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Dienstag, Dezember 11, 2012

Sinneserlebnis Duft gewinnen - das Geheimnis des Weihrauchs

Ich hatte es gestern schon angebdeutet: Der Weihrauch ist nicht immer beliebt, das liegt aber vielmehr daran, dass viele ihn in seiner echten Qualität nicht kennen. Wusstet ihr, dass Weihrauch auch eine starke Heilkraft hat, die nicht nur unserer Seele gut tut. Besonders der Indische Weihrauch, Boswellia serrata, ist diebezüglich schon mehrfach untersucht worden. Seine entzündungshemmende Wirkung macht ihn zum Forschungsobjekt bezüglich seiner Einsetzbarkeit in der Medizin. Alternativmedizinisch ist Weihrauch als Heilmittel bekannt. Volksmedizinisch wird Weihrauch in seinen Herkunftsgebieten schon seit jeher verwendet. Das Harz besteht zum großen Teil aus Harzsäuren, zu denen auch die Boswelliasäuren zählen. Der Gehalt an ätherischen Ölen bestimmt den Duft und bringt außerdem eine desinfizierende Wirkung mit sich. Der Weihrauch ist somit auch heute noch ein begehrtes Harz, das nicht nur zum Räuchern verwendet wird.

Sein Geheimnis, das er auf dem Stövchen verbreitet, liegt allerdings darin, dass er uns Kraft verleiht, unseren Intellekt anspricht und unsere männliche, starke Seite betont. Weihrauch, Olibanum, Boswellia sacra, duftet harzig, klar mit charakteristischen fein-würzigen Weihrauchnoten und einem Hauch von Zitrone. Er wirkt klärend, erfrischend, belebend, inspirierend und phantasieanregend, reinigend und desinfizierend, unterstützend bei Meditation und Kontemplation.

Und nun zum Gewinn in dieser Woche: Ihr könnt wieder ein Exemplar von Sinneserlebnis Duft gewinnen. Die Teilnahmebedingungen sind ganz einfach: Schreibt mir eure persönliche Erfahrung mit dem Weihrauch als Kommentar - das kann ganz kurz sein - oder einfach einen Grund, warum ihr den Weihrauch und seinen Duft kennenlernen mögt. Unter allen Kommentaren bis einschließlich 13. 12. suchen wir wieder den schönsten aus, dessen Verfasser/in dann das Buch direkt vom Verlag geschickt bekommt - schreibt mir also auch, wie ich euch erreichen kann - gerne auch als Mail bei facebook oder an wildundroh@web.de
Sinneserlebnis Duft könnt ihr natürlich auch wieder bestellen - signiert oder mit persönlicher Widmung - direkt bei wildundroh@web.de.
Bild (c) Labdanum: Olibanum aus dem Oman


Hier meine persönliche Weihrauchgeschichte:

...Ein Freund, der beruflich im Oman zu tun hatte, brachte mir damals Räuchergefäß, Kohle und Weihrauch bester Qualität mit. Ich war fasziniert und probierte das Räuchern aus – mit wenig Erfolg. Obwohl ich den Geruch mochte, fand ich keinen Zugang dazu. Esoterisch angehauchte Berichte über das Räuchern führten bei mir eher zur Abneigung, und so blieb der Weihrauch mitsamt Kohlen und Gefäß in der Schublade. Bis zu jenem Tag, als ich Christine bat, mir etwas über das Räuchern zu erzählen, weil ich einen Artikel über Räucherpflanzen schreiben wollte.


Das Räuchern im Freien lernte ich im Juni kennen. Christine hatte mich eingeladen zu einem Räucherabend am offenen Feuer. Ich hatte nicht wirklich Zeit an diesem heißen Frühsommertag, musste von einem Termin extra etwas früher gehen und kam dann völlig abgehetzt bei Christine im Garten an. Die anderen Teilnehmer saßen schon unterm Apfelbaum, das Feuer brannte bereits, und Christine erklärte Wirkung und Anwendung verschiedener Räucherwaren. Kurz zuvor war ein Gewitter niedergegangen und die Luft war nun ganz klar. Aus den nahen Wiesen ringsum stieg der Nebel, die Sonne hing wie ein roter Ballon am Himmel und blinzelte durch die Blätter des Apfelbaums. Trotz dieser harmonischen Stimmung fand ich nicht zur Ruhe. Ich versuchte Christines Stimme zu folgen, hielt mich aber immer wieder am Geräusch in der Nähe vorbeifahrender Autos auf. Ich konnte mich einfach nicht einlassen, immer wieder schweiften meine Gedanken ab. Christine erzählte etwas über das Räuchern von Kräutern, die in Wald und Wiese zu finden sind oder im eigenen Garten angebaut werden können. Nun wurde das Kräuterstövchen an mich weiter gereicht. Darauf lagen getrocknete Kamillen- und Lavendelblüten und einige Beifuß-Blätter. Eine sehr angenehme Mischung, die mich milde stimmte. Ich atmete den Duft ein und hörte Christine weiter zu. Sie redete nun über Harze, ihre Wirkung und über unterschiedliche Qualitäten und Herkünfte des Weihrauchs. Der Weihrauch war mir seit langem bekannt, wir hatten aber eher ein zwiespältiges Verhältnis. Hatte er mich zwar auf den Räucherweg gebracht, kam er mir doch immer wieder einmal zu dominant, um nicht zu sagen, zu wuchtig daher.
An diesem Abend jedoch war etwas anders. Als wäre dieses Harz genau für solche Stimmungen gedacht, für Menschen, die den Stress nicht loslassen und sich selbst nicht einlassen können. Ein besonders guter Weihrauch aus dem Oman – Olibanum erster Qualität – war es, der nun meine Seele befreite und die Anhänglichkeit der Sorgen des Tages wegwischte. Es brauchte nur wenige Atemzüge dieses Duftes, um mich hineingleiten zu lassen in diesen Sommerabend. Plötzlich schien die Matrix gelöscht und Geist und Seele wurden frei, um all die Düfte, die Christine uns außerdem noch servierte, wirken lassen zu können. Endlich hatte ich verstanden, warum der Weihrauch beim Räuchern so wichtig ist und immer wieder für Reinigungsrituale empfohlen wird. Erst an diesem Abend in Christines Garten hat sich mir die Wirkung des Weihrauchs wirklich erschlossen. Nach 17 Jahren, die mich der Weihrauch als Räucherharz begleitet hat, ohne mir seine Weisheit mitteilen zu dürfen, hatte ich mich ihm endlich geöffnet.
Bild (c) Labdanum: dreierlei Weihrauch aus dem Oman
Wer jetzt Geschmack gefunden hat am Weihrauch und darüber nachdenkt, das Harz zu bestellen: Wartet noch bis morgen, da gibt es noch ein ganz besonderes Schmankerl.

