Dienstag, Dezember 04, 2012

Sinneserlebnis Duft am Barbaratag, dem Blütentag

Mitten in der dunklen Zeit, wo mit kaum einem Blümchen zu rechnen ist, da sind die Knospen an den Bäumen doch schon auf Blüte eingestellt. Am 4. Dezember - dem Tag der Heiligen Barbara - schnell ein paar Zweige geschnitten und im warmen Wohnzimmer in eine Vase gestellt, werden sie zu Weihnachten blühen. Die Heilige Barbara aus Nicomedia ist eine der Vierzehn Nothelfer und gilt als Schutzpatronin vielerlei Berufsstände unter anderem der Architekten, aber auch als Patroninen der Sterbenden und Gefangenen und der Mädchen.
Ihr könnt diesen Brauch ausprobieren und dazu Zweige von Kirsch-, Pflaumen- und Apfelbäumen, Forsythien- oder Zaubernusssträuchern und anderen Blütengehölzen verwenden.
Es ist ein alter Orakelbrauch, der vermutlich viel älter ist, als die Heilige Barbara, die Blüten gelten als Zeichen für Glück im kommenden Jahr. Die alte Bauernregel dazu lautete „Knospen an St. Barbara, sind zum Christfest Blüten da.“
Zum klassischen Räucherwerk für Weihnachten und vor allem für die Raunächte gehören auch Blüten, wie zum Beispiel die vom Mädesüß oder von der Schafgarbe. Ich verwende diese beiden Blüten speziell in Mischungen, die uns heimatlich verbinden und erden sollen, die uns gedanklich zurückführen können, wenn wir zurückschauen auf das Jahr und uns dabei helfen können, die Dinge mit etwas Abstand nun im richtigen Licht zu sehen.


Die Schafgarbenblüten von Achillea millefolium - duften süß-würzig mit Fruchtnoten. Sie stärken das innere Gefühl, ihr Duft wirkt intuitionsfördernd. Sie werden gerne zum Orakeln und für die Traumarbeit verwendet.

Die Blüten vom Mädesüß - Filipendula ulmaria - duften grün-krautig mit einer leicht blumigen Sommerduftnote. Auch sie wirken intuitionsfördernd, gelten als Traumkraut und werden für Neuanfangs- und Übergangsriten genutzt.

Mitmachen und gewinnen!

Und nun zum wichtigsten Punkt im heutigen Blog: Es gibt ein Exemplar von "Sinneserlebnis Duft" zu gewinnen! Wenn woanders der Nikolaus die Geschenke bringt, dann gehen bei uns die Knospen auf. Wir nehmen den Barbaratag als Anlass, "Sinneserlebnis Duft" zu verschenken.


Und so könnt ihr mitmachen: Nennt uns euren liebsten Blütenduft: Kamille-, Lavendel-, Mädesüß-, Rose-, Schafgarbe-, Zimtblüte-....??? Welcher ist Euer liebster Blütenduft im Garten oder auf dem Räucherstövchen? Unter allen Kommentaren zu diesem Beitrag, die uns ihren liebsten Duft nennen, von heute bis einschließlich zum 6. Dezember wählen wir den schönsten aus. Dieser bekommt vom Thorbecke-Verlag ein Exemplar von "Sinneserlebnis Duft" zugeschickt - also: Mitmachen, es lohnt sich.
Wer nicht gewinnt kann das Buch auch bei wildundroh@web.de bestellen - versandkostenfrei und auf Wunsch sogar signiert!

Montag, Dezember 03, 2012

Tannengrün

So sieht in diesem Jahr unser Adventskranz aus... aus dem Grün verschiedener Tannen haben wir ihn gebunden - nicht ohne an das Räuchern zu denken. Edel-Tanne und Colorado-Tanne haben den besten Duft, so dass diese beiden Nadelarten hervorragendes Räucherwerk ergeben.

die kurzen grauen Nadeln der Edel-Tanne und die langen, sichelförmigen der Colorado-Tanne, sorgen für zitronig-harzigen Waldduft in jedem Rauem

 Vor Jahren habe ich dazu folgende Anekdote aufgeschrieben:


