Sonntag, Mai 22, 2016

Wildpflanzen im Mai

Einen wunderschönen Sonntag euch. Heute zeige ich euch wie versprochen, was wir alles an Essbarem beim Maispaziergang entdeckt haben. Die leckeren Lärchennadeln im letzten Eintrag von gestern habt ihr ja  schon gesehen. Hier kommen noch mehr Köstlichkeiten und am Schluss - Achtung - auch was Giftiges. Also aufgepasst und schön die Bildunterschriften lesen.


Der Sauerklee, der seine Blätter zusammenfaltet, wenn es ihm zu hell ist, schmeckt köstlich in Kombination mit marinierten Champignons - siehe Meine liebsten Wildpflanzen - rohköstlich

Die Gefleckte Taubnessel - auch sie eine Köstlichkeit und aus den Blüten kann man süßen Nektar zuzeln.


Genau so lecker: Die Weiße Taubnessel.

Der Beinwell - jetzt Erdbeersmoothie daraus zu machen, ist die beste Idee - siehe wild&roh

Bärlauch gab es noch in Hülle und Fülle. Jetzt blüht er schon, aber die Blüten sind auch lecker.
Achtung: Hiermit solltet ihr den Bärlauch nicht verwechseln - das unten ist ein giftiges Maiglöckchen. Nun müssen auch die Zweifler zugeben, dass Bärlauch und Maiglöcken gleichzeitig und nebeneinander vorkommen können.

Mehr dazu hier.

Giftig, aber wunderschön, wenn es ganz aufgeblüht ist: Das Maiglöckchen.


Samstag, Mai 21, 2016

Maispaziergang im Bannwald und am Moor

Unterm Birkendach in den Himmel zu schauen und Grün genießen - das ist der Mai.

Der Mai hat viele schöne Seiten. Aber am schönsten sind doch die Farben - das kann nur noch der Herbst toppen. Aber jetzt genießen wir erst einmal das zarte frische Maigrün überall. Ein Spaziergang neulich führte mich in den Schönbuch, dort war ich schon oft unterwegs, aber bisher noch nie im Bannwald und im Moor.


Bannwälder sind Wälder, die  sich wieder als Urwald entwickeln dürfen. Hier in Baden-Württemberg sind Bannwälder so genannte Totalreservate, das heißt sie werden vor menschlichen Einflüssen weitestgehend geschützt, per Rechtsverordnung wird jede Form der Nutzung verboten.

In Bannwäldern wird Urwaldforschung betrieben. Wie lange es dauert bis aus einem Nutzwald wieder Urwald entsteht, ist zum Beispiel eine der Fragestellungen. Bannwälder bieten Rückzugsmöglichkeiten für bedrohte Tierarten, Pflanzen und Pilze. Daher - und so steht es auch auf diesem Schild geschrieben - dürfen keine Pflanen entnommen werden und auch keine Früchte gesammelt werden. Besucher werden gebeten, auf den Wegen zu bleiben. Dieser Wald wurde schon 1993 als Bannwald ausgewisen, nachdem Stürme einen Teil der Bäume dort flachgelegt hatten. Nun will man wissen, wie er sich weiterentwickelt.


Im Moor sah es eigentlich noch gar nicht so grün aus...


aber beim genaueren Hinsehen:

Austrieb der Birke

Auch das Moos wird wunderschön grün im Mai.

Die bezaubernden Lärchen mit ihrem neuen Gewand.
Sogar die Pilze werden grün im Frühjahr - allerdings weil sie dann hinübergehen.
Zum Vergleich: Im Herbst sahen sie so aus.

Und morgen schauen wir uns dann an, was es an Essbarem im Mai zu finden gibt.

Mittwoch, Mai 18, 2016

Entdeckt auf dem Vegan Street Day: Vanilla Bean



Heute, finde ich, ist der Moment gekommen, euch Vanilla Bean vorzustellen. Ich finde diese App ganz großartig, nicht zuletzt deshalb, weil wir in letzter Zeit mehrmals unterwegs waren und uns geärgert haben beim Suchen von Veganen Restaurants online.
Da fährt man dann so durch die schwäbischen Lande und denkt: Jetzt wäre was zu essen gut. Dann tippt man bei Google beispielsweise "Vegan" und "Ulm" ein und kriegt lauter seltsame Angebote, bei denen man schon weiß, dass es sich eben nicht, wie erhofft, um vegane Resaturants handelt. Meist sind das nämlich Tipps für Restaurants, in welchen man dann allenfalls einen veganen Kaffee (mit Sojamilch) oder Ähnliches angeboten bekommt. Da wünscht man sich doch eine App, die nur Restaurants mit einem anständigem veganen Angebot anzeigt.