Freitag, Oktober 19, 2018

Weihrauch - Mythos - Duft - Wirkung



Werbung mit Begeisterung*

Kommt jetzt der Herbst oder bleibt es so sommerlich? Genau weiß man das wohl nicht, aber viele Menschen spüren derzeit, das dass Bedürfnis nach Ruhe und Rückzug schon da ist. Jetzt hatten wir einen mediterranen Sommer, haben uns aber verhalten, als wäre alles normal. Oder hast du täglich Siesta gehalten und nur in der Früh und dann erst nachmittags wieder gearbeitet?
Für viele war das ein megaanstrengender Sommer, weil wir Klima wie im Mittelmeerraum, aber nicht die Gelassenheit und die Art des Umgangs mit der Hitze hatten. Diese Woche sagte eine Bekannte zu mir: "Ich will jetzt Tee und endlich wieder dicke Pullover anziehen." "Aha", dachte ich mir, "das will ich eigentlich nicht." Ich freue mich über den Goldenen Oktober, aber mehr Gelassenheit würde mir auch gut tun.

Da kommt mir das Buch von Christine Fuchs gerade recht. Hier geht's um Weihrauch, auch andere Harze, aber in allererster Linie um Weihrauch. Ich liebe diesen Duft und wünsche mir seit vielen Jahren schon, dass es eine Beschreibung für die verschiedenen Qualitäten gibt. Ich arbeite immer wieder mit dem kostbaren Harz und ich stelle mir beim Räuchern dann oft vor, wie es dort aussehen mag, wo dieser oder jener Duft zuhause ist. Lasse mich mitnehmen auf einen Bazar im Jemen, streife gedanklich durch die Wüsten Saudi-Arabiens oder besuche die alten Gebäude, in denen die Weihrauchsammler ihre Waren anbieten, im Oman.


Wo und warum Menschen rund um die Erde räuchern wird in der Einleitung beschrieben.

Übrigens gibt es demnächst auch ein Seminar, bei dem der Weihrauch eine wichtige Rolle spielt:

am Samstag, den 10.11.2018

Aber weiter zum Buch von Christine Fuchs von der Labdanum Räuchermanufaktur:



Eingangs geht es erst einmal um die Geschichte des Räucherns.
Meine persönliche Weihrauchgeschichte begann vor fast 30 Jahren, als ich solch ein Räuchergefäß unten aus dem Oman mitgebracht bekam... die Geschichte findet ihr hier verlinkt. und wenn ihr oben links auf tine-taufrisch.blogspot.com als Suchwort Weihrauch eingebt, findet ihr noch mehr zu diesem Thema.

Dann folgt die Vorstellung der verschiedenen Qualitäten - sie stammen von verschiedenen Weihrauchbaumarten und aus verschiedenen Regionen.



Aus dem Oman kommt auch der grüne Weihrauch, er ist es, der auch medizinisch eingesetzt wird - Sultan's Selection - wow.


Wie schade, dass das andere arabische Land, dass so geheimnisvoll wie einst geblieben war, mittlerweile in einem Bürgerkrieg versunken ist, der nichts mehr so sein lässt, wie es war. Aus dem einst stolzen Reich der "Königin von Saba" (Legende) ist ein Armenhaus geworden und der Weihrauch von dort selten, obwohl es dort Weihrauch von vielen verschiedene Baumarten gäbe.


Das Buch bietet einen großartigen Überblick über die verschiedenen Weihrauchsorten und die Pflanzen, von denen sie gewonnen wurden - Christine Fuchs hat alles schön sortiert in einzelne Porträts verarbeitet.




Das Buch bietet außerdem allerhand Überraschendes, was ich auch noch nicht wusste: Weiblicher und männlicher Weihrauch? Spannend, oder?


Und endlich wird einmal aufgeräumt mit alten Mythen und gleichzeitig klargestellt, dass natürlich alles, was verräuchert wird, auch wirkt.


Wie der Weihrauch wirkt und wie er schon im Altertum eingesetzt wurde - auch dazu gibt es ein Kapitel.


