Posts mit dem Label Brennnesseln werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Brennnesseln werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, März 02, 2019

Natur geht nicht online.

Behaartes Schaumkraut - kannst Du es schmecken?

Samstag, März, die Zeit fliegt und ich hinterher. Was ist das? Dieser Februar hatte vielleicht ein Tempo drauf und der März scheint es ihm gleichtun zu wollen. Heute habe ich ein spannendes Thema, über das ich gerne schreiben möchte: Wahrnehmung und Verbindung von Lebewesen.

Fühl mal, wie unterschiedlich sich diese Wildpflanzen anfühlen.

Ich stelle fest, dass es immer mehr Online-Kurse gibt. Alles kann man da lernen, es ist faszinierend. Wenn Du wissen willst, wie man ein Rohkost-Brot macht oder wie man den Geschirrspüler repariert, erfährst Du es dort. Und ich habe den Eindruck, mittlerweile sind wir auch dazu übergegangen, zu glauben, dass auch Beziehungen online funktionieren. Das tun sie ja auch teilweise, aber nur zu einem bestimmten Grad. Oder warum sonst sind die meisten Menschen mit Fernbeziehungen nicht so glücklich, wir können uns doch per Skype sehen, unterhalten und austauschen.

Aber wir können eben doch nicht alles austauschen. Du weißt nicht, wie Dein Gegenüber riecht, schmeckt oder sich anfühlt. Wir können nur hören und sehen online. Das reicht, um die Spülmaschine reparieren zu können, aber für mehr auch nicht.

Wie bin ich auf das Thema gekommen? Es gibt immer mehr Online-Kurse zu Naturthemen, worin es darum geht, Pflanzen oder Naturphänomene kennenzulernen. Und natürlich frage ich mich, ob so etwas für mich auch interessant sein könnte. Wollen meine Seminar- und Exkursionsteilnehmer so etwas auch? Aber es widerstrebt mir so. Ich mache viele Dinge gerne online, schreibe und spreche auch über Wildpflanzen, gebe Interviews fürs Fernsehen. Aber ich fühle mich da eher auf einer Metaebene. Ich spüre, dass es ist, wie wenn ich Bilder aus dem Urlaub zeige; den Geruch, die Sonnenstrahlen auf der Haut, das Summen der Bienen und das ganz besondere Flair am Urlaubsort, kann ich nicht transportieren. Ich kann Anregungen geben und Interesse wecken, aber die Verbindung zwischen den Pflanzen und den Menschen herzustellen, 1:1, das gelingt mir nicht. Es ist nur ein Sprechen über und nicht mit dem Lebewesen, wenn ich eine Pflanze in die Kamera halte.

Die Brennnessel brennt, aber virtuell kannst Du das nicht wahrnehmen.
Deshalb ist nach wie vor der wichtigste Teil meiner Arbeit, der mit echtem Kontakt zu Menschen. Wenn ich jemandem eine Wildpflanzen in natura vorstelle, dann passiert ein Austausch. Der Mensch kann entscheiden, wie intensiv dieser sein soll, aber dieser Austausch schafft Verbindung, hinterlässt eine Spur, manchmal tiefgehend, manchmal nur oberflächlich.

Bei meinen Überlegungen kam noch etwas dazu. Nämlich die Frage, warum so viele Menschen Tiere lieben und ob sie jemals auf die Idee gekommen sind, diesen Kontakt auch virtuell zu suchen. Ja, Tierfilme sind sehr beliebt, Catcontent auch, aber gibt es Online-Haustiere? Bestes Beispiel dafür, dass das nicht funktioniert sind Tamagotchis, der Hype aus den 90er Jahren um diese Plastik-Computertier-Fakes war wohl einer der kurzfristigsten überhaupt. Weil diese Ersatztiere nicht echt waren. Weil sie nicht fühlbar waren.

Natur und ihre Lebewesen, Pflanzen wie Tiere und Menschen, sind nicht in ihrem vollen Ausmaß wahrnehmbar, wenn wir ihnen nicht real gegenüber treten. Und auch die Sphinx am Stadtrand von Kairo bleibt nur ein Postkartenmotiv, welches sich vor Ort ganz anders darstellt. Da ist es ein vergleichsweise kleines Bauwerk direkt am Stadtrand, das aufpassen muss nicht unterzugehen. Und dennoch erfährt man dort etwas anderes als beim Blick auf eine Postkarte. Und die Sphinx lebt noch nicht einmal. Wieviel mehr erfährt man von einem Tier, wenn man ihm in die Augen blickt und wieviel mehr von einer Blüte, an der man riecht?

Kannst Du das Veilchen riechen?

Ich bleibe dabei - auch wenn es unendlich viel mehr Aufwand ist, Menschen und Pflanzen in natura zusammenzubringen und sie zarte erste Bande knüpfen zu lassen, scheint das meine Lebensaufgabe zu sein und manchmal fühle ich mich ein bisschen wie Sisyphos. Aber wenn es dann klappt und jemand sich nach Jahren noch erinnert, wo er/sie den ersten Giersch wahrgenommen und gekostet hat, dann ist das mein Glück.

