Mittwoch, Dezember 13, 2017

Rohköstliche Bratäpfel - wie geht denn das?


Wenn mich nicht neulich die Lust auf Bratäpfel überkommen hätte, würde es diesen Blogeintrag gar nicht geben. Und wer war schuld? Meine liebe Kirstin Knufmann von PureRaw. Die hatte nämlich ein Rohköstliches Bratapfel-Rezept auf ihrer Seite und war auch noch so nett, es mir beziehungsweise euch zur Verfügung zu stellen. Und am vergangenen Wochenende war es dann soweit - ich hatte alle Zutaten beieinander und es konnte losgehen.


Erst einmal braucht man Äpfel - ist ja klar - aber irgendwie habe ich dann am Samstagabend festgestellt, meine Apfelwahl war wohl ein Missgriff. Die Sorte Morgenduft hatte wohl zu lange im Bio-Supermarkt rumgelegen - irgendwie schmeckten die nicht knackig, sondern mehlig.

Ich wollte es trotzdem versuchen und hab mir Kirstins Rezept zur Hand genommen. Lautet wie folgt:

Bratäpfel
3 Stück

Zutaten:

3 Äpfel
1/2 Zitrone, Saft
70 g Yacónsirup
10 g BOBEI -Backen ohne Butter und Ei (damit könnt ihr auch Pfannkuchen machen)
1/8 TL Vanillepulver
2 TL Ceylon-Zimt
80 g Gojibeeren / 80 g Maulbeeren (oder gemischt)
70 g Walnüsse/Pecannüsse, grob gehackt

Zubereitung:
Eine kleine Kappe am Kopf der Äpfel abschneiden. Die Äpfel mit einem Löffel aushöhlen. Alle weiteren Zutaten in einer Schüssel vermengen und als Füllung in die Äpfel geben. Die Äpfel von außen mit einem Pinsel mit etwas Zitronensaft und Süße bestreichen und die Kappe oben auf setzen.
Im Dörrautomaten für 16-18 Stunden bei 42°C dörren lassen.
Warm servieren!

Ich hab an der einen oder anderen Stelle ein bisschen geschummelt und bin selbst kreativ geworden, das empfehle ich ja euch auch immer. Und ich habe die Bratäpfel in meinen Ofen gesteckt, bei 42 °C und leicht geöffneter Tür geht das genauso gut.

Ich habe die doppelte Menge an Äpfeln gemacht und die Zutaten noch um Trockenpflaumen, Kokosraspeln, weihnachtliche Gewürze (Klara Kopf von Sonnentor) und Mandeln ergänzt und ich habe nur die angegebene Menge Sirup im Originalrezept für die doppelte Portion Füllung verwendet, was durchaus süß genug war. Außerdem habe ich die Füllung im Mixer ein paar Mal durchgewirbelt, daher ist sie etwas feiner als im Originalrezept von Kirstin.





Dann Deckelchen drauf und ab in den Ofen.


Und so sah das Ergebnis dann viele Stunden später aus: Ich habe zum Schluss die Temperatur nochmal für eine halbe Stunde etwas höher gedreht, damit die Äpfelchen auch richtig warm waren und dann angerichtet.

Zusammen mit dem unglaublichen Duft von unserem Adventskranz war es dann aber
schon ganz schön weihnachtlich bei uns.

Ich kann euch nur empfehlen die Bratäpfel einmal auszuprobieren, auch wenn sie eigentlich keine sind. Übrigens, die mehligen Äpfel haben dann als Rohkost-Bratäpfel sogar richtig gut geschmeckt.

Und wenn ihr euch jetzt fragt, was eigentlich am Rand da noch auf dem Teller zu sehen ist - das erzähl ich euch auch noch, vielleicht morgen schon oder am Freitag (diejenigen welche meinen Vortrag auf der veggie & frei von gehört haben, ahnen es vielleicht schon).