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Donnerstag, März 23, 2017

Nudeln mit Soße oder Nudelsalat - geht das auch in gesund?


Juhuu, der Bärlauch ist wieder da und jede Menge anderer frisch getriebener Kräuter - ist das nicht schön, endlich ist es Frühling. Ich freue mich, dass so viele von euch die Wildpflanzen kennen lernen wollen und in den nächsten Tagen mit auf Exkursion kommen werden.

Heute gibt es den zweiten Teil der Nudelgeschichte, von der rohveganen Variante, Nudeln zu essen, habe ich euch hier ja schon erzählt - nun gibt es hier für alle Veganer, die doch mal was Gekochtes zwischendurch haben wollen, unsere gekochten Variationen der Goodles von Govinda.

Dreierlei Sorten haben wir ausprobiert: Kichererbsen-, Linsen- und Quinoa-Nudeln.


Fangen wir mit denen an, die am wenigsten Anklang gefunden haben. Ich sag es gleich vorweg: Ich habe alle probiert und fand alle lecker, aber vielleicht bin ich als Rohköstlerin da auch kein Maßstab.

Während die Buchweizen-Nudeln ja auch roh schon überzeugt haben, könnte man an deren Stelle auch die Quinoa-Nudeln verwenden, die Linsen und Kichererbsennudeln aber eher nicht, sie riechen ungekocht doch sehr nach rohen Hülsenfrüchten, was nicht lecker ist.

Die Kichererbsennudeln haben auch einen etwas eigenwilligen Geschmack wenn sie gekocht sind, das kann aber eventuell auch am mitverarbeiteten Leinsamen liegen. Ich fand ihn nicht störend, die anderen teilweise schon.


Aber deftig zubereitet, hier mit Sauerkraut à la Schupfnudelpfanne waren sie lecker. Und noch besser kamen sie mit de Pesto - siehe unten - an.

Bei allen Goodles ist die Kochzeit sehr kurz, meist 4-5 Minuten, und darf nicht überschritten werden. Was den Nudeln nämlich fehlt ist der Kleber, den "normale Nudeln aus Mehl enthalten und daher sind sie in der Konsistenz nicht vergleichbar und wenn sie zu lange gekocht werden, zerkrümeln sie. Wir haben den idealen Garpunkt wohl getroffen, jedenfalls konnten wir sie ohne Probleme mit dem Kraut in der Pfanne anbraten.

Auf den Kleber, das Gluten, verzichten wir natürlich gerne, und daher sind die Nudeln auch bei Glutenunverträglichkeit super geeignet. Außerdem sind die Kichererbsen und Linsennudeln richtig gute Proteinquellen.


Zweiter Versuch: Linsennudeln oder besser Linsen-Goodels. Sie verlieren beim Kochen zwar die hübsche rote Farbe - das kennt man ja auch, wenn man Linsen kocht, schmecken aber wirklich lecker und waren mit dem Rohkostpesto von Govinda zusammen ein richtiger Genuss. Die Reste davon habe ich am nächsten Tag zu einem Nudelsalat s.o. verarbeitet. Auch das Aufheben und Resteverwerten ist wirklich kein Problem und geschmeckt hat der Salat ganz hervorragend.


Das Pesto mochten alle und wir fanden es großartig, dass es roh ist. Wieso eigentlich sollte man es anders herstellen? Es ist nicht sehr grün, aber im Geschmack rund und köstlich. Von mir aus dürfte noch ein bisschen mehr Grün drin sein.


Dieses Pesto kann ich Rohköstlern und Veganern gleichermaßen empfehlen. Eine Superqualität, die schmeckt und dank Hanf auch noch reich an Proteinen und Omega3/6-Fettsäuren ist. Verarbeitet wurden darin: Sonnenblumenkerne gekeimt, Rapskernöl, Knoblauchöl, Hanfsamen gekeimt, getrocknete Tomaten, Basilikum und Salz.

Damit geht dieses Nudelgericht natürlich superschnell - 5 Minuten für die Nudeln, Pesto drüber, fertig - Rohköstler nehmen einfach Zucchininudeln - was will man mehr. Schnell, lecker und gesund.


Unser letzter Versuch waren die Quinoa-Goodles mit einer veganen Bolognesesoße aus dem Glas von alnatura. Auch das geht ganz schnell und auch die Nudeln haben Anklang gefunden.


Ich würde sagen: Experiment geglückt. Nudeln können dank der vielen Goodels-Variationen auch gesund und ganz schnell zubereitet werden. Alle Spätzles-Schwaben und auch der Rest der Nudelfangemeinde können sich nun auch gesund ernähren. Und das ohne viel Aufwand.

Govinda tüftelt übrigens weiter an den Goodles, immer mehr Varianten gibt es und die Rezepturen werden ständig verbessert.


Dann euch viel Spaß beim Goodeln...

Dienstag, September 13, 2016

Schnelles Rohkostgemüse mit Pistou

Ich darf heute wieder mit einer netten Gruppe auf Exkursion gehen und ich freue mich ganz besonders, dass gerade so viele Interesse an den Wildpflanzen besteht. Denn diese letzten Sommertage bieten uns ganz besondere Wildpflanzengenüsse: Angefangen bei den Früchten von Weißdorn, Kirschpflaume, Kornelkirschen und so weiter bis zu leckeren Kräutern, die uns in diesem wahrlich mediterranen Spätsommer hier erfreuen, gibt es überall spannende Leckereien zu entdecken. Zitronenthymian wild ist mein persönliches Highlight. Wenn das Wetter gut bleibt, werden wir im Oktober auch Goji-Beeren sammeln können. Wenn ihr auch mal dabei sein wollt: Schaut euch die Termine auf meiner Homepage an und schickt mir eine Mail. 