Wenn Du Dich auch einmal in natura mit den Pflanzen verbinden möchtest, dann findest Du hier alle Möglichkeiten - ab Mitte März auch mit neuen Terminen - und hier geht's zum Jahreskurs Wildpflanzen-Praxis.

Die Bilder hier zeigen eine kleine Auswahl der ersten Frühlingspflanzen, die noch ganz frisch und ein bisschen kalt riechen, aber voller Energie stecken, die man auch schmecken kann.

Montag, Mai 23, 2016

Essbare Wildpflanzen kennenlernen und sammeln

Wildpflanzensammeln ist meins. An fast jedem Tag. Und derzeit grünt und blüht es so üppig und reichhaltig, dass ich in kürzester Zeit meine Box, die ich immer für den kurzfristigen Transport dabei habe (sonst ist Glas besser), voll habe.

Und so sieht das dann aus:

Meine Sammelbox gefüllt mit Wiesen-Pippau, Gundermann, Giersch, Brennnesseln, Kletten-Labkraut für Saft (Rezept siehe hier), Buchenblätter und Ahornblüten (die letzten beiden sind jetzt fast durch, dann gibt es Lindenblätter und die Blüten vom Wiesen-Bocksbart)

Gundermann, die Blüten brauche ich dringend, um daraus meine Lieblings-Rohkostschokolade herzustellen)
 
Falls ihr auch mal Lust habt, zu sammeln und vor allem erst einmal die Pflanzen kennenzulernen, dann kommt doch mit zur nächsten Exkursion.



Exkursion "Essbare Wildpflanzen – die wichtigsten Arten im Frühsommer"
Fr. 3. Juni 2016: 16:30 Uhr für alle
Di. 21. Juni 2016: 16:30 Uhr für Anfänger
Di. 28. Juni 2016: 18 Uhr für alle

Sommerblüten, Baumblätter, die ersten Früchte und jede Menge Kräuter warten auf uns. Dauer ca. 2,5 h

Außerdem gibt es auch im Juni wieder ein Detox,Baby!-Seminar

Seminar "Detox, Baby!"
Sa. 4. Juni 2016: 14–19 Uhr für alle
Sie wollen Fasten, aber das lecker und gesund? Die in diesem Kurs vorgestellte Saftkur versorgt uns mit dem Besten aus Wildpflanzen, Obst und Gemüse, so dass wir dabei fit und aktiv bleiben können. Sie ist außerdem der perfekte Einstieg in die rohköstliche Ernährung, für alle, die das einmal ausprobieren wollen. Hier wird gezeigt, wie es geht, so dass jeder im Anschluss selber fasten kann Wir werden auf der Exkursion Wildpflanzen entdecken und sammeln und sie anschließend zu schmackhaften Rohkostsäften verarbeiten und verkosten.


Mehr Termine gibt es auf meiner Homepage - schickt mir eine Mail, wenn ihr das nächste Mal auch dabei sein wollt.
Schaut auf jeden Fall auch morgen wieder rein, dann gibt es noch einen Geheimtipp für alle, die so gerne Wildpflanzen in ihrem Garten hätten und nicht wissen, wie das funktionieren soll.







Donnerstag, März 12, 2015

Sie sind wieder da - die Brennnesseln

richtig kraftvoll und inhaltsstoffreich: die Brennnesseln

Und zur Feier des Tages gibt es deshalb mein Lieblingsrezept aus Rohköstliches - wo ihr übrigens mehr als 70 rohköstliche vegane Rezepte findet, die alle mit Wildpflanzen zubereitet werden und supereinfach und schnell zu machen sind. Wenn ihr jetzt einmal einen Versuch mit Rohkost und Wildpflanzen machen wollt, dann startet einfach damit in die Saison.

Iron Banana

© Dr. Christine Volm – Rezept aus 'Rohköstliches – gesund durchs Leben mit Rohkost und Wildpflanzen', Verlag Eugen Ulmer, 2013

4 Bananen
4 Kiwis
4 Handvoll junge Brennnesselblätter
Saft von 1 kleinen Zitrone
Wasser nach Bedarf

Bananen und Kiwis schälen. Mit den Brennnesselblättern und dem Saft der Zitrone pürieren. Soviel Wasser zugeben, wie für die gewünschte Konsistenz benötigt wird.

Das Buch ist im Buchhandel erhältlich oder signiert/mit persönlicher Widmung zu bestellen unter wildundroh@web.de. Zum Blick ins Buch einfach auf das Cover klicken:


http://www.amazon.de/gp/product/3800179806/ref=as_li_tf_tl?ie=UTF8&camp=2514&creative=9386&creativeASIN=3800179806&link_code=as3&tag=maxtremefoto-21