Tja und hier ist sie: Vanilla Bean.


Fünf Münchner haben diese App entwickelt und das nicht, um auch mal irgendeine App zu entwickeln, sondern weil sie den Bedarf erkannt haben. Wie sich ein Leben ändern kann, wenn man erkennt, was wichtig ist, könnt ihr hier lesen. Tom war letztes Jahr auch schon mal in München mit mir auf Exkursion - das ist mir dann beim Gespräch mit Fabian, der in Stuttgart auf dem VSD den Stand betreut hat, auch bewusst geworden. Daher kann ich sagen: Hier sind Leute am Werk, die wissen, was sie tun und welchen Bedarf Veganer haben.

Und schöne Aufkleber machen sie auch.





Also meine Empfehlung: Weiterempfehlen!



Klick aufs Bild zum Interview mit Thomas und Fabian:


http://www.huffingtonpost.de/2015/12/15/veganer-gluecklicheren-menschen_n_8809840.html



Dienstag, Mai 17, 2016

Vegan Street Day wild&roh - und was es alles zu essen gab


Das war mal wieder ein Fest hier in Stuttgart. Es erstaunt mich jedes Jahr wieder, dass es noch Menschen gibt in der veganen Community, die ich noch nicht kenne (so viele sind wir mittlerweile!) und jedes Jahr auch neue Interessierte an meinen Themen (auch die Wildpflanzenliebhaber werden immer mehr!). Und so war es auch in diesem Jahr wieder richtig voll auf dem Vegan Street Day und auch beim Vortrag - das hat mich sehr gefreut. Schön, dass ihr so zahlreich gekommen seid, ich fühle mich wirklich geehrt, denn es war nicht gerade gemütlich warm  auf den Bänken vor der Vortragsbühne bei diesem kühlen Wetter.Und besonders hat mich auch gefreut, dass ihr die mitgebrachten Wildpflanzen alle ratzeputz aufgegessen habt und auch die Gundermann-Schokolade (aber mit Letzterem habe ich gerechnet ;-)).





Anschließend, nachdem wir noch zwei Stunden am Info-Point für Fragen zur Verfügung gestanden haben, haben wir auch noch eine Runde gedreht und da sind uns die leckersten Rohköstlichkeiten über den Weg gelaufen, denen ich natürlich nicht wiederstehen konnte.

Am Stand von Grün-Gesund-Glücklich gab es diese köstliche rohe Pizza - und wer erkennt die Wildpflanzen darauf?


und Grünen Smoothie 


Die Pizza musste ich natürlich gleich anbeißen...

Bärlauch- und Goldnesselblüten on top - hmmm lecker.
Bei der Sonnenküche gab es gleich mehrere Köstlichkeiten:

Rohes Brot

 


 

Ich habe mich für einen Tomaten-Wrap mit Algenaufstrich und Gemüsefüllung entschieden, der sehr gut und lecker gewürzt war.





Zwischendurch dann mal einen kleine Kugel rohes Cashew-Vanille-Eis bei Booja-Booja musste sein.





Und ganz zum Schluss nochmal zurück zur Sonnenküche und das Abendessen zum Mitnehmen gegönnt und einpacken lassen, weil ich mir das Blumenkohl-Risotto mit Gemüsebällchen nicht entgehen lassen wollte.


 
Tolles Team - die hätte ich auch mal gerne bei uns auf dem Rosenmarkt.www.haigerlocher-rosengarten.de

Und für nicht-rohe Veganer gab es natürlich auch jede Menge zu schnabulieren, unter anderem hatte der Wheaty-Stand nun auch eine Käse-Bratwurst, genannt Alm-Knacker. Mit dieser saftigen Wurst sind bestimmt auch viele Nicht-Veganer, die sich nur mal informieren wollten, auf ihre Kosten und dem veganen Essen ein bisschen näher gekommen.

Ein schönes Pfingstfest war das - wir sehen uns nächstes Jahr dort wieder.




