Taufrisches über Natur, Rohkost, Raw Food, Veganes, Wildpflanzen, Bücher, Garten, Essbares, Pflanzen, Urkost, Vitalkost, Yoga, Gesundheit, Leben, der Blog von wild&roh geschrieben von Christine Volm
Montag, Dezember 22, 2025
Rohköstliche Lebkuchen mit Schokolade, Kürbis und Wildpflanzen
Sonntag, Dezember 21, 2025
Wintersonnwende 2026
Samstag, Dezember 20, 2025
Podcast Raunächte Christine Fuchs und Dr. Christine Volm
Donnerstag, März 20, 2025
Heute ist Tagundnachtgleiche und damit Frühlingsbeginn
Juhu, ihr Lieben, der Frühling ist da.
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| Wenn die hässlichen Winterblätter von frischem Grün und duftenden Blüten abgelöst werden, dann ist der Wechsel von alt zu neu geschafft. Violo odorata schenkt uns dazu noch den passenden Duft. |
Heute morgen habe ich ein Blaumeisenpaar beobachtet, das unser Vogelhäuschen auf dem Wildpflanzenbalkon inspiziert hat. Ich würde mich freuen, wenn sie einziehen würden. Die Veilchen dort sind eine duftend blaue Wucht und jeden Tag streckt ein anderes Wildkraut seine Blätter aus der Erde.
Wie schön das ist, endlich wieder durchatmen und die laue Luft genießen zu können. Ein Grund zu feiern. Auch ein Grund kurz still zu halten und wahrzunehmen, was ist. Ein Vierteljahr ist nun vergangen seit der Wintersonnwende, seit Weihnachten. Was ist passiert, wie ist es mir ergangen seither. Womit bin ich zufrieden, was dürfte sich ändern.
Der Frühling, der so sehr nach Aufbruch schreit, darf auch Tiefgang haben. Wir brauchen nichts zu überstürzen, morgen steht nicht gleich der Sommer vor der Tür, wir dürfen langsam genießen. Aber wir dürfen uns auch bewusst machen, das der nächste Höhepunkt im Jahr, wenn wir vom Sonnenstand ausgehen, die Sommersonnwende ist. Deshalb ist es jetzt besonders schön 3 Monate voll und ganz mitzuschwingen und zu genießen. Viel Spaß wünsche ich dabei.
Samstag, Dezember 21, 2024
Wintersonnwende 2024
Liebe Freundinnen und Freunde, liebe kollegial, geschäftlich oder
in anderer Art und Weise mit uns Verbundene,
dieses Jahr war wohl für uns alle herausfordernd und anstrengend,
es war vielleicht auch schwierig und manchmal hart. Wir haben es
gemeistert, irgendwie hingekriegt und durchgehalten, haben uns
unseren Aufgaben gestellt und sind nachhaltig dabei geblieben.
Das war sicher nicht immer für alle einfach, aber dass wir heute
da sind, wo wir sind, ist das Ergebnis dieses Jahres.
Für uns persönlich ist es gut, wie es ist. Aber das Ende dieses
Jahres ist eben auch nur ein Jahresende. Eine willkürliche
Festlegung, um der Zeit einen Rahmen zu geben.
Andererseits auch eine Gelegenheit, um zurückzuschauen und das
Jahr noch einmal zu rekapitulieren.
Die Umstürze, die wir in diesem Jahr erlebt haben sind gewaltig -
Politik, Wirtschaft und Strukturen, alles scheint nicht mehr so
ganz sicher zu sein, wie wir das aus früheren Zeiten kennen.
Auf der anderen Seite durften wir auch erleben, wie sich Dinge
stabilisiert haben und neue, mutige Ideen zum Erfolg geführt
haben.
Mehr denn je hängt es auch von einzelnen Menschen ab, wohin die
Reise geht, aber vor allem unsere persönliche Reise hängt
entscheidend davon ab, wie wir zurechtkommen mit den
Herausforderungen unseres Lebens.
