Donnerstag, September 14, 2017

Bloggerevent der veggie&freivon - wer ist dabei?

Ihr Lieben und vor allem ihr lieben Blogger, es gibt was Neues und das dürft ihr nicht verpassen. Wir können uns nämlich endlich mal kennenlernen. Im Vorfeld der veggie&freivon, der Messe rund um vegetarische, vegane und allergiefreie Ernährung in Stuttgart. Gemeinsam mit der Messe Stuttgart haben wir ein Vorab-Blogger-Event geplant. Auch das Messe-Team wird dabei sein, wenn wir am 21. Oktober in Sindelfingen auf Wildpflanzen-Exkursion gehen.


Im Anschluss an de Exkursion, die etwa 2 Stunden dauern wird, gibt es noch ein Get-Together bei dem wir uns austauschen können. Ich freue mich schon und hoffe, viele von euch dort zu treffen. 10 Plätze stehen zur Verfügung. Wenn ihr auch einen Blog rund um die Themen Ernährung, Gesundheit, Leben mit Allergien oder ähnliches betreibt und gerne teilnehmen möchtet, dann kommentiert auf der Blog-Seite der veggie & frei von, warum ihr unbedingt dabei sein wollt und mit ein bisschen Glück klappt es mit der Teilnahme. 


Teilnahmeschluss ist der 17. September, 23.59 Uhr. Hier nochmal der Link! Und für alle, die keinen Foodblog haben, den Teilnahmeschluss verpassen oder... sich aber trotzdem für Wildpflanzen interessieren: Ich werde auch auf der Messe mit einem Stand dabei sein und Vorträge über das Thema halten und etwas zu probieren wird auch geben. Wir sehen uns also hoffentlich auch dort.

Freitag, September 08, 2017

Ich bin noch nicht weg.. habe aber einen Schwamm dabei

Hallo und Danke. Danke für die vielen Herzen, die ihr mir bisher schon geschenkt habt. Aktueller Zwischenstand: 173 - es fehlen noch rund 400 und es bleiben noch 63 Stunden, das wird eng. Daher nochmal meine Bitte: Geht auf dieses Seite und stimmt für mich ab - und nicht vergessen, die Email zu bestätigen, denn nur dann wird eure Stimme - euer Herz - auch gezählt. Wenn ihr die Seite irgendwo teilen könnt, könnte das vermutlich auch sehr helfen.
Aber worum geht es hier überhaupt?

Ob es auch Wüste und Vulkane gibt auf der Reise, kann ich nicht sagen, aber Pflanzen wird es ohne Ende geben und ich würde mich freuen, euch von Ihnen erzählen zu können.

Es gibt nächstes Jahr die Möglichkeit mit Weleda eine Weltreise zu machen, Gärten, Anbaugebiete, Kooperationen und Forschungseinrichtungen zu besuchen, aber auch Projekte, die Menschen vor Ort unterstützen. Es geht nach Australien und Neuseeland, nach Argentinien und Brasilien, nach Italien, England, Tschechien, Schweden, in die Niederlande und die Schweiz. Wer die Abstimmung gewinnt, wird zu einer Auswahlwoche eingeladen und kann sich für die Reise qualifizieren. Ich würde gerne wenigstens die Auswahlwoche mitmachen und natürlich auch gerne die Reise. Leider bin ich viel zu spät eingestiegen in den Wettbewerb um die Herzen, nämlich erst vorgestern. Und warum? Weil ich erst noch einen Seminartermin klären wollte. Hm, wie blöd, aber ja, so bin ich halt: verlässlich.

Das wäre eigentlich auch das, was für die Reise gut wäre, denn es geht darum, einen Blog zu schreiben über das, was man dort erlebt. 3 x die Woche könnte ich dann berichten auf einem speziellen Weleda-Blog. Das wäre wirklich zu schön.

Daher nochmal meine Bitte: Schenk mir dein Herz - hier!

