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Dienstag, August 14, 2018

Sommergenuss Pizza, roh und vegan


Ah, Leute, dieser Sommer hält mich schwer auf Trab. Alles schön, alles gut, aber manchmal einfach ein bisschen wenig Zeit, um hier so viel zu schreiben, wie ich es gerne würde. 

Nächste Woche stehen 3 Exkursionen an, wenn ihr Lust habt schaut doch mal unter diesen Links das Programm an:

21. August: Exkursion Essbare Wildpflanzen – Die wichtigsten Arten im Sommer für Fortgeschrittene

24. August:  Exkursion Essbare Wildpflanzen – Die wichtigsten Arten im Sommer  für alle

25. August: Exkursion Wildpflanzen am Schönbuchrand

Auch das erfordert viel Vorbereitung, aber diese Arbeit genieße ich sehr. Das Eintauchen in die Welt der Pflanzen ist für mich die beste Erholung überhaupt. Egal, ob ich draußen unterwegs bin und die Exkursionsstrecken ablaufe oder am Schreibtisch sitze und Unterarten - zum Beispiel von den Pflaumen und Zwetschgen momentan - bestimme, es ist für mich immer eine Erholung.

In der letzten Woche haben wir viele Ausflüge in die Natur gemacht, da wird es, wenn ich alles aufbereitet habe, dann schöne Berichte davon geben.


Die Hitze übrigens macht mir nichts aus, im Gegenteil, gestern Abend habe ich es fast schon als zu kühl empfunden, um im Kleidchen draußen zu sitzen. Hitzeverträglichkeit ist ein riesiger Vorteil einer hauptsächlich rohen Ernährung. Ich schwitze nur dann, wenn ich Gekochtes esse, auch wenn es nur ein Ratatouille aus Zucchini, Aubergine, Paprika und Tomate ist, ist es ein richtiger Hammer, wenn ich davon nicht nur koste, sondern eine Mahlzeit esse. Mein ganzer Organismus läuft dann auf Hochtouren und ich schwitze so lange, wie der Körper arbeitet und im Nachhinein immer wieder bei körperlicher Tätigkeit.

Aber nun zum heutigen Sommergenuss:

Ein ideales Gericht für heiße Tage ist für mich diese Pizza, die auch supereinfach selber herzustellen ist. Das Brot ist ein Rohkostbrot, das man so fertig kaufen kann, in diesem Fall eines mit Rosmarin und ein Sauerkrautbrot.



Bestrichen wird es mit einer Avocadocreme aus Wildpflanzen, Zitrone und Avocado, nach Geschmack auch Knoblauch, püriert. Dann kommt das kleingeschnittene Gemüse drauf, das nach Belieben variieren kann: Zucchini, Paprika, Pilze, Tomaten, Rohkost-Oliven, alles, was lecker schmeckt. Und darauf haben wir dann beim Sommer-Wildpflanzen-Seminar noch weitere Kräuter gegeben, Dost beispielsweise und Brennnesselsamen.


Das ist wirklich feines Weatherfood, so lange man sich nicht den Bauch damit zu voll schlägt, erhält man damit die Frische für Körper, Geist und Seele auch an ganz heißen Tagen.


Und im nächsten Beitrag hier gibt es das Dessert vom Sommerkurs Essbare Wildpflanzen im Allgäu.

Übrigens: Eine Saftfastenkur ist jetzt das Mittel der Wahl für alle, die schon der Hitze erlegen oder einem Virus zum Opfer gefallen sind, damit kommt ihr ganz schnell wieder auf die Beine.
Für diejenigen, die sich einfach schwach fühlen: Probiert mal den Mais-Himbeer-Saft aus Detox, Baby! - mit wilden Kräutern, die gegen Hitze helfen - auch ein perfekter Sommergenuss.



Freitag, August 03, 2018

Sommergenuss: Wilde Samen auf Rohkost



Ich hatte es für heute Abend versprochen, hier kommt der erste Teil der Gerichte vom Sommerkurs. Und im Sommer sind natürlich Samen ein ganz wichtiges Thema. Erkennst Du, welche das hier unten sind? Apropos Rätsel, die gesuchte Stadt im Blogeintrag gestern war "Augsburg" und Sandra hat es erraten.


Also Samen... die fleißigen Seminarteilnehmer haben es zu dieser Jahreszeit nicht schwer mit dem Sammeln, aber ein bisschen Aufwand ist es schon, die Samen erst zu sammeln und dann weiter zu verarbeiten. Schau mal:


Das oben sind Blüten und Samenstände des Mittleren Wegerichs (ja, der heißt wirklich so und wenn Du ihn noch nicht kennst, dann komm einfach auch mal mit auf Exkursion)

Die Samen wurden dann fein abgepult vom Stängel, das geht eigentlich ganz einfach und dann


zum schon vorbereiteten Obst und Gemüse gegeben  (wir haben übrigens ein Rezept aus "Rohköstliches - gesund durchs Leben mit veganer Rohkost und Wildpflanzen" (findet ihr auf Seite 107 "Asia-Gemüse süß-sauer") zubereitet.