Aber nun noch zum Thema des Tages: Heute gibt es nochmal ein schnelles Rohkostgemüse. An diesen heißen Tage möchte ich mich nicht mit langem Zubereiten aufhalten. Und vor allem sind jetzt die Zutaten besser als in jeder anderen Jahreszeit, also die beste Zeit für möglichst puren Genuss. Vollgetankt mit Sonne sind Zucchini, Fenchel, Kohlrabi, Karotten und Gurken.



Einfach alles kleinschnippeln und mit leckerem Pistou (französisch für Pesto) abschmecken.


Pistou kann man kaufen. ich kaufe es aber wirklich nur, wenn es Rohkostqualität hat und wenn nur vegane Zutaten enthalten sind. Sonst mache ich es lieber selbst. Dieses hier habe ich in Südfrankreich entdeckt. Alternativ kann ich zum Beispiel die leckeren Heldenkraut-Mischungen von Vita Verde empfehlen - schaut mal hier.
 

Dann wünsche ich euch auch heute: Guten Appetit - wild&roh.



Montag, März 21, 2016

Frühlingshafte rohköstliche Pesti

Pesto, das ist natürlich das Frühjahrsthema.
Das (auch: der) Pesto (von italienisch pestare, „zerstampfen“) ist eine pastose, ungekochte Sauce, die in der italienischen Küche meist zu Nudeln gereicht wird - so weiß es Wikipedia.

Selina und Simon haben gleich zwei dieser leckeren Saucen fabriziert und die haben ganz wunderbar zu unserem Buffet gepasst.

Einmal Apfel-Giersch-Rettich-Pesto


Vorne seht ihr noch kleine Röllchen aus Rettich, die Sie mit den Blütentrieben vom Wiesen-Schaumkraut dekoriert hat.

Und dann gab es noch ein Bärlauch-Pesto aus Bärlauch, Sonnenblumenkernen und Kokosöl.


Oben seht ihr noch ein bisschen Scharbockskraut, was wir zur Dekoration der Suppe von gestern genutzt haben und unten links das Quittenbrot - das ich euch hier vorgestellt habe.



Euch einen guten Start in die Woche - wer mag, kann morgen Nachmittag noch mit zur Exkursion kommen - meldet Euch am besten über die Kontaktdaten auf der Homepage an.

Sonntag, Dezember 13, 2015

Adventssammelsurium rohköstlich

Guten Morgen ihr Lieben - heute ist schon der dritte Advent. Ich habe noch so viel zu berichten vor Weihnachten, dass ich heute mal ein kleines Sammelsurium posten muss, damit ich durchkomme. Da wäre als erstes mal unser Adventskranz, der nicht nur so ein einfacher Adventskranz ist. Angefertigt aus Edeltanne (unterm Link mehr zu diesem Duft), duftet er so wunderbar, dass schon seit dem ersten Advent bei uns Waldduft - Weihnachtsduft eingezogen ist.

Unten seht ihr ein bisschen was davon und gleichzeitig auch noch etwas, was ich euch noch nicht vorgestellt habe, was eigentlich zu diesem Blogeintrag gehört - leckere Fruchtige Johannisbrot Cookies aus dem Hause RawVega. Sie bestehen aus Feigen, Rosinen, Sesam und Johannisbortpulver, also Carob. Ich stehe ja auf Sesam, weil er sehr viele Mineralstoffe, Vitamine, wertvolle Fettsäuren und Sesamin, Sesamolin und Sesamol enthält, drei sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe, die leider noch unzureichend erforscht sind. Früher mochte ich diese Riegel von Sekem, die aber leider mit Zucker verarbeitet werden, seit daher habe ich keinen Ersatz gefunden - jetzt aber, hier:
 

 Ach ja: Lecker sind sie auch.



So, und hier kommt die bisher nicht veröffentlichte Salatauswahl von unserem Oktober-Potluck ( weil die Bilder vom Adventspotluck auch schon fertig sind,  kommen jetzt hier mal viele auf einmal). So könnt ihr damit eine schöne rohköstliche Woche mit leckeren Salaten Brot und Auftrichen gestalten:

Hier der Salat von Annette - abgewandelt nach einem Rezept aus Meine liebsten Wildpflanzen - rohköstlich aus: Karotten, Zitrone, Obstessig, Kokosflakes, Rosinen und Labkraut:


hier der Salat von Richard: mit Weißkraut, Zitronensaft, Obstessig, Sonnenblumen- und Olivenöl, Sesamöl, Kreuzkümmel, Sonnenblumenkernen und Brennnesselsamen


Claudia hat diesen Salat mitgebracht aus Butternutkürbis, Zucchini, Giersch, Gundermann, Koriander, Petersilie, Rapsöl, Avocado, gekeimten Sonnenblumenkernen, Zitronenmelisse und Kürbiskernen:



Wie der erste Hauptspeisenteller dann aussah - seht ihr in diesem Blogeintrag - hier kommt der zweite. Alles war nicht auf einmal unterzubringen - daher auf zwei Tellern:
 

Links seht ihr in weiß-grün-rot die Verrine - die ich euch schon vorgestellt habe - darunter einen Champignon-Aufstrich aus Champignons, Karotten und Giersch + Koriandersamen und rechts noch ein Pesto aus Liebstöckel und Feigen, Knoblauch und Öl - beidesvon Feli und sehr köstlich - passend zu ihrem Brot, was ihr hier anschauen könnt.

So, dass war der herzhafte Teil unseres Potlucks, den süßen reiche ich dann die Tage noch nach, wenn ich euch all die anderen Geschenkvorschläge und was es sonst noch alles mitzuteilen gibt, erzählt habe. Hiermit wünsche ich euch einen rohköstlichen Adventssonntag - erzählt doch mal, was es bei euch so zum Essen gibt.