Ich bin dankbar, dass dieses Jahr eines war, in dem ich mich den
Herausforderungen stellen durfte und in dem mich Menschen
begleitet haben, die unglaublich unterstützend und hilfreich
waren.
Es war ein Jahr, in dem alte Freundinnen und Freunde wieder
aufgetaucht sind, in dem so viele von euch/Ihnen uns unterstützend
begleitet haben und unerwartbar viel Gutes auf meinen und unseren
Wegen beigetragen haben.
An alle, die in diesem Jahr, Licht, Liebe und Begeisterung
geteilt haben, geht mein herzlichster Dank - Ihr wart die
Highlights, ich kann es nicht anders sagen.
Auch wenn dieses Jahr vielleicht die bisher herausfordernsten
Situationen meines Lebens mit sich gebracht hat, so waren da doch
auch immer wieder diese Lichter, die sehr hell geschienen haben.
Heute Nacht hat die Sonne den tiefsten Stand erreicht, am Samstag, 21. Dezember 2024 um 10:21 ist Wintersonnwende.
Dazu wünsche ich uns allen - und ganz besonders denen, die es jetzt
brauchen - dass das Funkeln der Lichter nicht aufhört.
Samstag, Juli 20, 2024
Pflanzeninspirationen - hier mal reinhören
Vielleicht hast du schon von den Pflanzeninspirationen, die ich seit einiger Zeit veröffentliche gelesen.
Die Rede ist von den kleinen beflügelnden Audiodateien, die es jetzt bereits zum 3. Mal als tägliche Folge zum Anhören auf Telegram geben wird. Die Audios sollen dich durch den Tag begleiten, ein bisschen Seele und Geist anschubsen und dir dabei helfen, über besondere Themen nachzudenken. Und jeden Tag inspirieren uns dabei die Pflanzen.
Im August wird das Thema "Arbeit" die Pflanzeninspirationen bestimmen. Ja, da denken wir im Urlaub normalerweise nicht so gerne dran, aber erstens hilft es manchmal, sich den Themen zu stellen, vielleicht wird der Urlaubstag dann entspannter, als wenn du immer das Gefühl hast, da ist noch was unterm Teppich, was du spätestens nach dem Urlaub bearbeiten musst. Lieber gleich ran, ist mein Motto, dann kommst du voran und hast nach dem Urlaub einen konkreten Plan, wie du deine Arbeit gerne gestalten würdest, was du klären und endlich angehen möchtest. Und zweitens gibt es die Chance, die Inspirationen nachzuhören: In der Regel lasse ich sie nach dem geplanten Zeitraum noch 2-3 Wochen online, so dass sichergestellt ist, dass du nichts verpasst.
Zu allen weiteren Infos und zur Anmeldung für die aktuellen Pflanzeninspirationen kommst du hier.
Ich freu mich, wenn du ab dem 1. August dabei bist.
Und hier kannst du mal reinhören in Tag 14 der vergangenen Pflanzeninspirationen im Mai:
Montag, Juli 08, 2024
Orchideen im Juni
So, jetzt habe ich so lange nichts mehr von mir hören lassen, weil ich meistens auf Instagram oder Facebook gepostet habe. Die Kurzlebigkeit der Beiträge dort finde ich aber mehr und mehr bedauerlich. Hier sind die Beiträge viel länger zu sehen und können immer wieder aufgerufen werden. Daher gibt es nun hier die Orchideen, die ich im Juni gefunden habe:
Es war eine gute Orchideensaison und ich bin zufrieden mit dem, was ich auf 2 Exkursionen gefunden habe. Es waren noch ein paar mehr Arten dabei, die aber schon verblüht oder noch nicht aufgeblüht waren. Was wären Orchideen ohne Blüte!![]() |
| Dactylorhiza maculata agg. - Gefleckte Fingerwurz |
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| Himantoglossum hircinum - Bocks-Riemenzunge |
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| Neottia ovata - Großes Zweiblatt |
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| Neottia ovata - Großes Zweiblatt |
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| Gymnadenia conopsea - Mücken-Händelwurz |
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| Gymnadenia conopsea - Mücken-Händelwurz |
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| Ophrys apifera - Bienen-Ragwurz |
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| Anacamptis pyramidalis - Pyramiden-Knabenkraut |
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| Anacamptis pyramidalis - Pyramiden-Knabenkraut |
Freitag, Februar 02, 2024
Lichtmess und Murmeltiertag
Heute ist Mariä Lichtmess, katholischer Feiertag, Ende der Weihnachtszeit,... Imbolc nach keltischer Lesart.