Wer riecht nicht gern den Duft von Tannennadeln? Mich erinnern sie an meine Kindheit. Damals wurden den ganzen Advent über bei uns in der Gärtnerei Kränze gebunden und Weihnachtsgestecke fabriziert. Und immer brannten dabei Kerzen, um den Draht zu erhitzen, der sich dann leichter in die Kerzen für die Gestecke schieben lässt. Nichts Schöneres gab es für mich, als dem Duft der Tannennadeln auf die Spur zu kommen, indem ich sie vorsichtig über die Kerzenflamme hielt und den Geruch verinnerlichte. Damals entdeckte ich, dass die Nadeln unterschiedlicher Tannen- und Fichtenarten unterschiedlich rochen.
 An dieses Erlebnis erinnerte ich mich auch, als eine Panne in Christines Räuchermanufaktur sie einen Hilferuf abschicken ließ. Ihr waren die Tannennadeln für die Raunachtsmischung ausgegangen und, nein, es durften keine gewöhnlichen Tannennadeln sein, sondern die von der Colorado-Tanne (Abies concolor) wünschte sie. Alles Suchen bei den Großhändlern half ihr nichts. Da fiel mir ein, dass mein Adventskranz, den ich wie früher mit meiner Mutter und mittlerweile auch meiner Tochter in der Gärtnerei angefertigt hatte, aus Abies procera (syn. A. nobilis), der Edel-Tanne bestand. Ich war bereit ihn zu opfern, aber der Sache mit dem Duft wollte ich zuerst auf den Grund gehen. Ein bestens sortierter Weihnachtsbaumhändler half weiter – ich schnupperte mich durch alle Nadeln und siehe da: Die Colorado-Tanne roch sehr gut, aber noch besser rochen die frischen Nadeln der Edel-Tanne, die ich dann Christine auch für ihre Mischung empfehlen konnte. Und der Adventskranz hatte in diesem Jahr doppelten Nutzen: Als es Weihnachten wurde verglommen seine Nadeln langsam mit leckerem Duft auf dem Stövchen.



Und hier noch ein etwas anderer Kalender, der mir gut gefällt - welche Kalender im Netz schaut Ihr an???

Sonntag, Dezember 02, 2012

Salbei räuchern - die Fortsetzung




Und so ging es weiter mit dem Salbei:
...All diese positiven Wirkungen, auf welche die Indianer, wenn sie Salbei räuchern, bauen, stellten sich bei mir nicht ein. Der Weiße Salbei gab mir zunächst nur Rätsel auf. Bis auf Weiteres hatte ich keine Lust mehr, seine nähere Bekanntschaft zu machen. Ich hatte aber das Gefühl, ich sollte mich mit dem, was der Salbei mir sagen wollte, auseinandersetzen. Und so legte ich mir einen getrockneten Salbei-Zweig ins Büro. Ab und zu wehte ein leichter Duft - viel weniger stark, als wenn er angezündet wird - zu mir, der kleine Gedankenblitze auslöste. Ich machte mir den Salbei vertraut, indem ich ihn in meiner Nähe ließ und eines Tages, viele Wochen später war ich dazu bereit, mich noch einmal auf den Räucherduft einzulassen. Nur er und ich, so wollte ich es haben und ich war bereit, zu testen, was sich hinter diesem Geruch wohl verbergen mochte. Es war ein Erlebnis mit schwankenden Gefühlsmomenten. Der reine Salbeiduft erinnerte mich an Orte, an Gerüche und Begebenheiten aus meiner Kindheit und Jugend. Das war einerseits sehr angenehm, andererseits war es auch verbunden mit einer Sehnsucht nach vergangenen Tagen, in denen ich mich besonders geborgen gefühlt hatte. Auch Traurigkeit gehört dazu, wenn einem bewusst wird, wieviele Menschen aus der Vergangenheit nicht mehr um einen sind. Und doch entdeckte ich viele positive Erinnerungen, die ich lange lieber verdrängt hatte, aus Furcht, die Verluste dann wahrzunehmen. Mir wurde aber auch bewusst, dass es an der Zeit ist, diesen Tagen mit all ihren Facetten nicht mehr nachzuhängen, sondern mich friedvoll zu verabschieden und sie loszulassen, um weniger in der Vergangenheit, als ganz im Jetzt zu leben. Es war ein tiefgreifendes und befreiendes Erlebnis. Seit daher habe ich nicht nur eine besondere Wertschätzung für den Salbei, sondern ich nutze ihn auch gerne, um Themen, die mich beschäftigen abzuschließen und wieder offen zu sein für Neues.