Aber heute soll es nicht nur darum gehen - thematisch sind wir ja immer noch beim Thema "Detox Care", die naturgesunde Körperpflege aus Detox, Baby! Wer es schon gelesen hat, der weiß, dass ich darin auch über Naturschwämme zur Gesichtsreinigung schreibe. Allerdings nicht über solche tierischen Ursprungs, sondern über welche aus Baumwolle oder der Konjakwurzel.

Die Wurzel von Amorphophallus konjac, der Teufelszunge - verwandt übrigens mit der Titanenwurz - wird genutzt, um allerlei daraus herzustellen, beispielsweise kalorienarme, glutenfreie Nudeln und... Schwämme.

Und so schauen letztere aus: Nur ein Schwämmchen mit einem Faden dran, der zum Aufhängen dient, damit der Schwamm trocknen kann nach der Benutzung.



Benutzt man solch einen Schwamm, kann auf Seife oder Waschcreme verzichtet werden und die Schwämme gibt es pur oder schon vermischt mit verschiedenen Tonerden, dann sind sie grünlich oder rot, oder mit Bambuskohle schwarz.
Der hier ist mit grüner Tonerde vermischt. Ich habe mir das Gefühl auf der Haut daher eher trocken und vielleicht etwas kratzig vorgestellt - ist es aber nicht.

Der Schwamm wird einfach befeuchtet und kann sofort genutzt werden. Hinterher wird er ausgewaschen und zum Trocknen aufgehängt. So einfach ist das - vegan, ohne Zusätze und biologisch abbaubar.


Probiert es doch einfach mal aus, ich nutze sie auch zum Entfernen von Make up, das geht ganz leicht, wenn man es vorher etwas mit Öl anlöst und das Gesicht ist hinterher definitiv sauberer als mit irgendwelchen Wattepads oder Abschminktüchern.

Mittwoch, September 06, 2017

Schenk mir (d)ein Herz

Ihr Lieben, normalerweise schreibe ich hier andere Dinge - siehe vorherigen Blogeintrag zum Thema Haarewaschen, aber ich brauche ganz dringend eure Hilfe:

Schenkt mir ein Herz  damit ich auf Weltreise gehen kann und noch mehr lernen, mich mit anderen PflanzenliebhaberInnen austauschen und später alles mit euch teilen kann.

732 Herzen gilt es zu toppen - ich bin viel zu spät dran und nur mit eurer Hilfe kann es noch klappen.


Danke, Danke, Danke 


Hier beim Pflanzenbestimmen mit der Gruppe beim Seminar in Leutasch - danke Sandra Eckstein.

Detox Care - naturgesunde Haut- und Haarpflege


Detox Care ist das Kapitel in "Detox, Baby! Entgiften mit frischen Säften und Wildpflanzen", in dem es um die naturgesunde Körperpflege geht, wie ich sie anwende.


Heute gibt es hier einen kleinen Ausschnitt daraus zu lesen. Und zwar die Geschichte, wie ich nach langer Odyssee mein jetziges Haarwaschmittel gefunden habe:

Da herkömmliche Shampoos für mich nicht funktionierten und die Haare nur mit Wasser zu waschen, erst einmal auch keine Option für mich war, versuchte ich es mit Tonerde. Zunächst machte ich aber
einen entscheidenden Fehler. Diesen Fehler, weiß ich heute, machen viele und scheitern, wie auch ich zunächst.

Weil ich der Meinung war, meine Haare bräuchten mehr Pflege und daher ein anderes „besseres“ Mittel als der Rest des Körpers, wollte ich etwas Feineres verwenden als Ghassoul. Damals war mein Denken noch geprägt von der Idee, jedes Körperteil bräuchte ein Extramittel zur Pflege. Ich habe auch jahrzehntelang daran geglaubt, dass die Fortschritte, welche die Kosmetikindustrie anpries, auch meiner Gesundheit förderlich wären. Die Natur tickt aber nicht so. Da heißt es in diesem Fall eher „Keep it simple.“ Ich verwendete zunächst weiße Tonerde, die speziell zum Haarewaschen fertig gemischt als Paste erhältlich war. Meine Haare sahen danach stumpf und strähnig aus. Es fühlte sich an, als wäre ein Belag darauf und beim Kämmen wurde der Kamm staubig weiß. So ging es nicht. Den zweiten Versuch machte ich mit grüner Tonerde, aber das Ergebnis war dasselbe, auch wenn sie sich etwas besser auswaschen ließ, es blieb dieser sich fettig anfühlende Belag zurück. Ich wollte nicht aufgeben und irgendwann – ich weiß nicht, ob ich einfach nur in Experimentierlaune war oder ob ich es geplant hatte – verwendete ich auch für die Haare den Ghassoul- Schlamm, den ich ohnehin für den Körper nutzte -> Seite 126. Und das fühlte sich zum ersten Mal richtig gut an. Der Schlamm ließ sich nach kurzem Einwirken leicht wieder abwaschen und die Haare waren danach locker und luftig für mehrere Tage. (weiter in Detox, Baby!)