Sonnenaufgang heute 7:52, Sonnenuntergang 17:23, für Stuttgart. Tageslänge 9h und 31 min. Das ist doch mal ein Angebot.
Montag, Januar 29, 2024
Fleisch oder Nicht-Fleisch - neue Steinzeittheorien
In meinen Kursen versuche ich immer wieder zu erklären, das Fleischessen keine Frage der Wissenschaft ist, auch medizinisch nicht einwandfrei begründbar ist und historisch kontrovers diskutiert wird. Nachdem ich mich intensiv in Museen zu diesem Thema informiert habe, meine ich verstanden zu haben, dass Menschen bis Steinzeit eher die Gejagten als die Jäger:innen waren. Wie soll es denn funktionieren ohne Waffen und ohne geeignetes Werkzeug die Tiere zu schlachten, ihnen die Haut abzuziehen, etc. Also waren es wohl die Wildpflanzen, die den Großteil der Ernährung und der Versorgung mit essentiellen Nährstoffen ausgemacht haben.
Aktuell gibt es eine neue Veröffentlichung von Forscher:innen (Jennifer C. Chen, Mark S. Aldenderfer, Jelmer W. Eerkens, BrieAnna S. Langlie, Carlos Viviano Llave, James T. Watson,
Randall Haas) von der Universität Wyoming, die besagt, dass auch Steinzeitmenschen am Übergang zur Sesshaftigkeit, kaum Fleisch gegessen haben dürften. Das konnte bewiesen werden durch Isotopenanalysen der Knochen menschlicher Fossilien, die 9000 Jahre alt sind. Es konnte gezeigt werden, dass sich diese Steinzeitmenschen nicht wie erwartet vorwiegend von Fleisch ernährten, sondern zu 70-95 Prozent von pflanzlichen Lebensmitteln.
Warum haben frühere Forschungen dann vermutet, die Menschen hätten sich vorwiegend von Fleisch ernährt? Das basiert wohl auf einem Missverständnis: Weil bei den Ausgrabungen häufig eher tierische Reste, wie Knochen, gefunden wurden und kaum pflanzliche Überreste, nahm man an, dass vorwiegend Tiere gejagt und gegessen wurden - dabei waren die Pflanzen einfach nur nicht erhalten geblieben. Bestärkt wurden die Annahmen durch Funde von Waffen, Speerspitzen etwa.
Aber nun, mit einer anderen Betrachtungsmethode, wurde gesehen, was vorher nicht gesehen wurde - nämlich, dass die Tiere wohl wesentlich weniger in den Körper aufgenommen wurden.
Paläoethnobotanische Daten zeigen auch, dass wilde Knollen und Malvengewächse zu den wichtigsten Bestandteilen der Ernährung gezählt haben. Es wird außerdem davon ausgegangen, dass zur Selbstversorgung beispielsweise Maca-Knollen und Kartoffeln angebaut wurden.
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| Rote Bete gab es in den Anden nicht - aber im Mittelmeerraum. |
Diese Forschungen bezogen sich auf Gebiete in den Anden, ich hätte nun gerne mehr Untersuchungen dazu.
Zum Nachlesen der Veröffentlichung klick hier.