Der Salbei ist die ideale Pflanze für all diejenigen, die nicht loslassen können, die ihre Bierdeckelsammlung zwar nicht mehr sehen, aber sich auch nicht von ihr trennen können, die an alten Beziehungen verzweifeln und neue nicht schätzen können. Advent ist die Zeit, in der wir auf Veränderung warten, auf das Licht, das unser Leben erhellt - beginnen wir damit uns von Altem zu trennen und Platz für Neues zu schaffen.

Übrigens: Wer schon oder noch auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk schein sollte - "Sinneserlebnis Duft" kann hier bestellt werden, es wir versandkostenfrei und signiert verschickt auf Wunsch mit persönlicher Widmung!!!

Samstag, Dezember 01, 2012

Advent, Advent, es duftet nach Advent

Nun also, was soll ich sagen, es gibt ganz wunderbare Adventskalender, zum Beispiel den vom Yoga-Journal, wo man jede Menge hübsche Sachen gewinnen kann oder den von Folke Tegetoff und Friends, in dem sich für jeden Tag eine Geschichte verbirgt... Welche Adventskalender gefallen Euch?

Und angesichts der Adventskalenderschwemme darf einer nicht fehlen - meiner! Hier könnt ihr jeden Tag etwas über eine Räucherpflanze lesen und zwischendurch wird es auch das ein oder andere Rezept für Mischungen geben. Und natürlich gibt es auch hier mal Überraschungen - also Räucherfans...klickt Euch rein!

Heute geht es hier um den Salbei - den Weißen Salbei, wie er von den Indianern Noramerikas verwendet wird. Er ist unserer wichtigste Pflanze für Reinigungszeremonien. Wer mit Salbei räuchern möchte, braucht nicht einmal ein Stövchen. Auf Grund des hohen Gehaltes an ätherischen Ölen könnt ihr die Blätter einfach anzünden und gleich wieder auspusten, so glimmen sie dann vor sich hin.



Salvia apiana, wird auch Weißer Salbei, Bienen-Salbei oder Heiliger Salbei genannt. Er ist im Südwesten der USA und in Mexiko - in den küstennahen Gebieten der Mojave- und der Sonora-Wüste - zu Hause. Bei den Indianerstämmen in dieser Gegend wird der Kleinstrauch vielfältig genutzt, als Lebensmittel, Gewürz, Heil- und Räucherpflanze. Weißer Salbei ist heute noch wichtiger Bestandteil von Schwitzhütten- und Reinigungszeremonien. (Auszug aus "Sinneserlebnis Duft")



 

Meine persönliche Herausforderung: Ungeliebter Salbei – bester Freund

Ich hatte viel gelesen über den Weißen Salbei und über seine Bedeutung als wichtigstes Räucherwerk zur Reinigung neben dem Weihrauch. Auch das gern angewandte dekorative Verglimmen der Blätter in der Abalone-Muschel reizte mich. Doch nicht immer machen wir die Erfahrungen, die wir uns wünschen, auf angenehme Weise. Der Salbei hatte einen anderen Plan – er machte es mir schwer. Angefangen hatte es damit, dass Christine von der Räuchermanufaktur Labdanum mir eine Mischung namens 'Selbst und Vertrauen' zum Testen mitgab. Das hört sich gut an, dachte ich und habe mich erst einmal nicht mit der Zusammensetzung sondern mit dem Duft beschäftigt. Und der entsprach leider gar nicht meinen Erwartungen. Irgendwas in dieser Mischung roch so intensiv würzig nach Kräutern und harzig gleichermaßen aber mit ganz eigener Geschmacksnote. Nein, diese Mischung war nichts für mich, ich brachte sie Christine zurück und wir überlegten, was meine Abneigung hervorgerufen haben könnte. Sie ahnen es: Es war der Salbei. War ich doch so erpicht darauf gewesen ihn kennenzulernen, stellte sich schnell heraus, dass wir beide, der Salbei und ich, uns schnell wieder voneinander trennen mussten, ich konnte nicht einmal den Duft der getrockneten Blätter ertragen... und morgen geht es an dieser Stelle weiter! 

Und bevor ich es vergesse: Es wird noch vor Weihnachten, am 22.12.2012 ein ganz besonderes Räucherseminar zum Thema: "Räuchern in der Weihnachtszeit" geben - meldet euch schnell an, wenn ihr dieses Jahr Weihnachten einmal so richtig stimmungs- und duftvoll erleben wollt.