Es hat lange gedauert und ich habe alle No-Poo-Tipps, die in der Rohkost-Szene kursierten ebenfalls ausprobiert. Aber geblieben bin ich dann beim Ghassoul, das ich zunächst bei Orkos in den braunen Tüten - rechts - bestellt habe. Damit wasche ich meine Haare nun seit über 3 Jahren und kann auf fast alles andere verzichten. Haarkur und -pflege und Tipps zur Pflege der Haarspitzen bei langen Haaren  sind in Detox, Baby! bei Bedarf auch beschreiben.

Mittlerweile verwende ich meist die Lavaerde aus den praktischen runden Kartons von Logona, die sich auch prima zum Mitnehmen eignen und die wir auch auf den Seminaren zu Detox, Baby! gemeinsam mit den Teilnehmern verwenden. Außerdem gibt es auch weiße Tonerde, die sich zwar aus meiner Sicht weniger gut zum Haarewaschen, dafür aber gut zur Körperpflege eignet.


Wem das Anrühren der Lavaerde zuviel Umstand macht (wie es geht steht in Detox, Baby! genau beschrieben) - was aber eigentlich sehr einfach ist,  


der kann auch zu den anwendungsfertigen Pasten in Tuben greifen. Die Lavaerde darin duftet sehr gut, weil mit ätherischen Ölen ergänzt, aber ihre Wirkung, vor allem die der dunklen, ist nicht besser als beim Pulver und natürlich sind die anwendungsfertigen Produkte viel teurer.


Ich rühre mir daher die Lavaerde zum Mitnehmen vorher an und verwende die Tuben hauptsächlich zur Körperreinigung und weniger für die Haare, wozu sich ohnehin nur die braune Variante eignet.


Aber ich liebe den Duft dieser beiden Varianten und daher gehören sie auch zu meinem Sortiment. Vor allem Patchouli - in der braunen Lavaerde.


Die weiße Variante erinnert mich immer an frisches Kokosjoghurt (übrigens gibt es auch dafür ein Rezept in Detox, Baby!)
Am 11.11. wird es ein Seminar geben, in dem ich nicht nur zeige, wie die Säfte, Limonaden und leckeren Wasser hergestellt werden, sondern auch Detox Care und die vielen Helferlein für die naturgesunde Körperpflege vorstellen werde. Hier gibt es schon einmal eine Vor-Ankündigung Achtung es ist ein Ganztages-Seminar, bei dem wir um 10 Uhr mit Wildpflanzen-Sammeln starten.

Alles Weitere dann im neuen Programm, das ihr in der zweiten Septemberhälfte zugeschickt bekommt. Aktueller Termin im September: Am 23.9. gehen wir um 14 Uhr wieder auf Exkursion - schnell anmelden, wer dabei sein möchte unter info(ät)christine-volm.de


Samstag, September 02, 2017

Botanische Lesegenuss-Tipps für Pflanzenfreunde und ein Ebook

Seminarpause bei "Gesund in den Bergen..." in Leutasch. (Die ersten Bilder - hier rechts an der Seite!) Eine große Wanderung war heute nicht drin, es regnet fast dauernd und in den Höhenlagen fiel der erster Schnee. Verrückt...
Trotzdem war es natürlich hier unten - auf nur 1200 m und ohne Schnee - beim Wildpflanzensammeln draußen schön und bevor es jetzt gleich wieder in die Küche geht zum Zubereiten des Abendessens, wollte ich euch noch zwei Bücher vorstellen. Auf dem Speiseplan für heute Abend stehen übrigens Mango-Gazpacho mit Portulak und Wiesen-Salbei, Paella - natürlich auch roh und mit Wildpflanzen und Bien me sabe (spanisch für: "schmeckt mir gut") mit Blüten.