Und: on top geht es auch um viele andere Harze, auch um den Duft unserer heimischen Bäume. Für mich als Weihrauch-Liebhaberin ein großartiges Geschenk. Und ganz ehrlich: Weihrauch kann genauso gut auch bei 20 °C verräuchert werden, beispielsweise an einem Sommerabend. Sollte es also weiterhin warm bleiben, ist das noch lange kein Grund nicht zu räuchern :-)




Montag, Dezember 10, 2012

Weihrauch - der Duft von Weihnachten


Sicher habt Ihr schon darauf gewartet - auf das Räucherwerk schlechthin, den Weihrauch. Wenn es so einfach wäre... Weihrauch bezeichnet zwar eine Pflanzengattung und man sollte meinen, damit wäre die Sache klar, aber weit gefehlt. Unter Weihrauch werden nämlich nicht nur die Harze von Boswellia-Arten angeboten, sondern im Grunde alles, was sich als rauchendes Harz anbieten lässt. Die meisten, die zum ersten Mal den Geruch von echtem Weihrauch riechen, von so genanntem Olibanum, das von Boswellia sacra aus dem Oman oder aus dem Jemen stammt , sind begeistert und stellen erstaunt fest, dass es durchaus einen Unterschied macht, ob eben dieser echte Weihrauch verräuchert wird oder nur ein Harz, dass von minderer Qualität ist und vielleicht nicht einmal von Weihrauchbäumen stammt. Bei manchem Kirchenweihrauch handelt es sich auch eher um "Weih"rauch, also um Rauch von irgendeiner billigen geweihten Harzmischung, als um Rauch vom Harz der wunderbaren Weihrauchbäume. Sie gedeihen in der kärgsten, steinigsten Landschaft, die man auf der Erde treffen kann und ihr Harz ist eines der kostbarsten Exportprodukte der Länder der arabischen Halbinsel und am Horn von Afrika.
Der Reichtum der legendären Königin von Saba wurde darauf zurückgeführt, dass sie Handel mit Weihrauch betrieb. Ihre Geschichte und die Geschichte der Weihrauchstraße ist eine Geschichte, die von Pflanzen und ihren Produkten handelt.

Mein allererstes Räucherstövchen aus dem Oman - wurde zum Titelbild von "Sinneserlebnis Duft"


Weihrauch ist die Essenz des Räucherns und so kennt man im englischen Sprachraum nur das Wort für Weihrauch - incense, wenn es um das Räuchern geht.


Die kirchliche Räucherung ist übrigens keineswegs eine Erfindung der katholischen Kirche, sondern die Fortsetzung der alten Räucherkultur des Orients, die von den Römern und später auch den Christen übernommen wurde. So wird im Alten Testament an zahlreichen Stellen duftendes Räucherwerk erwähnt, im 2. Buch Mose, Kapitel 30 findet sich die folgende Anweisung Gottes an Mose: "Und der Herr sprach zu Mose: "Nimm dir Spezerei; Balsam, Stakte, Galban und reinen Weihrauch, von einem so viel wie vom andern, und mache Räuchwerk daraus, nach der Kunst des Salbenbereiters gemengt, dass es rein und heilig sei."* Auch zur Errichtung eines Räucheraltars und zur Durchführung des Räucherns gibt Gott Mose detaillgenaue Anleitungen. Den Israeliten galt das Räuchern ebenso als Botschaft an Gott wie den Ägyptern, ja ihr Gott verlangte explizit danach. Räuchern und Gebet, das war Kommunikation mit Gott, wobei das Räucheropfer zu dieser Zeit wohl eine gewichtigere Bedeutung hatte als das bloße Gebet. In Psalm 141,2 ist zu lesen: "Mein Gebet müsse vor dir taugen wie ein Räuchopfer, mein Händeaufheben wie ein Abendopfer."
* Luther- Bibel 1912

Lest morgen weiter zum Thema Weihrauch und seiner Bedeutung für die Raunächte!

 




Mittwoch, Dezember 31, 2014

Nonverbales zum Jahresende mit Weihrauch und Myrrhe

Gestern habe ich vom Loslassen geschrieben, heute will ich noch einen Schritt weiter gehen. Loslassen ist nur die eine Seite der Beziehungs-Medaille, Verbinden die andere. Wer loslassen lernen will, muss auch bereit sein, sich wieder verbinden zu wollen. Wenn wir uns nicht verbinden können, bleiben wir einsam und drehen uns nur noch um uns selber. Wieviele Verbindungen haben wir schon aufgegeben? Wir sprechen zwar viel, aber kommunizieren wir noch? Haben wir noch Gemeinschaft oder erklären wir nur noch, warum wir dies und jenes nicht mehr wollen. Schauen wir einmal genauer hinter unsere Erklärungen sind es oft nur hilflos aneinandergereihte Worte, die nichts mehr von unseren Gefühlen ausdrücken.
Die Rauhnächte, so heißt es, helfen uns wieder zu kommunizieren  - sogar die Sprache der Tiere sollen wir in diesen Nächten verstehen. Ehrlich - ich wäre schon froh, wenn ich die Menschen verstehen könnte. In letzter Zeit ist mir aufgefallen, dass ich intuitiv viel mehr verstehe, als wenn ich grüble und nach logischen Erklärungen suche. Und manchmal läuft es ganz dumm, da sage ich Dinge, die ich erst hinterher, erst durch die Reaktion meines Gegenübers als verletzend analysieren kann.
Manchmal, oder sollte ich sagen meistens, ist unsere Sprache ein schlechtes Mittel der Kommunikation, weil wir mehr mit dem Finden und Anordnen der Worte beschäftigt sind, als mit dem Fühlen dessen, was wir wirklich sind und wollen. Vielleicht können wir mal eine Pause einlegen, das Dauergemurmel in unseren Köpfen abstellen und nur Mit-Fühlen. Wir haben auch noch andere Möglichkeiten der Kommunikation - nonverbale. Im Umgang mit Pflanzen und Tieren kann man deutlich sehen, wie Menschen versuchen Kontakt aufzunehmen - da werden Bäume umarmt (ob sie wollen oder nicht) und Tiere geknuddelt und verwöhnt.
Aber schauen wir uns einmal an, wie Frauen und Männer miteinander umgehen, dann wäre es oft gut, wir wären stumm. Wir hatten auch einmal eine Sprache die uns verband, aber viele haben sie verloren. Wo sind das wortlose Miteinander, liebevolle Zärtlichkeit und körperliche Verbundenheit nun abgeblieben? Wer rausfinden will, ob wir überhaupt noch diese Ursprache sprechen, kann vielleicht die Rauhnächte dazu nutzen.
Alte Rituale - der Kuss unterm Mistelzweig, das Räuchern und Orakeln können auch ohne Worte dafür sorgen, dass wieder Verbindung entsteht.