Dienstag, Januar 23, 2024
Start ins Wildpflanzenjahr - Webinar zu den aktuellen Kursen
Im März geht's los, Zeit sich anzumelden, wenn du dabei sein magst und das neue Wildpflanzen-Jahr mit mir verbringen magst.
Dabei gibt es nicht nur Kurse für Anfänger:innen, ganz besonders freue ich mich auch über Fortgeschrittene - schau mal in die Beschreibung vom Botanik-Jahreskurs!
- Jahreskurs Wildpflanzen-Praxis (als Präsenzkurs und als Online-Kurs)
- Jahreskurs Wildpflanzen-Botanik (als Präsenzkurs und als Online-Kurs)
- Rohkost"koch"kurs Wildpflanzen&Rohkost
Mittwoch, Januar 17, 2024
Männer und Wildpflanzen?
Männer, wo seid ihr? Im Zirkus der wilden Pflanzen, bei Kursteilnehmenden wie Anbietenden seid ihr kaum vertreten oder wirklich rare Einzelexemplare. Warum eigentlich?
Die Botanik wurde wie einst alle Wissenschaften von Männern begründet und viele Lehrstühle in diesem Bereich sind von Kollegen besetzt. Da aber wo die Botanik in den Alltag hineinspielt, zum Beispiel bei der Verwendung von Wildpflanzen, da dreht sich das Blatt und die Frauen sind in der Überzahl. Woran liegt das?
Ich wünsche mir für meine Jahreskurse, dass mindestens 1/3 Männer dabei sind. Es ist nicht so, dass nie Männer dabei sind, aber eben deutlich weniger als Frauen. Dabei habe ich das Gefühl, die männliche Sicht auf die Wildpflanzen würde deren Betrachtung weitere gute Aspekte bringen.
Jetzt kann man natürlich sagen, das macht doch keinen Unterschied, ob Männer oder Frauen sich mit Wildpflanzen beschäftigen, ja, auch ich hoffe, in Zukunft wird das so sein. Aber momentan sind es 90 Prozent Frauen, so wie Frauen früher überwiegend gekocht haben.
Ob Frauen oder Männer, das ist den Pflanzen ganz egal, sie haben für jeden etwas zu bieten: Bäume, Sträucher, Kräuter gibt es in zart und robust und in allen Regenbogenfarben. Geschlechterspezifische Wildpflanzen gibt es nicht, im Gegenteil, bei den Pflanzen ist es wie bei den Menschen, nonbinär ist hier Standard, nicht außergewöhnlich.
Also Männer, ich suche euch, weil ich euch gerne mit den Wildpflanzen bekannt machen möchte. Und übrigens: Richtig gute Köchinnen und Köche kommen heutzutage ohne Wildpflanzen doch gar nicht mehr aus. Die wirklich guten Geschmäcke wollen gesammelt werden - los geht's.
Montag, Dezember 18, 2023
Rohkost"käse"spezialitäten
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| Obatzda geht auch vegan, roh und mit Wildpflanzen - Rezept aus "Rohköstliches" |
Nach diesem Seminar wirst du eine Vorstellung davon haben, was alles möglich ist, vegan und rohköstlich, natürlich auch glutenfrei. Und Wildpflanzen gibt es natürlich auch.
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| Cremige Frischkäse-Alternative |
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| Parmesan-Alternative |
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| Kräuter-Scheibletten |
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| Feta-Alternative |
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| Wildkräuter sind natürlich auch immer dabei |
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| Wildgrüner Mozzarella aus Nüssen und Samen |
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| Vorspeisenteller mit Gemüse und Parmesan-Alternative |
Freitag, Mai 12, 2023
App oder nicht App?
Also komm lieber mit nach draußen, lern die Pflanzen von der Pike auf kennen und dann kann man irgendwann auch richtig Spaß mit den Apps haben - nichts ist amüsanter, als zu schauen, wer besser ist: Ich oder die App. Momentan gewinne ich noch oft - vielleicht werden sie mal besser, aber dann verzichte ich trotzdem nicht darauf, mein Wissen zu nutzen - wie beim Rechnen.