Mittwoch, November 28, 2012

Vollmond

Und hier ganz speziell für Claudi und alle anderen HRBRT-Fans- passend zum Vollmond - heute um 15:46:00 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) - Mondzeichen: Zwilling 06° 47' - ein kleiner Vollmondgruß von Herberst Groenemeyer - Bilder vom Konzert am 4. Juni - Vollmond war da um 13:11:36 Uhr MEZ  




und wer ganz genau hinsieht, sieht ihn auch (rechts am Bildrand)!!! Und hier das Lied, dass er genau dann gespielt hat!



Interview mit Michi Kern in der neuen NATÜRLICH VEGETARISCH

Jetzt aber, zum guten Schluss in diesem Jahr, erscheint dann doch noch das Interview, das ich mit Michi Kern  in München auf der Yoga-Expo geführt habe.
Michi Kern ist der Lieblings-Promi der Münchner Yogaszene und einfach ein sympathischer Mensch!

Ihr findet das Interview in der NATÜRLICH VEGETARISCH, die am 13.12. erscheint und die ich zweifelsohne - weil alle Rezepte vegan sind - auch uneingeschränkt empfehlen kann.


Lasst sie Euch am Kiosk zurücklegen oder bestellt Sie schon mal vorab! VEBU-Mitglieder erhalten das Heft kostenlos 4 x im Jahr.


Montag, November 26, 2012

Rohköstliches - Menüvorschlag und Seminar-Vorschau

Ein wunderbares Seminar liegt hinter mir, mit netten - zum Teil sehr weit gereisten - Gästen, einem tollen Veranstaltungsort (Ökohaus) und kulinarischen Genüssen.

Die Speisekarte sah folgendermaßen aus:

Vogelmiere-Birnen-Saft

Wildkräutersalat mit Zitronenmayonnaise-Sauce


Weihnachtliches Schokoko mit Süßdolde und Gundermann


Heute bin ich bereits mit dem nächsten Jahr befasst und kann schon mal ein bisschen vorausschauen:

Es wird viele neue Wildpflanzenseminare geben - rohköstlich-vegane Zubereitungsseminare, Wildpflanzen-Exkursionen und vieles andere mehr - schreibt mir, wenn ihr auch eingeladen werden möchtet!

Aber die allerbeste Nachricht erreichte mich vorhin: Ich bekam die ISBN fürs neue Buch zugeschickt!

Im Januar wird es erscheinen und damit pünktlich zum Saisonbeginn eine Hilfe sein für diejenigen, die
  1. essbare Wildpflanzen finden und erkennen wollen
  2. wissen wollen, was in ihnen steckt
  3. und nach Rezepten suchen, um sie vegan und roh zuzubereiten.
Dazu demnächst mehr!!!

Ehrlich: Ich dachte immer für solch eine "Eierlegende Wollmichsau" findet sich eh kein Verlag - aber weit gefehlt, der Verlag Eugen Ulmer, hat wieder mitgemacht und so wird das Buch auch mindestens so schön wie Rohköstliches werden - vielleicht sogar ein bisschen schöner ;-)!!!

Und hier noch ein Bild von Tulbaghia violacea, der Knoblauchlilie, die fast den ganzen Winter über bei uns im Gewächshaus blüht und mir eine liebe Zutat geworden ist, wenn Schnittlauch und Bärlauch und all die anderen wilden Laucharten Winterschlaf halten.



Freitag, November 23, 2012

Rohköstliches im November

Ich bin am Vorbereiten - morgen gibt es wieder eine große Wildpflanzen-Exkursion (ja, auch jetzt findet sich noch reichlich Grünes draußen!) mit anschließendem Zubereitungskurs. Ich habe drei leckere Gerichte ausgewählt und so werden wir einen vergnüglichen Nachmittag/Abend haben.

Ich kann Euch mal die Zutaten fürs Dessert verraten: Orange, Kokosnuss, Kakao, wilde Kräuter, Gewürze und anderes mehr - das Rezept können die Wildpflanzen-Magazin-Leser dann in der Dezember-Ausgabe lesen.
Damit bis dahin nicht nur die Sehnsucht bleibt, hier noch einen Auszug aus dem Wildpflanzen-Magazin für November.