Aber jetzt zu den Büchern, zwei besonders schöne Exemplare aus dem Kunstmann-Verlag möchte ich empfehlen, die es aber über die Schönheit hinaus auch noch wissenschaftlich in sich haben.



Beide vom selben Autor - Stefan Mancuso ist Professor an der Universität Florenz - lassen sie sich wunderbar leicht lesen und sind so unterhaltsam wie ein Roman. Ein Zitat aus dem "New Yorker": »Stefano Mancuso ist vielleicht der leidenschaftlichste Vorkämpfer der Perspektive der Pflanzen ... er ist der Poet und Philosoph einer Forschung, die ihnen die verdiente Anerkennung verschaffen will. (Schöne Aufgabe!) Für Mancuso sind die Pflanzen der Schlüssel zu einer grünen Zukunft, die sich um dezentrale und modulare Systeme und Netzwerke herum organisiert.« (Michael Pollan)

Und hier ein paar Auszüge und Bilder:


Ist das nicht eine wunderbare Erläuterung?

Die Bücher sind ausgestattet mit einer großartigen Auswahl an Bildern.







Ich kann sie euch nur empfehlen, mehr dazu gibt es direkt beim Kunstmann-Verlag.


Und es gibt noch etwas zu erwähnen,wenn wir schon bei Büchern sind. Auf der Verlagsseite des Ulmer Verlags von Detox, Baby! gibt es Detox, Baby! auch als Ebook zu bestellen. Bei Amazon geht das seltsamer Weise noch nicht, aber hier - für alle, die darauf gewartet haben.

http://bit.ly/2ujgwhz

Dienstag, August 29, 2017

Halbschatten-Eistee


Manchmal mache ich mir ja Gedanken, ob das alles so richtig ist, was ich mache, ob es sinnvoll ist, einen Blog zu schreiben, ob die Bücher, die ich schreibe, wirklich ihre Leser begeistern und welchen Sinn es ergeben mag, dass es mich gerade dazu treibt und ich mich nicht wirklich dagegen wehren kann.

An Tagen wie gestern, an denen es heiß und schwül ist, frage ich mich, ob ich nicht doch lieber wieder am klimatisierten Botanik-Institut sitzen wollen würde. Aber ganz ehrlich: Ich mag meine Arbeit und wenn ich hier etwas schreibe, über Dinge, die ich entdecke, dann bin ich davon überzeugt. Und dann habe ich meine Entdeckung auf jeden Fall genossen. Und schaut mal, was ich gerade bei Keiko entdeckt habe:


Ich bin keine echte Teetrinkerin, das wisst ihr, wenn ihr hier öfter mitlest. Aber manchmal probiere ich Dinge aus. Und weil es so heiß war in den letzten Wochen, habe ich Eistee probiert in verschiedenen Variationen und da ist mir auch dieser grüne Tee im Beutel untergekommen. Schon alleine die Farbe ist so schön und der Geschmack war so lecker und fein, dass ich mir zu Zeiten der größten Mittagshitze ab und zu mal so ein mit kaltem Wasser übergossenes Teebeutelchen genehmigt habe.



Der Tee kann mit heißem oder auch direkt mit kaltem Wasser aufgegossen werden - Letzeres habe ich gemacht. Die Sorte heißt Kabusecha - Halbschattentee - und neben Blättern enthält der Teebeutel auch fein gemahlenes Teepulver, das sieht man auch in der Tüte und später in Tasse oder Glas.

Grüner Halbschattentee aus erster Pflückung.
Mich würde jetzt natürlich sehr interessieren, ob er euch auch schmeckt. Leider gibt es noch keine Geschmacksübertragung auf digitalem Weg. Aber sollte es das jemals geben, dann wird dieser Blog hier noch mehr Sinn machen, weil es beim Essen und Trinken ja immer um den Geschmack geht.