Alle Termine findest du auf wildundroh.de
Mittwoch, März 15, 2023
Blumenkohlröschen in Frühlingskräutercreme aus "Meine liebsten Wildpflanzen - rohköstlich"
- 1 mittelgroßer Blumenkohl
- 3 EL Mandelmus Saft von 1 Zitrone 3 TL Kapern (in Salz eingelegt)
- 1 – 2 Handvoll frischer Kräuter in folgender Zusammensetzung:
- 2 Teile Bärlauch
- je 1 Teil Giersch und Bitteres Schaumkraut (alternativ Behaartes Schaumkraut)
- 100 ml Olivenöl oder 1 Avocado
- Wasser nach Bedarf – cremeartig wird es mit etwa 100 – 150 ml
- nach Geschmack Meersalz oder Nama Tamari
Sonntag, Januar 22, 2023
Essbare Wildpflanzen - Brombeerblättergenuss im Erdmandelmüsli
| Brombeerblätter im Winter © Maximilian Ludwig |
Inhaltsstoffreich, widerstandsfähig und im Winter unschlagbar – die Brombeere
Jetzt, da der Winter doch so ein bisschen Einzug gehalten hat, ist es gar nicht mehr so leicht, essbare Wildpflanzen zu finden. Man braucht schon ein bisschen Zeit, um für eine Mahlzeit frisches Grün zu sammeln. Dabei sollte man jedoch auch die positiven Nebeneffekte nicht außer Acht lassen: Die warme Stube zu verlassen, heißt auch der trockenen Heizungsluft und dem unzureichenden Licht zu entfliehen und seiner Gesundheit beim Pflanzensammeln mit frischer Luft und Helligkeit Gutes zu tun.
Auf eine Pflanze ist selbst bei dichter Schneedecke Verlass: Die Echte Brombeere, lateinisch Rubus fruticosus gehört zur Familie der Rosengewächse und hat auch im tiefsten Winter noch kräftig grüne Blätter.
Überall dort, wo sich die stacheligen Ranken der Brombeerpflanzen am Waldrand, an Hecken, Rainen und in Gärten finden lassen, können wir auch bei Schnee und Eis ihre Blätter ernten. Sie sind ledrig, fest und bei Minusgraden auch steif gefroren. Bei Zimmertemperatur tauen sie aber schnell auf, ohne matschig zu werden und können dann verarbeitet und verzehrt werden. Nur die bestachelte Mittelrippe auf der Blattunterseite der einzelnen Blätter muss unbedingt entfernt werden. Die wertvollen Blätter schmecken pur etwas trocken, weil das Gewebe so fest ist, um sogar dem Frost trotzen können. Sie lassen sich aber sehr gut klein hacken und so für Müsli, Salat oder in Smoothies verwenden.
- 10 große Brombeerblätter
- 1 große oder 2 kleine Saftorangen
- Fruchtfleisch von 1 jungen Kokosnuss
- (Pagode)
- 2 Handvoll Erdmandeln, 2 Tage eingeweicht
- im Herbst: frische Brombeeren nach Belieben, sonst Tiefkühlbrombeeren oder anderes Obst
(c) Dr. Christine Volm aus Meine liebsten Wildpflanzen - rohköstlich - sicher erkennen, vegan genießen
Freitag, Dezember 23, 2022
Frohe Weihnachten 2022
Liebe Freund:innen, Bekannte, Kolleg:innen, Geschäftspartner:innen und natürlich Blogleser:innen,
Das gilt es wohl immer wieder neu zu entdecken und diese Aufgabe wird auch nie ein Ende finden -
nicht am Ende eines Jahres, nicht durch eine "Zeitenwende" und nicht durch Einflüsse von außen. Nie.