Der rohköstliche Tipp im November

Berberitzen – unscheinbare Vitaminbomben

Sie kommen immer ein bisschen zu kurz, die roten, fast unscheinbaren Beeren, die aber gar nicht so selten sind. Sie kennen Sie nicht? Aber Sie kennen bestimmt die stacheligen Sträucher in grün und rot, die gerne zur Einfassung von Gärten verwendet werden und nicht unbedingt zu den hübschesten Elementen der Gartengestaltung zählen.
...
Berberis vulgaris“ ist bei uns vor allem im Südosten von Deutschland verbreitet und wild zu finden. Ihre Früchte können wir ernten und essen. Sie enthalten kein giftiges Berberin, was den Rest der Pflanze zwar als Heilpflanze interessant, aber als essbare Wildpflanze ungeeignet macht.
...
Dank des hohen Gehalts an Vitamin C stärken sie unsere Immunabwehr und sind daher genau der richtige Bestandteil in einem frühwinterlichen Gericht, wie dem nachfolgenden. Steckrüben schmecken ausgesprochen lecker, auch wenn viele vor allem ältere Menschen, die dieses Gemüse nur als Notnahrung aus Nachkriegszeiten kennen, da anderer Meinung sein mögen. Mein Tipp: Probieren Sie die Rüben einmal roh mit einem leckeren Dressing, säuerlichen Berberitzenbeeren und nussig-scharfer Rucola, da haben Sie alles drin, was sie vor der ersten Erkältungswelle schützt.

Rohköstliches Steckrübengemüse mit Rucola und Berberitzenbeeren

© Dr. Christine Volm, Foto: Maximilian Ludwig



1 kleine Steckrübe
1 Handvoll Rucola
4 EL Berberitzenbeeren
1 Handvoll Pekannusshälften
1 EL Mandelmus
1 EL Öl
4-5 EL Wasser
2 EL Zitronensaft
etwas abgeriebene Zitronenschale
1 cm Chilischote kleingeschnitten
Meersalz
Pfeffer

Die Steckrübe schälen und in längliche Stifte raspeln und mit den Berberitzenbeeren vermengen. Aus Mandelmus, Wasser, Öl, Zitronensaft und –schale sowie der Chilischote eine Salatsauce rühren und mit Salz und Pfeffer nach Bedarf abschmecken. Die Steckrüben gut mit der Sauce vermengen und etwa eine Viertelstunde marinieren lassen. Pekannusshälften klein hacken und die Rucolablätter kleinzupfen und alles unter das Gemüse mengen.
Rohköstlichen Appetit!
 
Mehr Informationen zur Ernährung mit Rohkost und essbaren Wildpflanzen und zahlreiche Rezepte gibt es in 'Rohköstliches - gesund durchs Leben mit Rohkost und Wildpflanzen', dem aktuellen Buch von Christine Volm, erschienen im Ulmer Verlag, 2010. Das Buch ist im Handel erhältlich oder signiert/mit persönlicher Widmung zu bestellen unter wildundroh@web.de.

Mittwoch, November 21, 2012

Wenn sich die Presse streitet... ganz veganisch!

Ja, das gibt es nun in Deutschland wieder. Ein kleines unbeugsames Völkchen selbstdenkender Menschen hat die große Presselandschaft, an vorderster Stelle die Frauenzeitschriften, entzweit.
Wo Sie sich doch sonst alle einig sind, wenn es um Cellulite (bäh!), die neuesten Modetrends (oooh!) und die It-People (uiii!) geht. Jetzt aber sind Menschen auf den Plan getreten, deren Verhalten wohl doch zum Nachdenken angeregt hat und so streitet sich die Presse nun darüber, ob deren Lebenstil gesund oder verlogen ist. Die Rede ist von Veganern!
Die FürSie sieht sich derzeit  auf ihrer FB-Seite unter "Aktuelle Beiträge anderer Nutzer" einem unglaublichen Shit-Storm ausgesetzt, weil sie ganz ohne fundierte Recherche mal soeben die aktuellen Vorurteile gegenüber veganer Ernährung in einen Artikel (zu finden auf der FB-Seite kreaktivisten.org) gepackt hat. Auf deren Fotoseite, kann man ihn vergrößert lesen.
Ja, eigentlich nichts Neues, das ist gängige Praxis, wenn es um diffizilere Themen ohne gesellschaftlichen Konsens geht. Und vor allem dann, wenn man glaubt , die Masse seiner Leser mit ihrer eigenen Meinung in Textform befriedigen zu können. Das glaubte die FürSie vielleicht auch - wir wissen allerdings nicht, wie hoch der Anteil der Veganerinnen unter der Leserschaft ist, die ganz andere Erfahrungen gemacht hat, als diejenigen, die dort beschrieben wurden.