Bildunterschrift hinzufügen
Bei mir wird heute mit Weihrauch und Myrrhe geräuchert, um das Männliche mit dem Weiblichen, Geist und Körper, Verstand und Seele, Himmel und Erde wieder als eines spürbar zu machen.

Weihrauch aus Arabien - danke Ursel!
links der Weihrauch, rechts die Myrrhe
Wenn sich Weihrauch und Myrrhe durch die Wärme der Kerze vermischen, dann verschmelzen ihre Düfte und vielleicht auch wieder diejenigen, die sie einatmen und alles, was getrennt ist.


Soviel für dieses Jahr Ihr Lieben - rutscht gut rein ins nächste.

Und nun muss ich ganz dringend den obligatorischen Linsensalat (aka Silvester-Vitaminbombe) zubereiten - das Rezept könnt Ihr hier finden - dieses Mal für alle in englischer Sprache - sonst in Rohköstliches auf Seite 112 .



Freitag, Januar 06, 2012

Dreikönigs-Räuchern

Neben dem ausführlichen Yoga-Programm nach Motivation durch die fröhliche OM-Frau steht heute wieder ein wichtiges Räucherthema an. Erinnert Ihr Euch? Dreikönigs-Tag - hier in Süddeutschland ein wichtiger Feiertag. Morgen wird der Christbaum abgeschmückt und der Baum als solcher darf wieder auf seinen angestammten Platz vor der Tür. (Ideales Wetter übrigens dafür - nicht zu kalt und nicht zu sonnig, so dass ihm die Umstellung wieder leicht fallen dürfte.)

Mit dem Dreikönigstag haben nun auch die Raunächte ihr Ende gefunden, ich persönlich habe gegen Ende immer genug von der vielen Erkenntnis, den bedeutungsschwangeren Träumen und all dem Voraus- und Zurückblicken. Nun sind wir wieder im Hier und Jetzt angekommen. Keine Frage: Rückschau und Vorausplanung in allen Ehren, aber das Hier und Jetzt ist mir momentan doch das liebere. Und das sah heute schon sehr rohköstlich aus: Sauerkrautsalat mit Petersilie, Äpfeln und Rosinen hat mich regelrecht erfrischt.

Und nun ist es Zeit die Geschenke der drei Weisen entgegenzunehmen.
Das Golde landet heutzutage ja direkt auf dem Konto - vergesst nicht dafür zu danken!

Weihrauch und Myrrhe aber, die können aufs Räucherstövchen und sind ganz besondere Schätze:

Die Myrrhe betont unsere weibliche Seite - sie steht für das Gefühl, der Weihrauch stärkt die männlichen Seiten, er betont den Geist. Wer eines mit dem anderen in Einklang bringen will, der verwendet beides zusammen - wie es die "Heiligen Drei Könige" uns gebracht haben: Gefühl und Geist sowie Wohlstand - und wir haben alles was wir brauchen.

Myrrheharz grob gemahlen und eine Weihrauchträne aus dem Oman.

Hier ein kleiner Auszug aus meinem Buch "Sinneserlebnis Duft" dazu:

"Die Myrrhe, Commiphora myrrha, duftet harzig, erdig-süßlich und wirkt im Gegensatz zum Weihrauch beruhigend und erdend. Sie ist genau das richtige Räucherwerk für Luftikusse, die auch mal am Boden bleiben wollen. Ihre entspannende Wirkung fördert die Sinnlichkeit, aber auch den Schlaf."
"...Weihrauch, ...duftet harzig, klar, mit charakteristischen fein-würzigen Weihrauchnoten und einem Hauch von Zitrone. Seine Wirkung ist vielschichtig: einerseits klärend, erfrischend, belebend, inspirierend und fantasieanregend, andererseits reinigend und daher auch gut zur Begleitung von meditativer, kontemplativer Ruhe geeignet."
Nutzt das Geschenk der Könige und kommt an im Hier und Jetzt!

Donnerstag, Dezember 13, 2012

Ich bin dankbar für....die Myrrhe (und das Cafe Gratitude)




Während der Weihrauch den Intellekt beflügelt und das bewusste Sein stärkt ist die Myrrhe sein erdendes Gegenstück. Sie rückt unsere weibliche Seite ins rechte Licht, stärkt Intuition und Bauchgefühl und verleiht uns tiefe Sicherheit für das Handeln aus dem Bauch heraus. Wir sind heutzutage kopflastig und können in einer schnelllebigen, computergesteuerten Zeit oft nur mit dem Gehirn folgen. Das Gehirn wird dauernd beansprucht, beim Autofahren, in der Arbeit, beim Organisieren von Freunden und Lieben, es arbeitet unablässig. Und dabei kommt häufig unser Gefühl zu kurz. "Was würde die Liebe tun?" fragen wir uns viel zu selten, weil unser Gehirn die Lösung für jedes Problem, für jede Frage schon schnell vorweg genommen hat.