Samstag, Mai 14, 2016

Pfingstwochenende blumig und vegan

Wochenende, Pfingsten, aber viel wichtiger: Morgen ist Vegan Street Day. Drückt mir alle Daumen, dass es trocken bleibt für meinen Vortrag um 13 Uhr und am besten für die ganze Veranstaltung. Für Stuttgart ist das wichtig, der Vegan Street Day zieht so viele Menschen an, darunter auch sehr viele, die sich einfach mal informieren möchten über das Thema und über diese Veranstaltung dann eventuell auf den Geschmack kommen.

Eine Kanaren-Margarite -  Argyranthemum haouarythemum

Ich würde mich freuen, wenn ihr auch vorbeikommt. Um 13 Uhr ist der Vortrag auf dem Schillerplatz, wir haben auf jeden Fall die Bücher dabei und ihr könnt auch eure Bücher (von mir) mitbringen, ich signier sie gerne.
Wenn ich es noch schaffe, gibt es auch noch etwas Leckeres zum Probieren (solange der Vorrat reicht).
Also dann: Wir sehen uns in Stuttgart.

Kanaren-Schöterich Erysimum scoparium

Und was ihr hier heute an Bildern heute seht, ist mein Blütengruß zum Pfingst-Wochenende -  Blüten von La Palma.

Pericallis papyracea




Freitag, Mai 13, 2016

Frühstück mit süßem Saft und Drachenfrucht

Was esst ihr den heute so zum Frühstück. Ich lasse das Frühstück ja gerne auch mal ausfallen. Auf La Palma aber war es schon gut, sich mit einem Frühstück für lange Wandertage zu rüsten. Und so sah das dann aus:

Erstmal einen Saft aus diesen köstlichen süßen Orangen, die es dort gibt - kein Vergleich dazu, was hier angeboten wird.


Damit eine Orange reif genug ist, also weniger Säure und mehr Zucker enthält, muss sie lange lange am Baum hängen.



Früh geerntete Orangen werden schon nach 6 Monaten Reifezeit gepflückt - die können nur sauer sein. Späte Ernten hängen bis zu 18 Monaten am Baum, das ergibt schon eine andere Qualität.
Und auf La Palma hingen viele solcher späten Orangen am Baum. Die Bäume hatten ja im Spätwinter schon geblüht, so dass jetzt kleine grüne Mini-Orangen und große reife Orangen gleichzeitig an den Bäumen hingen. Und die ergeben einen köstlichen Saft.


Dazu gab es jeweils unterschiedliche Früchte - das Grün kam dann später dazu. Auch diese Pitahayas (auch kurz Pitaya genannt) - Drachenfrüchte - schmecken nur, wenn sie reif von den Kakteen, an denen sie wachsen, gepflückt werden. Dann sind sie auch einfach auszulöffeln.









Mittwoch, Mai 11, 2016

Intuition erleichtert das Leben und manchmal auch die Arbeit



Ach ich weiß nicht, mein Tag ist zu kurz - ich bräuchte mindestens 6 Stunden mehr Zeit pro Tag.
Und ich weiß gar nicht, wo all die Zeit bleibt. Okay, natürlich muss man arbeiten, aber ich empfinde Arbeit immer nur als unangenehm, wenn es Dinge sind, die ich eigentlich schon längst nicht mehr tun möchte. Aber davon gibt es auch gar nicht so viele. Allerdings nimmt auch die Organisation schöner Dinge eine ganze Menge Zeit in Anspruch.

Manchmal lässt sich aber Arbeit und Entspannung auch perfekt verbinden - zum Beispiel wenn ich über ein Pflaster für eine Gartenanlage nachsinne, Bilder durchsehe und Muster suche. Dann fällt mir wieder ein, wie schön die Pflasterflächen auf La Palma aus rundgewaschenen Lavasteinen waren und allein deren Betrachtung ist für mich schon entspannend.


Dieses hier findet sich vor der Kirche von Las Nieves.
 

Ich bin immer dankbar für all die Eindrücke und Erfahrungen, die ich im Vorübergehen mitnehmen kann, mittlerweile verhelfen sie mir dazu, meine Arbeit effizienter zu gestalten. Ganz oft ist es nur die Intuition, die mich leitet, etwas mitzunehmen, ein Bild, ein Text o.Ä., obwohl ich gar nicht weiß, ob ich es jemals benötigen werde. Ich bin gespannt, wann ich dieses Pflaster zum ersten Mal verwenden werde, für den Moment ist es erst einmal nur eine schöne Erinnerung.