Mittwoch, Januar 10, 2018

Nudelvariationen auch bei Husten



Ich hoffe, eure Woche hat ebenso gut begonnen wie meine. Ich war und bin mit dem Schreiben von Angeboten beschäftigt und das will was heißen im Januar, wenn viele Menschen noch gar nicht an Wildpflanzen denken. Und ich freue mich, dass die ersten Anmeldungen eintrudeln. Heute ging es schon weiter mit "Meditation am Morgen", ich bin gespannt wieviele Teilnehmer sich nächste Woche morgens früh aus dem Bett trauen.

Heute soll es hier um Nudeln gehen, ja, Nudeln. Nein, die sind nicht rohköstlich, aber vegan und lecker und daher eine brauchbare Alternative zu glutenhaltigen Nudeln für alle Veggies, freivon-EsserInnen und sonstige Pflanzendelikatessengennießer. Entdeckt habe ich sie beim Bloggertreffen, auf der veggie &frei von da gab es nämlich Probepackungen davon und die habe ich nicht stehenlassen, weil ich ja weiß, dass hier auch immer viele mitlesen, die sich vegan ernähren. Also ihr Lieben, bevor ihr der gemeinen Nudel aus Weizen oder Dinkel, also auf jeden Fall glutenhaltig und vielverzüchtet, anheim fallt, probiert mal diese Varianten hier aus.




Richtig gut finde ich diese Nudeln: Fit 'n'Free, die Bio-Variante der Seitz-Nudeln, siehe unten, weil sie allesamt nicht aus Getreide gemacht werden.
Ich will hier nicht viele Worte über Glutenunverträglichkeiten und Zöliakie und die Einordnung und so weiter verlieren, aber zwei Dinge weiß ich sicher aus eigener Erfahrung. Getreide wie Weizen, Roggen, Gerste, aber auch Dinkel, verschleimen den Körper. Viele, vertragen diese Getreidearten schon allein deshalb nicht. Sei es nun weil Getreide seit tausenden von Jahren gezüchtet wird und einfach nicht mehr natürlich und der Anteil an Kohlenhydraten viel zu hoch ist oder weil sie das Getreideeiweiß, das Gluten, nicht vertragen, es tut den meisten von uns nicht gut. Ideal wäre eine Gemüsenudel als Ersatz und das am besten roh - Zucchininudeln oder Ähnliches. Eine Alternative sind diese Nudeln, die aus Buchweizen (schwarz), Kichererbsen (gelb) und Linsen (orange) hergestellt werden.


Und gerade jetzt in der Erkältungszeit ist es vor allem für Menschen, die unter zuviel Schleimbildung leiden besonders empfehlenswert, auf zusätzliche Schleimbildner zu verzichten. Wer Husten hat, dem ist meist schon geholfen mit Verzicht auf Milchprodukte und gewöhnliches Getreide, alles, was keinen Schleim bildet, erleichtert die Situation. Eine Variante, für diejenigen, die es partout nicht roh probieren wollen, wären also diese Nudeln.




Ich durfte sie probieren, die Buchweizen Fusilli, die es auch von Seitz glutenfrei zu kaufen gibt. Auf der Messe wurden sie als Kostprobe mit asiatischer Gemüsesoße und Koriander angeboten. ich weiß, dass ich Buchweizennudeln essen kann, ohne, dass ich gleich völlig verschleime und so habe ich gerne probiert und kann euch diese Nudeln nur empfehlen.



Es gibt noch weitere glutenfreie Nudeln, gut vertragen habe ich auch die Maisnudeln. Für mich kommen gekochte Nudeln in großen Mengen nicht in Frage, aber als Ausnahme, wenn es dem Gemeinschaftssinn dienlich ist, mal ein Nudelessen zu veranstalten, ist das für mich möglich, ohne Schaden zu nehmen. Es ist ja immer eine Frage de Wo-komm-ich-her-wo-will-ich hin. Und wer bisher ganz gewöhnliche Weizennudeln verzehrt hat, wird den Unterschied von Nudeln aus Pseudogetreide wie Buchweizen (Knöterichgewächs) oder Hülsenfrüchten wie Linsen zu gewöhnlichen Nudeln deutlich spüren. Reis-Kokos-Spiralen und Mais-Teff-Spaghetti habe ich noch nicht getestet.



Aber diese habe ich zwischen den Jahren zu Krautnudeln verarbeitet - die kamen durchaus gut an, die deutliche Schärfe gibt dem Sauerkraut Pepp und der Geschmack dieser Nudeln auf der Basis von Maismehl ist wirklich gut. Allerdings muss man bei all diesen Nudeln die Kochzeit genau beachten - hier reichen 5 Minuten ubedingt aus, wenn sie noch mit dem Kraut zusammen in der Pfanne liegen, onst zerfallen sie in Stücke, ist zwar nicht schlimm, aber anders sind sie schöner.


Auf jeden Fall ist es schön, dass es solche Alternativen gibt und ich bin mir sicher, auch hier sind wir noch am Anfang des Weges. Wer hätte denn vor zehn Jahren an Nudeln aus Teff  (Zwerghirse) gedacht. Ich bin sehr gespannt, was sich da noch tut.