Vielleicht könnt ihr beim Räuchern in den Raunächten eine Nacht dem Gefühl widmen, diesem tiefen inneren Selbst, der Seele oder Atman - wie es im Yoga genannt wird. Die Myrrhe wird euch helfen, zu hören, was euer Innerstes zu sagen hat und diese weibliche Seite mit Hilfe der Kraft der Erde zu stärken. Myrrhe, Commiphora myrrha, hat einen tiefen harzig, erdig-süßlichen Duft, der beruhigend, entspannend und erdend wirkt, vor allem auf alle Luftikusse, die auch mal am Boden bleiben wollen. Außerdem fördert sie einen beruhigten tiefen Schlaf.

der Weihrauch im Hintergrund, vorne gemahlenen Myrrhe - Geist und Seele im Einklang
Denkt dran, heute noch einen Kommentar zum Weihrauch abzugeben, um eventuell "Sinneserlebnis Duft" zu gewinnen.

Und für alle Rohköstler noch ein Tipp: Das Cafe Gratitude in München hat seiner einiger Zeit seine Tore geöffnet und bietet leckerste Rohkost voller Dankbarkeit! Ich wollte nicht warten bis nach Weihnachten, um euch darauf aufmerksam zu machen - dankenswerter Weise hat Claudi von claudi-goes-vegan schon einen Bericht zum Nachlesen verfasst - da läuft einem schon das Wasser im Mund zusammen! Und demnächst berichte ich euch dann von meinen Besuch vor Ort.

(c) Cafe Gratitude

Samstag, März 29, 2014

Kurze Nächte, schöne Filme, gute Bücher

Ah, diese Nacht wird kurz und morgen ist kein Blog-Tag, weil morgen Sonn-tag ist.

Damit Euch aber nicht langweilig wird... hier mal ein Link zu zwei interessanten Dokus über das Land aus TausenundeinerNacht, den Oman, und den Weihrauch.

http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/sendung/br/oman-weihrauch-100.html

http://www.swr.de/schaetze-der-welt/spezial/schaetze-welt-spezial-moor-duft-orient/-/id=7870852/nid=7870852/did=10643672/kwk11e/index.html

Und wer dann immer noch nicht genug vom Weihrauch hat, der kann hier reinlesen - ins Kapitel "Orient"

http://www.swr.de/schaetze-der-welt/spezial/schaetze-welt-spezial-moor-duft-orient/-/id=7870852/nid=7870852/did=10643672/kwk11e/index.html
Wer es noch nicht hat, aber gerne möchte, schreibt an wildundroh(ät) web(punkt)de

Freitag, Januar 15, 2016

Dreikönigliches Salz zum Gemüse

Wie versprochen, möchte ich euch heute hier das Dreikönigssalz vorstellen, das wir an unserem Potluck nutzen konnten. Almut mit ihrer kleinen Manufaktur Odiliengarten stellt es von Hand her. Die Salze, die sie herstellt sind nicht nur zum Würzen gedacht, sondern durch ihre Inhaltsstoffe auch besonders wertvoll im Sinne alter Heilmittel.

"Was durch liebende Hände geht, erhält ein neues Wesen" unter diesem Motto hat Almut hier Gold, Indischen Weihrauch und Arabische Myrrhe am Dreikönigstag von Hand verrieben
in Himalaya-Salz und so dem Salz eine ganz besondere Kraft verliehen. Natürlich verwendet man davon nur ganz wenig und das ist auch ausreichend.
Das Salz enthält keinerlei Rieselhilfe oder andere Zusätze, wenn sich kleine Klümpchen bilden sollten, können die einfach mit einem kleinen Löffel zerstoßen werden.

Auf dem Etikett finden sich folgende Infos:

Sie halten mit diesem Dreikönigssalz diejenigen Kostbarkeiten
in Ihren Händen, welche dem Christuskind von den
drei Weisen aus dem Morgenland geschenkt wurden:
Gold, Indischer Weihrauch und Arabische Myrrhe. In der
Zeit vom 1. bis zum 6. Januar werden sie von Hand
verrieben in Himalaya-Salz.
Dreikönigssalz ist zum Salzen und Veredeln von Speisen
komponiert worden. Bereichern Sie Ihren Esstisch durch diese wertvollen
Substanzen: zur Weihnachtszeit als auch durch das Jahr hindurch!
Lassen Sie einmal einige Salzkörnchen auf der Zunge
zergehen und fühlen Sie in Ihr Inneres hinein!
Christus spricht:
„Den Frieden lasse ich euch; meinen Frieden gebe ich euch.“
(Johannes 14, Vers 27)

Wer mehr darüber wissen möchte, wendet sich an odiliengarten(ät)gmx.de

 
Und passend dazu habe ich für euch heute nun noch das letzte Gemüserezept vom Potluck. (Zeit einen neuen Termin zu finden. Ihr Potlucker da draußen meldet euch, wenn wir nächstes Mal bei euch sein sollen und alle anderen Interessierten dürfen sich gerne melden, wenn sie auch einmal dabei sein wollen.)

Hier das Gemüse von Claudia mit den Zutaten:


geraspelte Möhren, Kohlrabi, Apfel, Sauerkraut
Leinöl (frisch, kalt gepresst)
gekeimte Sonnenblumenkerne
Gundermann und Goldnessel (Wer bis hierher gelesen hat und auf den Link drückt, kommt hier zu einem weiteren rohköstlichen Rezept :-) )


