Pesto und leckeres Life-Changing-Bread dabei und

Brokkoli und Kürbis und

Wildpflanzen on top - Wilde Malve - sehr fein.
Auch die anderen Köstlichkeiten sahen sehr lecker aus, aber ich hatte mich schon so vollgefuttert, mit rohköstlichem Raffaello und diesem Mini-Brownie,


so dass ich nur noch die Goldene Milch - siehe unten - kosten konnte und die war ebenfalls superlecker.

Buddha Bowl für die Hasenfamilie und Markus
Kuchen und Trinkschokolade für Claudi

Goldene Milch und gedeckter Apfelkuchen zum Nachtisch für Markus + Marielle
Und zum Schluß durften wir alle noch den köstlichen Smoothie probieren, der uns von Marketa, die auch „Freestyle alle Level“ unterrichtet, serviert wurde.



Und für die Daheimgebliebenen musste noch der Wrap mit - auch der sehr lecker und superclean.


Das ist mal ein Laden, da geh ich auf jeden Fall wieder hin. Und nächstes Mal bist Du hoffentlich auch da, liebe Rebecca.
Und jetzt habe ich Hunger.. den bekommt ihr auch, spätestens, wenn ihr diese Seite mit noch mehr Impressionen anschaut.
Sorry, heute hat das Rebella Bex geschlossen, aber sonst alle Tage auf. Schönen Sonntag euch!



Samstag, August 26, 2017

Mit Rosen und Holunder durch die grüne Hölle

Rosen im April - neben meinem Liegestuhl - der Ausblick beim Lesen
Neulich habe ich festgestellt, dass es in den allermeisten Büchern, die ich lese, um Grünes und Essbares oder Grün und Garten oder Grün und Natur geht, selbst wenn es unterhaltende Literatur ist oder sogar Romane. Muss mir das zu denken geben?

Die Frauen der Rosenvilla etwa, ist ein Roman, den ich geschenkt bekommen habe. Und ganz ehrlich: Erst dachte ich: "Och nee, was wird sich wohl hinter diesem Cover für eine Schnulze verbergen."

https://www.amazon.de/Die-Frauen-Rosenvilla-Teresa-Simon/dp/3453471318/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1503674532&sr=1-1&keywords=teresa+simon
(c) Heyne Verlag
Aber im Osterurlaub dann wollte ich das Buch probelesen und gegebenenfalls auch ungelesen weiterverschenken, falls es mir - wie eigentlich erwartet - nicht gefallen sollte. Aber von wegen...
Für ein paar Tage wurde fast alles andere zweitrangig, weil ich gerne wissen wollte, wie es weitergeht. Kennt ihr das? Ein Buch bei dem man nicht an schlechtem Satzbau hängenbleibt oder über eine seltsame Wortwahl nachdenkt, das eine spannenden Geschichte mit historischem Bezug zur Grundlage hat und einen gleich nach der ersten Seite in seinen Bann zieht. Das ist so ein Buch. Und die Geschichte, die sich um die Vorfahren von Anna Kepler, Erbin einer alten Schokoladendynastie, rankt spielt in der Dresdner Altstadt und dreht sich um die außerhalb gelegene von Anna geerbte Rosenvilla und das Familiengeheimnis, das damit verbunden ist und sich über zwei Weltkriege erstreckt. Alle historischen Verknüpfungen und die Beschreibung des Lebens in Dresden wirken authentisch und dennoch nicht dominant, man fühlt sich hineingezogen in das Leben früherer Generationen.

Und Schokoladenfans sollten sich mit genügend Schokolade ausrüsten, denn die Beschreibung von Pralinenrezepten und Schokoladenqualitäten, wie sie die Protagonistin in ihrer Chocolaterie herstellt, lässt einem das Wasser im Mund zusammenlaufen - ich hatte Gott-sei-Dank genügend rohköstliche Alternativen am Urlaubsort gefunden.

Wenn ich ein gutes Buch lese, dann interessiert mich aber auch, wie die Autorin oder der Autor, die/der sich dahinter verbirgt, lebt und arbeitet. Und da wurde es erst recht spannend, denn leider gibt es dazu nur diese Infos:



Da hilft nur eins: Das nächste Buch lesen und das habe ich kürzlich getan:


Die Holunderschwestern ist schon 2016 im Heyne Verlag erschienen und beginnt mit bayerischen Schmankerln, die sich durchs Buch ziehen - hier gibt es am Ende keine Pralinenrezepte, sondern bayerische Küche, auch das ist wie die Pralinen eigentlich nichts für mich, aber ich kann zumindest bestätigen, dass alles authentisch ist, genau so habe ich das während meiner 10 Jahre in München früher kennengelernt.



In diesem Buch steht München im Mittelpunkt, hier spielt die Geschichte zweier Schwestern, ab 1918 und während der Nazizeit, die wiederum mit dem Leben einer Protagonistin aus unserer Zeit verknüpft ist. Dieses Gerüst aus Historie, einer geschichtsträchtigen Stadt und der Geschichte mehrerer Generationen von Frauen, ist die einzige Verbindung zur Rosenvilla - abgesehen vom ebenfalls "grausam schwülstigen" Cover.

512 Seiten voller Spannung begleiten einen durch die Epochen und lassen einen dabei sein auf dem Viktualienmarkt zur Zeit der Revolution 1918, führen einem die linksrebellischen Ideale Kurt Eisners vor Augen, und ließen mich reinspickeln in das Leben der Familie von Paul Klee und anderen Münchner Künstlern, die sich von der Revolution einen großen Aufschwung erwartet haben und sich letztendlich doch dem Nazi-Regime geschlagen geben mussten.

In den Hauptrollen führten mich zwei Schwestern, die nicht zur gehobenen Gesellschaft gehören, aber diese mitfühlend und aufmerksam beobachteten, durch die Zeiten bis in die Gegenwart. Auch diese Geschichte ist wieder superspannend gewesen, um so mehr würde es mich interessieren, wer denn eigentlich Teresa Simon ist... ich habe da eine Vermutung, aber weiß jemand von euch was dazu?


Letzte aktuelle Lektüre für heute - auch schon 2016 erschienen bei Piper, aber zeitlos im Thema - ist "Die grüne Hölle" von Maarten 't Hart.




In diesem Buch geht es um jene Seite der Medaille "Gartenarbeit", die einen zum Verzweifeln bringen kann. Schwerer Boden, Unkraut, Vögel, all das macht einem "richtigen" Gärtner (Maarten ’t Hart ist Biologe und gehört zu den beliebtesten Autoren der Niederlande) zu schaffen.

Mich amüsieren seine Geschichten sehr. Denn obwohl ich Gartenliebhaberin bin und Gartenbauwissenschaften studiert bin, bin ich davon überzeugt, dass ein Garten nur eine Leihgabe der Natur ist, die sie sich sofort zurückholt, sobald die Gärtnernden nachlässig werden. Und so ist das Gärtnern doch oft ein Kampf, der an das Laubrechen im Wald erinnert, das Zenmönche praktizieren, um den Geist zur beruhigen.


Die Natur lehrt uns Demut oder das Verzweifeln, so einfach mag es sein, und die Geschichten in diesem Buch wurden von einem geschrieben, der eher zum Verzweifeln neigt und der "grünen Hölle" dadurch zusätzliche Komik verleiht. Lustig, kurzweilig und nicht all zu ernst zu nehmen!