Ich liebe diese Samen von Plantago media, nicht nur weil sie so viele wertvolle Öle und Fettsäuren enthalten. Wie der Flohsamen (das sind auch Wegerichsamen, aber von der Art Plantago ovata - dem Indischen Wegerich) haben sie auch kleine silberne Samenschalen, die - ebenso wie bei den indischen Verwandten - aufquellen, wenn sie mit Wasser in Berührung kommen und wenn sie verzehrt werden auch die Verdauung fördern. Mehr zu den "echten" Flohsamenschalen findet ihr in diesen Blogeinträgen.


Das Gericht wurde hübsch angerichtet und mit Blüten dekoriert:


Und los geht's...


... halt, bevor das Gemüse verzehrt wurde hatten wir schon ein kleines Amuse-Gueule verspeist, auch hierfür haben wir Samen verwendet. Ein bisschen verschwommen ist das Bild, aber vielleicht kannst Du trotzdem erkennen, welche Samen das hier sind:



Brennnesselsamen waren die Deko - neben unzähligen Blüten - auf unseren Gurkenbroten mit leckerem rohveganem Aufstrich, unserem Amuse-gueule:



Sehen die nicht zum Reinbeißen aus?


Hier gibt es auch noch ein kleines aber feines Rezept mit Brennnesselsamen. Euch einen guten Appetit, wenn ihr irgendetwas von den Ideen ausprobiert und dann bis zum zweiten Teil von diesem Seminar im nächsten Blogeintrag.

Mittwoch, August 15, 2018

Sommergenuss Dessert mit Beeren und Mädesüß

Obstsalat alleine ist ja immer schon eine leckere Angelegenheit, aber in der Kombination mit Minzeröllchen und einer Cashewcreme eine ganz besondere Verführung. Und dieses Dessert war der Abschluss unserer Sommergenüsse.


Die Cashewcreme haben wir mit Mädesüß verfeinert und im Obstsalat finden sich Wegerichsamen und Lavendelblüten, außerdem Aprikosen, Pfirsich, Melone, Himbeere, Heidelbeere und ein paar letzte Felsenbirnen.


Die Cashewcreme ist ein Rezept aus "Meine liebsten Wildpflanzen - rohköstlich", die könnt ihr ganz einfach nachmachen mit Cashews und süßen Trockenfrüchten und Wildpflanzen. Wir haben sie im Seminar ausnahmsweise statt mit dem Mixer mit dem Pürierstab gemacht, einfach um mal zu zeigen, dass es nicht immer die perfekte Küchenausstattung braucht, um rohköstlich zu leben.

Wie oft habe ich schon erlebt, dass sich Rohkostinteressierte erst einmal die komplette Ausrüstung zulegen, nur um dann irgendwann festzustellen, dass die Rohkost gar nicht ihrs ist. Da ist es anders herum doch besser. Erst einmal Rezepte ausprobieren - im Fall der Creme macht es gar nichts, wenn sie nicht 100% fein vermixt ist, die Cremigkeit der Nüsse sorgen auch so für ein angenehmes Mundgefühl. Wer dann irgendwann sahnige Cremetorten zaubern will, kann sich immer noch einen Hochleistungsmixer zulegen. Aber zunächst ist es doch einmal wichtig, herauszufinden, ob einem die Rohkost an sich überhaupt liegt.



Die Minzröllchen, die wir dazu gereicht haben, sind übrigens nur zum Teil selbst gemacht. Es gibt solche Röllchen - in diesem Falle Ingwer-Zitronenröllchen - auch in Rohkostqualität zu kaufen und die haben wir einfach aufgerollt und mit Minzblättern gefüllt. Das ist ein schöner Kontrast zur Creme und den Früchten.


Die nächste Gelegenheit, um mit mir wild&roh zu "kochen" ist übrigens der 29. September. Da ist das Motto dann "Alles Käse!"
Wir werden uns mit dem Thema "Käse" in der Rohkostküche beschäftigen und verschiedenen Käse"ersatz" (der fast noch besser schmeckt und auf jeden Fall gesünder ist als das Original) selber herstellen. Natürlich sind auch diese "Käse" mit Wildpflanzen angereichert und wir werden einen äußerst genussvollen Nachmittag verbringen. Wenn Du oben auf "Alles Käse!" klickst bekommst Du alle notwendigen Infos. Der Kurs ist schon halb voll und die Anzahl der Plätze auf 8 beschränkt, also melde Dich lieber schnell an, wenn Du gerne dabei sein möchtest.