Bildunterschrift hinzufügen







Samstag, August 26, 2017

Mit Rosen und Holunder durch die grüne Hölle

Rosen im April - neben meinem Liegestuhl - der Ausblick beim Lesen
Neulich habe ich festgestellt, dass es in den allermeisten Büchern, die ich lese, um Grünes und Essbares oder Grün und Garten oder Grün und Natur geht, selbst wenn es unterhaltende Literatur ist oder sogar Romane. Muss mir das zu denken geben?

Die Frauen der Rosenvilla etwa, ist ein Roman, den ich geschenkt bekommen habe. Und ganz ehrlich: Erst dachte ich: "Och nee, was wird sich wohl hinter diesem Cover für eine Schnulze verbergen."

https://www.amazon.de/Die-Frauen-Rosenvilla-Teresa-Simon/dp/3453471318/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1503674532&sr=1-1&keywords=teresa+simon
(c) Heyne Verlag
Aber im Osterurlaub dann wollte ich das Buch probelesen und gegebenenfalls auch ungelesen weiterverschenken, falls es mir - wie eigentlich erwartet - nicht gefallen sollte. Aber von wegen...
Für ein paar Tage wurde fast alles andere zweitrangig, weil ich gerne wissen wollte, wie es weitergeht. Kennt ihr das? Ein Buch bei dem man nicht an schlechtem Satzbau hängenbleibt oder über eine seltsame Wortwahl nachdenkt, das eine spannenden Geschichte mit historischem Bezug zur Grundlage hat und einen gleich nach der ersten Seite in seinen Bann zieht. Das ist so ein Buch. Und die Geschichte, die sich um die Vorfahren von Anna Kepler, Erbin einer alten Schokoladendynastie, rankt spielt in der Dresdner Altstadt und dreht sich um die außerhalb gelegene von Anna geerbte Rosenvilla und das Familiengeheimnis, das damit verbunden ist und sich über zwei Weltkriege erstreckt. Alle historischen Verknüpfungen und die Beschreibung des Lebens in Dresden wirken authentisch und dennoch nicht dominant, man fühlt sich hineingezogen in das Leben früherer Generationen.

Und Schokoladenfans sollten sich mit genügend Schokolade ausrüsten, denn die Beschreibung von Pralinenrezepten und Schokoladenqualitäten, wie sie die Protagonistin in ihrer Chocolaterie herstellt, lässt einem das Wasser im Mund zusammenlaufen - ich hatte Gott-sei-Dank genügend rohköstliche Alternativen am Urlaubsort gefunden.

Wenn ich ein gutes Buch lese, dann interessiert mich aber auch, wie die Autorin oder der Autor, die/der sich dahinter verbirgt, lebt und arbeitet. Und da wurde es erst recht spannend, denn leider gibt es dazu nur diese Infos:



Da hilft nur eins: Das nächste Buch lesen und das habe ich kürzlich getan:


Die Holunderschwestern ist schon 2016 im Heyne Verlag erschienen und beginnt mit bayerischen Schmankerln, die sich durchs Buch ziehen - hier gibt es am Ende keine Pralinenrezepte, sondern bayerische Küche, auch das ist wie die Pralinen eigentlich nichts für mich, aber ich kann zumindest bestätigen, dass alles authentisch ist, genau so habe ich das während meiner 10 Jahre in München früher kennengelernt.



In diesem Buch steht München im Mittelpunkt, hier spielt die Geschichte zweier Schwestern, ab 1918 und während der Nazizeit, die wiederum mit dem Leben einer Protagonistin aus unserer Zeit verknüpft ist. Dieses Gerüst aus Historie, einer geschichtsträchtigen Stadt und der Geschichte mehrerer Generationen von Frauen, ist die einzige Verbindung zur Rosenvilla - abgesehen vom ebenfalls "grausam schwülstigen" Cover.