Ganz anders hat sich die BildderFrau - Europas größte Frauenzeitschrift - dem Thema genähert und hat sich Anfang Oktober redlich mit mir und anderen "Genussspezialisten" beschäftigt, um folgenden sehr positiven Artikel zu veröffentlichen.
(auf den Ausschnitt klicken zum Vergrößern! und: Ja, auch hier hat sich der veganische Fehlerteufel eingeschlichen, aber der war wohl nicht böse gemeint!)
Hier durfte sogar über die Ernährung von Wildpflanzen gesprochen werden. Auch wenn Frau von Cramm als klassische "Ernährungs-Expertin" noch Bedenken zu hegen scheint, hier kommen Menschen mit gelebter veganer Erfahrung zu Wort. Und dass diese unterschiedlich und vielfältig sein können, aber alle zum Wohl der Tiere beitragen, zeigte diese Variante der Themenaufbereitung ganz schön. Und das scheint mir die Wurzel des Übels zu sein: Die FürSie hat einfach nicht bedacht, dass es nicht den Veganer gibt -  obwohl sie so getan hat, als ob, oder was sollte oben rechts die merkwürdige Aufzählung an Beispielen, die hauptsächlich nichtvegane Varianten aufzählt.

Hier für alle, die zukünftig über "die Veganer" oder eine VEGANE Ernährung schreiben wollen:

1. Wir sind vielfältig und individuell unterschiedlich - nicht nur in unserer Ernährungsweise!

2. Die vegane Ernährungsweise kann theoretisch auch ungesund sein, aber nur für Menschen - für Tiere sichert sie das Leben! Ohne Obst, Gemüse und ausgewogene Ernährung, können - wie freilich bei jeder anderen Ernährungsform - auch Mängel entstehen. B12-Mangel ist übrigens nicht nur bei Veganern oder Vegetariern zu beobachten, sondern tritt genauso häufig bei konventioneller Ernährung auf. (Da hätte man mal recherchieren können, woran das wohl liegt!!! Ich hätte da die ein oder andere Idee.)

Ich brauch ja hier nicht erzählen, welche Ernährung ich für gut heiße, das wisst ihr ja! Aber ich würde mir wünschen, dass "vegan" gleichzeitig gesund heißt - in Presse und Praxis.
Deshalb empfehle ich:
-  Bioprodukte zu kaufen, die möglichst natürlich und wenig verarbeitet sind, ohne bedenkliche Zusätze (die leider auch im veganen Nichtbiobereich immer mehr werden - zum Beispiel Methylcellulose o.Ä.)
- wenig von Fleischersatzprodukten auf Soja- und Weizeneiweißbasis zu verwenden (beides sind hochgezüchtete Feldfrüchte, die auf Dauer und im Übermaß verwendet auch nicht gesund sind), sondern viel Variation an Gemüse, Obst, Saaten zum Hauptbestandteil der Ernährung zu machen
- möglichst frischen Verzehr
- Ergänzung mit natürlichen, nicht gezüchteten Wildpflanzen!

Dienstag, November 13, 2012

Begonien und Räuchern in der Weihnachtszeit

Liebe Blogleser, endlich, endlich ist das Manuskript für "Meine liebsten Wildpflanzen" auf dem Weg und ich freue mich, das es dann im Januar ein richtig schönes Buch geben wird...

Zeit an Neues zu denken und das ist zunächst am Wochenende das Seminar Räuchern in der Weihnachtszeit.
Die Zutaten sind bestellt, Mistelkraut und Fichtenharz, Kakaoschalen und Tannenspitzen werden wohl heute oder morgen hier eintreffen, und dann erfüllt wieder der Duft wertvoller Harze und Kräuter alle Räume und ab Freitag auch den Seminarraum in Bad Wörishofen. Wer Lust auf dieses Wochenende hat, der kann sich übrigens noch anmelden.

Hier noch die Rückschau auf die Kaffee-oder-Tee-Sendung von gestern - den Film dazu könnt ihr rechts oben auf der verlinkten Seite starten. Die lieben Begonien haben es mir angetan, weil sie sich so leicht vermehren lassen - probiert es doch auch einmal aus!



Soeben klingelt der Postbote...die Räucherwaren sind da....hmmmm!