Dienstag, November 22, 2022
Wildpflanzen gegen Winterdepression
Früher war die Winterzeit immer ein Problem für mich. Es war die Zeit der trüben Stimmung, die eigentlich schon mit den ersten grauen Herbsttagen schleichend begann, aber meist von der Geschäftigkeit der Adventszeit und dem Lichterglanz der Weihnachtszeit kaschiert wurde. Der Januar war meist auch noch erträglich, aber spätestens Anfang Februar war meine Stimmung auf den Nullpunkt gesunken und die Depressionen waren unerträglich.
Ich habe nicht damit gerechnet, dass sich daran etwas ändern ließe, habe gelitten und ausgehalten. Auch nach der Umstellung meiner Ernährung auf Rohkost mit Wildpflanzen, womit ich ja ursprünglich nur den Eisenmangel in den Griff kriegen wollte, habe ich keinen besseren Winterzustand meiner Psyche erwartet. Um so überraschter war ich, als nach anderthalb Jahren mit dieser Ernährung plötzlich der erste Winter anders für mich war. Ich hatte Spaß und fühlte mich sicher in meinem Körper, der zum ersten Mal nach zig Jahren wieder zu funktionieren schien.
Ich bin den Wildpflanzen bis heute dankbar dafür und gehe deshalb auch an trüben Tagen wie heute raus zum Sammeln. Mittlerweile weiß ich, was ich brauche und gebe das natürlich auch gerne in der Ernährungsberatung weiter. Aber ich bin immer noch auf der Hut, selbst nicht ins Defizit zu geraten und ausreichend Rohkost und Wildpflanzen zu mir zu nehmen - auch im Winter.
Auf dem Bild seht ihr die Goldene-Rübli-Torte, da verbergen sich jede Menge Wildpflanzen im Rohkost-Teig.
(c) Maximilian Ludwig
Freitag, Juli 29, 2022
Wie Corona mich lehrte, Spirulina zu lieben
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Spirulina kenne ich seit Ewigkeiten, aber nie waren sie für mich so wichtig, wie während meiner Corona-Erkrankung im Frühjahr 2022. Als ich noch im Botanik-Institut an der TU München gearbeitet habe sind mir verschiedenste Algen häufig begegnet - vorwiegend unter dem Mikroskop - auch sogenannte fädige Blaualgen, Verwandte von Spirulina, die sich in Gewässern unterschiedlichster Art entwickelt haben und eher auf Probleme hinwiesen, also weniger gerne gesehen waren.
Als ich Spirulina dann als Nahrungsmittel kennenlernte, hatte ich erst Vorbehalte - die nette einzellige Chlorella war mir die liebere - eine echte Grünalge, die nichts mit den fädigen Blaualgen gemein hatte - die ja eigentlich eine Form mehrzelliger Bakterien aus der Abteilung Cyanobakterien darstellen.
Spirulina hat aber zwei entscheidende Vorzüge in der Rohkostküche, die mich damals schon neugierig machten: Erstens können sie mit ihrem wunderschön blauen Farbstoff, Gerichten eine schlumpfähnliche Farbe verleihen und zweitens schmeckt sie - das ist jetzt mein persönlicher Geschmack: nach Eigelb. Eigelbgeschmack, das war für mich so lecker, dass Spirulina zu einem Bestandteil meines Avocado-Eiersalats wurde in wild&roh.
Dennoch, ich blieb eher Chlorella treu als Nahrungsergänzungsmittel. Nur wenn ich Lust auf Eiergeschmack hatte, nutzte ich manchmal das Spirulina-Pulver, um Cashewnüsse damit einzupudern - wie ich finde ein hervorragender Snack. Dass ich aber Spirulina in unterschiedlichen Formen einmal pur und in großer Menge zu mir nehmen würde, damit hatte ich eher nicht gerechnet.
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| Es muss nicht ein ganzes Gericht sein - Spirulina kann auch nur auf eine Avocado gestreut werden. |
Als ich vor einigen Monaten eine Probepackung Spirulina-Tabletten von for you ehealth zur Verfügung gestellt bekommen habe mit Spirulina aus deutschem Anbau war ich angenehm überrascht von dem leckeren Geschmack, der sich beim Lutschen in meinem Mund entfaltete - das war Eigelb mit Salz und feinen Gewürzen. Also lutschte ich doch ab und zu mal eine Tablette.