512 Seiten voller Spannung begleiten einen durch die Epochen und lassen einen dabei sein auf dem Viktualienmarkt zur Zeit der Revolution 1918, führen einem die linksrebellischen Ideale Kurt Eisners vor Augen, und ließen mich reinspickeln in das Leben der Familie von Paul Klee und anderen Münchner Künstlern, die sich von der Revolution einen großen Aufschwung erwartet haben und sich letztendlich doch dem Nazi-Regime geschlagen geben mussten.

In den Hauptrollen führten mich zwei Schwestern, die nicht zur gehobenen Gesellschaft gehören, aber diese mitfühlend und aufmerksam beobachteten, durch die Zeiten bis in die Gegenwart. Auch diese Geschichte ist wieder superspannend gewesen, um so mehr würde es mich interessieren, wer denn eigentlich Teresa Simon ist... ich habe da eine Vermutung, aber weiß jemand von euch was dazu?


Letzte aktuelle Lektüre für heute - auch schon 2016 erschienen bei Piper, aber zeitlos im Thema - ist "Die grüne Hölle" von Maarten 't Hart.




In diesem Buch geht es um jene Seite der Medaille "Gartenarbeit", die einen zum Verzweifeln bringen kann. Schwerer Boden, Unkraut, Vögel, all das macht einem "richtigen" Gärtner (Maarten ’t Hart ist Biologe und gehört zu den beliebtesten Autoren der Niederlande) zu schaffen.

Mich amüsieren seine Geschichten sehr. Denn obwohl ich Gartenliebhaberin bin und Gartenbauwissenschaften studiert bin, bin ich davon überzeugt, dass ein Garten nur eine Leihgabe der Natur ist, die sie sich sofort zurückholt, sobald die Gärtnernden nachlässig werden. Und so ist das Gärtnern doch oft ein Kampf, der an das Laubrechen im Wald erinnert, das Zenmönche praktizieren, um den Geist zur beruhigen.


Die Natur lehrt uns Demut oder das Verzweifeln, so einfach mag es sein, und die Geschichten in diesem Buch wurden von einem geschrieben, der eher zum Verzweifeln neigt und der "grünen Hölle" dadurch zusätzliche Komik verleiht. Lustig, kurzweilig und nicht all zu ernst zu nehmen!







Dienstag, August 22, 2017

Bergblüten und Saftblüten

Ihr Lieben, gibt es ein schöneres Thema als essbare Blüten? Und wenn sie so üppig vorhanden sind, wie jetzt im Sommer, dann ist es auch wunderschön, sie zu essen.

Denn besonders bei den Blüten, aus denen die Samen entstehen, ist es wichtig mit Bedacht und Sorgfalt zu ernten - wie üblich: so, dass keiner den Verlust bemerkt. Dann ist auch der Fortbestand der Pflanze gesichert. So werden wir es am kommenden Sonntag auf Exkursion auch wieder üben.

Und wer mehr über essbare Blüten wissen will, der kann hier einen Sendungsbeitrag zu diesem Thema bei SWR2 lauschen.

Wie bei allen Wildpflanzen, ist es auch bei den Blüten wichtig, zu wissen, ob die Pflanze geschützt ist oder selten und gefährdet, oder ob sie bedenkenlos gepflückt werden kann. Und natürlich sollte man nur Ungiftiges essen.
Wenn wir bei den Rohkostseminaren in Leutasch auf Exkursion unterwegs sind, dann sammeln wir nur, was häufig vorkommt, nicht unter Schutz gestellt ist und in Massen auftritt. 

Nur für das Auge bestimmt und verboten zu pflücken, sind Orchideen, wie diese hier 

Mücken-Händelwurz (Gymnadenia conopsea), eine Orchideenart, die auf der Roten Liste
der gefährdeten Arten steht. Danke fürs Bestimmen Rene Stalder.
 oder der Pyramiden-Günsel


und die Kugelblume - die Pflanze der karmischen Erinnerung - von der ich euch hier erzählt habe.


Also pflückt bitte solche seltenen Pflanzen nicht, auch wenn es vielleicht nicht ausdrücklich verboten sein sollte... alle diese Pflanzen in den Alpen sind gefährdet, weil ihre Standorte gefährdet sind. So erfreuen wir uns auf den Exkursionen in den Bergen auch nur an ihrem Anblick.