Sonntag, November 13, 2011

Wie ich das Räuchern entdeckt habe

Es ist immer wieder lustig, wenn ich Menschen zu Räucherseminaren einlade: Gibt es dann die Rohkost dort geräuchert, werde ich oft gefragt. Dabei räuchere ich weder Fisch noch Fleisch - auch keine Rohkost (bisher zumindest nicht), sondern ich verräuchere getrocknete Pflanzenteile, Hölzer und Harze. Am kommenden Freitag findet ein Räucherabend in Vaihingen/Enz statt - wer da noch dabei sein möchte, melde sich ganz schnell bei mir.
Ich will aber heute mal erzählen, wie ich zum Räuchern gekommen bin - hier ein Auszug aus dem Vorwort von "Sinneserlebnis Duft - Räuchern mit Pflanzen, Harzen und Hölzern":
>>...Seit vielen Jahren gilt den Pflanzen meine ganze Aufmerksamkeit – ich plane mit ihnen Gärten, Wintergärten und begrüne Innenräume. Ich schreibe über sie, berichte über ihre Ansprüche und Fähigkeiten im Fernsehen und ernähre mich ausschließlich von ihnen. Ihre Inhaltsstoffe und deren gesundheitliche Wirkungen waren für mich daher immer schon von Interesse. Und ebenso hat mich ihre psychologische Wirkung tiefgreifend interessiert. Ist es doch genau dieser Anteil ihrer vielfältigen Wirkungen, der bei Innenraumbegrünungen besonders zum Tragen kommt. Für mich als Planerin ist dies der wichtigste Aspekt. Dass Pflanzen in Verbindung mit Feuer aber noch ein ganz anderes Wirkungsspektrum aufweisen, diese Tatsache war mir zwar schon Jahre vorher bewusst geworden, erschien mir aber lange nicht wert, sie tiefer zu ergründen. Während meines Studiums der Gartenbauwissenschaften hatte ich mich schon mit den Weihrauchbäumen im Oman auseinander gesetzt. Ein Freund, der beruflich im Oman zu tun hatte, brachte mir damals Räuchergefäß, Kohle und Weihrauch bester Qualität mit. Ich war fasziniert und probierte das Räuchern aus – mit wenig Erfolg. Obwohl ich den Geruch mochte, fand ich keinen Zugang dazu. Esoterisch angehauchte Berichte über das Räuchern führten bei mir eher zur Abneigung, und so blieb der Weihrauch mitsamt Kohlen und Gefäß in der Schublade. Bis zu jenem Tag, als ich Christine bat, mir etwas über das Räuchern zu erzählen, weil ich einen Artikel über Räucherpflanzen schreiben wollte. Christine als gestandene Geschäftsfrau machte einen seriösen Eindruck und verließ sich ganz auf die Wirkung der Harze, die sie bei unserem ersten Treffen verräucherte. Und dabei sprang der Funke über – ich fragte, sie antwortete –, mein Artikel war schnell fertig, und obwohl dieser mit vier Druckseiten nicht kurz war, war ich nicht befriedigt. Immer mehr Fragen tauchten auf und so traf ich mit ihr eine Vereinbarung: Ich wollte eintauchen in ein Räucherjahr und meine Erfahrungen niederschreiben, als Hilfe für all jene, die mehr zum Thema „Räuchern mit Pflanzen“ erfahren wollen...
Die Tatsache, dass Sie dieses Buch in Ihren Händen halten, ist allein dem Duft der Pflanzen geschuldet. Sie beeindruckten meine Nase auf so wundersame Weise, dass ich nicht umhin konnte, diese Dufterlebnisse zu Papier zu bringen. Immer dann, wenn ich das Thema gerade wieder beiseite legen wollte, trat ein neuer Duft, eine neue Pflanze in mein Wahrnehmungsfeld und zog mich wieder in ihren Bann. Oft waren es besondere Erlebnisse, die mich mit den Pflanzen oder ihren Harzen verbanden. Mit der Zeit wurde mir klar, dass ich mich den im duftenden Rauch enthaltenen Inhaltsstoffen der Pflanzen nicht entziehen kann, und ich machte mich auf den Weg – meinen persönlichen Räucherweg. Nun hoffe ich, dass ich Neulingen helfen kann, ihren „Räucherweg“ zu finden, sowie alte Hasen und Profis mit meinen Erfahrungen bereichere.<<

Dienstag, September 20, 2011

Wie ich zum Räuchern kam - ein Sinneserlebnis besonderer Art

 Anlässlich der Erscheinung von "Sinneserlebnis Duft" höre ich häufiger den Kommentar: "Das ist nichts für mich!" Genauso erging es mir auch, als ich es zum ersten Mal ausprobierte. Heute überrasche ich viele, die sich nichts darunter vorstellen können, mit zarten Blüten- und Pflanzendüften, die keineswegs in dickem Qualm enthalten sein müssen - den braucht es allenfalls für Rituale und Hausräucherungen oder im Freien. Hier ein Auszug aus der Einleitung des Buches, der vielleicht den ein oder anderen inspiriert, es doch einmal zu probieren.