Nebenher habe ich ein bisschen recherchiert, was Spirulina sonst noch alles können soll: Beim Thema Eisen werde ich immer hellhörig - wer meine Geschichte kennt, weiß, dass ich darauf anspringe. Der Eisengehalt liegt bei 65,2 mg/100g - die Empfehlung zur Aufnahmen liegt bei 10-15 mg/Tag. Bei 10 Tabletten - was als Dosierungsempfehlung gerne angegeben wird, aber durchaus auch überschritten werden darf, würde man 2,6 mg Eisen aufnehmen - das wäre schon 1 Viertel des Tagesbedarfs.
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| Spirulina in Tablettenform zum Lutschen oder auch Schlucken, sollte jemand den Geschmack nicht mögen. |
Auch nachdem ein Selbsttest im Winter mir Vitamin-K-Werte eher im unteren Normbereich bescheinigt hat, fand ich es nun super hierfür mit Spirulina eine natürliche Quelle zu haben - die Tagesportion von 10 Tabletten deckt ganze 58% des Tagesbedarfs. Soviel brauch ich gar nicht, ich bin ja meist gut versorgt durch die Wildpflanzen, aber das nehme ich gerne mit.
Spirulina sind außerdem reich an einfach (12%) und mehrfach ungesättigten (43,4 %) Fettsäuren, und eine gute Quelle für Gamma-Linolensäure (21,4 %).
Zu Spirulina gibt es mittlerweile auch einige Studien, die klar zeigen, wie gesund eine Nahrungsergänzung mit den fürs bloße Auge eigentlich unsichtbaren Algenspiralen sind; sie können
- dem Immunsystem auf die Sprünge helfen
- Blutzuckerwerte und Blutfettwerte senken
- zur Linderung von Symptomen bei Allergien beitragen (das kann ich absolut bestätigen - ich hatte ja seit meiner Ernährungsumstellung auf Rohkost mit Wildpflanzen kaum mehr Anzeichen einer Reaktion auf Baumpollen, aber jetzt gibt es null Reaktion mehr auf die Pollen der frühblühenden Bäume)
- die Bildung von roten Blutkörperchen verstärken und damit zum Beispiel Müdigkeit entgegen wirken
- die Darmgesundheit fördern
- das Herz-Kreislaufsystem stärken
- Alterungsprozesse durch Antioxidantien verlangsamen
- Entgiftungsprozesse unterstützen zur Ausleitung von Schwermetallen
Spirulina wird auch zur Bekämpfung von Mangelernährung eingesetzt - jetzt denkt man vielleicht, das wäre ein Problem vor allem in ärmeren Ländern. Leider ist es ein weltweites Problem und zwar überall dort, wo gesunde Nahrungsmittel nicht zur Verfügung stehen, nicht verwendet oder auf den Tisch gebracht werden. Unglaublich erscheint es fast, dass die Vereinten Nationen auf der World Food Conference schon 1974 Spirulina als bestes Lebensmittel der Zukunft bezeichnet haben. Seit 1984 gibt es die Idee, Mangelernährung bei Kindern damit zu bekämpfen. 1-3 g Spirulina über 4-6 Wochen täglich eingenommen, reichen, um leichte bis mittlere Symptome mangelernährter Kinder zu kurieren. Hierzu empfehle ich auch diesen Artikel von Jörg Ullmann.
Jörg Ullmann arbeitet als Geschäftsführer der größten Algenfarm Europas (daher, bzw. von PureRaw hab ich meine Chlorella) und Algomed bietet neben PureRaw jetzt auch Clorella und Spirulina an - und zwar jeweils als Pulver, zum Streuen und als Flakes.