Was dagegen genutzt werden kann und das haben wir bei Detox, Baby! in den Bergen auch getan, sind die weiß-rosa-blauen Blüten des Beinwell. Die Doppelwickel (so heißt dieser Blütenstand botanisch korrekt) schmecken lecker und eignen sich auch gut zum Herstellen von Saft - siehe unten.
Solltet ihr Bedenken haben, bezüglich des Beinwells - lest hier - und überlegt selbst, ob ihr ihn verwenden wollt.


Ein Saft aus Mango, Gurke, Gänse-Fingerkraut und Beinwellblüten hat uns bei Detox, Baby! in den Bergen hervorragend geschmeckt. Wer dabei sein möchte bei der Saftfastenkur in Leutasch vom 12.-17. Juni 2018, kann mir jetzt schon eine Mail schicken... also wenn ihr gerade euren Urlaub für 2018 plant oder das demnächst tun möchtet und auf Berge, Blumen und Detox steht, dann los.

Wer sich kurzfristig noch für "Gesund in den Bergen mit Rohkost und essbaren Wildpflanzen" entscheiden möchte. 2-3 Tage lang geht das noch... schaut hier, wenn ihr die Gourmet-Rohkost kennenlernen möchtet.








Freitag, August 18, 2017

Warum plötzlich alles blau ist.


Wieso machen den jetzt alle einen auf blau? Habt ihr euch auch schon gefragt, wo auf Facebook und Instagram die vielen blauen Desserts, Schlumpfeissorten und -smoothies, blaue Torten und Bowls, Donuts und Co herkommen? Ich kann es euch verraten... aus Klötze hinter den sieben Bergen bei den sieben Zwergen... ach Quatsch, von meiner Freundin Kirstin, die ist Schneewittchen, nein halt, die Zauberfee von Pureraw.


Jetzt mal im Ernst: Algen stecken dahinter. Meine schwimmenden und teils auch festsitzende Lieblingslebewesen (neben der Menschen) sind jetzt angetreten, eine Macht im Reich der Lebensmittelfarben zu werden. War es bisher eher ungesund blaugefärbte Lebensmittel zu essen oder blaue Lebensmittelfarbe zu nutzen, so ist es jetzt doch très chic geworden.


Und nicht nur das - die neue Farbe ist auch noch gesund. Weil sie nämlich aus einer Algenart gewonnen werden, der wir - in der veganen und rohköstlichen Parallelwelt -  schon lange unser Herz geöffnet haben: Spirulina. Die stecken übrigens auch hinter dem Einhorn-Zauber - kein Witz.



Magic Blue heißt das Zauberpulver, das Getränken und Speisen das magische Blau verleiht und aus Apfel und Spirulina hergestellt wird. Farbgeber ist Phycocyanin, das schonend per Kaltextraktion aus Spirulina-Algen extrahiert wird.
Phycocyanin wird als entgiftend beschrieben, vor allem deshalb, weil es Leber und Nieren stärkt und damit ihre Entgiftungsleistung fördert. Dank antioxidativer Wirkung kann es auch Zellen vor zu schneller Alterung schützen. Außerdem wird eine blutzuckersenkende Wirkung beschrieben.


Nur selten kommt Phycocyanin in der Natur vor, dafür jetzt um so häufiger in Lebensmitteln. Einfach mal ausprobieren, mir macht so etwas ja immer viel Freude.
Ich mag es besonders gerne auf meiner Beeren-Nicecream (gefrorene Banane mit Beeren zu Eis verarbeitet) - schaut mal heute bei Instagram vorbei, da könnt ihr sehen, wie hübsch das aussieht.


Und wo kommt es her, das neue Blau? Aus Klötze, wo all die feinen Algensachen herkommen.

Und dort gibt es noch ein weiteres neues Pülverchen am Algenhimmel, dieses in Weiß - seht ihr hier rechts - aber dazu mehr im nächsten Post. Vielleicht machst du heute auch einfach mal blau?