"Dass Pflanzen in Verbindung mit Feuer aber noch ein ganz anderes
Wirkungsspektrum aufweisen, diese Tatsache war mir zwar schon Jahre
vorher bewusst geworden, erschien mir aber lange nicht wert, sie tiefer zu
ergründen. Während meines Studiums der Gartenbauwissenschaften hatte
ich mich schon mit den Weihrauchbäumen im Oman auseinander.
gesetzt. Ein Freund, der beruflich im Oman zu tun hatte, brachte mir damals
Räuchergefäß, Kohle und Weihrauch bester Qualität mit. Ich war fasziniert
und probierte das Räuchern aus – mit wenig Erfolg. Obwohl ich den
Geruch mochte, fand ich keinen Zugang dazu. Esoterisch angehauchte Berichte
über das Räuchern führten bei mir eher zur Abneigung, und so blieb
der Weihrauch mitsamt Kohlen und Gefäß in der Schublade. Bis zu jenem
Tag, als ich Christine bat, mir etwas über das Räuchern zu erzählen, weil
ich einen Artikel über Räucherpflanzen schreiben wollte.
Christine als gestandene Geschäftsfrau machte einen seriösen Eindruck
und verließ sich ganz auf die Wirkung der Harze, die sie bei unserem
ersten Treffen verräucherte. Und dabei sprang der Funke über – ich fragte,
sie antwortete –, mein Artikel war schnell fertig, und obwohl dieser mit
vier Druckseiten nicht kurz war, war ich nicht befriedigt. Immer mehr Fragen
tauchten auf und so traf ich mit ihr eine Vereinbarung: Ich wollte eintauchen
in ein Räucherjahr und meine Erfahrungen niederschreiben, als
Hilfe für all jene, die mehr zum Thema „Räuchern mit Pflanzen“ erfahren
wollen. Christine ihrerseits war bereit, bei meinem Experiment mitzumachen
und mir die Zutaten dafür zur Verfügung zu stellen. Ohne die Unterstützung
von Labdanum wäre dieses Buch eine Vision geblieben.
Die Tatsache, dass Sie dieses Buch in Ihren Händen halten, ist allein
dem Duft der Pflanzen geschuldet. Sie beeindruckten meine Nase auf so
wundersame Weise, dass ich nicht umhin konnte, diese Dufterlebnisse zu
Papier zu bringen. Immer dann, wenn ich das Thema gerade wieder beiseite
legen wollte, trat ein neuer Duft, eine neue Pflanze in mein Wahrnehmungsfeld
und zog mich wieder in ihren Bann. Oft waren es besondere Erlebnisse,
die mich mit den Pflanzen oder ihren Harzen verbanden. Mit der
Zeit wurde mir klar, dass ich mich den im duftenden Rauch enthaltenen
Inhaltsstoffen der Pflanzen nicht entziehen kann, und ich machte mich auf
den Weg – meinen persönlichen Räucherweg." Aus "Sinneserlebnis Duft - Räuchern mit Pflanzen, Harzen und Hölzern"

Donnerstag, Juni 10, 2010

Weihrauch verleiht Flügel - Räuchern für Duftfetischisten

Habe mich gestern abend wunderbar entspannt bei einem Räucherabend unter einem Apfelbaum.
Während mich Kamille, Beifuß, Wermut und Süßgras tief in ihre Seele schauen ließen, hat mich der Weihrauch beflügelt. Sein vielschichtiger Duft trägt uns fort, verleiht Klarheit und Energie und liegt daher auch jetzt schon wieder - frühmorgens auf meinem Räucherstövchen.







Wer sich gerne ebenfalls von Pflanzendüften entführen lassen will - kann sich diesen Wunsch bei Christine Fuchs von Labdanum erfüllen.
  

Sonntag, Dezember 23, 2012

Geschenke vorab - Räuchermischung "Das Licht sehen"

Die letzte Räuchermischung ist nun die, mit der ich euch einladen möchte, das Licht zu sehen.



Das Licht sehen
© C. Volm
 
4 Teile Birkenblätter
2 Teile Alantwurzel
2 Teile Johanniskraut
1 Teil Weihrauch indisch und/oder 1 Teil Mastix
1 Teil Lindenblüten
1 Teil Efeu
1 Teil Zitronenverbene
1 Teil Meisterwurz-Wurzel


Damit schließen wir das Räucherkapitel - denkt dran, noch bis zum 31.12. könnt ihr bei Labdanum den 5.- € Gutschein nutzen wenn ihr den Gutscheincode "taufrisch2012" verwendet und für mindestens 30 € einkauft. Eine neue Gutscheinaktion gibt es übrigens im Januar - dann etwas, worüber sich Rohköstler besonders freuen werden!

Und auch morgen lohnt es sich nochmal reinzuschauen - mein Weihnachtsgeschenk für euch - soviel verrate ich schon - lässt sich auch als Geschenk für die letzte Minute verwenden oder noch ins Weihnachtsmenü integrieren... und es wird ab heute abend online sein.

Allen, die sich heute von ihrem Computer verabschieden, um wirklich in Ruhe feiern zu können, wünsche ich jetzt schon ein (f)rohes Fest!


Sonntag, Oktober 21, 2018

Auch im Paradies gibt es keine Vollkommenheit


* Werbung - Reklame - Empfehlung - mit Begeisterung


Sonntagabend - war es das letzte sonnige Herbstwochenende? Ich war im Paradies und habe gelesen. Im neuen Buch von Amelie Fried. Und das möchte ich euch gerne vorstellen, aber Bilder von einem Roman, sind meistens nicht so spannend? Okay, das Cover, das zeig ich euch hier:



Bilder von Amelie und mehr über sie gibt es hier, aber ich denke, die meisten von euch werden sie ohnehin kennen.
Für alle anderen: Bekannt wurde sie als TV-Moderatorin, hat aber viele Talente, unter anderem schreibt sie Romane, die meistens sogar Bestseller werden und darüber hinaus auch verfilmt wurden. Sie erzählt Geschichten wie "Traumfrau mit Nebenwirkungen", "Am Anfang war der Seitensprung", "Der Mann von nebenan"
Hört sich seltsam an? Ja, fand ich auch, deshalb habe ich bisher nur dieses eine Buch von ihr gelesen. Und wenn ich nicht so superneugierig gewesen wäre, was sich hinter diesem Satz auf der Rückseite: "Ihren Sehnsuchtsort findet sie... bei einer Seminarwoche im herrlich gelegenen Hotel Paraíso mit Selbsterfahrung, Körperarbeit, Meditation und Yoga" verbergen würde, dann wäre auch dieses Buch an mir vorbeigegangen.

Aber, da ich ja selbst Seminare veranstalte und die sogenannte Gruppendynamik mich immer wieder fasziniert, dachte ich, ich sollte es lesen.