So, jetzt aber zurück zum Thema - was war jetzt eigentlich mit meiner Corona-Erkrankung? Zwei Jahre habe ich durchgehalten ohne Infektion. Im Frühjahr dann, als wirklich alle krank wurden, dachte ich, das kann nicht sein und habe einen Corona-Antikörpertest gemacht, mit dem Ergebnis: null Antikörper.
Ein bisschen habe ich mir Sorgen gemacht, weil ich schon dachte, ich würde mich dann doch bald mal anstecken. Aber zu diesem Zeitpunkt war ja schon klar, dass vor allem Vor-Erkrankte und Menschen mit unzureichender Versorgung schwer erkrankten. Zwei Wochen später war es dann soweit - Knödel im Hals - Test - positiv. Außer den ersten beiden Tagen mit heftigen Gliederschmerzen und einem lang anhaltenden Reizhusten hatte ich allerdings keine Beschwerden. Appetit hatte ich auch keinen, außer auf Spirulina und Wildpflanzen. Mein Husten war allerdings unangenehm, zusätzlich hatte ich das Problem, dass für den 4. Tag nach Erkrankungsbeginn schon wieder einen Online-Vortrag von 4 Stunden auf dem Programm stand. Ich habe vor allem auf bittere Naturheilmittel gesetzt - Neem-Pulver und selbst angebauten und geernteten Artemisia-Tee an erster Stelle, aber gegen den Husten halfen nur Spirulina. Zu der Tabletten von for you ehealth versorgte mich meine Freundin Kirstin von Pureraw mit ihren neuen Spirulina-Produkten, von denen ich vor allem die Flakes löffelweise gelutscht und geknabbert habe.
Meinen Vortrag konnte ich halten - ohne Probleme und nach 9 Tagen war der ganze Spuk vorbei und das ohne jegliche Nachwirkungen.
Jetzt wäre es denkbar, dass mir mit Corona auch die Lust auf Spirulina vergangen wäre - im Gegenteil. Immer noch liebe ich den Geschmack, der jetzt für mich auch der Geschmack des gewonnenen Kampfes gegen das Virus ist. Und beim kleinsten Räuspern greife ich darauf zurück, um meine Stimme mit Spirulina zu schmieren.
Ein Hoch auf all die Fettsäuren und Proteine darin - mir ist ganz egal, was dafür verantwortlich ist, vielleicht ist es auch nur der Algenfilm, der sich auf Mund und Rachen legt, aber ich bin für diese Entdeckung wirklich dankbar. Neugierig wäre ich natürlich schon und würde gerne wissen, welcher Inhaltsstoff oder Wirkmechanismus mir geholfen hat - kann das mal bitte jemand herausfinden? Auf jeden Fall ist zu den ganzen Wirkungen, die ohnehin schon positiv einzustufen sind, für mich noch eine dazu gekommen und ich empfehle allen Rednern und Sängerinnen, Lehrern und Sprecherinnern auch mal Spirulina zu testen.
Übrigens kann ich auch ohne Hustenreiz und ähnlichen Beschwerden schlecht ohne Spirulina sein. Und finde man kann ziemlich kreativ damit umgehen. Was ich empfehlen kann für alle, die sich beim Geschmack von Spirulina auch an Eier erinnert fühlen:
Spirulina-Brote - hier sind es Erdmandelschnitten mit veganer Butter und Spirulina zum Streuen,
alles verstreichen:
Und gleich noch ein weiterentwickelter rohköstlicher Snack (ich habe ja oben schon die gepuderten Cashews erwähnt), der bei mir leider gar nicht lange hält (weil er sofort genascht wird):
Spirulina-Cashews![]() |
| Lecker. |
Übrigens: Alle der hier vorgestellten Produkte sind geschmacklich und bezüglich der Inhaltsstoffe sehr empfehlenswert - probier einfach aus, welches dir am besten schmeckt.













