Und da sind wir auch schon wieder bei unserem Apfel hier:


Er hat mich fasziniert, weil er in seinem Verderben durchaus noch schön war. So ergeht es Amelies Protagonistin im Buch. Sie startet ihr Seminarwoche auf einer Insel mit der Absicht, sich zu erholen. Sie lernt andere Menschen kennen - und ich als Leser habe sie ebenfalls kennengelernt. Allein das ist schon ein Vergnügen; als würde sie die Menschen genau kennen, beschreibt Amelie die verschiedenen anderen Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Nichts wichtiges bleibt verborgen. Nie hatte ich das Gefühl, einmal ein paar Zeilen überspringen zu müssen, weil es sonst zu langatmig gewesen wäre. Nein, alles fließt, Seite um Seite und fast fühlte ich mich, als wäre ich selbst ein Teil dieser Truppe. Teilnahme am Yoga, an Meditationen... am Tantra-Kurs? Und permanent das Gefühl, es müsste bald etwas Unangenehmes passieren. Und es passiert, bald darf man feststellen, was man ohnehin schon ahnt: Unter jedem Dach ein Ach. Nur die Autorin bleibt Betrachterin, zieht messerscharfe Linien und verwebt die Schicksale bis man fast sagen möchte, das gibt es nicht, oder doch? Amelie Fried spitzt zu und lässt locker, beschreibt und wahrt Distanz. Ich als Leserin habe mich gefragt, wie sie soviel Distanz wahren kann, ohne dass ich mich ebenfalls von den Figuren distanziere. Ich konnte nicht aufhören zu lesen, wollte wissen, wie es weiter geht, um festzustellen: Es geht weiter, aber nicht so wie gedacht. Das hält sie durch, den ganzen Roman über und macht so das Buch spannend bis zum Schluss.



Ich habe die Figuren gemocht, alle habe ich irgendwie gekannt, schon einmal getroffen und ich habe mit ihnen gefühlt, auch mit denen, mit denen mir keine Gemeinsamkeiten offensichtlich erschienen. Ist das das Geheimnis von Amelie Fried, dass sie den Leser auch mit außergewöhnlichen Schicksalen  mitfühlen lässt? Neugierde für das Anderssein weckt, weil das Verborgene entdeckt werden darf und sie die Leser hinter die Fassade schauen lässt. Und hinter der steht eben nicht ein Protagonist aus einem Groschenroman, sondern ein Mensch, den man meint zu kennen.

 Das war gut und ich werde sicher wieder ein Buch von ihr lesen.

Tja und was ist nun mit unserem Apfel hier? Irgendwie ist er doch schön, oder? So wie alle anderen Äpfel auch. Und die ganz hübschen Äpfel, die haben doch einfach auch manchmal einen faulen Kern - auch solche Typen finden wir im Paradies - zumindest in der Geschichte von Amelie Fried.

Hier könnt ihr selber reinlesen - viel Vergnügen. Und es gibt auch Termine für Lesungen.




Euch eine schöne neue Woche mit vielen spannenden Begegnungen und hier noch ein Hinweis auf ein ganz besonderes Seminar: Seminar Gold, Weihrauch, Myrrhe und Ysop – Heilmittel im Kontext der Sterbebegleitung 



Donnerstag, November 21, 2019

Teil 3 - Veggie & frei von - was gibt's denn da




So, heute gibt's den dritten und letzten Teil unserer Entdeckungen im letzten Jahr auf der veggie & frei von.
Morgen geht's los. Ich freue mich, wenn ihr dabei seid morgen,

am Freitag 22.11.2019 im Fachforum beim Vortrag

12:00 - 13:00 Gesund durch Herbst und Winter mit essbaren Wildpflanzen

oder auf der Seitz-glutenfrei-Bühne bei der Kochshow

15:00 – 16:00 Rohkost mit Wildpflanzen - herbstliche Küchenklassiker gesund & lecker
Traditionelle Gerichte, die den Extrakick fürs Immunsystem bringen.


oder am Sonntag 24.11.2019 im Fachforum beim Vortrag

13:00 – 14:00 Essbare Wildpflanzen im Winter finden und kulinarisch genießen
Essbare Wildpflanzen sind die natürlichsten Gesundheitsbooster. 

Du findest uns in Halle 3 am Stand D59, wo wir Dir gerne unser Programm und die Bücher vorstellen, die wir natürlich auch dabei haben und die ich gerne für Dich signieren werde.

Jetzt aber zu den Eindrücken vom letzten Jahr:

Die liebe Carmen Hercegfi war auch dabei mit einem Vortrag über vegane Ernährung für Kinder:



Bei Labité gab es nicht nur Neempulver, das sich so wundervoll als Fastenbegleiter eignet,


sondern auch Weihrauch


und Sheabutter.


Bei den netten Mädels am Alnavit-Stand habe ich ganz köstliche Kekse entdeckt:



Außerdem leckere Pesti aus Hanf:


und zwei Brotaufstriche

 und ein Müsli-Topping, das ich gerne auch für den Salat verwende ;-) :



Uns gegennüber wieder ein Stuttgarter Stand: Tasty Dishes mit Flammkuchen, vegan:



Fabfoods kannte ich bis dahin noch nicht, aber schau mal, wie lecker das aussieht:




Die Principessa mit den veganen Macarons wird auch in diesem Jahr wieder dabei sein:




das ausgefallenste Eis gab es auf jeden Fall bei Bruna:






Und mein Messehighlight zum Schluss: Die Soulbottle. Wir sind seit letztem Jahr unzertrennlich und ich habe sie gleich nach der Messe mit einem grünen Saft aus Äpfeln, Aloe, Postelein und Wildpflanzen eingeweiht:


 






Mich macht die superhappy und der Inhalt natürlich auch, wie man sieht: